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Mittwoch, 29. September 2021

Kolumne: Nach der Bundestagswahl oder der Niedergang der Volksparteien

 

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Kolumne: Nach der Bundestagswahl:

 

Nachdem ich euch kürzlich zum Wählen aufgerufen habe, fühlt es sich nur richtig an, in meiner neuesten Kolumne die Ereignisse nach der Bundestagswahl noch einmal aufzugreifen. Ich möchte hier keine Bewertung des Ergebnisses vornehmen bzw. meine Meinung dazu teilen, das habe ich im Familien- und Freundeskreis schon zu Genüge getan, denn zum demokratischen Prozess gehört es auch das Votum der Mehrheit zu akzeptieren. So sind die Spielregeln und das ist gut so. War ich überrascht vom Ausgang? Hatte ich gehofft, dass bestimmte Parteien ein höheres Wahlergebnis erzielen? Sicherlich, aber das zeigt mir persönlich nur, wie sehr ich auf Social Media in Echokammern unterwegs bin und dass ich mich auch in meinem Freundeskreis in einer bestimmten Bubble bewege, was ganz natürlich ist. Denn am Ende freundet man sich natürlich mit denjenigen Menschen an, die ähnliche Ansichten und die gleichen Hobbies haben. Dass man da häufig nur mit den eigenen Weltsichten konfrontiert wird, ist ein unumstößlicher Fakt. 

 

Was aber gesagt werden kann, im Ergebnis spiegelt sich schon ein kleiner Wunsch nach Veränderung wider (zumindest für bestimmte Alters- und Bevölkerungsgruppen) und aufgrund der Dreierkonstellationen, unabhängig auf welche Koalition es nun hinausläuft, wird es diese auch geben. Es bleibt abzuwarten in welchem Umfang und ob davon auch die unteren Einkommensschichten profitieren, was wichtig wäre. Abseits dessen gibt es auch ein paar positive Entwicklungen, die nicht außer Acht gelassen werden sollten, wie die Stimmeneinbuße der AfD, dass Maaßen nicht sein Direktmandat holte und damit nicht im Bundestag ist, dafür dort aber demnächst zwei Transgender (Tessa Ganserer, Nyke Slawik für die Grünen) vertreten sind, was zeigt, dass sich innerhalb der Gesellschaft etwas verändert und zwar zum Guten, denn mehr Diversität im Bundestag ist dringend notwendig. 

 


Sonntag, 29. August 2021

Bundestagswahl 2021 - Eine richtungsweisende Wahl: Wieso ihr wählen solltet, welche Hilfestellungen es gibt und wie ihr politische Aussagen überprüft

 

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Bundestagswahl 2021 - Eine richtungsentscheidende Wahl:

 

Es ist wieder soweit, meinen Wahlaufruf zur Bundestagswahl 2021 möchte ich euch nicht vorenthalten. Auch wenn ich schon öfter darüber gebloggt habe, das Thema liegt mir sehr am Herzen und ich hoffe mit meinem Beitrag die aktuelle politische Situation sowie die Relevanz dieser Wahl, deren Bezeichnung "richtungsweisend" zu 100% stimmt, einfangen zu können, euch aber auch eine kleine Hilfestellung über die Entscheidungsfindung, an die Hand zu geben. Viel Zeit bleibt dafür nicht mehr, denn bis zum 26. September müssen alle Wahlberechtigten ihre Entscheidung gefällt haben. Für viele fühlt sich dies wie eine Wahl zwischen Pest und Cholera an, denn auf voller Linie überzeugen kann mit Blick auf die Stimmung im Land scheinbar aktuell keine Partei. Nicht nur in sozialen Netzwerken begegnet mir die Aussage "Ich weiß gar nicht, wen ich wählen soll", sondern auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis fällt sie immer öfter. Auch mir geht es so. Erstmals bin ich mir noch unsicher, welche Partei am 26. September meine Stimme bekommen wird. Natürlich gibt es Parteien, die sicher wegfallen, das verkleinert meine Auswahl noch etwas, aber bei denen die übrig bleiben, könnte es ein Kopf an Kopf rennen werden, wo die kommenden Tage und vor allem die Auftritte in Wahlsendungen entscheidend sein könnten. 

 

Freitag, 24. März 2017

{Aus dem Leben einer Studentin} 4.Semester - Das letzte Drittel beginnt!

Nachdem ich nun schon das 5.Semester hinter mir habe und kurz vor dem Ende meines Studiums stehe, möchte ich euch natürlich auch endlich an meinem vierten Semester teilhaben lassen. Das ist nun schon wieder etwas her, aber es kommt mir echt wie gestern vor, als ich überlegt habe, welche Seminare ich belege. Das Schöne ist, dass wir an diesem Punkt des Studiums nur noch wenige Seminare fest vorgeschrieben haben. Aus den meisten Themenbereichen dürfen wir inhaltlich frei wählen. Ob man dann natürlich einen Platz ergattert, ist eine andere Frage. Aber im vierten Semester hatte ich, bis auf eine oder zwei Ausnahmen, wirklich Glück und bin überall reingekommen, wo ich wollte. Der Start ins Semester verlief also super und ohne große Überraschungen. Nachfolgend möchte ich euch nun meine Seminare etwas näher vorstellen. Vielleicht mache ich ja auch den einen oder anderen von euch neugierig auf meinem Studiengang. Oder gebe mit meinem Beitrag eine kleine Entscheidungshilfe, auf die Frage, was man denn studieren soll. Immerhin ist das Angebot riesig und die Wahl sicherlich nicht ganz so einfach. 

