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Montag, 21. Dezember 2015

{Geständnisse eines Serienjunkies} Neues Serienfutter für mich und Serientipps für euch Vol. 3!


Ich denke ihr kennt das Prozedere nun schon, denn heute möchte ich euch wieder ein paar meiner Serienentdeckungen der letzten Monate näher bringen. Dank meiner  Semesterferien hatte ich ja Zeit mich mal durch ein paar neue Serien zu wühlen und bin bei der Einen oder Anderen auch begeistert hängen geblieben. Gesehen habe ich sie meistens auf Amazon Prime oder auch im Free Tv, denn über den Sommer sind definitiv ein paar interessante Serien angelaufen. 

1.How to get away with Murder
"I'm Professor Annalise Keating and this is Crime Lab 100. Or, as I prefer to call it, How to get away with Murder"
Unter den Jura Studenten ist der Kurs von Annalise Keating der beliebteste. Jeder möchte einen Platz in ihrer Vorlesung ergattern, denn sie ist nicht nur taff, sondern auch eine erfolgreiche Strafverteidigerin. Und jedes Jahr wählt sie 5 Studenten aus, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen dürfen. Der Beste unter ihnen wird am Ende die Statue der Justizia gewinnen und von ihr ausgezeichnet. Doch als es dann plötzlich zu einem Mord an der Universität kommt und Annalise die Verteidigung einer der Verdächtigen übernimmt gerät ihr Leben aus den Fugen...

Persönlich habe ich ca. 2 Folgen gebraucht bis ich in "How to get away with Murder" reingekommen bin, was aber bei allen Serien von Shonda Rhimes bei mir der Fall ist. Sie hat einfach ihre ganz eigene Erzählweise, die wirklich sehr temporeich ist. Gefällt mir gut, somit bin ich mittlerweile ein großer Fan ihrer Arbeit geworden. Dazu darf man sich auf eine Menge Drama, viele Lügen, Intrigen und schockierende Enthüllungen freuen. Gepaart wird dies hier noch mit interessanten Lehreinheiten zum Thema Jura. Lange Zeit hatte ich ja mal überlegt ein Studium in diese Richtung anzufangen, aber der ganze trockene Stoff hat mich dann doch davor bewahrt, doch mit einer Professorin wie Annalise wäre ich sofort an Bord gewesen. Sie verkörpert genau den Typ Frau, der mir in Serien am Besten gefällt: Stark, charismatisch und intelligent, hat sie für jedes Problem einen juristischen Trick auf Lager. 

Doch abseits von den Fällen, die das Team rund um Annalise bearbeitet steht natürlich auch der Mord an einer jungen Studentin im Vordergrund. Schon in der ersten Sequenz erfahren wir, dass ihre Studenten in diesen Fall verwickelt sind, weshalb er zum Roten Faden der Serie wird. Hierbei springen wir immer wieder zwischen diesem einen Abend und der Gegenwart hin und her. Das mag am Anfang erstmal verwirrend sein, aber schon bald hat man sich an diesen Stil gewöhnt und kann so langsam die einzelnen Puzzleteile zusammen setzten. Schön finde ich auch, dass man sich hierbei jede Folge gezielt auf einen ihrer Studenten konzentriert und man Wes, Michaela, Connor, Asher und Laurel etwas näher kennenlernt. Mir sind dabei vor allem Wes und Laurel ans Herz gewachsen, wobei keiner der 5 perfekt ist. Jeder hat sein kleines schmutziges Geheimnis und schreckt auch nicht davor zurück Informationen auf nicht ganz so legale Weise zu bekommen. Wirklich alle Charktere der Serie bewegen sich in einem Graubereich, denn keiner ist perfekt und jeder macht Fehler.  Schauspielerisch gefällt mir der ganze Cast sehr gut. Über Viola Davis müssen wir glaube ich nicht viel reden, doch auch die Jungschauspieler machen sich an ihrer Seite sehr gut und müssen sich nicht verstecken. Mir gefällt die Serie somit von Folge zu Folge besser und den Hype um die Show kann ich definitiv nachvollziehen. 


2. Tut:
“Enemies lurk in every shadow. They smell your weakness. That is when they strike." 
Die Serie dreht sich um den ägyptischen Pharao Tutanchamun, der mit gerade einmal 9 Jahren nach dem Tod seines Vateres Echnaton den Thron bestieg. Über sein Leben ist nicht viel bekannt, denn Ruhm erlangte der Pharao erst mit dem Fund seines Grabes durch Howard Carter im Jahre 1922. Beeindruckend war hierbei vor allem die Tatsache, das sein Grab vorher untendeckt geblieben war und wir so einen interessanten Blick in das alte Ägypten bekommen haben.

Ich habe ja lange Zeit auf eine ägyptische Serie gewartet und mit Tut diese nun auch bekommen. Die Geschichte von Tutanchamun ist mir nicht unbekannt, denn in der Schule habe ich sogar schon einmal ein Referat über den jungen Pharao gehalten, der trotz seiner kurzen Regentschaft in der heutigen Zeit der Bekannteste von allen ist. Dabei wissen wir über sein Leben eigentlich nicht wirklich viel, was den Produzenten natürlich die Möglichkeit gegeben hat, all die Lücken kreativ zu schließen und sich einige Freiheiten herauszunehmen. Ob man diese nun mag oder nicht, ist Geschmackssache, aber es ist nichts was in historischen Serien nun vollkommen neu wäre. Natürlich wird der Pharao hier nicht als kranker, kleiner Junge gezeigt, der sich von seinen Beratern manipulieren lässt und keine eigenen Entscheidungen trifft, denn das würde kein Zuschauer sehen wollen. Vielmehr hat man aus Tut eine Dramaserie gezaubert, die auch das junge Publikum anspricht und den Stoff auf eine etwas leichtere Art rüberbringt. Das macht sie für mich wirklich angenehm anzuschauen, ohne das ich nun viel nachdenken muss und gerade deshalb hat sie so gut in die Sommermonate gepasst. Zudem dürften auch Zuschauer, die sonst eher kein Fan des Historiengenres sind, ihre Freude an der Serie finden. Die Bezeichnung "Teen Drama" die oft in Bezug auf die Serie fällt, kann ich definitiv nur unterschreiben, denn es trifft die Storyline wirklich gut.

