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Donnerstag, 16. Januar 2020

Monatsrückblick Dezember: Erlebt, Gesehen, Gebloggt


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Monatsrückblick: Erlebt im Dezember:


Auf den Dezember freue ich mich immer das ganze Jahr. Ich liebe Weihnachten und freue mich dementsprechend immer darauf all den Kitsch mitzunehmen, der zu dieser Zeit einfach dazu gehört. 2019 konnte ich die Vorweihnachtszeit jedoch nicht allzu sehr genießen, da ich viel für die Uni zu tun hatte. Meine Mum musste die Plätzchen diesmal alleine backen, ich habe sie nur gefuttert und auf den Weihnachtsmarkt habe ich es nur einmal geschafft, dafür dann dort aber eine schöne Zeit gehabt. Weihnachtsstimmung kam bei mir nur durch Weihnachtsfilme auf, von denen ich natürlich einige mit meiner Familie geschaut habe. Die waren allesamt richtig schön kitschig, aber so soll das auch sein. Da bei mir im Dezember einiges los war, habe ich mich natürlich extrem auf die Weihnachtsferien gefreut - einfach mal abschalten und Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Eingeläutet wurden diese dann indem der Geburtstag eines engen Freundes nachgefeiert wurde. Anlässlich dessen ging es gemeinsam essen, anschließend auf Bar Tour, nur um dann noch in einer Disko zu landen. Ich hatte einen wunderschönen Abend, habe es richtig genommen mal wieder eine Nacht durchzutanzen, auch deshalb, weil ich schon so lange nicht mehr feiern war. Die Ferien selbst konnte ich dann aber nur bedingt genießen, ihr kennt das sicherlich: Sobald man frei hat, wird man krank. Ich lag also erstmal mit Erkältung flach, konnte diesmal aber zumindest Heiligabend noch genießen sowie den ersten Feiertag - auch wenn ich da abends dann gesundheitlich schon platt war. Zwei Tage, an denen ich zu viel gegessen habe, schöne Unterhaltungen hatte und mich über so manches Geschenk gefreut habe (auch wenn es darauf natürlich nicht ankommt). Den 2. Weihnachtsfeiertag habe ich dann auf der Couch verbracht, aufgrund meines gesundheitlichen Zustandes, dann einige Filme geschaut (dazu weiter unten mehr). 





Was war sonst noch los im Dezember? Es gab auch eine kleine Bescherung mit meiner Besten Freundin, nach der wir im Anschluss noch lange geplaudert haben. Noch vor Weihnachten habe ich ein paar Schnäppchen bei H&M ergattert (Gutscheine sind immer ne schöne Sache) und einen kompletten Tage habe ich hingegen im Studio meines Schwagers verbracht, wo ein Fotograf einige Looks geschootet hat, die ich euch nach und nach auf Instagram und dem Blog präsentieren werde. Wir haben ein bisschen was ausprobiert und da viele Bilder entstanden sind, wird es wohl noch etwas dauern, bis ich da die ersten geschickt bekomme. Am Ende des Monats habe dann natürlich auch ich das neue Jahr willkommen geheißen - wie im Jahresrückblick betont mit gemischten Gefühlen, da sich 2020 bei mir einiges verändern wird. Traditionell habe ich mit meinem Besten Freund in kleiner Runde gefeiert mit leckerem Essen und Gesellschaftsspielen.




Monatsrückblick: Gesehen im Dezember:



Filme:


Ich liebe RomComs und "Crazy Rich" passt perfekt in mein Beuteschema. Dem übergreifenden Konsens, dass es sich um eine der besten RomComs der vergangenen Jahre handelt, kann ich mich nur anschließen. Mir hat die Buchverfilmung des gleichnamigen Romans von Regisseur John Chu ebenfalls gefallen und das, obwohl die Storyline nicht unbedingt neu ist: Die New Yorker Professorin Rachel begleitetet ihren Freund Nick nach Singapur, um die Hochzeit eines Familienmitglieds zu feiern. Was sie aber nicht weiß, Nick ist reich, steinreich, sodass die Familie in einem 200-Millionen-Dollar Anwesen residiert und in Singapur regelrecht verehrt werden. Rachel wird ins kalte Wasser geschmissen und muss sich plötzlich in der Welt der Superreichen zurechtfinden und gegen eine Familie ankämpfen, die sie dort eigentlich nicht haben möchte. Es ist schade, dass der Film in Deutschland nur in kleinen, ausgewählten Kinos zu sehen war und noch als Geheimtipp gilt, während er in USA sogar Platz 1 der Kinocharts belegte und dort regelrecht gefeiert wurde. Es ist auch schade, dass man den Film hierzulande unter dem Titel "Crazy Rich" anstatt "Crazy Rich Asians" beworben hat, so als hätte man Angst das sei zu viel Diversität. Dabei ist dies doch genau das, was den Film ausmacht, dass wir als Zuschauer in eine andere Kultur eintauchen und der Film mal nicht in Amerika spielt und mit amerikanischen Darstellern besetzt ist. Die Prämisse wird dann überaus unterhaltsam, verrückt und charmant umgesetzt, dass der Film mich mehr als einmal zum Lachen gebracht hat und man bei all dem Reichtum und Protz ab und an den Kopf schüttelt - vor allem wenn man im Hinterkopf behält das Buchautor Kevin Kwan aus genau so einer Familie aus Singapur stammt und diese Szenen somit einiges an Wahrheit beinhalten dürften. Macht euch auf schicke Kostüme und tolle Sets gefasst. Die Figuren sind allesamt interessant und tiefgründig, die Chemie zwischen Rachel und Nick von Anfang an gegeben, sodass ich wunderbar mit ihnen mitfiebern konnte und die Darsteller machen einen fantastischen Job. Sicherlich ist der Verlauf des Filmes, wie man das von RomComs kennt, vorhersehbar, denn natürlich kommt es irgendwann zur großen Konfrontation zwischen Rachel und Nicks Familie, die ist aber intelligent und gelungen und lässt einen doch für kurze Zeit im Ungewissen darüber, ob die beiden Titelfiguren nun zueinander finden. Übrigens: Eine Fortsetzung wird folgen, nur wann, das ist noch ungewiss.



