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Donnerstag, 27. Mai 2021

Kolumne: Probleme eines Serienjunkies - Streaming Edition!


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2014 ein Schlaraffenland für Serienjunkies. Streaming etablierte sich vollends in Europa, als der Platzhirsch Netflix seine Tore öffnete. Fortan genossen Serienjunkies ein Leben in Glückseligkeit, denn nur zwei Anbieter deckten fast den gesamten Markt ab, in der Folge konnte jeder von uns eine Vielzahl an Produktionen genießen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Für Nachschub war steht gesorgt, denn beide brachten fortlaufend neue Serien nach Deutschland, die Zusätze "Exklusive" und "Originals" Musik in den Ohren eines jeden Serienfans. Diejenigen, die über einen besonders elitären Geschmack verfügten, buchten noch Sky Ticket hinzu, um die Qualitätsserien aus der HBO-Schmiede mitzunehmen. Ein liebgewonnenes Ritual dabei: Den Frust über die Technik des Anbieters in den sozialen Netzwerken rauslassen, aber was lassen Serienliebhaber nicht alles für Premium-Content über sich ergehen?  

Flashforward ins Jahr 2021: Mittlerweile ist aus dem einstigen Paradies ein zersplitterter Markt geworden, auf den sich immer mehr Anbieter drängen. Jedes Produktionsstudio und größere Medienunternehmen möchte von der verbotenen Frucht kosten und Abonnenten in ihren Garten Eden locken. Vor allem Serienjunkies, die sich für unterschiedliche Genres inbrünstig begeistern können, wird es nicht nur teuer, sondern eine Abdeckung aller Produktionen zunehmend unmöglich. "Exkclusive" und "Originals" haben sich für viele in einen nervigen Fluch verwandelt, welcher dazu führt, dass sich in den Massen an Content auf jedem Streamingdienst zwei bis drei Produktionen finden lassen, die von Interesse wären, sich für ein Abo aber nicht lohnen. Und überhaupt, wer hat sowohl die finanziellen Mittel als auch die Zeit sich all die Serienneuheiten zu Gemüte zu führen? Ich wage zu behaupten, dass nicht einmal Film- und Serienkritiker es schaffen alle Produktionen der Streamingdienste anzuschauen, es gibt immer wieder Content, der einem regelrecht durch die Lappen geht. Bislang können Netflix und Prime ihre Polepositionen hierzulande noch verteidigen, Disney+ ist den beiden aber auf den Fersen und HBOMax dürfte 2025 den Markt gehörig aufmischen. Nicht zu vergessen, dass auch kleinere Streamingdienste, hierzulande Starzplay (plus diverse weitere Prime Channels), Joyn+, TVNOW oder AppleTV+ versuchen die Kunden zu ködern. Weitere Dienste haben internationale Ambitionen, sodass es vielleicht auch bald Paramount+ geben könnte, wobei die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Produktionen via Sky zur Verfügung gestellt werden. Immerhin gehört Paramount+ zu Chromecast und Chromecast hat sich Sky einverleibt. 

 

Ich weiß, dass das alles #firstworldproblems sind, deshalb solltet ihr diese kleine Beitragsreihe auch mit einem großen Schmunzeln und Augenzwinkern sehen, denn ich möchte mich heute noch einmal den Problemen eines Serienjunkies zuwenden und das in einer Streaming-Edition. Denn auch wenn das Schlaraffenland uns weiterhin mit nie enden wollenden Massen an Content versorgt, gibt es so manches, was Serienjunkies nervt. Welche Probleme das sind, erfahrt ihr unter dem Cut.

 

 

 

 

Mittwoch, 19. Mai 2021

Anne Boleyn - Ihr beeindruckender Aufstieg und rasanter Fall


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England in den frühen Morgenstunden am 19. Mai 1536: Für Anne Boleyn beginnen die letzten Stunden ihres Lebens. Nur wenige Tage zuvor wurde sie vor einem Gericht des Ehebruchs und Hochverrats beschuldigt und zum Tode verurteilt. Ein Urteil, welches nicht nur die englische Bevölkerung schockierte, sondern in ganz Europa für Aufsehen sorgte. Erstmals in der englischen Geschichte wird eine Königin hingerichtet. Annes Fall weist ein rasantes Tempo auf und umfasst nur drei Wochen. Sie ist ein Beispiel dafür, dass auf jeden beeindruckenden Aufstieg, oft ein harter, rasant voranschreitender Fall folgt. Nur drei Jahre zuvor bewohnte Anne die gleichen Gemächer im Tower of London, um zur Königin gekrönt zu werden. Ein triumphaler Moment in ihrem Leben, anders am 19. Mai, wo sie nur wenige Stunden von ihrer Hinrichtung trennen. Ich frage mich immer, was Anne Boleyn in diesem Moment durch den Kopf ging. Hat sie ihr Leben noch einmal komplett Revue passieren lassen? Hat sie versucht eine Antwort darauf zu finden, wieso sie sich in dieser Lage befindet? Hat sie an ihre Tochter, die zukünftige Elizabeth I. gedacht? Wir werden es nie wissen, denn es gibt keine Tagebucheinträge von Anne, die uns eine Antwort darauf geben. Augenzeugenberichte geben uns zumindest einen kleinen Einblick, in ihnen wird übereinstimmend von Anne Boleyns Anmut, ihrer Stärke und Courage geschrieben. Sie machen aber auch deutlich, dass schon zu Annes Lebzeiten sie die Mehrheit für unschuldig hielt, obwohl Anne damals wie heute polarisierte
 