Tutanchamun selbst wird von Avan Jogia glaubhaft dargestellt und ich kann nicht verstehen, warum sich viele über die Besetzung beschwerrt haben in Bezug auf sein Aussehen. Äußerlich passt er perfekt in diese Zeit und schauspielerisch hat er auch seine bisher beste Leistung abgeliefert. Dargestellt hat er einen Charakter, der bald anfängt seine sogenannten Berater und ihre Absichten zu hinterfragen. Der plötzlich selbstständig denkt und eigene Entscheidungen trifft, natürlich  zum Missfallen all derer die selbst nach der Macht streben. Intrigen gibt es in Tut nämlich wirklich einige und es nicht überraschend wer da nach der Macht greift. Dankbar bin ich jedoch dafür, dass man sich bei Tutanchamuns Tod an die neuen Fakten gehalten hat. Die Serie folgt nicht der früheren Version, bei der Historiker noch von einer heimtückischen Ermordung ausgehen, sondern hät sich an die neuesten Erkenntnisse,  nach denen er an einem Unfall gestorben ist. Ebenfalls die Charaktere haben alle wirklich gelebt und keiner ist der reinen Fantasie der Macher entsprungen. Freiheiten nimmt man sich nur bei der Geschichte selbst, in deren Fokus Liebe, Krieg und Machtspielchen stehen. Was die Schauspieler anbelangt wird man aber nicht enttäuscht werden, denn Urgesteine wie Ben Kingsley, Nonso Anozie oder Alexander Siddig liefern wie gewohnt eine tolle Leistung ab. Besonders gefallen hat mir noch Sybilla Deen, die so unglaublich gut in die Rolle der Königin gepasst hat und mich irgendwie immer etwas an Nina Dobrev errinerte. Ich kann nur sagen, dass ich es nicht bereut habe mir die 6 Folgen angeschaut zu haben, denn ich wurde gut unterhalten und neugierig auf die Geschichte des Pharaos macht sie aufjedenfall.


3. iZombie:
I'm ready to feel again. Anything. Good or Bad
Liv hat das perfekte Leben: Sie ist Ärztin und mit ihrem Traumann verlobt. Doch das alles ändert sich schlagartig, als sie als Zombie erwacht. Um ihren Hunger auf Gehirne zu stillen beginnt sie als Gerichtsmedizinerin  zu arbeiten. Doch nach dem Verzehr sieht sie nicht nur die Erinnerungen der Verstorbenen, sondern übernimmt auch ihre Fähigkeiten. Bald nutzt sie dies, um gemeinsam mit Clive Mordfälle aufzuklären. Bald findet sie jedoch heraus, dass sie nicht der einzige Zombie ist und Blaine scheint seine ganz eigenen Ziele zu verfolgen.
 
Zugegeben die Storyline von iZombie hört sich nicht unbedingt interessant an, vorallem da es schon öfter Serien gegeben hat in denen durch Erinnerungen Mordfälle gelost wurden. Doch trotzdem habe ich mich mal ganz ohne irgendwelche Erwartungen an die Serie gemacht und bin nun komplett im Suchtmodus. Die Idee ist umgesetzt nämlich gar nicht so schlecht wie erwartet, sondern eigentlich sehr interessant, denn sie wirft mal ein ganz neues Licht auf die Zombie Geschichte. Anders als in "The Walking Dead" erwarten uns hier nicht die typischen Zombies, hier können sie sich normal artikulieren, immer noch denken und fallen eigentlich nur durch ihre überaus blasse Haut und dem ständigen Hunger auf Gehirne auf. Die ganze Thematik wurde einfach auf eine lustige und auch ironische Weise umgesetzt, die mir sehr gut gefällt. Neben dem Fall der Woche hat sich dann nach und nach auch ein Roter Faden herauskristallisiert, der wirklich in eine interessante Richtung geht. Denn bald gibt es Menschen, die aus der Zombiesache Profit herausschlagen möchten und dabei skrupellos vorgehen. Und natürlich geht man auch der Frage auf den Grund, woher die Zombies kommen und ob es eine Heilung gibt. Genug Fragen für eine 2.Staffel sind somit vorhanden.

Dazu sind die Charaktere auch einfach so richtig symphatisch. Mayor möchte Frau am liebsten sofort in den Arm schließen, immerhin ist Nathan Buckley auch eine Augenweide und bekommt vor allem gegen Ende der Staffel endlich mal mehr zu tun als nur nett auszusehen. Liv ist trotz Zombie Dasein zuckersüß und bringt mich durch all die Fähigkeiten ihrer Opfer ständig zum lachen. Ihr Kollege Ravi ist sowieso mein absoluter Liebing: der typische Nerd, der aber ein verdammt gutes Herz hat und ebenfalls verdammt gut aussieht xD und Clive, der seinen Job als Polizist wirklich ernst nimmt und somit auch Fälle aufklärt, die nicht in seinem Zuständigkeitsbereich liegen. Gerade durch diesen perfekten Cast, die überaus lustigen Zitate und die neue Richtung im Zombie Genre, hebt sich iZombie doch von seinen Genrevertretern ab. Ich hatte jeden Donnerstag meinen Spaß mit der Serie, die auch für Nicht Zombie Fans geeignet ist, da sie ebenfalls nicht so brutal wie "The Walking Dead" ist. Ein lustiges Drama, welches sich nicht all zu ernst nimmt und von mir definitiv eine Einschaltempfehlungen bekommt.


