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Sonntag, 8. Dezember 2019

Monatsrückblick November: Erlebt, Gesehen, Gebloggt


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Monatsrückblick: Erlebt im November:


Müsste ich drei Schlagwörter nennen, die den November für mich beschreiben, dann diese: Geburtstage, Abschied, Forschungsprojekt. Das fasst den Monat ziemlich gut zusammen. Im November war ich fast jedes Wochenende auf einem anderen Geburtstag, da in dieser Zeit sowohl Familie als auch Freunde ein Jahr älter werden und dies jeweils groß gefeiert wurde. Oft wurde es abends dann auch etwas später, sodass ich sonntags am liebsten den ganzen Tag im Bett verbracht hätte, was natürlich nicht drinnen ist, wenn die theoretische Ausarbeitung eines Forschungsprojekts ansteht. Neben zu viel Kuchen, einem erbitterten Dart-Wettkampf (bei dem ich froh war mit meiner bescheidenen Treffsicherheit keine umstehenden Zivilisten verletzt zu haben :P) und intensiven Gesprächen zu später Stunde, habe ich unfassbar vie Zeit vor dem Bildschirm verbracht. Manchmal verzweifelt, manchmal im Schreibfluss. Die Erkenntnis dabei: Nachmittags und abends bin ich kreativer, sodass ich meine Schreibzeiten für Uniarbeiten nach hinten verlegt habe. Für mich ein großer Vorteil am Uni-Dasein, dass man flexibel arbeiten und seinem eigenen Rhythmus folgen kann. Darüber hinaus stand auch ein Abschied von einer engen Freundin an, die nun erfolgreich ihren Master absolviert hat und die es erstmal zurück in die Heimat und dann auf Reisen verschlägt. Wir werden uns also einige Monate nicht mehr sehen, sodass wir uns noch einmal getroffen haben um intensiv zu plaudern und etwas Zeit miteinander zu verbringen. Ich werde es vermissen, mich nicht mehr spontan mit ihr treffen zu können und es ist komisch, dass ich nun an dem Punkt angelangt bin, wo es losgeht, dass sich die Wege mit meinen Studienfreunden so langsam wieder trennen. Aber auch das gehört nun mal zum Studieren dazu und bedeutet ja nicht, dass man sich nie wieder sieht oder die Freundschaft nicht weiterbesteht. Man sieht sich halt nur nicht mehr jeden Tag. 





Daneben war ich im November auch im Ehrenamt aktiv, da unsere Bücherei ihr Jubiläum gefeiert hat, worauf wir mit Besuchern angestoßen haben. Wobei natürlich eher die Besucher angestoßen haben, während wir über den Bücherbestand informiert und Small-Talk betrieben haben. Kurz drauf folgte dann auch schon die Weihnachtsfeier. Nach wie vor bereitet mir die ehrenamtliche Arbeit viel Freude und es ist etwas, was ich auch nach dem Studium beibehalten möchte. Zwar weiß ich noch nicht, wo ich dann landen werde, aber zum Glück gibt es in jeder Stadt die Möglichkeit sich einzubringen. Helfende Hände werden in diesem Bereich immer gesucht und ich kann es jedem, der gerne etwas zurückgeben möchte, nur empfehlen. Ich lerne über mein Ehrenamt unglaublich viele Leute kennen und darf mit ihnen über eine große Leidenschaft von mir plaudern: Bücher. Dazu ist auch die Organisation dahinter spannend. Da ich im November ziemlich eingespannt war, kam mein Blog etwas zu kurz und ich hoffe das in den Weihnachtsferien zu ändern. Die erste Woche habe ich mir nämlich für mich selbst geblockt und möchte all den Dingen nachgehen, die aktuell etwas zu kurz kommen: Lesen, Serien schauen und bloggen. Vielleicht auch ein kleines Shooting machen, da mich Pinterest in Bezug auf Wintershootings inspiriert hat. 





