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Dienstag, 22. März 2016

{Aus dem Leben einer Studentin} Tipps und Tricks zum Schreiben einer Hausarbeit!

Natürlich möchte ich euch in dieser Reihe nicht nur meinen eigenen Studiengänger etwas näher bringen, sondern auch Themen beleuchten, die euch als Student/in ständig begegnen werden. Zwar gibt es manche Studiengänge, in denen ihr weniger Hausarbeiten, dafür aber viele Klausuren schreiben müsst. Doch gerade im geisteswissenschaftlichen Gebiet gehören Hausarbeit mit dazu. Während ich in den ersten zwei Semestern noch viele Prüfungen bestehen musste, hat dies die nun verändert. In den letzten beiden Semestern haben sich die Hausarbeiten noch auf eine pro Semester beschränkt, aber nach dem Kommenden wird dieser Luxus vorbei sein. Da werde ich nämlich schauen, dass ich mindestens drei im vorgegebenen Zeitraum schaffe. Ihr merkt also, dass das Vorurteil Studenten hätten, so viel Freizeit definitiv nicht zutrifft. Klar sind die Semesterferien schön, jedoch hat man in diesen wirklich Einiges zu tun und der Zeitplan ist ebenfalls straff. Im Sommer wird es bei mir so aussehen, dass ich im Schnitt zwei Wochen für eine Hausarbeit eingeplant habe und dann mit der nächste loslege. Ich hoffe, dass mich hierbei keine Schreibflaute ereilt, die mir Steine in den Weg legt. Drückt mir also die Däumchen. Da ich jedoch von einigen meiner Lesern schon gehört habe, dass sie gerade vor der ersten Hausarbeit etwas Angst haben, möchte ich hierbei mein persönliches Vorgehen schildern und hoffe, dass dies dem einen oder anderen vielleicht weiterhilft. Über eure Tipps würde ich mich übrigens auch freuen, vielleicht habt ihr ja einen auf Lager, der mir nach dem Sommersemester weiterhilft, denn da muss ich das erste Mal mehrere Arbeiten hintereinander schreiben, was sicherlich eine Herausforderung werden wird. Aber gerade das mag ich ja an der Uni, dass man gefordert wird und am Ende auch stolz auf seine Leistung sein kann. 




Tipps und Tricks zum Schreiben einer Hausarbeit:


Die erste Hausarbeit an der Uni:


Ich kann mich noch zu gut an das Ende des zweiten Semesters erinnern, als bei mir die erste Hausarbeit anstand. Ich war unsicher, nervös und wusste nicht so recht, was nun von mir erwartet wird. Davor hatte ich nur eine Seminararbeit im Rahmen meines gebundenen Fachabiturs an der Bos geschrieben und Schule und Universität sind dann doch zwei komplett unterschiedliche Institutionen. Die Anforderungen sind dort einfach andere, als an der Schule. Alles muss wissenschaftlicher sein, der Aufbau muss bestimmten Formalien entsprechen und die Quellen sorgsam ausgewählt werden. Gerade vor dem Wort "wissenschaftlich" hatte ich Respekt, weil man erst mal gar nicht so recht weiß, wie man seine Gedanken denn formulieren soll. Jedoch hatte mir auch die Themenfindung an sich Schmerzen bereitet, denn gerade bei meinen allerersten Arbeiten fühlte ich ständig Unsicherheit. Hatte Angst, dass das Thema zu umfangreich sei oder aber auch viel wenig für die angegebene Seitenzahl. Und lasst euch hier eines gesagt sein, so gut wie immer hatte ich bisher das Problem, dass ich ein bis zwei Seiten mehr geschrieben habe, als vorgegeben. Das liegt jedoch meistens noch im Rahmen und normalerweise werden euch dafür auch noch keine Punkte abgezogen. Jedoch solltet ihr noch einmal individuell mit eurem Dozenten klären, wie viel Spielraum ihr bei der Seitenanzahl habt. Ihr merkt also, auch ich habe mir einige Gedanken gemacht, brauchte etwas, bis ich meine Themen gefunden hatte und selbst dann, war ich mir noch unsicher, ob es die richtige Wahl war. Aber alle diese Gefühle sind ganz normal und gehören zu einem solchen Prozess irgendwie auch mit dazu. Nachfolgend möchte ich jedoch ein paar Tipps geben, die mir wirklich sehr geholfen haben.



