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Freitag, 24. März 2017

{Aus dem Leben einer Studentin} 4.Semester - Das letzte Drittel beginnt!

Nachdem ich nun schon das 5.Semester hinter mir habe und kurz vor dem Ende meines Studiums stehe, möchte ich euch natürlich auch endlich an meinem vierten Semester teilhaben lassen. Das ist nun schon wieder etwas her, aber es kommt mir echt wie gestern vor, als ich überlegt habe, welche Seminare ich belege. Das Schöne ist, dass wir an diesem Punkt des Studiums nur noch wenige Seminare fest vorgeschrieben haben. Aus den meisten Themenbereichen dürfen wir inhaltlich frei wählen. Ob man dann natürlich einen Platz ergattert, ist eine andere Frage. Aber im vierten Semester hatte ich, bis auf eine oder zwei Ausnahmen, wirklich Glück und bin überall reingekommen, wo ich wollte. Der Start ins Semester verlief also super und ohne große Überraschungen. Nachfolgend möchte ich euch nun meine Seminare etwas näher vorstellen. Vielleicht mache ich ja auch den einen oder anderen von euch neugierig auf meinem Studiengang. Oder gebe mit meinem Beitrag eine kleine Entscheidungshilfe, auf die Frage, was man denn studieren soll. Immerhin ist das Angebot riesig und die Wahl sicherlich nicht ganz so einfach. 

Aus dem Leben einer Studentin - Studium - Vorstellung - 4.Semester -Inhalte

4.Semester: Voll im Studium angekommen

Ich bin wirklich dankbar, für all die Erfahrungen, die ich bis jetzt durch mein Studium sammeln durfte. Nicht nur lerne ich ständig neue, interessante Menschen kennen, sondern auch inhaltlich finde ich es toll, dass mein Studiengang so breit gefächert ist. Dadurch lerne ich ständig neue Dinge und erweitere meinen Horizont. Im vierten Semester konnte ich wirklich sehr frei aus den Inhalten meines Studiengangs wählen, da ich die Aufbauseminare zum größten Teil schon erledigt hatte und deshalb schon die ersten Ergänzungsseminare anstanden. Der Unterschied hier ist, dass die Ergänzungsseminare einfach noch etwas tiefer gehen, als die Aufbauseminare und teilweise schon Vorkenntnisse erwartet werden. Zudem merkt man es teilweise auch am Lesestoff, denn der wird in manchen Seminaren etwas umfangreicher. Aber in einem human- oder geisteswissenschaftlichen Studium kommt ihr am Lesen von Texten nun mal nicht vorbei. Das gehört einfach dazu und ihr solltet somit schon gerne Bücher in die Hand nehmen. Bei den Ergänzungsseminaren gibt es jedoch überhaupt keine Vorgabe, aus welchen Bereichen diese stammen müssen, sodass man in die Richtung gehen kann, die einem am meisten gefällt. Insgesamt hatte ich in diesem Semester übrigens drei Tage Uni die Woche. Dienstags und freitags hatte ich nämlich immer frei und diese Tage genutzt, um Referate vorzubereiten, ein Essay zu schreiben oder meine Hausarbeitsthemen auszuarbeiten. Eine Klausur hatte ich in diesem Semester nicht, denn meine Prüfungsleistungen beschränkten sich auf Referate (unbenotete Leistung) und Hausarbeiten (benotete Leistung), was ich ebenfalls als sehr angenehmen empfand. Dafür musste ich jedoch in den Semesterferien vier Hausarbeiten schreiben. Drei eigene und eine Gruppenarbeit. Das erforderte natürlich ein gutes Zeitmanagement und ich bin froh, dass mir dies gelungen ist, denn auf die Ergebnisse bin wirklich stolz.


Mittwoch, 29. Juni 2016

{Aus dem Leben einer Studentin} 3.Semester - Halbzeit!

Natürlich möchte ich weiterhin auf meinem Blog über mein Studium berichten, denn viele von euch fanden die Posts dazu wirklich interessant und haben mir geschrieben, dass sie gerade selbst vor der Entscheidung stehen, wie es nach dem Abitur für sie weitergeht. Somit hoffe ich, dass euch meine kleinen Einblicke in meinen Studiengang vielleicht bei eurer nahenden Entscheidung weiterhelfen. Heute möchte ich euch in mein 3.Semester mitnehmen, welches auch schon wieder hinter mir liegt.Im Moment befinde ich mich schon am Ende des vierten Semesters und somit rückt das Ende meines Bachelor Studiums immer näher. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist, und wie gut ich mich mittlerweile an der Uni und in diesem ganzen System zurechtfinde.


Der Luxus des eigenen Studenplans:
Das Schöne am dritten Semester ist, dass ich keine Vorlesungen mehr besuchen musste, sondern nur noch Seminare anstanden. In denen wird zwar die Anwesenheit etwas strenger kontrolliert, als bei einer Vorlesung, jedoch bieten sie den Vorteil, dass man sie frei wählen kann. Als Student könnt ihr somit ab diesem Zeitpunkt selbst entscheiden, welche Themenschwerpunkte ihr setzten möchtet, was euch inhaltlich interessiert und zu welchen Zeiten ihr in der Uni sein wollt. Gerade Letzteres ist natürlich purer Luxus, da bei mir kein Tag vor 10 Uhr losgegangen ist und ich so etwas länger schlafen konnte. Dazu könnt ihr euch natürlich auch Tage freihalten. Im letzten Semester hatte ich aufgrund eines Blockseminars sogar nur mittwochs und donnerstags Uni, in diesem habe ich mir den Freitag freigehalten und somit ebenfalls ein verlängertes Wochenende. Ich nutze solche Tage dann immer, um Referate vorzubereiten, an Essays zu arbeiten oder meine Texte zu lesen. Somit hat man zwar trotzdem allerhand Arbeit, aber da ich ja mit dem Zug pendle, ist es schön, wenn manche Dinge bequem zuhause erledigt werden können und ich die Uni Zeiten an den Fahrplan der Bahn anpassen kann. Doch ich fand es auch schön, mich inhaltlich für das Entscheiden zu können, was mich wirklich interessiert. Zwar müsst ihr dann schauen, ob ihr einen Platz in den Seminaren ergattern könnt, aber da unser Studiengang nicht so überlaufen ist, hat man nur vereinzelt bei Seminaren ein Problem reinzukommen. Im letzten Semester war das bei auch nur bei einem Kurs der Fall und dafür habe ich ein anderes, sehr interessantes Seminar gefunden, das mir auch richtig gut gefallen hat. Ihr solltet also immer schauen, dass ihr euch auch gleich für einen Ersatz mit anmeldet, um euch abzusichern. Abseits davon kann ich euch jedoch jetzt nicht mehr über einen festen Fahrplan berichten, sondern nur über die Seminare, die ich belegt habe.