4. The Affair:
"When I look back, I can't tell you why it happend"
Eigentlich ist Noah ein glücklicher Familienvater, der als Lehrer arbeitet und komplett zufrieden mit seinem Leben ist, doch als er bei einem Familienurlaub auf die hübsche Allison trifft, bekommt er sie nicht mehr aus seinem Kopf. Allison ist zwar ebenfalls vergeben, hat jedoch mit ihrem Mann schon einige Tiefen durchgemacht, doch auch sie fühlt sich angezogen zu Noah. Während beide zu Beginn noch versuchen einander zu widerstehen, stürzen sie sich bald darauf in eine Affäre, die Auswirkungen auf alle Beteiligten mit sich bringt. Doch als in Montauk ein Mord geschieht, geraden sie ins Visier der Polizei. 

Wie oben schon erwähnt möchte "The Affair" die Auswirkungen einer Affäre auf alle Beteiligten zeigen, weshalb wir die Geschichte von Noah und Allison immer aus ihren beiden Blickwinkeln sehen. Doch schon in der ersten Folge fällt dem Zuschauer auf, dass beide jeweils eine andere Version erzählen. Immer wieder ändern sich die Details, mal kleinere, mal größere, die dazu noch mit einem Mord verbunden werden. Als Zuschauer ist man somit hin und her gerissen zwischen Noah und Allison. Fragt sich welche der Erzählungen nun die Wahre ist? Wer von ihnen lügt? Oder ob nicht Beide an verschiedenen Stellen lügen? Tut die Person dies, weil sie wirklich der Mörder ist? Weil man etwas verbergen möchte? Oder sich für die Affäre  vielleicht auch nur schämt? All diese Fragen haben mich persönlich nicht mehr losgelassen und auch wenn die Serie zwischenzeitlich einige Längen hatte, ab und an mal etwas vorhersehbar war, konnte ich trotzdem nicht aufhören weiterzuschauen. Ich wollte einfach Antworten auf meine Fragen, die man aber nur sehr langsam bekommt. Es dauert bis man herausfindet, bei wem es sich um das Mordopfer handelt und bis sich die einzelnen Charaktere mehr und mehr verdächtig machen.

Doch neben der Storyline um den Mord war es natürlich auch interessant zu sehen, wie sich eine Affäre auf die Angehörigen auswirkt. Auf die Familie, den Ehemann, die Ehefrau, Freunde und nicht zuletzt auch auf den eigenen Job. All dies wird in "The Affair" beachtet und nicht immer ist es für den Zuschauer leicht mit an  zu sehen, wie jeweils Noah und auch Allison ihre Ehepartner betrügen. Denn beides sind wirklich tolle Menschen und somit bewegen sich vor allem die Hauptfiguren in einem Graubereich. Es gibt Momente, wo man Symphatien aufbringt, andere wo man Noah dafür hasst, dass er seine Frau erneut betrügt, obwohl er ihr doch geschworen hat, dass nun Schluss sei. Wo man aber auch gerne Allison eine Standpauke halten würde, dass sie doch so viel mit ihrem Ehemann durchgemacht hat und er es nicht verdient, dass sie ihn betrügt. Man durchläuft bei The Affair also wirklich eine kleine Achterbahn der Gefühle und fragt sich wohl auch oftmals, was man selbst tun würde. Immerhin hatte die Affäre keiner von ihnen geplant, sondern es ist einfach passiert und Gefühle lassen sich bekanntlich auch nicht so einfach abschalten. Der Cast ist in meinen Augen sehr gut getroffen, was auch nicht verwunderlich ist, denn es lassen sich sehr viele bekannte Namen finden. Ich habe mich vor allem über Joshua Jackson gefreut, denn ich schon in Fringe toll fand und der mich auch hier wieder von seiner Rolle überzeugen konnte. Abschließend kann ich nur sagen, dass die Serie zwar wie viele Dramaserien ein paar Längen hat, dafür aber das Prinzip der 2 Sichtweisen wirklich interessant ist und viele talentierte Schauspieler vertreten sind, somit würde ich euch auch "The Affair" empfehlen.


5. The Fosters:
"I don't live in this magical world where everything works out".
Auch die Drama Serien "The Fosters" setzt sich mit ernsteren Themen auseinander, denn im Mittelpunkt steht das Pflegesystem. Als Callie aus dem Gefängnis entlassen wird sucht ihr Bewährungshelfer verzweifelt nach einer Familie die sie zum Übergang aufnimmt und wendet sich deshalb an Stef und Lena Foster. Die beiden sind nicht nur ein gleichgeschechtliches Paar, sondern haben schon Erfahrung mit Pflegekinder. Neben Stefs richtigem Sohn Brandon haben sie schon die Zwillinge Jesus und Mariana adoptiert. Mit Callie kommt jedoch auch ihr kleiner Bruder Jude in die Familie und stellen diese ganz schön auf den Kopf.

Wer ein Fan von Dramaserien ist sollte sich "The Fosters" auf keinenfall entgehen lassen. Ich habe mich ja schon in dieses unglaublich tolle Intro verliebt, dass einfach wie die Faust aufs Auge passt. Dazu finde ich es interessant, dass die verschiedensten Probleme des Pflegesystems thematisiert werden. Es ist wohl für niemanden ein Geheimniss, dass manche Kinder von einer Pflegefamilie zur nächsten gehen und dies war auch bei Callie und Jude der Fall. Nicht immer hatten sie es überall gut, oftmals gab es Probleme, immer mit der Gefahr verbunden als "schwer vermittelbar" eingestuft zu werden und der Angst irgendwann getrennt zu werden. Teilweise wurde vor allem Callie übel mitgespielt und es ist schockierend, wie wenig sie dagegen unternehmen kann. Aber so funktioniert das System leider und oftmals hat man das Gefühl, dass die Kinder hierbei vergessen werden. Aber wir lernen nicht nur Callies, sondern auch Judes Ängste kennen, die noch einmal in eine ganze andere Richtung gehen. Auf der anderen Seite greift die Serie aber auch die Thematik der gleichgeschechtlichen Partnerschaft auf, die heute immer noch nicht als natürlich gilt, obwohl sie das schon längst sollte. Auch hier werden die verschiedenen Probleme thematisiert, die solche Paare durchmachen. Über den Verlust von Freunden, Eltern die diese Sexualität nicht akzeptieren können und den Wunsch zu Heiraten und eigene Kinder zu bekommen. Stef und Lena sind hierbei Figuren die man sofort in sein Herz schließen muss. Beide sind einfach nur herzensgut, hilfsbereit und bereit für ihre Kinder alles  zu tun. Die Serie zeigt uns, wie gut es Pflegekinder in solchen Familien haben können, wie viel Liebe und Verständnis ihnen dort entgegengebracht wird.