Wie in meinem Beitrag über die Darstellung der sechs Frauen in Serien, Filmen und Büchern dargelegt, gilt sie für ihre Feinde als Femme Fatale, die den König von England manipulierte und der jedes noch so schlimme Verbrechen zu Last gelegt wurde, für ihre Unterstützer ist sie eine bemerkenswerte Frau: intelligent, ambitioniert, charmant, vielfältig begabt, aber auch eine Märtyrerin, unschuldig hingerichtet sowie eine treibende Kraft hinter der englischen Reformation. Selbst Historiker*innen können sich nicht auf ein einheitliches Bild einigen. In Bezug auf Anne Boleyns Charakter dürfte die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen. Anne war eine komplexe Frau mit Stärken und Schwächen und gerade ihr für ihre Zeit ungewöhnliches Verhalten hat nicht nur Zeitzeugen irritiert, sondern tut dies noch heute. Anne Boleyn kann nicht auf ein Label reduziert werden und genau das bereitet uns Schwierigkeiten, obwohl gerade dies den Grund für Heinrichs Faszination und Besessenheit darstellte. Worüber jedoch heute mehrheitlich Einigkeit besteht: Anne Boleyn hat die englische Geschichte geprägt und ist bis heute eine der populärsten Königinnen. Bei alldem bleibt sie ein Mysterium, denn wir wissen kaum etwas über die Frau, die sieben lange Jahre das Interesse des Königs halten konnte. Nicht nur ihr tragisches Schicksal hat eine anhaltende Faszination ausgelöst, sondern es sind auch diese offenen Fragen, die dazu beitragen. Menschen mögen Rätsel und Annes Charakter, ihr Aussehen, aber auch die Umstände ihres Falls geben mehr als ein Rätsel auf. So viele unbekannte Determinanten, die die Lösung der Gleichung unmöglich machen und wie viele andere hoffe ich, dass wir irgendwann auf neue Dokumente, bisher unbekannte Fakten oder auch ein Porträt aus Annes Lebzeiten stoßen, um ein paar dieser Fragen zu beantworten. Bis dahin können wir nur spekulieren und das beginnt schon beim genauen Zeitpunkt ihres Aufstiegs sowie aber auch die Faktoren, die zu ihrem Fall beitrugen. Mein Beitrag kann euch darauf keine abschließenden Antworten geben, sondern umfasst gestützt auf historische Quellen, meine Interpretation der Ereignisse.



 

Freitag, 7. Mai 2021

Monatsrückblick April: Erlebt, Gesehen, Gebloggt

 

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Monatsrückblick: Erlebt im April: 


Die "Erlebt" Sparte meines Monatsrückblickes muss ich leider weiterhin stiefmütterlich behandeln. Wieso dürfte jedem klar sein. Mein Alltag besteht auch weiterhin aus der Arbeit an meiner Masterthesis, wo ich im vergangenen Monat fleißig Daten zu meinem zweiten Fallbeispiel (UKIP) gesammelt habe, die ich nun auswerte und meine Erkenntnisse festhalte. Dabei bin ich bislang gut im Zeitplan, sodass ich ziemlich entspannt bin. Dazu standen diverse Aufgaben im Nebenjob an, abseits dessen schreibe ich parallel die ersten Bewerbungen. Ihr dürfte alle gerne fleißig die Däumchen, dass ich hier bald ein paar Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhalte. 


Privat habe ich wieder regelmäßig mit Freunden geskypt und bin nach wie vor froh auf diesem Weg Kontakt halten und über Dinge plaudern zu können, die mich belasten. Mit meiner Besten Freundin geht es regelmäßig Spazieren, damit ich in Bewegung bleibe und auch mal rauskomme. Übrigens durfte sie auch Hobbyfotografin spielen, sodass im April neue Bilder für meine Kolumnen entstanden sind. Über die Sommermonate werde ich definitiv noch ein paar Locations in der Heimat abklappern, um Fotos zu machen. Einige davon wollte ich schon längst besucht haben, aber mir fehlte immer die Zeit. Dank Corona habe ich die nun und kann mich austoben. Abseits dessen hält mich hinter den Kulissen mein Ehrenamt in der Bücherei auf Trapp, ein Herzensprojekt an dem ich wie gesagt viel Freude habe. Derzeit überlege ich für unsere Bücherei auch einen Facebook und Instagram Account anzulegen, um so unsere Mitglieder zu informieren sowie Neue zu gewinnen. Der April dürfte aber definitiv mein bisher ruhigster Monat gewesen, wobei wir zumindest die Grillsaison eingeläutet habe. Die schönen Tage wurden somit gut genutzt. Auch Ostern war in diesem Jahr entspannt, ich habe mir an den Feiertagen noch einmal alle "Harry Potter" Filme angeschaut, jetzt wo sie bei Prime inkludiert sind. Jeden Abend stand ein Film der Reihe auf dem Programm und ich habe wieder gemerkt, wie viel Freude es mir bereitet in diese Welt einzutauchen. Im April war das für mich Balsam für die Seele, da einige wichtige Fragen geklärt werden mussten, die mich beschäftigt haben (Spoiler: Am Ende hatte ich diese schnell geklärt und es war keine große Sache) und dank "Harry Potter" konnte ich abschalten, entspannen und all die Sorgen mal aus meinem Kopf verbannen. Diesmal habe ich die Filme im O-Ton geschaut, dass wollte ich sowieso schon längst einmal. Ich finde es faszinierend die Reise der Hauptdarsteller zu verfolgen, die sich von Film zu Film stark verändern und vor unseren Augen erwachsen werden bzw. geworden sind. Apropos Filme, auch neue Podcast Episoden sind für BingeHype entstanden. Aktuell dauert es etwas, bis es Nachschub gibt, was daran liegt, dass einige von uns privat viel um die Ohren haben, ich freue mich aber schon darauf, wenn unsere letzten Episoden online gehen. Ihr erfahrt dies dann natürlich auf unseren Social Media Accounts.