Meine Seminare - Ein bunter Themenmix:
Das Schöne an meinem Studiengang ist definitiv, dass er zwei Studienbereiche abdeckt. Einmal die Soziologie, die über ein breites Themengebiet verfügt und die Politikwissenschaften, in denen ebenfalls unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden können. Das heißt, dass es in keinem Semester langweilig wird. Im Bereich der Soziologie standen bei mir im letzten Semester zwei Aufbaumodule an, einmal aus der allgemeinen und einmal aus der speziellen Soziologie. Für Ersteres konnte ich freudigerweise einen Platz für "Medien und Kommunikationssoziologie" ergattern, was mich natürlich sehr gefreut hat, da ich ja später gerne im Bereich Journalismus / Öffentlichkeitsarbeit tätig sein möchte und mich so auch in beruflicher Hinsicht dafür interessiert habe. Zwar gab es hier zu Beginn viel Theorie, aber gerade gegen Ende haben wir über viele spannende, derzeit aktuelle Themen diskutiert und uns mit Smartphones und das Medienverhalten der heutigen Jugend auseinandergesetzt. Auch für meine Hausarbeit konnte ich mich somit mit einem sehr aktuellen Thema auseinandersetzten, und habe mich hier für die Selbstdarstellung von Jugendlichen in Facebook entschieden. Persönlich bin ich mit der Wahl des Seminars immer noch richtig glücklich, weil ich auch bei der Theorie einiges mitgenommen habe und ich diese Themen einfach sehr interessant finde. In der Speziellen Soziologie habe ich mich der "Körpersoziologie" zugewandt. Ihr seht schon an diesen zwei sehr unterschiedlichen Themen, wie breit mein Studiengang aufgestellt ist. Für mich war dieses Seminar ja mein Back Up, da ich auch hier gerne ins Medienseminar reingerutscht wäre, aber im Nachhinein bin ich echt froh, wie es gekommen ist. Denn die Themen, die wir in der "Körpersoziologie", einer noch recht jungen Soziologie, behandelt haben, fand ich wirklich sehr interessant. Es ging um Themen wie Extrem- und Abenteuersport, Schönheitsoperationen (worüber ich mein Referat gehalten habe), die Funktion des Körpers im religiösen Bereich oder aber auch um Transgender, was ja derzeit auch ein aktuelles Thema ist.

Im Bereich der Politikwissenschaft standen bei mir natürlich auch einige Aufbauseminare an. Im Bereich der vergleichenden Politikwissenschaften belegte ich ein Seminar zu dem politischen System der Usa. Ich habe ja auf meinem Blog schon öfter geschrieben, dass die Usa ein Land ist, welches mich als Kind fasziniert hat. Damals hatte ich noch diese typische Vorstellung vom "American Dream" und habe das Land nur mit der ganzen Glitzerwelt Hollywoods in Verbindung gebracht. Ja, ich wollte sogar einmal dort Leben. Ihr merkt also, dass ich sehr beeinflusst wurde von den Medien, die nur die schönen Seiten zeigen. Mit dem Alter legte ich diese rosarote Brille jedoch ab und schaut endlich hinter die Fassade. Interessant finde ich die Usa immer noch, dort Leben würde ich aber nur ungern, was auch am System liegt. Das ist nämlich komplett anders, als unser System hier in Deutschland und egal, wie sehr wir manchmal am Jammern sind, wir können uns glücklich schätzen über all die Absicherungen, die wir hier haben, denn die gibt es in den Usa definitiv nicht. Arbeitslosen- oder Krankengeld sucht man dort vergeblich, genauso wie die Rente. Die Themen selbst waren auch hier vielfältig, neben der Geschichte des Landes, der Thematisierung politischer Themen in Serien und Filmen, wurden unterschiedliche politische Themen wie das Rechtssystem, die Medien, der Lobbyismus und vorherrschende Probleme wie Rassismus beleuchtet. Gut fand ich, dass hier auch immer aktuelle Diskussionen und Beispiele aufgegriffen wurden. Und da ich zuvor auch nur die gängigen Infos über das amerikanische System kannte, konnte ich so noch etwas tiefer eintauchen und habe eine Menge gelernt, auch über die Denkweise, die dort vorherrscht.

Im Bereich der Internationalen Beziehungen habe ich mich dafür entschieden, etwas über den Tellertand zu schauen und somit die "Außenpolitikanalyse: Nicht Europäischer Staaten" belegt. Ich finde, dass man im außenpolitischen Bereich von Ländern wie China, Brasilien, Südafrika oder Indien in unseren Medien doch eher wenig mitbekommen, zumal das ab und an auch gewollt ist. Doch aus diesem Grund wollte ich auch hier etwas weiter eintauchen, habe viel über die Länder, deren Geschichten, Staatsoberhäupter und außenpolitischen Strategien gelernt. Ich persönlich fand das wirklich interessant und habe mich durch mein Referat am meisten mit China auseinandergesetzt. Und für die politische Theorie habe ich mich für Theorien der Aufklärung entschieden. Auch hier gab es eine breite Palette an Ansätzen und ihr solltet keine Angst haben, euch mit Theoretikern wie John Rawls, Karl Kautsky, Rosa Luxemburg, Karl Marx oder Bernstein auseinanderzusetzen.

