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Sonntag, 18. Oktober 2020

Kolumne: Frauen, die ich faszinierend finde

 

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Nach einer kleinen Bloggerpause, die ich bedingt durch meinen Nebenberuf aber auch meinen Geburtstag und den damit verbundenen Vorbereitungen, einlegen musste, melde ich mich heute in aller Frische zurück. Ich bin zwar schon am Mittwoch ein weiteres Jahr älter geworden, wollte aber aus diesem Grund noch eine besondere Kolumne online bringen. Während ich die letzten Jahre oft einen Blick in meine Vergangenheit oder Zukunft geworfen habe, solle es heute um Frauen gehen, die ich faszinierend finde. Gerade in den letzten Jahren / Monaten ist mir aufgefallen, dass ich mit Blick zurück vor allem von der Lebensgeschichte einflussreicher Frauen fasziniert bin und mich somit mit historischen Persönlichkeiten wie Anne Boleyn intensiv auseinandergesetzt habe - die natürlich auch in dieser Kolumne vorkommen wird. 

 

Gerade in Bezug auf letzteres, habe ich in meinem Beitrag über die Darstellung der "Six Wives of Henry VIII" in Film, TV und Literatur aufgezeigt, wie das Bild über einflussreiche Frauen systematisch verzerrt, sie oft regelrecht dämonisiert oder wie diese im Falle von Wissenschaftlerinnen unsichtbar gemacht wurden. Aktuell lässt sich hier eine Korrektur beobachten, was natürlich der steigenden Anzahl an weiblichen Historikern und Wissenschaftlern geschuldet ist sowie dem Aufkommen feministischer Forschungsstränge und Theorien. Mit Blick auf unsere heutige Zeit, sind es auch oft Frauen, deren Tun und Wirken mein Interesse erregt. Das dürfte nicht allzu überraschend sein, denn immerhin sind es Frauen, denen meine Generation und auch die nachfolgenden weiblichen Generationen viel zu verdanken haben, da sich viele dem Kampf der Gleichberechtigung der Geschlechter verschrieben haben und damit die Rechte für Frauen immer weiter ausgedehnt haben. 

 

Die Freiheiten, die wir heute genießen sind hart erkämpft, etwas was wir uns regelmäßig in Erinnerung rufen sollten. Der Weg zur Gleichberechtigung hingegen ist bis heute noch nicht abgeschlossen, laut neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse werden Mann und Frau in circa 100 Jahren tatsächlich gleichberechtigt sein. Um letzteres soll es heute aber nicht gehen, denn die Frauen auf meiner Liste begeistern mich aus vielfältigen Gründen und ich dachte mir, dass meine neueste Kolumne in meinem Geburtstagsmonat sich perfekt anbietet, um darauf genauer einzugehen. In diesem Sinne bin ich gespannt, welche Frauen ihr faszinierend findet. Verratet es mir doch in einem Kommentar. 




Sonntag, 23. Februar 2020

Kolumne: Serien - Frauen hinter der Kamera


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Frauen hinter der Kamera sind in Hollywood immer noch eine Seltenheit. Die Traumfabrik hat ein Gleichstellungsproblem, welches sich an den 250 erfolgreichsten Filmen aus 2017 wunderschön veranschaulichen lässt: 88 Prozent dieser Filme sind ohne Regisseurinnen, 83 Prozent ohne Autorinnen und 96 Prozent kommen ohne weibliche Cinematoprapher aus. Insgesamt beläuft sich der Anteil an Frauen, die hinter der Kamera eine Schlüsselfunktion einnehmen, auf 18 Prozent (The Atlantic 2018). Nun kann kritisiert werden, dass die Daten der Studie aus 2017 sind, mit Blick auf die Schlagzeilen und Preisveranstaltungen in Hollywood, dürfte klar sein, dass sie immer noch Gültigkeit besitzen. Sicherlich gibt es Frauen, deren Filme in den letzten zwei Jahren für Aufmerksamkeit gesorgt haben, wie Patty Jenkins "Wonder Woman", Ava DuVernays "Selma" oder Great Gerwigs "Lady Bird" - sie bilden aber eher eine Ausnahme, als die Norm. 
 
 
Und ja, sicherlich hat sich der Anteil der Frauen, die hinter der Kamera was zu sagen haben, erhöht, doch die Zahlen fallen weiterhin zu gering aus. Deutlich wurde dies auch bei der kürzlichen Verleihung des Oscars, wo in der Kategorie "Beste Regiearbeit" nur Männer nominiert wurden. Obwohl "Little Woman" in sechs Kategorien nominiert war, ging die Regisseurin dahinter leer aus. Ein Schicksal, welches Gerwig mit vielen Kolleginnen teilt, da vor allem Filme von Frauen bei den diesjährigen Oscars übergangen wurden - man denke nur an "The Farewell" oder "Hustlers", die allesamt als Oscar-Kandidaten von Kritikern und Zuschauern gefeiert wurden. Übrigens ist dies kein neues Phänomen, denn Frauen werden in besagter Kategorie systematisch übergangen - die Liste an Beispielen ist endlos und mit jedem Jahr wird die Kritik lauter. Geschuldet war dies lange Zeit der überwiegend männlichen Besetzung der Academy. Erst seit kurzer Zeit lässt sich hier eine Entwicklung zu mehr Diversität beobachten. Weiterhin verhinderten aber auch die Regeln der Academy selbst, dass Frauen für eine der begehrten Trophäe nominiert werden konnten.





Sonntag, 25. Juni 2017

{Kolumne} Der Kino-Erfolg von "Wonder Woman" und was das für die Geschlechtergleichheit in Hollywood bedeutet!


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Ich weiß, ich bin nicht Wonder Woman, aber da das mit der Verwendung von offiziellen Postern bei Beiträgen, wo es sich nicht um Filmrezension handelt so eine Sache ist, gibt es Bilder von mir zu sehen. Einfach, um das ganze etwas aufzulockern.

Obwohl ich „Wonder Woman“ bisher noch nicht im Kino gesehen habe, was den traumhaften Temperaturen der vergangenen Tage geschuldet ist, freue ich mich über den Erfolg des Filmes an den Kinokassen. Die DC-Superheldin hat sich den Spitzenplatz in den amerikanischen Kinocharts ergattert und damit „Die Mumie“ gnadenlos geschlagen, gilt sogar als erfolgreichster Film einer Regisseurin. Ein Erfolg, der in Hollywood einiges verändern könnte, denn von Geschlechtergleichheit ist die Traumfabrik noch weit entfernt und das im 21.Jahrhundert. Ein Armutszeugnis, wie ich finde. Das Wonder Woman sehenswert ist, beweisen die Reaktionen der Zuschauer. Ich empfehle euch hier die Rezensionen von Sonne und Sas. Sas geht dabei ebenfalls auf einige der Vorurteile ein, mit denen der Film im Vorfeld zu kämpfen hatte.