Aus dem Leben einer Studentin - Studium - Vorstellung - 4.Semester -Inhalte

4.Semester: Voll im Studium angekommen

Ich bin wirklich dankbar, für all die Erfahrungen, die ich bis jetzt durch mein Studium sammeln durfte. Nicht nur lerne ich ständig neue, interessante Menschen kennen, sondern auch inhaltlich finde ich es toll, dass mein Studiengang so breit gefächert ist. Dadurch lerne ich ständig neue Dinge und erweitere meinen Horizont. Im vierten Semester konnte ich wirklich sehr frei aus den Inhalten meines Studiengangs wählen, da ich die Aufbauseminare zum größten Teil schon erledigt hatte und deshalb schon die ersten Ergänzungsseminare anstanden. Der Unterschied hier ist, dass die Ergänzungsseminare einfach noch etwas tiefer gehen, als die Aufbauseminare und teilweise schon Vorkenntnisse erwartet werden. Zudem merkt man es teilweise auch am Lesestoff, denn der wird in manchen Seminaren etwas umfangreicher. Aber in einem human- oder geisteswissenschaftlichen Studium kommt ihr am Lesen von Texten nun mal nicht vorbei. Das gehört einfach dazu und ihr solltet somit schon gerne Bücher in die Hand nehmen. Bei den Ergänzungsseminaren gibt es jedoch überhaupt keine Vorgabe, aus welchen Bereichen diese stammen müssen, sodass man in die Richtung gehen kann, die einem am meisten gefällt. Insgesamt hatte ich in diesem Semester übrigens drei Tage Uni die Woche. Dienstags und freitags hatte ich nämlich immer frei und diese Tage genutzt, um Referate vorzubereiten, ein Essay zu schreiben oder meine Hausarbeitsthemen auszuarbeiten. Eine Klausur hatte ich in diesem Semester nicht, denn meine Prüfungsleistungen beschränkten sich auf Referate (unbenotete Leistung) und Hausarbeiten (benotete Leistung), was ich ebenfalls als sehr angenehmen empfand. Dafür musste ich jedoch in den Semesterferien vier Hausarbeiten schreiben. Drei eigene und eine Gruppenarbeit. Das erforderte natürlich ein gutes Zeitmanagement und ich bin froh, dass mir dies gelungen ist, denn auf die Ergebnisse bin wirklich stolz.


Mittwoch, 29. Juni 2016

{Aus dem Leben einer Studentin} 3.Semester - Halbzeit!

Natürlich möchte ich weiterhin auf meinem Blog über mein Studium berichten, denn viele von euch fanden die Posts dazu wirklich interessant und haben mir geschrieben, dass sie gerade selbst vor der Entscheidung stehen, wie es nach dem Abitur für sie weitergeht. Somit hoffe ich, dass euch meine kleinen Einblicke in meinen Studiengang vielleicht bei eurer nahenden Entscheidung weiterhelfen. Heute möchte ich euch in mein 3.Semester mitnehmen, welches auch schon wieder hinter mir liegt.Im Moment befinde ich mich schon am Ende des vierten Semesters und somit rückt das Ende meines Bachelor Studiums immer näher. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist, und wie gut ich mich mittlerweile an der Uni und in diesem ganzen System zurechtfinde.


Der Luxus des eigenen Studenplans:
Das Schöne am dritten Semester ist, dass ich keine Vorlesungen mehr besuchen musste, sondern nur noch Seminare anstanden. In denen wird zwar die Anwesenheit etwas strenger kontrolliert, als bei einer Vorlesung, jedoch bieten sie den Vorteil, dass man sie frei wählen kann. Als Student könnt ihr somit ab diesem Zeitpunkt selbst entscheiden, welche Themenschwerpunkte ihr setzten möchtet, was euch inhaltlich interessiert und zu welchen Zeiten ihr in der Uni sein wollt. Gerade Letzteres ist natürlich purer Luxus, da bei mir kein Tag vor 10 Uhr losgegangen ist und ich so etwas länger schlafen konnte. Dazu könnt ihr euch natürlich auch Tage freihalten. Im letzten Semester hatte ich aufgrund eines Blockseminars sogar nur mittwochs und donnerstags Uni, in diesem habe ich mir den Freitag freigehalten und somit ebenfalls ein verlängertes Wochenende. Ich nutze solche Tage dann immer, um Referate vorzubereiten, an Essays zu arbeiten oder meine Texte zu lesen. Somit hat man zwar trotzdem allerhand Arbeit, aber da ich ja mit dem Zug pendle, ist es schön, wenn manche Dinge bequem zuhause erledigt werden können und ich die Uni Zeiten an den Fahrplan der Bahn anpassen kann. Doch ich fand es auch schön, mich inhaltlich für das Entscheiden zu können, was mich wirklich interessiert. Zwar müsst ihr dann schauen, ob ihr einen Platz in den Seminaren ergattern könnt, aber da unser Studiengang nicht so überlaufen ist, hat man nur vereinzelt bei Seminaren ein Problem reinzukommen. Im letzten Semester war das bei auch nur bei einem Kurs der Fall und dafür habe ich ein anderes, sehr interessantes Seminar gefunden, das mir auch richtig gut gefallen hat. Ihr solltet also immer schauen, dass ihr euch auch gleich für einen Ersatz mit anmeldet, um euch abzusichern. Abseits davon kann ich euch jedoch jetzt nicht mehr über einen festen Fahrplan berichten, sondern nur über die Seminare, die ich belegt habe.