Natürlich lassen sich auch die typischen Handlungsstränge von Drama Serien widerfinden, wie Liebe, Freundschaft, Alkoholprobleme, Drogen oder Probleme in der Schule, jedoch wird dies auf interessante Weise mit den oben genannten Thematiken verbunden, was die Serie für mich so einzigartig macht. Man merkt einfach wie viel Herzblut und Liebe darin steckt und die Botschaft ist einfach eine sehr Wichtige. Nämlich das man sich die Familie selbst wählen kann und Zuhause dort ist, wo man geliebt wird. Stef und Lena tun nämlich genau dies, sie bieten den Kindern ein Zuhause und geben ihnen das, was sie vorher nie bekommen haben: Liebe. Und ihr werdet nicht glauben, wie oft mir bei dieser Serie die Tränen kamen. Vieles ist so ungerecht, so schockierend oder herzzereißedn das man einfach mitweinen muss. Der Cast selbst ist ebenfalls gelungen, vor allem da man manche der Darsteller schon aus anderen Projekten kennt. Jesus wird von Jake T. Austin verkörpert, den einige vielleicht aus "Wizards of Waverly Place" kennen, der hier aber etwas erwachsener wirkt, Maia Mitchell war mir als Callie sofort symphatisch, Hayden Byerly aka Jud muss man einfach in sein Herz schließen, Cierra Ramirez ist für mich die perfekte temperamentvolle Latino, die manchmal Dinge tut, die sie dann ganz schnell bereut und Terri Polo und Sherri Saun machen sowieso einen ganz tollen Job. Ihr merkt, ich kann euch die Serie also nur empfehlen und warte nun schon ganz gespannt auf die 2.Staffel, die hoffentlich bald auf Prime verfügbar ist.


6. Marvels Agents of Shield:
"The world is full of evil and lies and pain and death and you can't hide from it, you can only face it. The Question is when you do: How do you respond? Who do you become?"
Die Menschheit weiß nun das Superhelden existieren, weshalb die Spezialeinheit Shields gegründet wird, die sich um Menschen mit besonderen Fähigkeiten kümmert und Fälle löst die in Zusammenhang mit diesen stehen. Hierbei gehen sie immer an die Grenzen ihrer Fähigkeiten und setzten mehr als einmal ihr Leben aufs Spiel.

Ich muss gestehen das ich mir bei dieser Serie wirklich nicht sicher war, ob sie mir zusagen würde. Vielmehr dachte ich: "schon wieder eine Comic Verfilmung". Aber als ich dann sah das sie bald bei Amazon Prime ausläuft wollte ich dann doch noch mal reinschauen und war sofort hin und weg von ihr. Zu keiner Sekunde kommt bei dieser Serie Langweile auf, sondern es geht sofort spannend los und je mehr wir voran schreiten umso schockierender werden die Enthüllungen und Wendungen. Gerade gegen Ende konnte ich kaum noch aufhören und habe die Staffel dann doch sehr schnell durchgesuchtet, aber die Cliffhänger waren teilweise wirklich sehr fies, sodass man gar nicht anders konnte. Doch wirklich mitgerissen hat mich Skys Charakter, denn sie ist einfach eine coole Socke von der ich mir ab und an gerne eine Scheibe abeschneiden würde. Abseits vom Agenten Rummel ist sie diejenige mit der man sich identifizieren kann, diejenige die ohne Agenten Ausbildung Teil des Teams wird und versucht sich in der Organisation zurecht zu finden. Hierbei deckt sie natürlich immer mehr Antworten auf und wird selbst bald zum Mysterium. Sky ist einfach ein sehr taffer, selbstbewusster Charakter, der immen einen kecken Spruch auf den Lippen hat und mit einer Lösung um die Ecke kommt. Doch sie ist auch menschlich, macht Fehler und vertraut den falschen Menschen. Und genau diese Mischung fand ich perfekt, womit ich die Serie einfach weiter schauen musste.

Beim Rest vom Team brauchte ich abseits von Jemma und Fitz (die zusammen wirklich zuckersüß sind) etwas bis ich warm mit ihnen wurde. Doch nach und nach zeigen alle der Figuren mehr Facetten, werden die Beweggründe ihres Handelns offen gelegt und sie beginnen Dinge zu hinterfragen und nicht mehr nur Blind zu gehorchen. Zu Beginn folgt die Serie zwar noch dem Prinzip des Falls der Woche, aber schon bald gibt es einen Roten Faden, der sich durch die Serie zieht und der wirklich spannend und fesselnd ist. Obwohl ich ja nicht der größte Comic Fan bin hat mir "Agents of Shield" vor allem aufgrund der Mischung aus Humor, Liebe, Action und Spannung sehr gut gefallen. In Fakt so gut, dass sie schon nach kurzer Zeit zu einer meiner absoluten Lieblingsserien wurde. Nun bin ich wirklich gespannt auf die 2.Staffel und hoffe, dass diese bald bei Prime verfügbar ist.


Welche der Serien habt ihr schon gesehen?
Wie fandet ihr sie?
Auf was konnte ich euch denn neugierig machen?
Und welche Serien laufen bei euch gerade?

Freitag, 25. September 2015

{Geständnisse eines Serienjunkies} Serien Neustarts 2015/16 #3!