Das Thema ist immer dass, was mir am meisten Probleme bereitet. Ich brauche generell etwas länger, bis ich eines gefunden habe, das mir zusagt und mit dem ich mich sicher fühle, welches aber auch vom betreuenden Dozenten akzeptiert wird. Somit kann ich nur sagen, dass ihr euch frühzeitig Gedanken über euer Thema machen solltet. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich erst auf den letzten Drücker damit auseinanderzusezten und dann einfach nichts Passendes zu finden. Euch rennt dann wirklich die Zeit weg und der Abgabetermin rückt immer näher, ohne das ihr überhaupt angefangen hab zu schreiben. Das verursacht dann natürlich Stress und Panik, die ihr vermeiden könntet. Gerade, um also bei der Formulierung der Arbeit etwas Luft zu haben, ist es wichtig frühzeitig loszulegen, sodass ihr gar nicht erst in Zeitnot geratet.




Macht euch Notizen:


Ein guter Tipp, den ich erst vor Kurzem für mich entdeckt habe, ist euch ein kleines Notizbuch mit Ideen für Hausarbeitsthemen anzulegen. In vielen Abschlusssitzungen von Seminaren nennen einige Dozenten interessante Themen, über die ihr in den kommenden Semestern schreiben könntet. Jedoch gibt es auch schon in deren Verlauf immer wieder spannende Diskussionen, bei denen Fragen aufgeworfen werden, die ihr für Hausarbeiten aufgreifen könnt. Das erspart natürlich einiges an Zeit und Kopf zerbrechen. Wenn ihr jedoch noch gar keine Idee habt, dann rate ich euch einfach mal eine Internetrecherche durchzuführen und euch auch anzuschauen, über welche Themen andere Studenten aus diesem Bereich geschrieben haben. Oftmals gibt einem das auch Selbst etwas Inspiration und gerade zu Beginn des Studiums müsst ihr das Rad thementechnisch nicht neu erfinden. Ich habe in meinen zwei Hausarbeiten einmal ein Vergleich von Verfassungsgerichten durchgeführt und in der zweiten schreibe ich derzeit über die Selbstdarstellung von Jugendlichen in Facebook. Für meine Seminararbeit habe ich nun auch kein unbekanntes Thema aufgegriffen gehabt, da hatte ich damals über Mindestlöhne geschrieben und einen Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich durchgeführt. Letzteres hatte zu diesem Zeitpunkt schon den Mindestlohn eingeführt, bei uns hingegen war zu diesem Zeitpunkt erst eine Diskussion um dessen Einführung entbrannt. Und da zeitlich auch die Bundestagswahlen anstanden, hatte ich natürlich einiges an offiziellen Material von Parteien, Stiftungen und Gewerkschaften, auf das ich zurückgreifen konnte.




Sucht im Vorfeld nach Lektüre für eure Hausarbeit:


Wenn ich mich auf ein Thema festgelegt habe, dann führe ich auch gleich in dem Bibliotheks Katalog meiner Universität eine Literatursuche durch. Warum? Einfach weil ich vermeiden möchte, dass es zu meinem Thema im Anschluss dann keine Literatur gibt, denn das würde mich ebenfalls etwas in Bedrängnis bringen. Ihr braucht wissenschaftliche Werke, mit denen ihr den theoretischen Grundansatz erläutert und dazu benötigt ihr natürlich eine bestimmte Anzahl an literarischen Werken. Es gibt wirklich nichts Schlimmeres, als wenn man während dem Schreiben bemerkt, dass es kaum Quellen zum Thema gibt. Führt ihr aber im Vorfeld eine kleine Recherche durch, dann kann euch das gar nicht passieren. Ich notiere mir hierbei die Werke schon immer auf einen Zettel und setze sie dann auch auf meine Merkliste. Ihr werdet euch durch diesen Schritt einfach auch sicherer fühlen. 



Nutzt Sprechstunden von Dozenten:


Dazu solltet ihr definitiv die Sprechstunden des Dozenten, der Dozent/in nutzen, einfach um offene Fragen zu klären, noch mal zu schauen, was man aus dem Thema noch rausholen könnte und natürlich auch um die Gliederung kurz durchzugehen. Ich habe bei meiner ersten Hausarbeit, meinem Dozenten auch mitgeteilt, dass ich etwas nervös bin und zum ersten Mal eine solche Arbeit für die Uni schreibe. Dazu rate ich euch ebenfalls, denn ihr bekommt dann einfach noch ein paar weitere Tipps von diesem und euch wird auch etwas die Angst genommen. Dazu ist so ein Termin natürlich wichtig, um über die Formalia zu reden. Nutzt ihn um nachzufragen, wie viele Seiten ihr über die Angabe hinaus schreiben dürft, in welcher Form die Hausarbeit abzugeben ist und bis wann sie spätestens da sein muss. Auch wenn ihr euch bei manchen Quellen unsicher seid, könnt ihr dort noch einmal nachfragen, ob diese als Seriös eingestuft sind oder nicht. Wikipedia gehört übrigens in keinem Fall zu den seriösen Quellen, also lasst davon lieber die Finger und sucht euch für Definitionen Fachbücher aus der Uni Bibliothek.