Meine Seminare - Ein bunter Themenmix:
Das Schöne an meinem Studiengang ist definitiv, dass er zwei Studienbereiche abdeckt. Einmal die Soziologie, die über ein breites Themengebiet verfügt und die Politikwissenschaften, in denen ebenfalls unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden können. Das heißt, dass es in keinem Semester langweilig wird. Im Bereich der Soziologie standen bei mir im letzten Semester zwei Aufbaumodule an, einmal aus der allgemeinen und einmal aus der speziellen Soziologie. Für Ersteres konnte ich freudigerweise einen Platz für "Medien und Kommunikationssoziologie" ergattern, was mich natürlich sehr gefreut hat, da ich ja später gerne im Bereich Journalismus / Öffentlichkeitsarbeit tätig sein möchte und mich so auch in beruflicher Hinsicht dafür interessiert habe. Zwar gab es hier zu Beginn viel Theorie, aber gerade gegen Ende haben wir über viele spannende, derzeit aktuelle Themen diskutiert und uns mit Smartphones und das Medienverhalten der heutigen Jugend auseinandergesetzt. Auch für meine Hausarbeit konnte ich mich somit mit einem sehr aktuellen Thema auseinandersetzten, und habe mich hier für die Selbstdarstellung von Jugendlichen in Facebook entschieden. Persönlich bin ich mit der Wahl des Seminars immer noch richtig glücklich, weil ich auch bei der Theorie einiges mitgenommen habe und ich diese Themen einfach sehr interessant finde. In der Speziellen Soziologie habe ich mich der "Körpersoziologie" zugewandt. Ihr seht schon an diesen zwei sehr unterschiedlichen Themen, wie breit mein Studiengang aufgestellt ist. Für mich war dieses Seminar ja mein Back Up, da ich auch hier gerne ins Medienseminar reingerutscht wäre, aber im Nachhinein bin ich echt froh, wie es gekommen ist. Denn die Themen, die wir in der "Körpersoziologie", einer noch recht jungen Soziologie, behandelt haben, fand ich wirklich sehr interessant. Es ging um Themen wie Extrem- und Abenteuersport, Schönheitsoperationen (worüber ich mein Referat gehalten habe), die Funktion des Körpers im religiösen Bereich oder aber auch um Transgender, was ja derzeit auch ein aktuelles Thema ist.

Im Bereich der Politikwissenschaft standen bei mir natürlich auch einige Aufbauseminare an. Im Bereich der vergleichenden Politikwissenschaften belegte ich ein Seminar zu dem politischen System der Usa. Ich habe ja auf meinem Blog schon öfter geschrieben, dass die Usa ein Land ist, welches mich als Kind fasziniert hat. Damals hatte ich noch diese typische Vorstellung vom "American Dream" und habe das Land nur mit der ganzen Glitzerwelt Hollywoods in Verbindung gebracht. Ja, ich wollte sogar einmal dort Leben. Ihr merkt also, dass ich sehr beeinflusst wurde von den Medien, die nur die schönen Seiten zeigen. Mit dem Alter legte ich diese rosarote Brille jedoch ab und schaut endlich hinter die Fassade. Interessant finde ich die Usa immer noch, dort Leben würde ich aber nur ungern, was auch am System liegt. Das ist nämlich komplett anders, als unser System hier in Deutschland und egal, wie sehr wir manchmal am Jammern sind, wir können uns glücklich schätzen über all die Absicherungen, die wir hier haben, denn die gibt es in den Usa definitiv nicht. Arbeitslosen- oder Krankengeld sucht man dort vergeblich, genauso wie die Rente. Die Themen selbst waren auch hier vielfältig, neben der Geschichte des Landes, der Thematisierung politischer Themen in Serien und Filmen, wurden unterschiedliche politische Themen wie das Rechtssystem, die Medien, der Lobbyismus und vorherrschende Probleme wie Rassismus beleuchtet. Gut fand ich, dass hier auch immer aktuelle Diskussionen und Beispiele aufgegriffen wurden. Und da ich zuvor auch nur die gängigen Infos über das amerikanische System kannte, konnte ich so noch etwas tiefer eintauchen und habe eine Menge gelernt, auch über die Denkweise, die dort vorherrscht.

