"Wer hübsch ist, der ist erfolgreich" - es ist ein Satz, dem jeder von uns schon einmal in seinem Leben begegnet ist und der uns tagtäglich von den Medien vermittelt wird. Du kannst es nur zu etwas bringen, wenn dein Äußeres passt. Schockierenderweiße stellen auch immer mehr Studien einen Zusammenhang zwischen Schönheit und beruflichem Erfolg fest. Und auch online geht die Suche nach der Schönheit weiter, denn es ist kein Geheimniss, dass attraktive Profilbilder mehr Likes erhalten. Man sieht dies jeden Tag auf Instagram, Facebook & Co. und all das führt auch in einen kleinen Teufelskreis, der dazu führt, dass Schönheitsoperationen für viele zum Alltag gehören. Was nicht passt, kann ja jederzeit korrigiert werden und an die Norm angepasst werden. Makel? Möchte man lieber verstecken, als sie zeigen oder sofort entfernen lassen. Doch ist dass, dann wirklich noch Schön? Wenn wir alle mehr und mehr einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen und alles, was nicht hinein passt abwerten? Vor allem, da wir einem Ideal nacheifern, welches uns von den Massenmedien vermittelt wird? Einem, bei dem man schlank und perfekt sein muss? Für mich hat das nichts mit Schönheit zu tun, denn gerade bei dieser kommt es auf Individualität an. Ich mag besondere Gesichter, welche die nicht perfekt sind, die aus der Masse hervorstechen. All diejenigen, die Ecken und Kanten haben und eine Geschichte erzählen. Und jene, die natürlich Altern und in denen jede Lachfalte für einen positiven Moment steht. Es gibt wirklich nicht Schöneres, als natürlich zu altern, jede Lebensphase zu genießen und stolz auf all die gesammelten Erfahrungen zu sein.
Doch manchmal frage ich mich, ob ich mit dieser Ansicht nicht schon zu der Minderheit gehöre? Denn gerade in den sozialen Netzwerken werden mediale Stereotypen weiterverbreitet und Sätze wie der oben genannte sind zur Normalität geworden. Auch all die Datingapps, bei denen es zu Beginn nur darum geht, ob eine Person mir äußerlich zusagt zeigen, wie oberflächlich unsere Gesellschaft geworden ist. Eine, in der sich immer noch das Vorurteil hält, dass kräftigere Menschen dumm seien. Eine Aussage, die ich persönlich einfach nur lächerlich finde, denn es gibt keinen Zusammenhang zwischen Aussehen und Intelligenz. Lasst euch so was also ja nicht einreden, sondern geht euren Weg und belehrt all diejenigen eines Besseren. Übrigens hat vor Kurzem auch Jules einen Beitrag dazu verfasst, der mich inspieriert hat. Doch es ist ein weiteres Indiz dafür, was für einen hohen Stellenwert das Aussehen in unserer Gesellschaft eingenommen hat. Ich finde dies einfach nur erschreckend, finde mich aber auch oft in der Situation wieder, das ich meine Makel verstecke, versuche perfekt zu sein und bloß keine Schwäche zu zeigen. Immerhin wird das von uns erwartet. Das ich dem gängigen Schönheitsideal entspreche, mag ich aber zu bezweifeln. Mir fehlt es am weißen Zahnpasta Lächeln, dazu plagen mich jeden Tag Augenringe, egal wie lange ich geschlafen habe und bisher hat kein Concealer es geschafft, dies auch nur ansatzweiße zu verdecken und in die Kategorie Magermodel passe ich, schon aufgrund meiner breiten Hüften nicht. Ich weiß, dass ich hier oft betone, dass ich stolz auf meine Kurben bin, aber manchmal da gibt es diese Tage, da lasse auch ich mich von den Medien und dieser perfekten Welt einlullen. Wünschte mir ebenfalls perfekt zu sein, selbst wenn mir dann all die Ecken und Kanten fehlen würden, die mich doch ausmachen. Aber manchmal da wäre ich auch gerne so selbstbewusst, wie all die hübschen Frauen, die uns von den Plakatwänden entgegenstrahlen, selbst wenn sie dies im echten Leben auch nicht immer sind. Wäre einfach mal gerne nicht der Otto Normalverbraucher, mit dem langweiligen braunen Haar, den braunen Augen und der blassen Haut.