Und auch wenn ich etwas Geisteswissenschaftliches studiere, kommen Daten bei uns nicht zu kurz, da ein großes Berufsfeld bei uns in der Datenauswertung angesiedelt ist. Dadurch besteht später die Möglichkeit bei Marktforschungsinstituten zu arbeiten. Aus diesem Grund gab es im dritten Semester das erste Seminar, in dem wir den Umgang mit Spss gelernt haben. Ich habe dies wie gesagt im Block belegt, jedoch bisher nur den ersten Teil absolviert und muss den zweiten im kommenden Semester noch nachholen. Somit habe ich das Programm in einer Woche gelernt, was zwar ein kurzer Zeitraum ist, jedoch bleibt man durch ein Blockseminar einfach auch immer in der Materie drinnen. Ich selbst bin ja nicht unbedingt der größte Fan von Mathe, muss aber gestehen, dass mir so Programmsachen dann doch immer eine Menge Spaß machen. In dieser kurzen Zeit war ich zwar noch etwas unsicher mit dem Programm an sich, aber denke, das ist normal. Die Klausur lief dann wesentlich besser, als ich es erwartet hätte und ich bin mit einem guten Gefühl raus, welches sich nun auch anhand meiner 1,3 bestätigt hat.. Das ihr also mit einem geistwissenschaftlichen Studium, null Chancen auf dem Arbeitsmarkt habt, ist somit also nicht richtig. Lasst euch das nicht einreden und entscheidet lieber danach, was euch wirklich liegt und Spaß macht, denn sonst werdet ihr auch nicht erfolgreich sein (Mein Tipp für alle noch unsicheren: Die Unis bieten immer Tage, an denen ihr in die verschiedensten Vorlesungen reinschauen könnt. Als Schüler solltet ihr die unbedingt nutzen, um euch ein Bild über verschiedene Studiengänge zu machen). Auch in solchen Studiengängen wird euch aber immer wieder Mathe begegnen oder ihr müsst mit Zahlen spielen, sodass es auch hier attraktive Bereiche gibt, in denen ihr nach eurem Abschluss tätig werden könntet.


Wer von euch steht gerade vor der Entscheidung, was er studiert?
Was studiert / arbeitet ihr denn so?
Und wen konnte ich neugierig, auf meinen Studiengang machen?
 

Dienstag, 22. März 2016

{Aus dem Leben einer Studentin} Tipps und Tricks zum Schreiben einer Hausarbeit!

Natürlich möchte ich euch in dieser Reihe nicht nur meinen eigenen Studiengänger etwas näher bringen, sondern auch Themen beleuchten, die euch als Student/in ständig begegnen werden. Zwar gibt es manche Studiengänge, in denen ihr weniger Hausarbeiten, dafür aber viele Klausuren schreiben müsst. Doch gerade im geisteswissenschaftlichen Gebiet gehören Hausarbeit mit dazu. Während ich in den ersten zwei Semestern noch viele Prüfungen bestehen musste, hat dies die nun verändert. In den letzten beiden Semestern haben sich die Hausarbeiten noch auf eine pro Semester beschränkt, aber nach dem Kommenden wird dieser Luxus vorbei sein. Da werde ich nämlich schauen, dass ich mindestens drei im vorgegebenen Zeitraum schaffe. Ihr merkt also, dass das Vorurteil Studenten hätten, so viel Freizeit definitiv nicht zutrifft. Klar sind die Semesterferien schön, jedoch hat man in diesen wirklich Einiges zu tun und der Zeitplan ist ebenfalls straff. Im Sommer wird es bei mir so aussehen, dass ich im Schnitt zwei Wochen für eine Hausarbeit eingeplant habe und dann mit der nächste loslege. Ich hoffe, dass mich hierbei keine Schreibflaute ereilt, die mir Steine in den Weg legt. Drückt mir also die Däumchen. Da ich jedoch von einigen meiner Lesern schon gehört habe, dass sie gerade vor der ersten Hausarbeit etwas Angst haben, möchte ich hierbei mein persönliches Vorgehen schildern und hoffe, dass dies dem einen oder anderen vielleicht weiterhilft. Über eure Tipps würde ich mich übrigens auch freuen, vielleicht habt ihr ja einen auf Lager, der mir nach dem Sommersemester weiterhilft, denn da muss ich das erste Mal mehrere Arbeiten hintereinander schreiben, was sicherlich eine Herausforderung werden wird. Aber gerade das mag ich ja an der Uni, dass man gefordert wird und am Ende auch stolz auf seine Leistung sein kann. 




Tipps und Tricks zum Schreiben einer Hausarbeit:


Die erste Hausarbeit an der Uni:


Ich kann mich noch zu gut an das Ende des zweiten Semesters erinnern, als bei mir die erste Hausarbeit anstand. Ich war unsicher, nervös und wusste nicht so recht, was nun von mir erwartet wird. Davor hatte ich nur eine Seminararbeit im Rahmen meines gebundenen Fachabiturs an der Bos geschrieben und Schule und Universität sind dann doch zwei komplett unterschiedliche Institutionen. Die Anforderungen sind dort einfach andere, als an der Schule. Alles muss wissenschaftlicher sein, der Aufbau muss bestimmten Formalien entsprechen und die Quellen sorgsam ausgewählt werden. Gerade vor dem Wort "wissenschaftlich" hatte ich Respekt, weil man erst mal gar nicht so recht weiß, wie man seine Gedanken denn formulieren soll. Jedoch hatte mir auch die Themenfindung an sich Schmerzen bereitet, denn gerade bei meinen allerersten Arbeiten fühlte ich ständig Unsicherheit. Hatte Angst, dass das Thema zu umfangreich sei oder aber auch viel wenig für die angegebene Seitenzahl. Und lasst euch hier eines gesagt sein, so gut wie immer hatte ich bisher das Problem, dass ich ein bis zwei Seiten mehr geschrieben habe, als vorgegeben. Das liegt jedoch meistens noch im Rahmen und normalerweise werden euch dafür auch noch keine Punkte abgezogen. Jedoch solltet ihr noch einmal individuell mit eurem Dozenten klären, wie viel Spielraum ihr bei der Seitenanzahl habt. Ihr merkt also, auch ich habe mir einige Gedanken gemacht, brauchte etwas, bis ich meine Themen gefunden hatte und selbst dann, war ich mir noch unsicher, ob es die richtige Wahl war. Aber alle diese Gefühle sind ganz normal und gehören zu einem solchen Prozess irgendwie auch mit dazu. Nachfolgend möchte ich jedoch ein paar Tipps geben, die mir wirklich sehr geholfen haben.