Im Bereich der Internationalen Beziehungen habe ich mich dafür entschieden, etwas über den Tellertand zu schauen und somit die "Außenpolitikanalyse: Nicht Europäischer Staaten" belegt. Ich finde, dass man im außenpolitischen Bereich von Ländern wie China, Brasilien, Südafrika oder Indien in unseren Medien doch eher wenig mitbekommen, zumal das ab und an auch gewollt ist. Doch aus diesem Grund wollte ich auch hier etwas weiter eintauchen, habe viel über die Länder, deren Geschichten, Staatsoberhäupter und außenpolitischen Strategien gelernt. Ich persönlich fand das wirklich interessant und habe mich durch mein Referat am meisten mit China auseinandergesetzt. Und für die politische Theorie habe ich mich für Theorien der Aufklärung entschieden. Auch hier gab es eine breite Palette an Ansätzen und ihr solltet keine Angst haben, euch mit Theoretikern wie John Rawls, Karl Kautsky, Rosa Luxemburg, Karl Marx oder Bernstein auseinanderzusetzen.

Und auch wenn ich etwas Geisteswissenschaftliches studiere, kommen Daten bei uns nicht zu kurz, da ein großes Berufsfeld bei uns in der Datenauswertung angesiedelt ist. Dadurch besteht später die Möglichkeit bei Marktforschungsinstituten zu arbeiten. Aus diesem Grund gab es im dritten Semester das erste Seminar, in dem wir den Umgang mit Spss gelernt haben. Ich habe dies wie gesagt im Block belegt, jedoch bisher nur den ersten Teil absolviert und muss den zweiten im kommenden Semester noch nachholen. Somit habe ich das Programm in einer Woche gelernt, was zwar ein kurzer Zeitraum ist, jedoch bleibt man durch ein Blockseminar einfach auch immer in der Materie drinnen. Ich selbst bin ja nicht unbedingt der größte Fan von Mathe, muss aber gestehen, dass mir so Programmsachen dann doch immer eine Menge Spaß machen. In dieser kurzen Zeit war ich zwar noch etwas unsicher mit dem Programm an sich, aber denke, das ist normal. Die Klausur lief dann wesentlich besser, als ich es erwartet hätte und ich bin mit einem guten Gefühl raus, welches sich nun auch anhand meiner 1,3 bestätigt hat.. Das ihr also mit einem geistwissenschaftlichen Studium, null Chancen auf dem Arbeitsmarkt habt, ist somit also nicht richtig. Lasst euch das nicht einreden und entscheidet lieber danach, was euch wirklich liegt und Spaß macht, denn sonst werdet ihr auch nicht erfolgreich sein (Mein Tipp für alle noch unsicheren: Die Unis bieten immer Tage, an denen ihr in die verschiedensten Vorlesungen reinschauen könnt. Als Schüler solltet ihr die unbedingt nutzen, um euch ein Bild über verschiedene Studiengänge zu machen). Auch in solchen Studiengängen wird euch aber immer wieder Mathe begegnen oder ihr müsst mit Zahlen spielen, sodass es auch hier attraktive Bereiche gibt, in denen ihr nach eurem Abschluss tätig werden könntet.


Wer von euch steht gerade vor der Entscheidung, was er studiert?
Was studiert / arbeitet ihr denn so?
Und wen konnte ich neugierig, auf meinen Studiengang machen?
 

Dienstag, 22. März 2016

{Aus dem Leben einer Studentin} Tipps und Tricks zum Schreiben einer Hausarbeit!

Natürlich möchte ich euch in dieser Reihe nicht nur meinen eigenen Studiengänger etwas näher bringen, sondern auch Themen beleuchten, die euch als Student/in ständig begegnen werden. Zwar gibt es manche Studiengänge, in denen ihr weniger Hausarbeiten, dafür aber viele Klausuren schreiben müsst. Doch gerade im geisteswissenschaftlichen Gebiet gehören Hausarbeit mit dazu. Während ich in den ersten zwei Semestern noch viele Prüfungen bestehen musste, hat dies die nun verändert. In den letzten beiden Semestern haben sich die Hausarbeiten noch auf eine pro Semester beschränkt, aber nach dem Kommenden wird dieser Luxus vorbei sein. Da werde ich nämlich schauen, dass ich mindestens drei im vorgegebenen Zeitraum schaffe. Ihr merkt also, dass das Vorurteil Studenten hätten, so viel Freizeit definitiv nicht zutrifft. Klar sind die Semesterferien schön, jedoch hat man in diesen wirklich Einiges zu tun und der Zeitplan ist ebenfalls straff. Im Sommer wird es bei mir so aussehen, dass ich im Schnitt zwei Wochen für eine Hausarbeit eingeplant habe und dann mit der nächste loslege. Ich hoffe, dass mich hierbei keine Schreibflaute ereilt, die mir Steine in den Weg legt. Drückt mir also die Däumchen. Da ich jedoch von einigen meiner Lesern schon gehört habe, dass sie gerade vor der ersten Hausarbeit etwas Angst haben, möchte ich hierbei mein persönliches Vorgehen schildern und hoffe, dass dies dem einen oder anderen vielleicht weiterhilft. Über eure Tipps würde ich mich übrigens auch freuen, vielleicht habt ihr ja einen auf Lager, der mir nach dem Sommersemester weiterhilft, denn da muss ich das erste Mal mehrere Arbeiten hintereinander schreiben, was sicherlich eine Herausforderung werden wird. Aber gerade das mag ich ja an der Uni, dass man gefordert wird und am Ende auch stolz auf seine Leistung sein kann. 