Erneut ist es Zeit für die schönste Zeit des Jahres, zumindest wenn man ein Serien Fan ist, denn im Moment findet in den USA wieder die Pilot Season statt. Die amerikanischen Networks haben nun auf den sogenannten "Upfronts" ihren Werbekunden ihr Programm vorgestellt. Für Serienjunkies gibt es hierbei immer sehr spannende News, denn man erfährt welche Serien verlängert, eingestellt oder neu ins Programm aufgenommen wurden und wie jedes Jahr gibt es hierbei einige neue Serien, die ich mir einmal genauer angeschaut habe. Die interessantesten möchte ich euch wieder in diesem kleinen Feature vorstellen und wenn ich mir die letzten Posts der Serienneustarts anschaue, dann kann ich auch ganz stolz sagen, dass fast alle Serien, die ich in dieser Reihe vorgestellt hatte, um eine 2.Staffel verlängert und viele davon in Deutschland ausgestrahlt wurden. Unter anderem durften wir  The Flash, Gotham, Outlander und Stalker schon im deutschen Tv sehen, derzeit könnt ihr auf Vox  nun auch How to get away with Murder sehen. Während andere es wie The Leftover zumindest ins Pay Tv geschafft haben oder wie Penny Dreadful bei VoD Anbieter einen Platz gefunden haben. Somit bin ich sehr gespannt, ob ich dieses Resümee auch im nächsten Jahr erneut vorweisen kann. Bevor es nun los geht möchte ich nun noch einmal betonen, dass alle hier vorgestellten Serien in den USA erst angelaufen sind oder noch anlaufen und noch brandneu sind. Im 3. Teil dieser Reihe habe ich mir die Herbst Serien vorgenommen. Diese Serien sind immer die Zugpferde der Networks in die man große Hoffnungen legt was die Quoten anbelangt. Persönlich spricht mich hierbei am meisten das Programm von Abc an, einem Sender dessen Produktionen wir in Deutschland eigentlich immer zu Gesicht bekommen und der auch bei den VoD Anbieter rege vertreten ist. Die Trailer stammen wie immer  alle von Filmstarts, jedoch liegt das Copyright bei den jeweiligen Produktionsfirmen die im Trailer genannt sind.



Samstag, 18. April 2015

{Geständnisse eines Serienjunkies} Neues Serienfutter für mich und Serien Tipps für euch!

Da erst vor kurzem meine Semesterferien oder "vorlesungsfreie Zeit" zu ende ging, hatte ich auch die Gelegenheit mir mal einige neue Serien genauer anzuschauen und habe natürlich auch neues Suchtmaterial für mich gefunden. Alle meine Neuentdeckungen würde ich euch nun gerne in einem kleinen Post mal kurz  vorstellen und bei Interesse gehe ich auch gerne noch näher auf einige der Formate ein, die mal bekannter, mal unbekannter in Deutschland sind.



Scandal:
" Dirty little Secrets always come out"
Shonda Rimes ist für ABC im Moment einer der Erfolgsgaranten, denn sie ist verantwortlich für Serien wie "Greys Anatomy", "Private Practice" und hat mit ihrem neuesten Format "How to Get Away with Murder" dem Sender erneut Top Quoten bescherrt. Kein Wunder also, dass die Senderchefs immer wieder auf ihr Talent zurückgreifen, welches sie bei Scandal erneut unter  Beweis stellt. Die Serie spielt in der Welt der Politik, wo hinter jeder Tür Lügen, Intrigen und Skandale lauern, die nur darauf warten an die Öffentlichkeit zu geraten. Um die Folgen kümmert sich dann Oliva Pope (Kerry Washington), die früher selbst als politische Beraterin im Weißen Haus gearbeitet hat und dem amtierenden Präsidenten Fitzgerald (Tony Goldwyn) ins Amt verholfen hat. Nun hat sie ihre eigene Agentur eröffnet und löst die Probleme von anderen. Ihr Team besteht aus Harrison Wright (Columbus Short), der früher als Anwalt tätig war, Abby Whelan (Darby Stanchfield), die von ihrem Mann geschlagen wurde, dem Hacker Huck (Guillermo Diaz), dem Frauenheld Stehpen und dem Neuling Quinn (Katie Lowes), die zuvor ebenfalls  als Anwältin tätig war.

Ich muss gestehen, dass ich an Scandal gar nicht so hohe Erwartungen hatte und mir über die Serie zuvor gar kein Bild gemacht habe. Ich wusste nur, dass sie mal auf Super Rtl gelaufen ist, dort quotentechnisch nicht überzeugen konnte, doch nachdem ich mit meiner Mum die 3.Staffel von Revenge beendet hatte, wollten wir uns auf Prime einer neuen Serie zuwenden und die Wahl fiel dann auf Scandal. Die Meinungen zur Serie sind im Internet sehr unterschiedlich, jedoch zählt sie in den Usa zu den erfolgreichsten Serien und überzeugt dort Woche für Woche mit hohen Zuschauerzahlen und ich kann auf jedenfall auch nachvollziehen warum. Die 1.Staffel besteht zwar nur aus 7 Folgen, was sich aber für die 2.Staffel schnell änderte, die eine Bestellung von vollen 22 Folgen erhalten hat. Am Anfang braucht die Serie 2-3 Folgen bis sie sich warm läuft, da man zu Beginn erst einmal in Olivias Welt eingeführt wird, ihren Hintergrund kennenlernt, die ganzen Protagonisten und versteht wie ihr Team arbeitet. Doch recht bald beginnen die Macher dann auch einen roten Faden zu legen, der sehr interessant ist und bei dem man immer wieder an der Nase herum geführt wird. Man bekommt als Zuschauer einen erschreckenden Einblick hinter die Kulissen der Welt der Politik und hierbei ist nicht alles so wie es scheint. In meinen Augen hätte man kein besseres Setting für die Serie wählen können, denn jeder der Protagonisten strebt nach der Macht und auch der Präsident ist nur eine Marionette im Spiel der Mächtigen, der von Feinden und Rivalten umgeben ist, die gerne seinen Platz einnehmen würden. Vor allem das Ende der 1.Staffel macht Lust auf mehr, da diese mit einem ganz bösen Cliffhänger endet, der am Anfang der 2.Staffel aufgelöst wird.