Es ist der schöne Schein, dem auch ich manchmal verfalle, obwohl ich es besser weiß. Da frage ich mich, wie schwer das für die heutige Jugend sein muss ,und bin nicht überrascht, über all die Krankheiten, die mit einem solchen Druck "Perfekt" zu sein einhergehen, selbst im Alter. Ich bin eher schockiert darüber, dass wir dies einfach so zulassen und die kleinsten Schritte zu einer Wende, von manchen wieder zertreten werden. Werbungen, mit normalen Frauen finden sich immer noch richtig selten, obwohl jede Frau sich diese wünscht. Und gibt es sie, gibt es immer wieder Menschen, die diese verhindern möchten. Vielleicht habt ihr ja auch vor kurzem mitbekommen, dass eine Werbung mit dem Plus Size Model Ashley Graham in den Usa von einigen Sendern nicht ausgestrahlt wurde. In dieser waren die Models in Unterwäsche zu sehen, was man dann kurzerhand als "zu freizügig" kennzeichnete. Achso okay, aber wenn Magermodels in dieser zu sehen sind, ist es dass nicht? Über diese unverschämte Erklärung kann ich nur den Kopf schütteln, denn sie zeigt, dass wir trotz der ganzen Diskussionen noch keinen Schritt weiter sind. Und ich frage mich, ob wir es je hinbekommen werden, der Jugend ein gesundes Schönheitsideal zu vermitteln. Eines, für das man sich nicht auf Größe Zero herab hungern muss, welches mit Magersucht und Bullimie und mit ständigem Druck zur Perfektion einhergeht. Doch gerade finde ich persönlich, dass wir immer oberflächlicher werden und vieles nur noch vom Äußeren abhängt. Natürlich möchte ich mit diesem Post jetzt nicht sagen, dass jeder so denkt, aber man findet dieses Denken leider bei einigen, die es sich nicht nehmen lassen korpulentere Menschen, als dumm und hässlich zu bezeichnen. Und dass, obwohl Schönheit etwas ist, was man nicht bewerten kann. Etwas, für das es keinen Maßstab gibt. Mich macht das alles nicht nur traurig, sondern auch richtig wütend, da jeder Mensch besonders und Einzigartig ist und es verdient mit Respekt behandelt zu werden. Das Äußere darf da einfach keine Rolle spielen und auch dem eigenen Erfolg nicht im Weg stehen. Doch es ist an uns, hier etwas zu verändern und uns nicht von den Medien beeinflussen zu lassen.
Kommen wir nun aber zum heutigen Outfitpost, der etwas in Eile geschossen wurde. Ich hoffe, dass merkt man den Bildern nicht allzusehr an, aber leider habe ich vorab nicht gecheckt, ob der Akku meiner Kamera noch voll ist. War er leider nicht, also mussten die Bilder etwas schneller entstehen. Ich habe trotzdem mein Bestes gegeben und finde es waren ein paar schon Schüsse mit dabei. Abgelichtet habe ich übrigens wieder einen etwas lässigerer Look, auf die stehe ich derzeit einfach, da sie für mich perfekt zum Uni Alltag passen, der bei mir bald wieder einkehrt. Getragen habe ich die Kombination an Karfreitag, zum Burzeltag meines Opas. Aufgrund des Wetters, saßen wir da leider nur in der Wohnung und da wollte ich mich einfach bequem anziehen und nicht ständig zupfen müssen. Ein schöner Tag war es aber trotzdem. Abschließend hoffe ich, ihr hattet alle schöne Feiertage und habt Ostern im Kreise eurer Familien gefeiert?