Tipps und Tricks zum Schreiben einer Hausarbeit:


Die erste Hausarbeit an der Uni:


Ich kann mich noch zu gut an das Ende des zweiten Semesters erinnern, als bei mir die erste Hausarbeit anstand. Ich war unsicher, nervös und wusste nicht so recht, was nun von mir erwartet wird. Davor hatte ich nur eine Seminararbeit im Rahmen meines gebundenen Fachabiturs an der Bos geschrieben und Schule und Universität sind dann doch zwei komplett unterschiedliche Institutionen. Die Anforderungen sind dort einfach andere, als an der Schule. Alles muss wissenschaftlicher sein, der Aufbau muss bestimmten Formalien entsprechen und die Quellen sorgsam ausgewählt werden. Gerade vor dem Wort "wissenschaftlich" hatte ich Respekt, weil man erst mal gar nicht so recht weiß, wie man seine Gedanken denn formulieren soll. Jedoch hatte mir auch die Themenfindung an sich Schmerzen bereitet, denn gerade bei meinen allerersten Arbeiten fühlte ich ständig Unsicherheit. Hatte Angst, dass das Thema zu umfangreich sei oder aber auch viel wenig für die angegebene Seitenzahl. Und lasst euch hier eines gesagt sein, so gut wie immer hatte ich bisher das Problem, dass ich ein bis zwei Seiten mehr geschrieben habe, als vorgegeben. Das liegt jedoch meistens noch im Rahmen und normalerweise werden euch dafür auch noch keine Punkte abgezogen. Jedoch solltet ihr noch einmal individuell mit eurem Dozenten klären, wie viel Spielraum ihr bei der Seitenanzahl habt. Ihr merkt also, auch ich habe mir einige Gedanken gemacht, brauchte etwas, bis ich meine Themen gefunden hatte und selbst dann, war ich mir noch unsicher, ob es die richtige Wahl war. Aber alle diese Gefühle sind ganz normal und gehören zu einem solchen Prozess irgendwie auch mit dazu. Nachfolgend möchte ich jedoch ein paar Tipps geben, die mir wirklich sehr geholfen haben.



Das Thema ist immer dass, was mir am meisten Probleme bereitet. Ich brauche generell etwas länger, bis ich eines gefunden habe, das mir zusagt und mit dem ich mich sicher fühle, welches aber auch vom betreuenden Dozenten akzeptiert wird. Somit kann ich nur sagen, dass ihr euch frühzeitig Gedanken über euer Thema machen solltet. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich erst auf den letzten Drücker damit auseinanderzusezten und dann einfach nichts Passendes zu finden. Euch rennt dann wirklich die Zeit weg und der Abgabetermin rückt immer näher, ohne das ihr überhaupt angefangen hab zu schreiben. Das verursacht dann natürlich Stress und Panik, die ihr vermeiden könntet. Gerade, um also bei der Formulierung der Arbeit etwas Luft zu haben, ist es wichtig frühzeitig loszulegen, sodass ihr gar nicht erst in Zeitnot geratet.




Macht euch Notizen:


Ein guter Tipp, den ich erst vor Kurzem für mich entdeckt habe, ist euch ein kleines Notizbuch mit Ideen für Hausarbeitsthemen anzulegen. In vielen Abschlusssitzungen von Seminaren nennen einige Dozenten interessante Themen, über die ihr in den kommenden Semestern schreiben könntet. Jedoch gibt es auch schon in deren Verlauf immer wieder spannende Diskussionen, bei denen Fragen aufgeworfen werden, die ihr für Hausarbeiten aufgreifen könnt. Das erspart natürlich einiges an Zeit und Kopf zerbrechen. Wenn ihr jedoch noch gar keine Idee habt, dann rate ich euch einfach mal eine Internetrecherche durchzuführen und euch auch anzuschauen, über welche Themen andere Studenten aus diesem Bereich geschrieben haben. Oftmals gibt einem das auch Selbst etwas Inspiration und gerade zu Beginn des Studiums müsst ihr das Rad thementechnisch nicht neu erfinden. Ich habe in meinen zwei Hausarbeiten einmal ein Vergleich von Verfassungsgerichten durchgeführt und in der zweiten schreibe ich derzeit über die Selbstdarstellung von Jugendlichen in Facebook. Für meine Seminararbeit habe ich nun auch kein unbekanntes Thema aufgegriffen gehabt, da hatte ich damals über Mindestlöhne geschrieben und einen Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich durchgeführt. Letzteres hatte zu diesem Zeitpunkt schon den Mindestlohn eingeführt, bei uns hingegen war zu diesem Zeitpunkt erst eine Diskussion um dessen Einführung entbrannt. Und da zeitlich auch die Bundestagswahlen anstanden, hatte ich natürlich einiges an offiziellen Material von Parteien, Stiftungen und Gewerkschaften, auf das ich zurückgreifen konnte.