Qualitätsmäßig fand ich die 2.Staffel noch einmal um Welten besser als die Erste. Die 22 Folgen wurden definitiv gut genutzt und haben viele Überraschungen mit sich gebracht, jedoch wurde auch auf Dinge eingangen die schon lange Überfällig waren, wie Hucks Vergangenheit. Von den Charakteren bin ich durchweg begeistert, zwar macht vor allem Oliva zu Beginn den Eindruck perfekt zu sein, doch diese Fassade bröckelt schnellt und wir sehen eine Frau, die nicht immer stark ist, die nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft, sondern auch Fehler macht. Sie beseitigt zwar Probleme, doch das heißt nicht das sie keine Eigenen besitzt. Generell bewegen sich alle Charaktere zwischen Schwarz und Weiß. Keiner ist nur Gut oder nur Böse, jeder hat eine Geschichte, hat Motive die ihn antreiben und bewegt sich in diesem grauen Bereich. Weshalb ich die Charaktere manchmal wirklich toll finde, dann wieder hasse, dann wieder toll finde. Man durchwandert einfach einige Emotionen und wird mitgerissen. Schauspielerisch bin ich von der Serie eh begeistert. Sie ist nun mal mit Namenhaften Darstellern besetzt und das merkt man auch. Thematisch werden einige Handlungsstränge dann in der 3.Staffel forgeführt, die es auch schafft noch einmal eine Schippe drauf zu legen.Nun warte ich schon ganz gespannt auf die 4.Staffel die hoffentlich bald auf Prime verfügbar ist.


The Flash:
"I've spent my whole life searching for the impossible. Never imagine that I would become the impossible."
Spin Offs sind gerade sehr im Trend und nachdem Erfolg von "Arrow" war es auch keine Überraschung als The Cw ankündigte eine weitere Serie aus diesem Universum zu produzieren. Die Quoten beweisen, dass dies definitiv auch die richtige Wahl war, weshalb wir uns nun Woche für Woche die Geschichten des schnellsten Mann der Welt anschauen könnnen, der in Form eines jungen Forensikers namens Barry Allen (Grant Gustin) daherkommt. Mit der Inbetriebnahme des Teilchenbeschleuniges der STAR Labs wird er von einem Blitz getroffen und fällt 9 Monate ins Koma. Als er aufwacht wird er nicht nur mit den verheerenden Folgen dieser Katasthrope konfrontiert, sondern besitzt auch Superkräfte. Doch er ist nicht der einzige dieser sogenannten Meta-Wesen die nun Central City unsicher machen und für die Polizei unstoppbar sind. Barry entscheidet sich deshalb anderen zu helfen und diese mit seinem Team bestehend aus den Star Labs Mitarbeitern Caitlin Snow (Danielle Panabaker), Cisco Ramon (Carlos Valdes) und Dr. Harrison Wells (Tom Cavanagh) aufzuhalten.
Comic Serien oder Filme haben mich eigentlich nie so wirklich begeistert. Erst  vor kurzem habe ich meine  Vorliebe in Form von Thor, Captain America oder Arrow für mich entdeckt. Doch das Spin Off "The Flash" gefällt mir von allem jetzt schon am besten und das obwohl ich erst wenige Folgen gesehen habe. Der Charakter des Barry Allen war mir jedoch schon in Arrow sehr symphatisch, da er jemand ist der leicht tollpatschig ist, viel Humor in die Sendung gebracht und irgendwie so herrlich normal ist.  Gut mal abgesehen davon, dass er 4 Meilen in 3 Sekunden laufen kann oder wie war das noch gleich? "The Flash" nimmt sich in meinen Augen nicht  ganz so ernst wie "Arrow" und es gibt viele Stellen, wo man schmunzeln kann. Es ist einfach eine etwas jüngere Version der Hauptserie, die meinen Geschmack etwas mehr trifft. Wobei ich Felicity natürlich nie im Stich lassen werde und auch an "Arrow" weiterhin dran bleibe. Weshalb ich die Serie aber vor allem besser finde als das Original ist, dass ich mich mit Barry mehr identifizieren kann. Er ist für mich ein greifbarer Held, was Oliver nie war. Oliver ist mir immer etwas zu steif, jemand der gerne perfekt sein würde, es aber definitiv nicht ist und vor vielen Problemen einfach davonläuft und dessen Moral vor allem zu Beginn der Serie doch fraglich ist. Barry hat man uns einfach ganz anders präsentiert und das komplette Gegenteil darstellt. Grant Gustin ist in meinen Augen wirklich die perfekte Wahl für diesen Charakter, da er die Rolle glaubhaft rüber bringen kann und dabei unglaublich süß wirkt. Die Crossover Folgen sind natürlich ein weiteres Highlight ,weshalb vor allem "Arrow" Fans sich den Ableger nicht entgehen lassen sollten. Persönlich bin ich sehr gespannt afu die zweite Hälfte der Staffel und hoffe ProSieben macht nicht eine all zu lange Pause.