Da der Text etwas länger geworden ist, geht es nach dem "Jump Break" weiter.


Freitag, 20. November 2015

{Aus dem Leben einer Studentin} 2.Semester - Endlich angekommen an der Uni

Da die Resonanz zu meinem ersten Post über meinen Studiengang wirklich positiv war, folgt nun auch schon der Zweite. Erneut möchte ich euch hierbei an meinem Alltag und Inhalten meines Studienganges teilhaben lassen. Wer weiß, vielleicht kann ich den Einen oder Anderen von euch für die Politikwissenschaften & Soziologie begeistern? Denn beides sind sehr interessante Themengebiete, wo vor allem das Erste einen nicht ganz so guten Ruf bei den Jugendlichen genießt. Doch wie schon im 1.Beitrag kann ich nur betonen, dass ich es trotzdem wichtig finde, sich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Etwas politisches Wissen schadet euch nicht, denn es ist überhaus wichtig zu wissen, was in der Welt los ist und welche Probleme auch im eigenen Land herrschen. Also macht die Augen nicht zu, vertraut nicht blind den Medien, sondern setzt euch selbst mit diesen Thematiken auseinander. Ich mache dies natürlich nicht nur im Rahmen meines Studienganges, sondern auch Privat. Bei uns werden nicht nur in der Familie hitzige Diskussionen über politische Themen geführt, sondern auch im Freundeskreis und auch sonst versuche ich mich mit Neuigkeiten abseits der Berichterstattung auseinanderzusetzen.


2.Semester - Endlich angekommen an der Uni
Das war wirklich einer der Gedanken, der mir immer wieder durch den Kopf schoss. Wie wohl ich mich doch an der Uni nun schon fühle. Während ich im ersten Semester noch unglaublich viele Ängste hatte und sehr unsicher war, änderte sich dies mit dem zweiten Semester schlagartig. Weg war die Angst niemanden kennen zu lernen, weg die Unsicherheit was mich erwartet und kein verzweifeltes Suchen der Räumlichkeiten mehr. Viel mehr habe ich mich nun eingelebt, wirklich tolle Menschen kennen gelernt und gemerkt wie unterschiedlich Schule und Uni doch sind. Hier wird euch keiner verurteilen, jeder nimmt euch so wie ihr seit und niemand belächelt eure Hobbies. Alles ist etwas lockerer und man kommt unglaublich schnell mit anderen Menschen in Kontakt. Sei es auf Uni Partys, den Seminaren selbst oder durch Projektarbeiten. Ihr braucht also keine Angst zu haben, dass ihr alleine endet. Das passiert nur, wenn man es so möchte und dann ist das auch okay. Doch ich bin froh kein Einzelkämpfer zu sein und viele Dinge in Lerngruppen nochmal durchgehen zu können. Sowas ist eine große Hilfe und bereichert euer Studium eigentlich nur.