Monatsrückblick: Gesehen im November:



Filme:

 

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Wie schon im Oktober stammt auch in diesem Monat eines meiner Highlights aus dem Hause Marvel, denn endlich habe ich dank den Prime Deals "Avengers: Endgame" angeschaut. Nachdem mich "Infinity War" begeistert, aber auch verstört zurückgelassen hat, war ich gespannt herauszufinden, wie die verbleibenden Helden ihre Freunde zurückholen. Obwohl ich leicht gespoilert war, habe ich den Zeitsprung nicht kommen sehen, wobei der natürlich Sinn gemacht hat, um aufzuzeigen wie die Figuren mit diesem Verlust umgehen. Einigen gelingt das natürlich besser als anderen, besonders viel Aufregung gab es um Thor, was mich aber weniger gestört hat. Chris Hemsworth hat etwas Humor in einen Film gebracht, der sonst wohl ziemlich trist geworden wäre. Trotzdem ist "Endgame" wesentlich düsterer, als die alleinstehenden Filme des Franchise und schafft es gerade dadurch mich zu überzeugen. Wie viele andere habe auch ich einige Tränen gelassen, denn "Endgame" markiert auch das Ende einer Ära, wenn wir uns von zwei zentralen Helden verabschieden müssen. Kann hier überhaupt noch jemand gespoilert werden? Es wurde so viel darüber berichtet, dass ich wusste was mich erwartet, trotzdem war ich geschockt und mitgenommen. Neben all den emotionalen Momente sind die Effekte wie gewohnt auf hohem Niveau, es erwartet einen viel Action und eine gelungene Cinematography - Marvel lässt sich hier nicht lumpen, es wird mehr als einmal deutlich wohin das Geld geflossen ist. Mit drei Stunden kein kurzer Film, er erfordert Sitzfleisch und Ausdauer, kam mir aber aufgrund der perfekten Mischung aus Spannung, Action, Humor und dem gelungenen  Zusammenspiel der Darsteller gar nicht so lange vor. Trotzdem war ich froh den Film entspannt im Bett bei einer Tasse Kakao anschauen zu können. Einziger Kritikpunkt: Captain Marvel hat mir in "Avengers: Endgame" nicht gefallen, zu kühl, zu distanziert und irgendwie wirkte das anti-klimatisch, aber vielleicht ist das auch nur mein Eindruck. Ihren Einzelfilm habe ich ja geliebt. 



"Why? Why should I calm down? Oh, you hurt and you hurt and you hurt, and you think that by saying “I’m a man, that’s what men do,” you clear it all away. What you did was not just hateful, it was stupid." - Colette


Begeistert hat mich im November aber auch "Colette", den ich gerne schon im Kino gesehen hätte. Keira Knightley verkörpert die titelgebende Figur fantastisch. Der Film spielt im 19. Jahrhundert und erzählt die Geschichte von Colette, die auf dem Land aufwächst und sich in den Autor Henry verliebt. Nach ihrer Hochzeit zieht sie in die aufregende Metropole Paris und wird dort bald als Ghostwriter für ihren Ehemann tätig. Was sie nicht ahnt: Ihr Roman "Colette", der auf ihrer eigenen Lebensgeschichte basiert und mit einigen Tabus bricht, wird zu einem Erfolg. Ein Erfolg, für den ihr Mann gefeiert wird. "Colette" erzählt die Geschichte einer beeindruckenden Frau, die sich nicht an Regeln oder Konventionen gehalten und mich dadurch fasziniert hat. Es ist aber auch ein feministisches Werk, das zeigt, wie sich Colette von ihrem Mann löst, es ist leid ist sich unterdrücken zu lassen und die ihr zustehende Anerkennung einfordert. "Colette" ist ihr Werk und niemand hat das Recht ihr dieses wegzunehmen. Natürlich möchte der Film dabei vor allem eines: Unterhalten. Das gelingt "Colette" auch, denn es ist ein leichtes Werk, das einen zum Schmunzeln bringt, schöne Kostüme präsentiert, schauspielerisch überzeugen kann und den Fokus vor allem auf das ungewöhnliche Leben der Titelfigur legt. Dass der Inhalt des Werkes da etwas zu kurz kommt, dürfte klar sein, hat mich aber nicht weiter gestört, denn "Colette" macht neugierig auf die Autorin und ihre Bücher und weckt in manchem vielleicht den Wunsch diese selbst einmal zu lesen. Am Ende des Tages ist und es bleibt es ein süßer Historienfilm, der natürlich von der Wahrheit abweicht. Wie immer solltet ihr euch noch einmal selbst mit dem Leben von Colette befassen. 