Chasing Life
"There is no such thing as just five minutes for me  anymore. Every minute counts."
April (Italia Ricci) startet als Journalistin bei einer Bostoner Zeitung gerade richtig durch und auch Zuhause mit ihrer Schwester Brenna (Haley Ramm), ihrer Mum Sara (Mary Page Keller) und ihrer Großmutter läuft es gut. Dazu hat sie eine Beziehung mit ihrem Arbeitskollegen Dominic Russo (Richard Brancatisano) begonnen, auf den sie schon länger ein Auge geworfen hatte. Doch ihr perfektes Leben gerät ins Wanken, als sie erfährt das sie Leukämie hat.
Als die Serie in den Usa neu anlief hatte ich ihr ehrlich gesagt keine gute Chancen eingeräumt, da mich der Trailer irgendwie nie so packen konnte, doch schon recht bald wurde die Serie um eine 2.Staffel verlängert und gewann mit der Nachricht, dass sie auf Disney Channel gezeigt wird, dann doch meine Aufmerksamkeit. Da Dienstag Abend generell immer flaute im Tv war, habe ich mit meiner Mum einfach mal in das Drama reingeschaut und bin dann hängen geblieben, denn es ist wirklich spannend umgesetzt. Zwar hat es an manchen Stellen seine Ecken und Kanten, doch an vielen Stellen berührt mich Aprils Schicksaal sehr und mir steigen immer wieder die Tränen in die Augen. Viele Zuschauer haben bemängelt, das April die Krankheit am Anfang nicht ernst nehmen würde und das seie unrealistisch, finde ich jedoch nicht. Jeder verarbeitet eine solche Nachricht anders und nicht jeder kann sie sofort sachlich verarbeiten und daraufhin sein ganzes Leben umstellen. Ich glaube viele würden den Weg wählen das alles erstmal zu verdrängen, bis festgestellt wird, um welche Art der Leukämie es sich handelt. Genau das hat April getan und für ihren Charakter war das für mich eine plausible Reaktion, da April uns als jemand präsentiert wird, der in allem perfekt ist. Perfekt im Job, Perfekt Zuhause, Perfekt in Beziehungen - eine Perfektionistin durch und durch ,die mit so einer Nachricht dann einfach nicht umgehen kann, denn sie sorgt dafür, dass ihr Leben nicht mehr ganz so perfekt ist. Durch diesen Mechanismus bekommt der Zuschauer jedoch auch die Chance Aprils normales Leben kennen zu lernen. Ihren Alltag, ihren Job und dazu natürlich Freunde und Kollegen. Der einzige Punkt der mich wirklich immer ein bisschen stört ist der, dass sie ihren Freund einfach nicht einweiht. Das hätte einfach passieren müssen und wurde mir nun zu leicht gelöst,aber ist nur ein kleiner Kritikpunkt. Ansonsten finde ich es eine sehr süße, jedoch traurige Dramaserie, in der vor allem die Hautpdarstellerin überzeugen kann. Auch hier bin ich sehr gespannt, wie die Serie weitergehen wird und hoffe bald neue Folgen auf dem Disney Channel zu sehen.


The Lying Game: 
"It's the most natural thing in the world for an adopted Kid to wanna find her real birth parents. Why are they standing in the way of that? It's gotta be something big!"
Mit "Pretty Little Liars" hat Sarah Sheppard ABC Family einen Mega Hit bescherrt und diesen wollte mal auch mit "The Lying Game" wiederholen, was leider nicht ganz geklappt hat. Doch trotzdem gibt es von der Romanverfilmung 2.Staffeln, in deren Zentrum die Zwillingsschwestern Sutton und Emma (Alexandra Chando) stehen, die sich über das Internet finden und vorher nichts von einander gewusst haben. Während Sutton ein privelgiertes Leben in Scottsdale, Phoenix führt ist ihre Schwester Emma in einer armen Pflegefamilie in Las Vegas untergekommen und wird dort von ihrem Zwillingsbruder belästigt. Gemeinsam fassen sie in den Plan ihre leibliche Mutter zu suchen, über die vor allem Suttons Familie nicht sprechen möchte. Somit begibt diese sich nach Los Angeles, um nach Anhaltspunkten zu suchen, während Emma in ihre Rolle schlüpft. Was eigentlich nur tageweiße geplant war, wird bald zu einem längeren Lügenspiel, als die beiden auf Geheimnisse stoßen, die sie in Gefahr bringen.

Da ich ein großer Fan von "Pretty Little Liars" bin wollte ich schon länger mal in "The Lying Game" reinschauen und habe meine Chance dann ergriffen, als Disney Channel ankündigte auch diese Serie auszustrahlen. Bisher gefällt sie mir sehr gut ,da sie mich sehr stark an "Pretty Little Liars" erinnert, aber schneller Antworten liefert, was natürlich auch daran liegt, dass es nun mal nur 2.Staffeln gibt. Persönlich finde ich das nun gar nicht schlimm, da man am Ende der 2.Staffel alles aufklärt und die Serie somit nicht ganz so langatmig ist, wie es bei Pretty Littel Liars der Fall ist. Da finde ich manches einfach viel zu lang gezogen, was hier nicht passieren kann. Das Grundkonzept des Rollentausches ist natürlich nicht Neues, aber man hat einfach eine spannende Geschichte herum gebaut, die man als Zuschauer unbedingt entschlüsseln möchte. In der Serie wirkt es so als könnte man keinem trauen und jeder der Erwachsenen hat Dreck am Stecken und ähnlich wie nach der Suche nach "A" versucht man hier herauszufinden was Sutton und Emmas Mutter zugestoßen ist und warum vor allem Suttons Dad sich in Lügen verstrickt. Schauspielerisch finde ich den Cast auch sehr gut gewählt. Vor allem vor Alexandra Chando ziehe ich meinen Hut, die zwei Rollen gleichzeitig spielt, es jedoch schafft Sutton und Emma komplett verschiedene Züge zu verleihen und das ist für keinen Schauspieler leicht. Auch Kristin und Ethan sind mir schon sehr ans Herz gewachsen, da es einfach zwei sehr symphatische Figuren sind, die so gar nicht in diese überhebliche Welt passen. Ansonsten ist es natürlich eine typische Jugendserie mit reichlich Drama, Liebe und Geheimnissen, die für Fans von Pretty Little Liars aber genau das Richtige ist. Die Show selbst hat mir auch richtig Lust auf die Buchreihe gebracht, da diese ja etwas länger ist. Da möchte ich bald mit dem 1.Band beginnen und schauen, ob sie mir gefällt, da die Unterschiede zur Serie ja wieder etwas größer sein sollen. 