Das Thema ist immer dass, was mir am meisten Probleme bereitet. Ich brauche generell etwas länger, bis ich eines gefunden habe, das mir zusagt und mit dem ich mich sicher fühle, welches aber auch vom betreuenden Dozenten akzeptiert wird. Somit kann ich nur sagen, dass ihr euch frühzeitig Gedanken über euer Thema machen solltet. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich erst auf den letzten Drücker damit auseinanderzusezten und dann einfach nichts Passendes zu finden. Euch rennt dann wirklich die Zeit weg und der Abgabetermin rückt immer näher, ohne das ihr überhaupt angefangen hab zu schreiben. Das verursacht dann natürlich Stress und Panik, die ihr vermeiden könntet. Gerade, um also bei der Formulierung der Arbeit etwas Luft zu haben, ist es wichtig frühzeitig loszulegen, sodass ihr gar nicht erst in Zeitnot geratet.




Macht euch Notizen:


Ein guter Tipp, den ich erst vor Kurzem für mich entdeckt habe, ist euch ein kleines Notizbuch mit Ideen für Hausarbeitsthemen anzulegen. In vielen Abschlusssitzungen von Seminaren nennen einige Dozenten interessante Themen, über die ihr in den kommenden Semestern schreiben könntet. Jedoch gibt es auch schon in deren Verlauf immer wieder spannende Diskussionen, bei denen Fragen aufgeworfen werden, die ihr für Hausarbeiten aufgreifen könnt. Das erspart natürlich einiges an Zeit und Kopf zerbrechen. Wenn ihr jedoch noch gar keine Idee habt, dann rate ich euch einfach mal eine Internetrecherche durchzuführen und euch auch anzuschauen, über welche Themen andere Studenten aus diesem Bereich geschrieben haben. Oftmals gibt einem das auch Selbst etwas Inspiration und gerade zu Beginn des Studiums müsst ihr das Rad thementechnisch nicht neu erfinden. Ich habe in meinen zwei Hausarbeiten einmal ein Vergleich von Verfassungsgerichten durchgeführt und in der zweiten schreibe ich derzeit über die Selbstdarstellung von Jugendlichen in Facebook. Für meine Seminararbeit habe ich nun auch kein unbekanntes Thema aufgegriffen gehabt, da hatte ich damals über Mindestlöhne geschrieben und einen Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich durchgeführt. Letzteres hatte zu diesem Zeitpunkt schon den Mindestlohn eingeführt, bei uns hingegen war zu diesem Zeitpunkt erst eine Diskussion um dessen Einführung entbrannt. Und da zeitlich auch die Bundestagswahlen anstanden, hatte ich natürlich einiges an offiziellen Material von Parteien, Stiftungen und Gewerkschaften, auf das ich zurückgreifen konnte.




Sucht im Vorfeld nach Lektüre für eure Hausarbeit:


Wenn ich mich auf ein Thema festgelegt habe, dann führe ich auch gleich in dem Bibliotheks Katalog meiner Universität eine Literatursuche durch. Warum? Einfach weil ich vermeiden möchte, dass es zu meinem Thema im Anschluss dann keine Literatur gibt, denn das würde mich ebenfalls etwas in Bedrängnis bringen. Ihr braucht wissenschaftliche Werke, mit denen ihr den theoretischen Grundansatz erläutert und dazu benötigt ihr natürlich eine bestimmte Anzahl an literarischen Werken. Es gibt wirklich nichts Schlimmeres, als wenn man während dem Schreiben bemerkt, dass es kaum Quellen zum Thema gibt. Führt ihr aber im Vorfeld eine kleine Recherche durch, dann kann euch das gar nicht passieren. Ich notiere mir hierbei die Werke schon immer auf einen Zettel und setze sie dann auch auf meine Merkliste. Ihr werdet euch durch diesen Schritt einfach auch sicherer fühlen. 



Nutzt Sprechstunden von Dozenten:


Dazu solltet ihr definitiv die Sprechstunden des Dozenten, der Dozent/in nutzen, einfach um offene Fragen zu klären, noch mal zu schauen, was man aus dem Thema noch rausholen könnte und natürlich auch um die Gliederung kurz durchzugehen. Ich habe bei meiner ersten Hausarbeit, meinem Dozenten auch mitgeteilt, dass ich etwas nervös bin und zum ersten Mal eine solche Arbeit für die Uni schreibe. Dazu rate ich euch ebenfalls, denn ihr bekommt dann einfach noch ein paar weitere Tipps von diesem und euch wird auch etwas die Angst genommen. Dazu ist so ein Termin natürlich wichtig, um über die Formalia zu reden. Nutzt ihn um nachzufragen, wie viele Seiten ihr über die Angabe hinaus schreiben dürft, in welcher Form die Hausarbeit abzugeben ist und bis wann sie spätestens da sein muss. Auch wenn ihr euch bei manchen Quellen unsicher seid, könnt ihr dort noch einmal nachfragen, ob diese als Seriös eingestuft sind oder nicht. Wikipedia gehört übrigens in keinem Fall zu den seriösen Quellen, also lasst davon lieber die Finger und sucht euch für Definitionen Fachbücher aus der Uni Bibliothek.


Da der Text etwas länger geworden ist, geht es nach dem "Jump Break" weiter.


Freitag, 20. November 2015

{Aus dem Leben einer Studentin} 2.Semester - Endlich angekommen an der Uni

Da die Resonanz zu meinem ersten Post über meinen Studiengang wirklich positiv war, folgt nun auch schon der Zweite. Erneut möchte ich euch hierbei an meinem Alltag und Inhalten meines Studienganges teilhaben lassen. Wer weiß, vielleicht kann ich den Einen oder Anderen von euch für die Politikwissenschaften & Soziologie begeistern? Denn beides sind sehr interessante Themengebiete, wo vor allem das Erste einen nicht ganz so guten Ruf bei den Jugendlichen genießt. Doch wie schon im 1.Beitrag kann ich nur betonen, dass ich es trotzdem wichtig finde, sich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Etwas politisches Wissen schadet euch nicht, denn es ist überhaus wichtig zu wissen, was in der Welt los ist und welche Probleme auch im eigenen Land herrschen. Also macht die Augen nicht zu, vertraut nicht blind den Medien, sondern setzt euch selbst mit diesen Thematiken auseinander. Ich mache dies natürlich nicht nur im Rahmen meines Studienganges, sondern auch Privat. Bei uns werden nicht nur in der Familie hitzige Diskussionen über politische Themen geführt, sondern auch im Freundeskreis und auch sonst versuche ich mich mit Neuigkeiten abseits der Berichterstattung auseinanderzusetzen.