Biopics waren bei mir im vergangenen Monat ein kleiner Trend, denn ich habe mir auf Prime auch "Darkest Hour" mit dem kaum erkennbaren Gary Oldman vorgenommen. Als ich damals seinen Namen am Ende des Trailers gesehen hatte, musste ich doch glatt googlen, wen er spielt, weil ich ihn als Churchill nicht erkannt habe. Das zeigt schon was für eine gute Arbeit das Styling Team geleistet hat. Doch auch Oldman liefert im Film eine oscarreife Leistung ab (die tatsächlich auch mit besagtem Preis belohnt wurde), indem er nicht nur die Sprechweise sondern das komplette Verhalten von Churchill beeindruckend nachahmt. Gary Oldman ist für mich auch ein Ausnahmeschauspieler, der in jeder Rolle überzeugt, auch wenn ich fast sagen würde, dass "Darkest Hour" seine bisher beste Leistung ist. Im Mittepunkt steht eine dunkle Phase der europäischen Geschichte, denn Churchill steht vor der Wahl, ob er Friedensverhandlungen mit Deutschland führt, egal zu welchem Preis, oder ob er kämpft. Wie sich der damalige Primeminister entschieden hat, dürfte kein Geheimnis sein. Es ist einer dieser Wendepunkte der Geschichte, sodass es wohl nur eine Frage der Zeit war, bis man das ganze filmisch aufbereitet. Aufgrund der Thematik ist "Darkest Hour" kein Wohlfühl-Film, es ist eine anspruchsvolle, schwerfällige Verfilmung, die hier und da ihre Längen hat, aber trotzdem im Kopf bleibt. Es ist ein Film, der nicht jedem gefallen oder interessieren dürfte, der aber für Geschichtsnerds, Fans politischer Filme oder von Gary Oldman ein Must-See ist. Wie auch bei "Colette" nimmt sich auch dieses Biopic gewisse Freiheiten, baut auch Szenen ein, die so nicht passiert sind, wie zum Beispiel die U-Bahn-Fahrt von Churchill. Im Film ist dies eine emotionale Sequenz, die mir gut gefallen hat, mit der Realität hat es aber nichts zu tun. Ich kann auch hier nur appellieren: Recherchiert die wahre Geschichte und setzt euch mit Churchill als politische Figur auseinander, falls ihr das noch nicht getan habt. Zumindest aus dem Schulunterricht, sollte der Namen jedem etwas sagen. 


Etwas zwiegespalten hat mich hingegen der Horrorthriller "Greta" zurückgelassen. Der Film rückt Stalking und Besessenheit in den Vordergrund und handelt von der jungen Frances, die in der U-Bahn eine vergessene Tasche findet. Da das Fundbüro geschlossen hat und sie Dokumente mit der Adresse der Besitzerin findet, beschließt sie diese selbst vorbeizubringen. Dadurch lernt sie Greta kennen, eine exzentrische Klavierspielerin, die eine Vorliebe für klassische Musik hat und in ihren alten Tagen einsam geworden ist. Frances, die erst kürzlich mit einem Schicksalsschlag zu kämpfen hatte, freundet sich mit Greta an und baut eine Bindung zu ihr auf. Doch dann nehmen die Ereignisse eine schockierende Wendung. Die Wendung ist nicht allzu schockierend, wenn man zuvor den Trailer gesehen hat, der offenbart, dass die Tasche ein Trick von Greta darstellt. Die Stärke des Filmes liegt für mich nicht nur in der schauspielerischen Leistung von Isabelle Huppert, die bei mir mit ihrer gelungenen Performanz ein mulmiges Gefühl hinterlassen hat, sondern auch an der realistischen Darstellung des Umgangs mit Stalking. Der Film zeigt auf, wie Opfer alleine gelassen werden, weil der Polizei die Hände gebunden sind. Das ganze steuert natürlich auf einen großen Showdown hin, der mir dann jedoch zu abrupt endet. Bis heute lässt mich die letzte Szene frustriert zurück, weil der Film dadurch abgehakt wirkt. Was bei mir durch "Greta" bleibt: Der Gedanke, dass ich eine Tasche niemals selbst  zurückbringe werde, Fundbüro hallo. 