Sucht im Vorfeld nach Lektüre für eure Hausarbeit:


Wenn ich mich auf ein Thema festgelegt habe, dann führe ich auch gleich in dem Bibliotheks Katalog meiner Universität eine Literatursuche durch. Warum? Einfach weil ich vermeiden möchte, dass es zu meinem Thema im Anschluss dann keine Literatur gibt, denn das würde mich ebenfalls etwas in Bedrängnis bringen. Ihr braucht wissenschaftliche Werke, mit denen ihr den theoretischen Grundansatz erläutert und dazu benötigt ihr natürlich eine bestimmte Anzahl an literarischen Werken. Es gibt wirklich nichts Schlimmeres, als wenn man während dem Schreiben bemerkt, dass es kaum Quellen zum Thema gibt. Führt ihr aber im Vorfeld eine kleine Recherche durch, dann kann euch das gar nicht passieren. Ich notiere mir hierbei die Werke schon immer auf einen Zettel und setze sie dann auch auf meine Merkliste. Ihr werdet euch durch diesen Schritt einfach auch sicherer fühlen. 



Nutzt Sprechstunden von Dozenten:


Dazu solltet ihr definitiv die Sprechstunden des Dozenten, der Dozent/in nutzen, einfach um offene Fragen zu klären, noch mal zu schauen, was man aus dem Thema noch rausholen könnte und natürlich auch um die Gliederung kurz durchzugehen. Ich habe bei meiner ersten Hausarbeit, meinem Dozenten auch mitgeteilt, dass ich etwas nervös bin und zum ersten Mal eine solche Arbeit für die Uni schreibe. Dazu rate ich euch ebenfalls, denn ihr bekommt dann einfach noch ein paar weitere Tipps von diesem und euch wird auch etwas die Angst genommen. Dazu ist so ein Termin natürlich wichtig, um über die Formalia zu reden. Nutzt ihn um nachzufragen, wie viele Seiten ihr über die Angabe hinaus schreiben dürft, in welcher Form die Hausarbeit abzugeben ist und bis wann sie spätestens da sein muss. Auch wenn ihr euch bei manchen Quellen unsicher seid, könnt ihr dort noch einmal nachfragen, ob diese als Seriös eingestuft sind oder nicht. Wikipedia gehört übrigens in keinem Fall zu den seriösen Quellen, also lasst davon lieber die Finger und sucht euch für Definitionen Fachbücher aus der Uni Bibliothek.


Da der Text etwas länger geworden ist, geht es nach dem "Jump Break" weiter.


Freitag, 20. November 2015

{Aus dem Leben einer Studentin} 2.Semester - Endlich angekommen an der Uni

Da die Resonanz zu meinem ersten Post über meinen Studiengang wirklich positiv war, folgt nun auch schon der Zweite. Erneut möchte ich euch hierbei an meinem Alltag und Inhalten meines Studienganges teilhaben lassen. Wer weiß, vielleicht kann ich den Einen oder Anderen von euch für die Politikwissenschaften & Soziologie begeistern? Denn beides sind sehr interessante Themengebiete, wo vor allem das Erste einen nicht ganz so guten Ruf bei den Jugendlichen genießt. Doch wie schon im 1.Beitrag kann ich nur betonen, dass ich es trotzdem wichtig finde, sich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Etwas politisches Wissen schadet euch nicht, denn es ist überhaus wichtig zu wissen, was in der Welt los ist und welche Probleme auch im eigenen Land herrschen. Also macht die Augen nicht zu, vertraut nicht blind den Medien, sondern setzt euch selbst mit diesen Thematiken auseinander. Ich mache dies natürlich nicht nur im Rahmen meines Studienganges, sondern auch Privat. Bei uns werden nicht nur in der Familie hitzige Diskussionen über politische Themen geführt, sondern auch im Freundeskreis und auch sonst versuche ich mich mit Neuigkeiten abseits der Berichterstattung auseinanderzusetzen.


2.Semester - Endlich angekommen an der Uni
Das war wirklich einer der Gedanken, der mir immer wieder durch den Kopf schoss. Wie wohl ich mich doch an der Uni nun schon fühle. Während ich im ersten Semester noch unglaublich viele Ängste hatte und sehr unsicher war, änderte sich dies mit dem zweiten Semester schlagartig. Weg war die Angst niemanden kennen zu lernen, weg die Unsicherheit was mich erwartet und kein verzweifeltes Suchen der Räumlichkeiten mehr. Viel mehr habe ich mich nun eingelebt, wirklich tolle Menschen kennen gelernt und gemerkt wie unterschiedlich Schule und Uni doch sind. Hier wird euch keiner verurteilen, jeder nimmt euch so wie ihr seit und niemand belächelt eure Hobbies. Alles ist etwas lockerer und man kommt unglaublich schnell mit anderen Menschen in Kontakt. Sei es auf Uni Partys, den Seminaren selbst oder durch Projektarbeiten. Ihr braucht also keine Angst zu haben, dass ihr alleine endet. Das passiert nur, wenn man es so möchte und dann ist das auch okay. Doch ich bin froh kein Einzelkämpfer zu sein und viele Dinge in Lerngruppen nochmal durchgehen zu können. Sowas ist eine große Hilfe und bereichert euer Studium eigentlich nur.