2.Semester - Endlich angekommen an der Uni
Das war wirklich einer der Gedanken, der mir immer wieder durch den Kopf schoss. Wie wohl ich mich doch an der Uni nun schon fühle. Während ich im ersten Semester noch unglaublich viele Ängste hatte und sehr unsicher war, änderte sich dies mit dem zweiten Semester schlagartig. Weg war die Angst niemanden kennen zu lernen, weg die Unsicherheit was mich erwartet und kein verzweifeltes Suchen der Räumlichkeiten mehr. Viel mehr habe ich mich nun eingelebt, wirklich tolle Menschen kennen gelernt und gemerkt wie unterschiedlich Schule und Uni doch sind. Hier wird euch keiner verurteilen, jeder nimmt euch so wie ihr seit und niemand belächelt eure Hobbies. Alles ist etwas lockerer und man kommt unglaublich schnell mit anderen Menschen in Kontakt. Sei es auf Uni Partys, den Seminaren selbst oder durch Projektarbeiten. Ihr braucht also keine Angst zu haben, dass ihr alleine endet. Das passiert nur, wenn man es so möchte und dann ist das auch okay. Doch ich bin froh kein Einzelkämpfer zu sein und viele Dinge in Lerngruppen nochmal durchgehen zu können. Sowas ist eine große Hilfe und bereichert euer Studium eigentlich nur.

Ihr habt an der Uni aber auch eine Menbge Freiheiten und die gefallen mir richtig gut. Ich liebe es meinen Stundenplan komplett selbst planen zu können, weshalb es bei mir im jetzigen Semester nie vor 10 Uhr los geht, da ich bekanntlich ja ein Langschläfer bin und zudem eine etwas längere Anfahrt zur Uni habe. Da klingelte bei 8 Uhr Vorlesungen wirklich um 5:30 Uhr der Wecker und da habe ich noch bis zur letzten Minute geschlafen. Für mich wars da noch mitten in der Nacht. Gut das ich das nun umgehen konnte. Aber ich liebe auch die Art wie man miteinander umgeht: Freundlich, lustig und einfach sehr locker. Wenn ich da an manche meiner alten Lehrer denke, sind die echt nicht mit meinen heutigen Dozenten zu vergleichen. Zwar erwarten mich auch jetzt noch viele Herausforderungen, wie kürzlich die erste Hausarbeit an der Uni, aber die machen das Ganze doch auch spannend. Man muss sich mit neuen Dingen auseinandersetzen, lernt vieles und erweitert seinen Horizont. Wenn man dann noch gelobt wird, eine gute Leistung abgeliefert hat und die Endnote passt, dann freut mich das wirklich. Dann hat sich all der Fleiß, die Stunden in der Lerngruppe mit den besten Kommilitonen der Welt und die vorherige Massenpanik definitiv ausgezahlt. Für mich selbst kann ich nur sagen, dass ich mich wohlfühle, auf jedenfall die richtig Entscheidung getroffen habe und es nicht bereue nicht an die Fachhochschule gegangen zu sein. Beide Systeme sind einfach sehr unterschiedlich und ich fühle mich an der Uni einfach besser aufgehoben. Aber was für euch das Richtig ist, dass müsst ihr natürlich selbst entscheiden. Denn beide Varianten habe ihre Vor und Nachteile und bringen unterschiedliche Aspekte mit sich. Da es meinen Studiengang an der Fh auch gar nicht gab, lag es für mich natürlich nahe eher zur Uni zu tendieren, da dort das Studienangebot einfach etwas größer ist, vor allem was die Geisteswissenschaften betrifft.

Und nun zu den Inhalten - Was erwartete mich im 2.Semester?
Neben den ersten Seminaren, die ich komplett selbst wähen durfte,gab es noch die letzten festen Vorlesungen, die alle besuchen müssen. Diese sind auch wirklich wichtig, da sie für all die Grundlagen sorgen, die in den Seminaren dann vertieft werden. Dort dürft ihr aber dann selbst auswählen, welche der Themengebiete ihr euch etwas näher anschauen wollt und seit in der Entscheidung etwas freier. Die ist nämlich nur abhängig davon, ob ihr euch am Ende einen Platz im Seminar sichern könnt. Bei beliebten Studiengängen ist das immer etwas komplizierter, aber da mein Studiengang nicht ganz so überlaufen ist, hatte ich es für das jetzige Semester sogar in fast alle meine Wunschsseminare geschafft. Eigentlich in alle, bis auf Eines und das ist wirklich ne gute Quote. Da musste ich dann noch einmal etwas umschwenken, aber finde den Inhalt meines Ausweichseminars auch richtig spannend.

