When writing the story of your life, don't let anyone else hold the pen. -anonymus
Ich war lange Zeit jemand der es jedem um sich herum recht machen wollte und dabei das vernachlässigte was ich selbst wollte. Doch irgendwann habe ich begriffen wie wichtig es ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und eine eigene Entscheidung für sich zu treffen, hinter der man steht, die man verteidigt und deren Konsequenzen man auch trägt. So sehr ich die Menschen aus meinem Umfeld, vor allem meine Eltern auch liebe, manchmal ist es wichtig, dass man sich durchsetzt, das tut was man selbst möchte und vom Weg den die Liebsten für uns im Kopf haben abweicht - denn es ist einfach das eigene Ziel was man für sich vorgesehen hat. Ich habe einfach begriffen, dass dies mein Leben ist, in dem ich glücklich werden muss und das erfodert, dass man sich nicht mehr von der Masse leiten lässt, sozusagen mit dem Strom schwimmt, was ja vor allem in der Pupertät ein sehr schönes Gefühl ist. Denn Mama und Papa sind da, um die Konsequenzen für uns auszubügeln, Probleme zu lösen und uns eine Richtung aufzuzeigen, doch irgendwann kommt der Punkt, an dem jeder seine eigene Richtung ausloten muss.
Bei mir war das nach der Ausbildung das erste Mal der Fall, als meine Eltern sich gewünscht hätten, dass ich lieber sofort in die Arbeitswelt einsteige, mein eigenes Geld verdiene und den Weg gehe, denn die meisten gegangen sind. Doch ich hatte für mich selbst einfach einen anderen vorgesehen, denn ich wollte mein Abitur nachholen, um dann noch ein jahrelanges Studium dranzuhängen - der unsichere Weg, derjenige der aus dem üblichen rausführte und längere Abhängigkeit mit sich brachte. Es folgten also Wochenlange Diskussionen, hitzige Streitereien, aber am Ende habe ich es nicht bereut, dass ich meine Eltern dann doch noch auf meine Seite gezogen habe, denn ich bin glücklich mit meinem jetzigen Leben. Bin stolz auf das was ich erreicht habe und das ich mich vorallem zu diesem Schritt getraut habe, trotz all der Zweifel die einen doch immer begleiten und leise ins Ohr flüstern, dass das ganze auch Schief gehen könnte. Das geschah zum Glück nicht, aufgrund harter Arbeit und viel Zeit die ich investiert habe. Auch wenn es definitiv Höhen und Tiefen gab und immer Momente, wo einem alles zu viel wurde. Doch jetzt bin ich in meinem 2.Semester und studiere Politikwissenschaften und Soziologie, meine Eltern sind genauso stolz wie ich selbst und unterstützen mich wo sie können. Doch bis dahin war es ein langer Weg - Ein Weg, auf dem ich lernen musste, mal mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, selbst Entscheidungen zu treffen, anstatt mir diese mit all ihren Konsequenzen abnehmen zu lassen. Es war der kompliziertere Weg, zumindest für meine Eltern, der auch nicht unbedingt der Norm in meinem Umfeld entsprochen hat. Aber es hat sich gelohnt und es hat mich gelehrt das zu tun was ich möchte. Mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und wie man so schön sagt: Meines eigenen Glückes Schmied zu sein. Also traut euch raus aus eurer Komfortzone, kämpft für das was ihr möchtet und glaubt an eure Träume, denn ab und an können sie wirklich wahr werden - zumindest mit ganz viel harter Arbeit und Ehrgeiz. Denn auch ich war nur eine Realschülerin, mit durchschnittlichen Noten, die davon träumte irgendwann auch mal zu studieren. Dieser Traum hat sich für mich erfüllt, da ich an mir gearbeitet habe und viel Zeit investiert habe.