Eye Candy
"The Internet's a place where you can create an illusion, show people only what you want them to see"
MTV ist in den letzten Monaten zu einem Sender geworden, dessen produzierte Serien man ernst nehmen und genauer anschauen sollte. Die Zeiten in denen der Musiksender klischeehafte Teenie Serien produzierte sind vorbei und vor allem in der letzten Zeit gab es einige interessante Produktionen und Post Produktionen. Eye Candy gehört hierbei definitiv dazu, denn die Serie greift mit der Thematik von Online Dating Apps ein ganz modernes Thema auf, bei dem die 21-jährige Hackerin Lyndie (Victoria Justice) von ihrer Mitbewohnerin Sophia (Kiersey Clemons) überredet wird eine dieser Apps zu nutzen. Doch damit gerät sie ins Visier eines Serienkillers, der nach Perfektion sucht und all diejenigen bestraft, die onlinee ein falsches  Bild von sich vermitteln. Um dem Killer auf die Spur zu kommen beginnt sie mit der Polizei an der Seite von Tommy (Casey Deidrick) zu arbeiten und hilft  bald auch dabei weitere Vermisstenfälle aufzuklären.
Früher habe ich die Bücher von R.L Stine verschlungen. Die Gänsehaut Reihe war bei mir Kult, da ich mich schon als Kind gerne gegruselt habe und Krimis und Psychothriller sind auch heute noch mein bevorzugtes Genre. Auch Eye Candy basiert auf einem Roman von besagtem Autor und hat aufgrund der aktuellen Thematik meine Aufmerksamkeit erregt. Dazu sahen die Trailer einfach richtig spannend, interessant und mysteriös aus - einfach mal komplett anders, als man es von Mtv gewöhnt ist, zumindest wenn man noch kein Teen Wolf geschaut hat. Und ich finde man hat dieses Thema auch vielversprechend umgesetzt, indem man sich mit Victoria Justice ein bekanntes, aber talentiertes Gesicht ins Boot geholt hat. Lyndie ist einfach ein Charakter, der taff, lustig und intelligent ist, aber auch mit Dämonen zu kämpfen hat. Denn sie hat vor Jahren mit angesehen wie ihre Schwester enführt und seitdem nicht mehr gefunden wurde. Und genau der letzte Teil macht ihre verzweifelte, nicht aufgebende Suche nach Vermissten so glaubhaft, da sie dies alles schon einmal selbst erlebt hat und weiß wie sich die Angehörigen fühlen.

Auch sonst hat man mit der Besetzung der Rollen eine gute Wahl getroffen, da jeder der Schauspieler seine Figur glaubhaft zum Leben erweckt. Einen spannenden Wechsel hat man auch geschaffen in dem man den Zuschauer immer wieder an den Gedanken des Killers teilhaben lässt, ohne jedoch dessen Gesicht zu zeigen, womit man was dessen Identität betrifft im Dunnkeln tappt, jedoch zum rätseln aufgerufen wird. Die Macher führen einen hierbei immer wieder in die Irre und präsentieren uns Kandidaten, die sich am Ende dann doch als Falsch entpuppen. Dazu gibt Abwechslung durch die normalen Fälle, die die Polizei löst und die ebenfalls ganz anders ausgehen, als man es wohl erwarten würde. Es ist einfach ein frischer Cyber Crime Thriller, der nicht nur Junge Menschen anspricht, sondern auch visuell gut umgesetzt wurde, viel Drama, Liebeschaos und Spannung bietet. Für mich einer der besten Neustarts in diesem Jahr. Und ich hoffe natürlich inständig auf eine Verlängerung, weil man einfach sehr gut unterhalten wird und sich wirklich gruseln kann. 10 Folgen sind hier einfach zu wenig. Dazu hinterfragt man einfach solche Dating Apps und sein eigenes Verhalten im Internet. 


Gotham:
"Everyone has to matter or nobody matters!"

James Gordon (Ben McKenzie) ist neu beim Gotham Police Department und ermittelt nun an der Seite des zynischen und korrupten Ermittler Harvey Bullock (Donal Logue). Doch bald muss er feststellen ,dass nicht nur sein Partner korrupt ist, sondern die ganze Stadt das Gesetz selbst in die Hand nimmt. James möchte dies ändern und beginnt damit bei seinem ersten Fall, wo er den Mord der Waynes aufklären soll. Die Serie wird hierbei den Aufstieg von Gordon zeigen und immer wieder die Entstehung vonSuperhelden wie Catwoman, den Pinguine und  Batman zeigen.
Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob Gotham wirklich meinen Geschmack trifft ,aber da ich ein großer Fan von Ben McKenzie bin wollte ich der Serie eine Chance geben, auch wenn ich die Original Batman Filme nicht kenne. Wie schon erwähnt, ich war lange  Zeit kein Comic Fan, also kämpfe ich mich nun so durch all die Figuren und ihre Geschichten. Was gar nicht immer so leicht ist, aber dafür erklärt mein Dad mir immer ganz geduldigt wer nun wer ist und was sie im Film so gemacht haben, somit lichtet sich das Chaos in meinem Kopf etwas. Der Ton der Serie selbst gefällt mir bisher einfach sehr gut, da sie wirklich anders ist und sich so aus der Masse abhebt. Die Atmosphäre ist düster, bedrohlich und die Morde einfach mal was ganz neues zu dem was man sonst sieht. Dazu kommt natürlich noch das Element der Superhelden, die natürlich alle sehr interessante Charaktere sind.  Auch die Dynamik zwischen Gordon und seinem Partner ist hierbei sehr spannend umgestzt, da sie immer wieder für lustige Szenen sorgt, weil beide einfach komplett unterschiedlich sind. Ich bin gespannt was mich in der 1.Staffel noch erwartet, mag aber die Richtung der Serie sehr. Der Cast ist zudem auch sehr überzeugend, da nun mal viele bekannte Schauspieler wie Jada Pinkett Smith ins Boot geholt wurden und einfach jede Woche erneut schauspielerisch abliefern. Schon alleine das macht Lust dran zu bleiben.

Wie sieht es bei euch aus: Kennt einer eine der Serien?
Wenn konnte ich neugierig machen?
Welchen neuen Serienstoff verfolgt ihr und könnt ihr empfehlen?