Serien:


Im November ging es endlich weiter mit "Jack Ryan" und nachdem die erste Staffel 2019 eines meiner Jahreshighlights war, war ich natürlich gespannt auf die Fortsetzung. In Staffel 2 ist die Beteiligung von Michael Bay in meinen Augen spürbarer, da die Serie nun deutlich auf Action setzt. Es gibt mehr Schusswechsel, mehr Explosionen, mehr Verfolgungsjagden und ein tödlicheres Katz-und-Maus-Spiel. Natürlich hat es dies auch schon in Staffel 1 gegeben, doch die Explosionen waren etwas rarer gesät, es wurde mehr wert auf eine spannende Storyline gelegt, die ein aktuelles Thema in meinen Augen gut umsetzte und viele Botschaften zwischen den Zeilen enthielt. In Staffel 2 hat mir das etwas gefehlt. Zwar bin ich glücklich darüber, dass mir einige Begriffe aus meinem Studium begegnet sind, wie die Thematik rund um failing States (wozu bei uns im Bachelor ein komplettes Seminar angeboten wird), daneben wird aber deutlicher mit Schwarz-Weiß-Zeichnung gearbeitet und die Entwicklung der Staffel ist vorhersehbarer. Es ist klar wer gut, wer böse ist. Die Antagonisten sind blasser, als in der ersten Staffel. Es fehlt die Hintergrundgeschichte, die sie komplex gemacht hätte. Auch die finale Auflösung ist nicht schockierend, da wäre vom Potenzial her mehr drinnen gewesen. Alles in allem ist "Jack Ryan" immer noch von hoher Qualität, die Serie macht weiterhin Spaß, hat tolle Actionsequenzen und profitiert vom Talent ihres Casts sowie der Chemie der Darsteller. John Krasinski gelingt es Szenen, die sonst eher blass gewesen wären, Tiefe zu verleihen, sodass sie nachklingen. Spannend ist in der zweiten Staffel hingegen James Greer's Handlungsstrang, welcher definitiv Auswirkungen für die dritte Staffel haben wird. Die wurde von Amazon schon Anfang des Jahres bestellt und wartet dann mit einem neuen Showrunner auf. Während Carlton Cruse sich auf Netflix's Key & Locke konzentriert, übernimmt Paul Scheuering das Ruder. Der Produzent ist am besten bekannt für "Prison Break", was zumindest vom Genre her in die gleiche Kerbe wie "Jack Ryan" schlägt.




"There's this line from a play I like. It goes "I don't think god punishes people for specific things, I think he punishes them in general for no reason" That's life, right? We make the most of ist" - Grizz


Beendet habe ich ebenfalls "The Society", über das ich in einer Ausgabe des Media Mondays schon einige Worte verloren habe. Auch wenn ich das Ende der ersten Staffel geahnt habe, hat diese mir gut gefallen. Im Mittelpunkt steht eine Schulklasse, die nach einem abgebrochenen Schulausflug nach Hause zurückkehrt und dann feststellen muss, dass ihre Eltern verschwunden sind. Was ist mit ihnen passiert? Befinden sie sich noch in ihrer Heimatstadt? Sind sie überhaupt noch auf der Erde? Und viel wichtiger: Wie soll es nun weitergehen? Viele Zuschauer haben sich beschwert, dass die erste Staffel noch keine Antwort auf das Mysterium liefert. Ich hatte das gar nicht erwartet, weil es dafür noch viel zu früh ist. Zwar hat der Showrunner der Serie in einem Interview durchsickern lassen, dass er auf alle offenen Fragen eine Antwort hat, aber diese wird es wohl erst in der nächsten Staffel geben. Staffel 1 fokussiert sich, was übrigens auch der Titel der Serie verdeutlicht, auf den Aufbau einer neuen Gesellschaft. "The Society" ist deshalb sehr politisch und setzt mich mit einigen heftigen  Fragen auseinander. Es geht nicht nur darum, wie aus dem Nichts heraus eine Ordnung entsteht, wie Aufgaben verteilt werden, die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser oder Strom aufrecht erhalten wird, sondern auch wer die Rolle des Anführers übernehmen soll und  die Sicherheit der Jugendlichen gewährleistet wird. Was passiert mit denjenigen, die sich nicht an die Regeln halten? Wie soll mit ihnen verfahren werden, wer entscheidet über das Strafmaß und setzt dieses um? Dabei ist gerade der Fakt, dass es sich bei den  Figuren um Teenager handelt, spannend. Denn es gibt keine ausgebildeten Ärzte, Polizisten oder Richter, die in einer Gesellschaft dringend benötigt werden. Es sind Jugendliche, die teilweise leicht zu reizen sind und auf der Suche nach sich selbst. Das sorgt für reichlich Zündstoff, aber auch Chaos. Da ist es nicht überraschend, dass sich die Lage im Verlauf der Staffel immer weiter zuspitzt und in einer Katastrophe endet. Staffel 2 wird 2020 an den Start gehen und verspricht mit diesem Cliffhanger vielversprechend zu werden.