Die Vorlesungen: 
  • Spezielle Soziologie: Wer meinen ersten Post gelesen hat, der wird sich noch an die "Allgemeine Soziologie" erinnern und vielleicht fragen, was der Unterschied dazu ist. Ein großer ist es nicht, sondern vielmehr, werden hier manche Themen einfach etwas vertiefter behandelt. Während das erste sich eher um Ansätze und empirische Methoden dreht, schauen wir uns nun die Gesellschaft und deren grundlegene Prozesse etwas näher an. Aus diesem Grund gibt es auch sehr viele Teilgebeite wie die Kommunikations- , Bevölkerungs-, Kultur- Jugend-, Familien-, Medizin- oder Religionssoziologie. Insgesamt gibt es übrigens 55 Teilgebiete, somit ist dieses Themenfeld wirklich breitgefächert. Wir haben uns in unserer Vorlesung eher auf die Bildungssoziologie konzentriert und viel mit der Bildungsungleichheit gespielt. Dazu kamen aber auch Regionale Unterschiede oder allgemeine Erläuterungen. In den kommenden Semestern könnt ihr euch dann je nach Seminar verschiedene Spezielle Soziologien etwas näher anschauen. Ich werde mich in den kommenden Monaten zum Beispiel mit der Körpersoziologie auseinandersetzten, die Themen wie Magersucht, Transsexualität, Schönheits Ops, Tattoos, Sport ,aber auch das Aussehen von Politikern in Bezug auf ihre Wahl untersucht. Und natürlich auch darauf eingeht welche Zwänge auf den Körper ausgeübt werden.
  •  
  • Internationale Beziehungen: Ich glaube dieser Schwerpunkt ist nicht verwunderlich in einem Politik Studium, denn die Internationalen Beziehungen haben schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Schon in der Antike haben Philosophen das Phänomen "Krieg" untersucht und sich überlegt, wie man für Frieden sorgen könnte. Gerade heute rücken solche Beziehungen immer mehr in den Fokus, vor allem dann, wenn es in manchen Gebieten kriselt. Thematisch war es für mich mit die interessanteste Vorlesung, da ihr viel über die Ansätze der Internationalen Beziehungen lernt, euch aber auch die UN etwas näher anschaut und die Probleme betrachtet. Ihr bekommt Begriffe wie die emerging Powers, State Buildung und Failing States näher erlautert und schaut auch auf die Arten von Krieg. Ich freue mich darauf, diese Thematik in den Seminaren noch etwas zu vertiefen, wobei mich hier vor allem immer die Nicht Eu Länder reizen, da man von diesen in Sachen Außenpolitik gar nicht so viel mitbekommt.
  • Datenerhebung: Da hätten wir sie wieder: die Zahlen. Ihr seht, dass ihr um sie auch bei einem geisteswissenschaftlichen Studium nicht drum herum kommt. Hier natürlich eher in Bezug auf Statistiken und wie ihr diese Daten sammelt, erhebt und verarbeitet. Die Grundlagen haben dann aber gar nichts mit Rechnen zu tun, sind aber trotz allem nicht ganz so einfach. Für mich war Datenerhebung wirklich in diesem Jahr mit die schwerste Vorlesung. Zwar waren die Themen sehr interessant, aber trotzdem muss ich mich durch solche Dinge immer etwas durchkämpfen. Wie Statistiken nämlich entstehen, ist gar nicht so einfach, vor allem das technische nicht. Ihr lernt somit was Stichproben sind, welche Arten es davon gibt, geht aber auch näher auf Variablen, Hypothesen und Satzarten ein. Satzarten mag sich vielleicht erstmal leicht anhören, ist es dann aber nicht unbedingt. Dazu kommt wie ihr wissenschaftliche Theorien überprüft, was ich auch nicht gerade unkompliziert fand. Am leichtesten sind mir hier natürlich die Befragungsarten gefallen, da ich diese schon durch meine Ausbildung im Kundenbereich kenne. Dieses Feld war für mich aber auch das interessanteste, denn es ging darum welche Fragetypen es gibt, welche Fehler man vermeiden muss und was die Menschen alles beeinflusst. Aber keine Angst, bestanden habe ich die Klausur trotz allem im ersten Anlauf, man muss sich nur etwas intensiver mit dem ganzen Thema auseinandersetzten und auch mal zu einem Buch greifen.
  • Politische Theorie: Nun zu einem Fach, das vielen Politikstudenten schwer fällt. Zumindest habe ich das mal im Internet gelesen. Ich als kleiner Geschichtsjunkie fand es richtig interessant, denn hier gehen wir etwas zurück in der Zeit. Genauer gesagt: zur Antike. Klar sind die Gednaken von Platon oder Aristoteles nicht immer leicht zu verstehen, aber sie beeindrucken mich trotzdem, denn führ ihre Zeit war das alles sehr vorschrittlich. Aber keine Angst ihr schaut euch auch spätere Philopsophen wie Rawls, Mills oder Rosseau an, wo es dann oftmals auch schon einen Staat gab. Natürlich ist das ganze etwas abstrakt, man muss sich lange mit ihren Versionen von Staaten auseinandersetzten, aber tut man das, ist es eigentlich nicht schwer zu verstehen. Zumindest ich hatte keine Probleme und war über unsere Klausurthemen auch äußerst glücklich. Wenn ihr also keine Angst vor Platon, Hobbes oder Aristotels habt, dann kann euch hier gar nichts passieren. Dazu war gerade die Übung  zu dieser Vorlesung richtig gut, sodass einem die Themen wirklich anschaulich dargestellt wurden und man merkte: so schwer ist das eigentlich alles gar nicht. 
Bei den Seminaren durfte ich wie gesagt etwas freier wählen, weshalb es schwer ist euch hier gezielt Informationen zu geben. Ihr entscheidet dort einfach selbst und können den Weg wählen, der euch am meisten zusagt. Dazu werden auch nicht alle Seminare in jedem Semester angeboten oder an jeder Uni. Die Auswahl ist hier von Stadt zu Stadt verschieden und kommt darauf an, welche Schwerpunkte das Lehrpersonal haben. Ich habe mich in meinen ersten beiden Seminaren noch mal etwas genauer mit soziologischen Ansätzen der Neuzeit beschäftigt, beim anderen mir die Demokratien in Osteuropa etwas genauer betrachtet. Beides fand ich sehr interessant und gelungen. 


Wer hat von euch dieses Jahr das studieren angefangen?
Wer macht gerade Abitur und überlegt wie es weiter geht?
Sind auch Studenten unter meinen Lesern: Wenn ja was studiert ihr?
Und alle anderen: Konnte ich euch neugierig auf meinen Studiengang machen?


Dienstag, 14. April 2015

{Aus dem Leben einer Studentin} Und da war das 1.Semester schon vorbei: Vorstellung meines Studiengangs!

Viele von euch haben mich in den vergangenen Wochen immer wieder nach meinem Studiengang und dessen Inhalt gefragt und hierbei habe ich besagten Personen versprochen, dass ich darauf etwas näher in meiner Reihe "Aus dem Leben einer Studentin" eingehen möchte. Schon bei meiner vorherigen Recherche zu meinem Studiengan "Political and Social Studies" ist mir nämlich aufgefallen, dass man dazu kaum Erfahrungen von Studenten im Internet findet, was natürlich vor allem daran liegt, dass er noch nicht so lange existiert. Doch das sollte natürlich keinen davon abhalten sich für ihn zu entscheiden. Ich persönlich bin mit meiner Wahl immer noch sehr glücklich, auch wenn das 1.Semester aus sehr viel Theorie bestand und dass natürlich nicht immer das spannendste ist, aber die muss nun mal abgehandelt werden. Ich denke ich kann für jeden sprechen, dass das 1.Semester eines Studiums meist nicht das spannendste ist, da man frisch in die Materie eingeführt wird und vom meisten noch gar keine Ahung hat. Nachfolgend gibt es nun also mal einen Überblick über die Fächer meines Studiums und was diese beinhaltet und ich hoffe hierbei das euch der Politik Aspekt nicht zu sehr abschreckt.