Ihr habt an der Uni aber auch eine Menbge Freiheiten und die gefallen mir richtig gut. Ich liebe es meinen Stundenplan komplett selbst planen zu können, weshalb es bei mir im jetzigen Semester nie vor 10 Uhr los geht, da ich bekanntlich ja ein Langschläfer bin und zudem eine etwas längere Anfahrt zur Uni habe. Da klingelte bei 8 Uhr Vorlesungen wirklich um 5:30 Uhr der Wecker und da habe ich noch bis zur letzten Minute geschlafen. Für mich wars da noch mitten in der Nacht. Gut das ich das nun umgehen konnte. Aber ich liebe auch die Art wie man miteinander umgeht: Freundlich, lustig und einfach sehr locker. Wenn ich da an manche meiner alten Lehrer denke, sind die echt nicht mit meinen heutigen Dozenten zu vergleichen. Zwar erwarten mich auch jetzt noch viele Herausforderungen, wie kürzlich die erste Hausarbeit an der Uni, aber die machen das Ganze doch auch spannend. Man muss sich mit neuen Dingen auseinandersetzen, lernt vieles und erweitert seinen Horizont. Wenn man dann noch gelobt wird, eine gute Leistung abgeliefert hat und die Endnote passt, dann freut mich das wirklich. Dann hat sich all der Fleiß, die Stunden in der Lerngruppe mit den besten Kommilitonen der Welt und die vorherige Massenpanik definitiv ausgezahlt. Für mich selbst kann ich nur sagen, dass ich mich wohlfühle, auf jedenfall die richtig Entscheidung getroffen habe und es nicht bereue nicht an die Fachhochschule gegangen zu sein. Beide Systeme sind einfach sehr unterschiedlich und ich fühle mich an der Uni einfach besser aufgehoben. Aber was für euch das Richtig ist, dass müsst ihr natürlich selbst entscheiden. Denn beide Varianten habe ihre Vor und Nachteile und bringen unterschiedliche Aspekte mit sich. Da es meinen Studiengang an der Fh auch gar nicht gab, lag es für mich natürlich nahe eher zur Uni zu tendieren, da dort das Studienangebot einfach etwas größer ist, vor allem was die Geisteswissenschaften betrifft.

Und nun zu den Inhalten - Was erwartete mich im 2.Semester?
Neben den ersten Seminaren, die ich komplett selbst wähen durfte,gab es noch die letzten festen Vorlesungen, die alle besuchen müssen. Diese sind auch wirklich wichtig, da sie für all die Grundlagen sorgen, die in den Seminaren dann vertieft werden. Dort dürft ihr aber dann selbst auswählen, welche der Themengebiete ihr euch etwas näher anschauen wollt und seit in der Entscheidung etwas freier. Die ist nämlich nur abhängig davon, ob ihr euch am Ende einen Platz im Seminar sichern könnt. Bei beliebten Studiengängen ist das immer etwas komplizierter, aber da mein Studiengang nicht ganz so überlaufen ist, hatte ich es für das jetzige Semester sogar in fast alle meine Wunschsseminare geschafft. Eigentlich in alle, bis auf Eines und das ist wirklich ne gute Quote. Da musste ich dann noch einmal etwas umschwenken, aber finde den Inhalt meines Ausweichseminars auch richtig spannend.