Nach einer längeren Pause habe ich schon im Oktober "American Horror Story" fortgesetzt, brauchte aber etwas bis ich in "Freak Show" reingefunden habe. Staffel 4 konnte mich nicht überzeugen, es war vom Thema und der Tonalität nicht meins, auch wenn die Schauspieler erneut grandios waren. Besonders zu erwähnen sind Sarah Paulson, Evan Peters und Jessica Lange. Besser hat mir da dann die 5. Staffel gefallen. "American Horror Story" ist für mich immer wie eine Pralinenpackung: Es gibt einige Sorten, die mag nicht, andere liebe ich dafür. Genauso verhält es sich mit dieser Anthologieserie, denn "Hotel" konnte mich wieder komplett überzeugen, ist sogar mein persönlicher Favorit geworden. Dazu muss ich sagen, dass ich ein Fan von Geistergeschichten bin, da kann mich ein Hotel indem die Toten ihr Unwesen treiben natürlich überzeugen. Passend dazu hatte ich erst im Oktober "The Shining" gesehen, sodass mir die Anspielungen auf den Film nicht entgangen sind. "American Horror Story" setzt die Thematik aber für mich wesentlich besser um, als der genannte Horrorfilm, was natürlich auch daran liegt, dass die Serie gerne provoziert. Das macht gleich die erste Folge der Staffel deutlich, wobei hier eine Trigger-Warnung nicht verkehrt wäre. Abseits dessen war ich aber hin und weg von der Performanz von Lady Gaga. Sie war perfekt als Countess. Elegant, charismatisch, wunderschön, ein perfektes Schauspieldebut. Eine tolle Ergänzung zum Hauptcast ist auch Matt Bomer, der wie immer einen tollen Job macht. Begeistert hat mich auch in Staffel 5 Evan Peters, der erneut seine Wandlungsfähigkeit als Schauspieler zeigt, ich gestehe ich habe seinen Akzent gefeiert. Generell hatte "Hotel" viele spannende Figuren zu bieten, an einige wie Liz Taylor, habe ich mein Herz verloren. Untypisch für "American Horror Story" ist diesmal das Ende der Staffel, das mich zu Tränen gerührt hat. Well Done.



"And there it is. The silence. The sickening silence of another man walking out of my life before getting past the porch door. A silence of my own making" - Lexi


Viel Romantik hat auch Amazon's Anthologie "Modern Love" zu bieten, das sich in jeder Folge eine neuen Geschichte zuwendet, die eine Form von Liebe thematisiert. Manche Geschichten gefallen einem hier natürlich besser als andere, sodass es Figuren gibt, die ich gerne noch länger auf meinem Bildschirm gesehen hätte. Die Stärke der Serie ist die realistische Darstellung der Erlebnisse, die in der Tat auf wahren Geschichten basieren. Als Vorlage diente die Beziehungsrubrik aus der Times, in denen Menschen ihre Gedanken und Erfahrungen teilen und die erst kurz zuvor ihr 15-jähriges Jubiläum feierte. Die Kolumne sollte also noch genügend Stoff für weitere Staffeln bieten. Dass die Geschichten aus dem echten Leben sind, macht für mich auch den Charme von "Modern Love" aus. Die Serie zeigt, dass es nicht immer übertrieben dramatisch zugehen muss, um zu unterhalten. Die Serie ist kurzweilig und spiegelt Momente wieder, die einem bekannt vorkommen. Es geht um verpasste Chancen, erste Dates, dem Verlust einer geliebten Person, die Frage, ob es sich noch lohnt um die eigene Ehe zu kämpfen oder aber auch um psychische Krankheiten und wie befeiend es ist, sich jemand anzuvertrauen. Es geht um Liebe zwischen Eltern und Kindern, zwischen Freunden, Unbekannten und dem klassischen Pärchen. "Modern Love" ist perfekt zum Bingen, es ist ein leichter Snack, der ein wohliges  Gefühl und eine positive Botschaft hinterlässt. Es ist eine Serie, die uns wieder an die Liebe glauben lässt und mit so manchem traurigem Moment aufwartet. Ich bin gespannt, welche Geschichten sich die Produzenten für die zweite Staffel herauspicken. Besetzt ist das ganze hochkarätig, was der Serie sicherlich etwas mehr Schubkraft verliehen und dafür gesorgt hat, dass mehr Menschen ihr eine Chance geben.