Doch kommen wir erstmal zur Frage warum überhaupt "Politik und Soziologie"?
Viele rümpfen vor allem beim ersten Wort die Nase und wollen mit Politik nichts am Hut haben. Ja viele schauen mich sogar ganz ungläubig an, wenn ich sage was ich studiere. Einstellungen wie "Das ist doch Langweilig, heute nicht mehr In und wen interessiert schon die Wahl?" gibt es leider allzu oft. Natürlich möchte ich hier nicht jeden über einen Kamm scheren, denn es gibt sicherlich viele die das anders sehen, aber diese Ansichten sind ja trotzdem weit verbreitet. In meiner Jugend habe ich ehrlich gesagt ähnlich gedacht, aber irgendwann wurde mir bewusst, das ein politisches Verständnis wirklich wichtig ist und dieses bekam ich vor allem während meiner Ausbildung. Mir wurde klar wie wichtig es ist zu wählen, um etwas im eigenen Land zu ändern und hierzu sollte man sich natürlich auch ein bisschen mit dem tagespolitischen Geschehen auseinandersetzten, mal die Nachrichten schauen und sich Gedanken über das Programm einer Partei machen. Ich finde schade, dass viele dies nicht mehr tun, denn wenn man sich mal mit dem Thema auseinandersetzt merkt man, dass es da viele interessante Richtungen gibt. 

Deshalb hat mich die Politik in diesem Studiengang auch nicht abgeschreckt und gernell wird bei mir in der Familie sehr oft über politisches diskutiert, da mein Opa mal Parteivorsitzender war und ich somit auch immer wieder mit dieser Thematik konfrontiert wurde. Denn auch wenn seine Parteliche Karriere vorbei ist, hat er es sich nicht nehmen lassen sich einzubringen und mit uns über viele Themen zu diskutieren. Auch jetzt macht es mich stolz zu sehen wie stolz er darauf ist, dass ich ein solches Studium begonnen habe. Den Bereich der Soziologie finde ich hierbei eine tolle Kombination und darauf habe ich mich auch sehr gefreut, denn es hat mich schon immer interessiert warum Menschen auf die Weise reagieren, wie sie es tun. Und auf Themenfelder wie Religion, Bildung, Migration, Macht etc. war ich schon im Vorfeld sehr gespannt. Die Mischung hat es für mich einfach gemacht, weil sie einem danach doch sehr viele unterschiedliche Wege bietet - man ist einfach breiter aufgestellt, was heute sehr wichtig ist. Auch wenn einige jetzt sagen werden, dass man es mit einem Geiseswissenschaftlichen Studium eh schwer hat, aber es kommt darauf an wie ihr euch im Studium anstellt, welche Leistungen ihr erbringt und wie sehr ihr euch auch abseits  von der Uni reinhägt.


Was im 1.Semester nun konkret auf euch zukommt:
Puh was war ich nervös als Erstsemestler: Zum ersten Mal in dieses hektische Uni Leben eintauchen, all diese neuen Herausforderungen und dazu immer die Frage im Kopf "bekomme ich das alles hin"? "Bin ich zum studieren geeignet" - der Selbstzweifel ist einfach der eigene größte Feind, der mich selbst jetzt noch verfolgt. Aber irgendwie hat alles sehr gut funktioniert und um ehrlich zu sein verging die Zeit wie im Flug und das Semester war schneller vorbei, als ich gedacht hätte. Meine persömliche Erfahrung ist folgende: Am Anfang fängt alles erstmal ganz entspannt an, mit vielen Einführungsveranstaltungen, den ersten Vorlesungen die nur organisatorisches behandeln und man hat noch viel freie Zeit, doch sobald das Studium an Fahrt aufnimmt, nimmt auch der Stress zu und gegen Ende sitzt man jede freie Minute über dem Prüfungsstoff und dann ist es auch schon wieder vorbei, bis alles im 2.Semester den selben Lauf nimmt. Generell kann ich euch nur sagen, dass in diesem Studiengang am Anfang sehr viele Definitionen auf euch zu kommen und ihr für die Prüfungen somit auch viel Stoff beherrschen müsst. Schnelles Auswendig lernen sollte euch also liegen und zudem solltet ihr auch nicht davor zurückschrecken mal ein Buch in die Hand zu nehmen, denn die sind für die Vorlesungen extrem wichtig.

  • Allgemeine Soziologie: Beginnen wir erst einmal mit dem Fach, welches sich sehr schnell zu meinem Liebling gemausert hat, der Soziologie. Wie ich oben schon erwähnt habe finde ich es einfach sehr interessant mehr über das Verhalten der Menschen und ihre Art zu Denken zu erfahren. Jetzt könnte man auch sagen: hättest du doch Psychologie studiert? Aber von dessen Nc war ich dann doch nen Ticken zu weit entfernt. Somit bin ich froh, mit der Soziologie ein wenig in diese Richtung zu gehen. In diesem Studienfach möchte man nun erstmal für die Grundlagen sorgen, weshalb ihr die wichtigsten Soziologen kennenlernt, euch mit den Grundbegriffen und wichtigsten Themen auseinander setzt. Diese umfassen zum Beispiel Macht und Herrschaft (,Herraschftsformen nach Weber, Machttypen, Machtmodelle, der Unterschiede zwischen Macht, Zwang und Gewalt), Religion (die Geschichte der Religion, heutige Probleme, der Unterschied zu Sekten und die Betrachtung in der Soziologie), Gesellschaft, Gruppen und Netzwerke. Ab dem 2 Semester könnt ihr hier dann auswählen welche Bereiche ihr mehr vertiefen wollt und euch somit bestimmte Themen auch etwas genauer anschauen. 

  • Political and Social Studies: Dazu habt ihr ein Studienfach, dass wie einige sicher schon gemerkt haben genauso heißt wie der Studiengang selbst. Dort werden die unterschiedlichsten Themen bearbeitet, die sich nicht nur auf die Politik beschränken, sondern auch aus der Soziologie kommen können. Man betrachtet hier z.B. die Internationalen Beziehungen (was ich besonders interessant fand), schaut sich die Politische Theorie und Philosophie an (also Vertragstheorien nach Hobbes, Rawls), spricht über Soziale Ungleichheit in Bezug auf die Bildung (ein Thema, welches ich auch immer sehr interessant und wichtig finde, denn ich glaube zum Schulssystem kann jeder etwas sagen und jeder hat wohl auch Ideen für Verbesserungen). Ihr schaut euch einfach jede Vorlesung etwas anderes an, dass im weiterne Verlauf des Studiums dann vertieft werden kann und bekommt einen großen Überblick über alles. 