Die Vorlesungen: 
  • Spezielle Soziologie: Wer meinen ersten Post gelesen hat, der wird sich noch an die "Allgemeine Soziologie" erinnern und vielleicht fragen, was der Unterschied dazu ist. Ein großer ist es nicht, sondern vielmehr, werden hier manche Themen einfach etwas vertiefter behandelt. Während das erste sich eher um Ansätze und empirische Methoden dreht, schauen wir uns nun die Gesellschaft und deren grundlegene Prozesse etwas näher an. Aus diesem Grund gibt es auch sehr viele Teilgebeite wie die Kommunikations- , Bevölkerungs-, Kultur- Jugend-, Familien-, Medizin- oder Religionssoziologie. Insgesamt gibt es übrigens 55 Teilgebiete, somit ist dieses Themenfeld wirklich breitgefächert. Wir haben uns in unserer Vorlesung eher auf die Bildungssoziologie konzentriert und viel mit der Bildungsungleichheit gespielt. Dazu kamen aber auch Regionale Unterschiede oder allgemeine Erläuterungen. In den kommenden Semestern könnt ihr euch dann je nach Seminar verschiedene Spezielle Soziologien etwas näher anschauen. Ich werde mich in den kommenden Monaten zum Beispiel mit der Körpersoziologie auseinandersetzten, die Themen wie Magersucht, Transsexualität, Schönheits Ops, Tattoos, Sport ,aber auch das Aussehen von Politikern in Bezug auf ihre Wahl untersucht. Und natürlich auch darauf eingeht welche Zwänge auf den Körper ausgeübt werden.
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  • Internationale Beziehungen: Ich glaube dieser Schwerpunkt ist nicht verwunderlich in einem Politik Studium, denn die Internationalen Beziehungen haben schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Schon in der Antike haben Philosophen das Phänomen "Krieg" untersucht und sich überlegt, wie man für Frieden sorgen könnte. Gerade heute rücken solche Beziehungen immer mehr in den Fokus, vor allem dann, wenn es in manchen Gebieten kriselt. Thematisch war es für mich mit die interessanteste Vorlesung, da ihr viel über die Ansätze der Internationalen Beziehungen lernt, euch aber auch die UN etwas näher anschaut und die Probleme betrachtet. Ihr bekommt Begriffe wie die emerging Powers, State Buildung und Failing States näher erlautert und schaut auch auf die Arten von Krieg. Ich freue mich darauf, diese Thematik in den Seminaren noch etwas zu vertiefen, wobei mich hier vor allem immer die Nicht Eu Länder reizen, da man von diesen in Sachen Außenpolitik gar nicht so viel mitbekommt.
  • Datenerhebung: Da hätten wir sie wieder: die Zahlen. Ihr seht, dass ihr um sie auch bei einem geisteswissenschaftlichen Studium nicht drum herum kommt. Hier natürlich eher in Bezug auf Statistiken und wie ihr diese Daten sammelt, erhebt und verarbeitet. Die Grundlagen haben dann aber gar nichts mit Rechnen zu tun, sind aber trotz allem nicht ganz so einfach. Für mich war Datenerhebung wirklich in diesem Jahr mit die schwerste Vorlesung. Zwar waren die Themen sehr interessant, aber trotzdem muss ich mich durch solche Dinge immer etwas durchkämpfen. Wie Statistiken nämlich entstehen, ist gar nicht so einfach, vor allem das technische nicht. Ihr lernt somit was Stichproben sind, welche Arten es davon gibt, geht aber auch näher auf Variablen, Hypothesen und Satzarten ein. Satzarten mag sich vielleicht erstmal leicht anhören, ist es dann aber nicht unbedingt. Dazu kommt wie ihr wissenschaftliche Theorien überprüft, was ich auch nicht gerade unkompliziert fand. Am leichtesten sind mir hier natürlich die Befragungsarten gefallen, da ich diese schon durch meine Ausbildung im Kundenbereich kenne. Dieses Feld war für mich aber auch das interessanteste, denn es ging darum welche Fragetypen es gibt, welche Fehler man vermeiden muss und was die Menschen alles beeinflusst. Aber keine Angst, bestanden habe ich die Klausur trotz allem im ersten Anlauf, man muss sich nur etwas intensiver mit dem ganzen Thema auseinandersetzten und auch mal zu einem Buch greifen.
  • Politische Theorie: Nun zu einem Fach, das vielen Politikstudenten schwer fällt. Zumindest habe ich das mal im Internet gelesen. Ich als kleiner Geschichtsjunkie fand es richtig interessant, denn hier gehen wir etwas zurück in der Zeit. Genauer gesagt: zur Antike. Klar sind die Gednaken von Platon oder Aristoteles nicht immer leicht zu verstehen, aber sie beeindrucken mich trotzdem, denn führ ihre Zeit war das alles sehr vorschrittlich. Aber keine Angst ihr schaut euch auch spätere Philopsophen wie Rawls, Mills oder Rosseau an, wo es dann oftmals auch schon einen Staat gab. Natürlich ist das ganze etwas abstrakt, man muss sich lange mit ihren Versionen von Staaten auseinandersetzten, aber tut man das, ist es eigentlich nicht schwer zu verstehen. Zumindest ich hatte keine Probleme und war über unsere Klausurthemen auch äußerst glücklich. Wenn ihr also keine Angst vor Platon, Hobbes oder Aristotels habt, dann kann euch hier gar nichts passieren. Dazu war gerade die Übung  zu dieser Vorlesung richtig gut, sodass einem die Themen wirklich anschaulich dargestellt wurden und man merkte: so schwer ist das eigentlich alles gar nicht. 
Bei den Seminaren durfte ich wie gesagt etwas freier wählen, weshalb es schwer ist euch hier gezielt Informationen zu geben. Ihr entscheidet dort einfach selbst und können den Weg wählen, der euch am meisten zusagt. Dazu werden auch nicht alle Seminare in jedem Semester angeboten oder an jeder Uni. Die Auswahl ist hier von Stadt zu Stadt verschieden und kommt darauf an, welche Schwerpunkte das Lehrpersonal haben. Ich habe mich in meinen ersten beiden Seminaren noch mal etwas genauer mit soziologischen Ansätzen der Neuzeit beschäftigt, beim anderen mir die Demokratien in Osteuropa etwas genauer betrachtet. Beides fand ich sehr interessant und gelungen. 


Wer hat von euch dieses Jahr das studieren angefangen?
Wer macht gerade Abitur und überlegt wie es weiter geht?
Sind auch Studenten unter meinen Lesern: Wenn ja was studiert ihr?
Und alle anderen: Konnte ich euch neugierig auf meinen Studiengang machen?