Ihr habt an der Uni aber auch eine Menbge Freiheiten und die gefallen mir richtig gut. Ich liebe es meinen Stundenplan komplett selbst planen zu können, weshalb es bei mir im jetzigen Semester nie vor 10 Uhr los geht, da ich bekanntlich ja ein Langschläfer bin und zudem eine etwas längere Anfahrt zur Uni habe. Da klingelte bei 8 Uhr Vorlesungen wirklich um 5:30 Uhr der Wecker und da habe ich noch bis zur letzten Minute geschlafen. Für mich wars da noch mitten in der Nacht. Gut das ich das nun umgehen konnte. Aber ich liebe auch die Art wie man miteinander umgeht: Freundlich, lustig und einfach sehr locker. Wenn ich da an manche meiner alten Lehrer denke, sind die echt nicht mit meinen heutigen Dozenten zu vergleichen. Zwar erwarten mich auch jetzt noch viele Herausforderungen, wie kürzlich die erste Hausarbeit an der Uni, aber die machen das Ganze doch auch spannend. Man muss sich mit neuen Dingen auseinandersetzen, lernt vieles und erweitert seinen Horizont. Wenn man dann noch gelobt wird, eine gute Leistung abgeliefert hat und die Endnote passt, dann freut mich das wirklich. Dann hat sich all der Fleiß, die Stunden in der Lerngruppe mit den besten Kommilitonen der Welt und die vorherige Massenpanik definitiv ausgezahlt. Für mich selbst kann ich nur sagen, dass ich mich wohlfühle, auf jedenfall die richtig Entscheidung getroffen habe und es nicht bereue nicht an die Fachhochschule gegangen zu sein. Beide Systeme sind einfach sehr unterschiedlich und ich fühle mich an der Uni einfach besser aufgehoben. Aber was für euch das Richtig ist, dass müsst ihr natürlich selbst entscheiden. Denn beide Varianten habe ihre Vor und Nachteile und bringen unterschiedliche Aspekte mit sich. Da es meinen Studiengang an der Fh auch gar nicht gab, lag es für mich natürlich nahe eher zur Uni zu tendieren, da dort das Studienangebot einfach etwas größer ist, vor allem was die Geisteswissenschaften betrifft.

Und nun zu den Inhalten - Was erwartete mich im 2.Semester?
Neben den ersten Seminaren, die ich komplett selbst wähen durfte,gab es noch die letzten festen Vorlesungen, die alle besuchen müssen. Diese sind auch wirklich wichtig, da sie für all die Grundlagen sorgen, die in den Seminaren dann vertieft werden. Dort dürft ihr aber dann selbst auswählen, welche der Themengebiete ihr euch etwas näher anschauen wollt und seit in der Entscheidung etwas freier. Die ist nämlich nur abhängig davon, ob ihr euch am Ende einen Platz im Seminar sichern könnt. Bei beliebten Studiengängen ist das immer etwas komplizierter, aber da mein Studiengang nicht ganz so überlaufen ist, hatte ich es für das jetzige Semester sogar in fast alle meine Wunschsseminare geschafft. Eigentlich in alle, bis auf Eines und das ist wirklich ne gute Quote. Da musste ich dann noch einmal etwas umschwenken, aber finde den Inhalt meines Ausweichseminars auch richtig spannend.