Darüber hinaus habe ich auch zwei Serien im TV beendet. Zum einen "The Good Doctor", das mit zwei Folgen am Stück bei Vox ausgestrahlt wurde, zum anderen das kontrovers-diskutierte Reboot von "Charmed". Aber erstmal zur zweiten Staffel von "The Good Doctor", denn die hat mir ernorm gut gefallen. Eine klare Steigerung im Vergleich zur ersten Staffel. Erneut überzeugt mich Freddie Highmore mit seinem Schauspiel und Shauns private und berufliche Entwicklung konnte mich wieder berühren. Dass wir hier eine autistische Figur im Mittelpunkt des Geschehens haben, ist für mich das was die Serie besonders macht, sie von anderen Krankenhausdramen abhebt. Denn auch wenn Shauns Tätigkeit als Arzt eine große Rolle spielt, so gelingt der Serie eine perfekte Balance aus Privatleben und Berufsalltag, die es ermöglicht, dass wir alle Figuren in dieser Staffel besser kennenlernen. Das war auch bitter nötig, denn nur so war es möglich hinter die Fassade einiger Charaktere zu blicken und dafür zu sorgen, dass sie neben Highmores Charakter nicht komplett blass wirken und untergehen. "The Good Doctor" hat zwar nicht so viel Drama wie "Grey's Anatomy" zu bieten, aber genügend um mich bei Laune zu halten. Es muss ja auch nicht in jeder Staffel eine Figur in Lebensgefahr schweben oder das Krankenhaus zusammenbrechen. Mit den zwei Folgen zur Quarantäne hat man ebenfalls für reichlich Drama gesorgt.



"You are witches. Witches who are destined to save the world from impending doom. That's right you are the charmed ones. The most powerful trio of witches." - Harry


Während ich bei "The Good Doctor" also gleich hin und weg war, brauchte ich bei "Charmed" meine Zeit, bis ich in die Serie gefunden habe. Ich sage wie es ist: Am Anfang ist das Reboot unterirdisch. Schlechte Dialoge, mäßiges Schauspiel, fragwürdige Effekte und zu viel Feminismus per Holzhammer. Die Effekte werden leider nicht besser, aber was besser wird sind die Schauspielerinnen und ihre Chemie sowie die übergeordnete Handlung. Natürlich lassen sich hier und da noch trashige Momente finden, auch in Bezug auf die Dialoge und Elemente der Storyline, aber es gibt auch viele Dinge, die das Reboot besser macht. Mehr Diversität in Bezug auf Ethnie und sexueller Orientierung, Handlungen werden schneller abgehakt sowie manches Geheimnis flott enthüllt. Auch die Ältesten ist man zum Glück etwas früher losgeworden, als das Original. Die waren für mich in der Hauptserie immer ein Manko. Maggie und Parker sowie Macy und Harry sind für mich eine schöne Hommage an die Mutterserie, nur das man bei ersteren das vorhandene Potenzial besser ausschöpft, als dies bei Cole und Pheobe der Fall war. Staffel 2 soll nun ein "Reboot" vom "Reboot" sein und sich vom Ton her erneut zum Positiven verändern. Ich hoffe, dass damit dann auch bessere Effekte einhergehen, denn 2019 sollte da doch mehr drinnen sein. Ansonsten ist es aber eine unterhaltsame Neuverfilmung, die nicht ganz die Qualität der Mutterserie erreicht, trotzdem über eigene Stärken verfügt und sich nicht allzu ernst nimmt. Die Serie möchte unterhalten und ist für mich eine kleine Guilty Pleasure geworden, was ich definitiv nicht erwartet hatte. Die Mutterserie bleibt für mich weiterhin etwas Besonderes und eine meiner Lieblingsserien, ob "Charmed" irgendwann auch den Status erreicht, wird sich zeigen. Nach der ersten Staffel von "Teen Wolf" hätte ich auch nicht gedacht, dass die Mysteryserie eine meiner All-Time-Favorites wird.