  • Vergleichende Politikwissenschaften: Hier wird nun nicht nur Deutschland betrachtet, sondern die ganze Welt und wir der Name schon sagt: die Systeme miteinander verglichen. Auch hier erwarten euch erstmal viele Grundlagen, denn man muss nun mal die ganzen Systemtypen die es gibt kennen, schaut sich verschiedene Formen der Demokratie an, blickt auf das Sozialsystem, die Umweltpolitik, spricht über  Veto-Spieler, Parteien, Interessenverbände und deren Funktion im Politischen System und betrachtet natürlich auch den Rechtsextremismus in Deutschland. Dazu gibt es immer wieder Statistiken, die aufgearbeitet werden und das ganze etwas auflockern. Später könnt ihr euch auch hier spezialisieren, was schon im 2.Semester der Fall ist, wo ihr dann zwischen verschiedenen Seminaren wählen könnt, Entweder schaut ihr euch das System des Föderalismus näher an, beschäftigt euch mit der Politischen Kultur, Vergleicht Regierungssysteme mit Deutschland oder taucht näher in das Parteiensystem ein. Da stehen euch viele Richtungen offen. 
  • Das System der Bundesrepublik Deutschland: Ich denke sehr viel brauche ich hier zu nicht zu sagen, denn das Fach ist selbst erklärend. Wer in der Politik tätig sein möchte, sollte natürlich auch wissen, wie diese im eigenen Land funktioniert. Weshalb auch hier erstmal viel Theorie auf euch zukommt, die aber über das Sozialkunde Wissen aus der Schule hinausgeht. Ich fand das Fach, auch wenn man schon vieles weiß, trotz allem sehr spannend, da es gut rübergebracht wurde und einfach wichtig ist.

  • Statistik: Kommen wir zu meinem persönlichen Übel, die Statistik. Ja ich gehöre definitiv zu denjenigen, die mit Mathe einfach nichts anfangen können. Wir werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr und deshalb habe ich mich auch gegen einen naturwissenschaftlichen Studiengang entschieden. Dies waren nie meine Fächer, da bringt es auch nichts sie zu studieren, da dass Vorhaben wohl zum scheitern verurteilt wäre. Doch an Mathe werdet ihr generell nirgendwo vorbei kommen, egal welchen Studiengang ihr wält, überall versteckt es sich und man braucht es nun mal für den Alltag. Da ich später in politischen Instituten wie das Statistische Bundesamt arbeiten könnte, muss man natürlich auch wissen, wie diese Statistiken entstehen und dafür gibt es verschiedene Methoden, die ihr hier lernt. Es ist aber definitiv machbar, wenn man sich mal damit befasst und beruflich auch eine sehr interessante Richtung, selbst für diejenigen die sich mit Mathe nie so anfreunden konnten. Im Berufsleben ist es nun mal ein ganz anderes Mathe, als dass das ihr in der Schule lernt und dieses ist viel interessanter. Ihr spielt in Statistik mit Statistischen Maßzahlen wie das Arithmetische Mittel und lernt verschiedene Testverfahren kennen, über die man eine Aussage über die Daten treffen kann. Auch der Hypothesen Test begegnet euch hier wieder. Und auch wenn es beim ersten Mal nicht klappt, seit nicht enttäuscht. Ich darf auch noch mal rein und das geht einigen eurer Kommilitonen auch so, denn in Statistik sind die Durchfallquoten doch immer etwas höher. 


Und wie sieht es beruflich aus?
Immer wieder höre oder lese ich den Satz, dass man ohne naturwissenschaftliches Studium später kaum Chancen hat und viele Arbeitslos sind. Scheinbar soll ich später als Taxi Fahrerin enden - interessant, das man mir das schon vorhersagen kann, da scheinen manche über meine Zukunft besser Bescheid zu wissen als ich selbst. In meinen Augen etwas übertrieben wenn man bedenkt wie unsere Arbeitlosenquote aussieht und wie viele Studenten nicht im Naturwissenschaftlichen Bereich unterwegs sind. Mir lagen diese Fächer einfach in der Schule nicht, da ich das Verständnis dafür nicht habe, weshalb ich mir in Physik, Chemie und Mathe einfach immer sehr schwer getan habe. Diese Fächer zu studieren war für mich deshalb keine Option, da man etwas studieren sollte, was einem liegt und Spaß macht, um auch gute Leistungen abliefern zu können. Politik finde ich da nicht verkehrt, immerhin gibt es viele Berufe in diesem Bereich und wenn man dort arbeiten möchte, braucht man auch gewisse Fachkenntnisse, die ihr in diesem Studiengang erwerbt.

Ihr habt danach die Möglichkeiten in den ganzen Ministerien zu arbeiten, in Brüssel und politischen Instituten, aber habt auch die Chance in Gewerkschaften reinzurutschen, als politische Berater tätig zu sein, an Hochschulen zu bleiben oder komplett in die politische Bildung zu gehen (die in meinen Augen sehr wichtig ist). Dazu könnt ihr auch komplett im Medienbereich arbeiten, d.h. in die Öffentlichkeitsarbeit, die ich vor allem für Parteien interessant finde, beim Radio, beim Fernsehen oder als Journalist, wo euch viele auch raten nicht Journalismus zu studieren, sondern euch Fachkenntnisse in einem besonderen Bereich wie Wirtschaft oder die Politik anzueignen, um dann für solche Bereiche auch zu schreiben.  Und wenn das alles nichts für euch ist, gibt es auch die großen Hilfsorganisationen wie die Uno, Lobbyarbeit oder staatliche Verwaltungen in denen man unterkommen könnte. Die Möglichkeiten sind also vielfältig und ich bin der Meinung, dass man später auch eine gute Anstellung finden kann, wenn man sich im Studium bemüht und auch erste Kontakte zu Arbeitgebern knüpft, also an Projekten teilnimmt, Jobmessen und Praktikabörsen und Auslandsaufenthalte nutzt.

Wer studiert denn etwas ähnliches wie ich?
Wer studiert etwas anderes?
Was wollt ihr später mal studieren oder Arbeiten?
Wenn konnte ich neugierig machen?