Die Vorlesungen: 
  • Spezielle Soziologie: Wer meinen ersten Post gelesen hat, der wird sich noch an die "Allgemeine Soziologie" erinnern und vielleicht fragen, was der Unterschied dazu ist. Ein großer ist es nicht, sondern vielmehr, werden hier manche Themen einfach etwas vertiefter behandelt. Während das erste sich eher um Ansätze und empirische Methoden dreht, schauen wir uns nun die Gesellschaft und deren grundlegene Prozesse etwas näher an. Aus diesem Grund gibt es auch sehr viele Teilgebeite wie die Kommunikations- , Bevölkerungs-, Kultur- Jugend-, Familien-, Medizin- oder Religionssoziologie. Insgesamt gibt es übrigens 55 Teilgebiete, somit ist dieses Themenfeld wirklich breitgefächert. Wir haben uns in unserer Vorlesung eher auf die Bildungssoziologie konzentriert und viel mit der Bildungsungleichheit gespielt. Dazu kamen aber auch Regionale Unterschiede oder allgemeine Erläuterungen. In den kommenden Semestern könnt ihr euch dann je nach Seminar verschiedene Spezielle Soziologien etwas näher anschauen. Ich werde mich in den kommenden Monaten zum Beispiel mit der Körpersoziologie auseinandersetzten, die Themen wie Magersucht, Transsexualität, Schönheits Ops, Tattoos, Sport ,aber auch das Aussehen von Politikern in Bezug auf ihre Wahl untersucht. Und natürlich auch darauf eingeht welche Zwänge auf den Körper ausgeübt werden.
  •  
  • Internationale Beziehungen: Ich glaube dieser Schwerpunkt ist nicht verwunderlich in einem Politik Studium, denn die Internationalen Beziehungen haben schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Schon in der Antike haben Philosophen das Phänomen "Krieg" untersucht und sich überlegt, wie man für Frieden sorgen könnte. Gerade heute rücken solche Beziehungen immer mehr in den Fokus, vor allem dann, wenn es in manchen Gebieten kriselt. Thematisch war es für mich mit die interessanteste Vorlesung, da ihr viel über die Ansätze der Internationalen Beziehungen lernt, euch aber auch die UN etwas näher anschaut und die Probleme betrachtet. Ihr bekommt Begriffe wie die emerging Powers, State Buildung und Failing States näher erlautert und schaut auch auf die Arten von Krieg. Ich freue mich darauf, diese Thematik in den Seminaren noch etwas zu vertiefen, wobei mich hier vor allem immer die Nicht Eu Länder reizen, da man von diesen in Sachen Außenpolitik gar nicht so viel mitbekommt.
  • Datenerhebung: Da hätten wir sie wieder: die Zahlen. Ihr seht, dass ihr um sie auch bei einem geisteswissenschaftlichen Studium nicht drum herum kommt. Hier natürlich eher in Bezug auf Statistiken und wie ihr diese Daten sammelt, erhebt und verarbeitet. Die Grundlagen haben dann aber gar nichts mit Rechnen zu tun, sind aber trotz allem nicht ganz so einfach. Für mich war Datenerhebung wirklich in diesem Jahr mit die schwerste Vorlesung. Zwar waren die Themen sehr interessant, aber trotzdem muss ich mich durch solche Dinge immer etwas durchkämpfen. Wie Statistiken nämlich entstehen, ist gar nicht so einfach, vor allem das technische nicht. Ihr lernt somit was Stichproben sind, welche Arten es davon gibt, geht aber auch näher auf Variablen, Hypothesen und Satzarten ein. Satzarten mag sich vielleicht erstmal leicht anhören, ist es dann aber nicht unbedingt. Dazu kommt wie ihr wissenschaftliche Theorien überprüft, was ich auch nicht gerade unkompliziert fand. Am leichtesten sind mir hier natürlich die Befragungsarten gefallen, da ich diese schon durch meine Ausbildung im Kundenbereich kenne. Dieses Feld war für mich aber auch das interessanteste, denn es ging darum welche Fragetypen es gibt, welche Fehler man vermeiden muss und was die Menschen alles beeinflusst. Aber keine Angst, bestanden habe ich die Klausur trotz allem im ersten Anlauf, man muss sich nur etwas intensiver mit dem ganzen Thema auseinandersetzten und auch mal zu einem Buch greifen.
  • Politische Theorie: Nun zu einem Fach, das vielen Politikstudenten schwer fällt. Zumindest habe ich das mal im Internet gelesen. Ich als kleiner Geschichtsjunkie fand es richtig interessant, denn hier gehen wir etwas zurück in der Zeit. Genauer gesagt: zur Antike. Klar sind die Gednaken von Platon oder Aristoteles nicht immer leicht zu verstehen, aber sie beeindrucken mich trotzdem, denn führ ihre Zeit war das alles sehr vorschrittlich. Aber keine Angst ihr schaut euch auch spätere Philopsophen wie Rawls, Mills oder Rosseau an, wo es dann oftmals auch schon einen Staat gab. Natürlich ist das ganze etwas abstrakt, man muss sich lange mit ihren Versionen von Staaten auseinandersetzten, aber tut man das, ist es eigentlich nicht schwer zu verstehen. Zumindest ich hatte keine Probleme und war über unsere Klausurthemen auch äußerst glücklich. Wenn ihr also keine Angst vor Platon, Hobbes oder Aristotels habt, dann kann euch hier gar nichts passieren. Dazu war gerade die Übung  zu dieser Vorlesung richtig gut, sodass einem die Themen wirklich anschaulich dargestellt wurden und man merkte: so schwer ist das eigentlich alles gar nicht. 
Bei den Seminaren durfte ich wie gesagt etwas freier wählen, weshalb es schwer ist euch hier gezielt Informationen zu geben. Ihr entscheidet dort einfach selbst und können den Weg wählen, der euch am meisten zusagt. Dazu werden auch nicht alle Seminare in jedem Semester angeboten oder an jeder Uni. Die Auswahl ist hier von Stadt zu Stadt verschieden und kommt darauf an, welche Schwerpunkte das Lehrpersonal haben. Ich habe mich in meinen ersten beiden Seminaren noch mal etwas genauer mit soziologischen Ansätzen der Neuzeit beschäftigt, beim anderen mir die Demokratien in Osteuropa etwas genauer betrachtet. Beides fand ich sehr interessant und gelungen. 


Wer hat von euch dieses Jahr das studieren angefangen?
Wer macht gerade Abitur und überlegt wie es weiter geht?
Sind auch Studenten unter meinen Lesern: Wenn ja was studiert ihr?
Und alle anderen: Konnte ich euch neugierig auf meinen Studiengang machen?