Monatsrückblick: Gebloggt im November:








Was war euer Higlight im November?
Was habt ihr gesehen oder gelesen?
Hat bei euch aktuell auch jeder Geburtstag?



Kommentare :

  1. Wieder mal ein toller Rückblick. Ich finde es toll, dass du dich ehrenamtlich engagierst. Kann mir vorstellen, dass einem dass sehr viel zurückgibt. Bei uns sind im November auch einige Geburtstage. Unter anderem mein eigener und der meiner Mama. Mein Highlight war ganz klar, dass ich meinen Geburtstag dieses Jahr in Dubai feiern durfte. Modern Love fand ich ja auch soo toll, mir hat jede Episode so gut gefallen, am besten aber die mit Anne Hathaway.

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    1. Dankeschön für das liebe Kompliment <3. Ja mir macht die ehrenamtliche Arbeit echt viel Spaß, nicht nur weil im Mittelpunkt auch eine Leidenschaft von mir selbst steht, sondern weil man auch so viele Menschen darüber trifft.

      Uih das ist natürlich echt ein Highlight. Ich weiß gar nicht, ob ich dir schon gratuliert hatte, wenn nicht an dieser Stelle noch einmal alles gute nachträglich. Ja die mit Anne Hathaway mochte ich auch total, hätte mir sogar mehr Episoden über ihre Figur gewünscht, gerade weil das Thema zu selten in Serien bearbeitet wird und hier auch aufgrund der Vorlage realistisch umgesetzt wurde. Bin jetzt mal gespannt, welche Geschichten man sich für die zweite Staffel rauspickt.

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  2. Wieder so ein toller, ausführlicher Rückblick! :) Kaum zu glauben, dass der November nun schon wieder rum ist bzw. die erste Dezemberwoche ebenfalls... Bei mir ist es umgekehrt, ich kann morgens besser arbeiten :D Mein Highlight waren wohl meine 2 Wochen Urlaub, in denen ich echt produktiv war. Ansonsten war ich fast nur auf der Arbeit und habe nichts Spektakuläres erlebt. Geburstagsphasen kenne ich sehr gut, diesen Monat war es in der Hinsicht aber eher ruhig...

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar. Ja die Zeit rennt, 2019 ist generell wie im Flug vergangen :/.

      Ein ruhiger Monat ist aber doch auch mal schön, gerade wenn man dann noch Urlaub hat. Ich hoffe, dass du aktuell auch etwas die Vorweihnachtszeit genießen kannst?

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  3. Wow echt toll, dass du dich ehrenamtlich engagierst! Mein Monatshighlight war bislang der Besuch eines chinesischen Festivals auf welchem es diverse Lichtinstallationen gab. Die sahen unfassbar schön aus. Ansonsten freue ich mich natürlich auf das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel :-)
    Ganz liebe Grüße,
    Tiziana

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    1. Dankeschön für dein liebes Kompliment Tiziana <3. Ich habe dabei auch echt viel Freude, auch deshalb weil man so viele Menschen kennenlernt und Kontakte knüpft. Das hört sich ja echt super an, stelle mir das Festival echt wunderschön vor und würde so ein Lichterfest auch gerne mal besuchen.

      Auf Weihnachten und Silvester freue ich mich auch schon :). Ich hoffe, du genießt aktuell auch schon die Vorweihnachtszeit in vollen Zügen?

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Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Kommentar von euch und versuche auch immer auf euren Blogs zu antworten. Dankeschön <3

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