"Williamson Starr is approachable. No stink eyes or yelling because Williamson Starr is non-confrontational. Basically, Williamson Starr doesn’t give anyone a reason to call her ghetto. And I hate myself for doing it." - Starr 


Ein weiterer Film, der mich im Dezember tief berührt hat ist "The Hate U Give" - ebenfalls eine Buchverfilmung. Schon die Vorlage lässt sich auf den Bestsellerlisten widerfinden, der Film hat die ganze Thematik rund um Rassismus und Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern auf ungemütliche, aber berührende Art und Weise umgesetzt. Die Jugendliche Starr lebt in zwei Welten: Am Tag besucht sie eine Schule, deren Schülerschaft privilegiert und weiß ist, am Abend und am Wochenende verbringt sie ihre Zeit in ihrer ausschließlich von Afroamerikanern bewohnten Nachbarschaft. Doch ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie nach einer Party in das Auto ihres Besten Freundes einsteigt und sie in eine Polizeikontrolle geraten. Starr muss mit ansehen wie Khalil von einem Polizisten erschossen wird und gerät im Anschluss zwischen die Fronten. Genauso wie das Buch zielt auch "The Hate U Give" auf eine jugendliche Zielgruppe ab, was man ihm aber zu keiner Sekunde anmerkt. Denn die Umsetzung der genannten Themen ist brutal und erschütternd, weil sie so schonungslos ehrlich ist. "The Hate U Give" hat so viele intensive Momente, die mir die Tränen in die Augen getrieben haben und die jedem einzelnen von uns einen Spiegel vor Augen halten. Wir alle tragen mit unserem Verhalten dazu bei, den Hass weiter zu schüren und aufrechtzuerhalten. Der Film zeigt nun die fatalen Folgen und wie wichtig es ist, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. All dies wird über Starr transportiert, die Angst hat ihr wahres Ich zu zeigen und in ihrem Slang zu sprechen, damit sie in ihrer elitären Schule nicht als Mädchen aus dem Ghetto abgestempelt wird. Amandla Sternberg macht einen phänomenalen Job diesen Konflikt aufzuzeigen. Doch "The Hate U Give" ist auch ein Film über eine Jugendliche, die ihre eigene Stimme und so zu sich selbst findet. Starr wächst im Verlauf des Filmes über sich hinaus und wird ungewollt zum Symbol einer Bewegung. Sternberg spielt dies alles glaubhaft, mitreißend und liefert ihre bisher beste Performance ab. Sie etabliert sich mit diesem Film als ernstzunehmende Schauspielerin, denn sie ist es auch die "The Hate U Give" trägt. 



"Thus is a king’s burden. A king must make decisions lesser men are neither willing nor able to make. A king is indeed presented with quandaries lesser men might never encounter in the course of their whole lives. I wish it were not so. But problems, and this is my experience, problems that are left unattended, have a habit of becoming crises." - William


Apropos beste schauspielerische Leistung, die liefert auch Timothee Chalamet in Netflix's "The King" ab, wo er in die Rolle von Henry V schlüpft. Basierend auf dem dazugehörigen Shakespeare Stück handelt der Film von dessen widerwilligen Aufstieg zum englischen König, nachdem sein tyrannischer Vater Heinrich IV unerwartet stirbt. Nun muss der zuvor eher am Trinken interessierte Henry in einen Krieg gegen Frankreich ziehen und seiner königlichen Rolle gerecht werden. Schon hier wird für Historienkenner deutlich: Das hat nichts mit den historischen Fakten zu tun. Längst überholt ist das Klischee vom Party machenden Prinzen, der sich ständig diversen Alkoholexzessen hingegeben haben soll. Nichts davon kann historisch belegt werden, sondern entspringt der Fantasie von Shakespeare. Behaltet im Hinterkopf, dass es sich um eine Adaption eines Theaterstückes handelt, der Film keinen Anspruch auf historische Korrektheit erhebt. Mit fast 2 1/2 Stunden Laufzeit muss man für "The King" schon etwas Sitzfleisch mitbringen, aber da ich ein Fan des Genres bin und mir auch dieser Film gut gefallen hat, habe ich diese lange Laufzeit gar nicht wirklich wahrgenommen. Fasziniert hat mich allen voran Hauptdarsteller Chalamet, der den jungen Henry ruhig und besonnen verkörpert, jedoch genau dann seine charismatische Seite zeigt, wenn dies von ihm gefordert wird. So liefert er eine beeindruckende Schlachtrede, die sein schauspielerisches Können zur Gänze zeigt. Handlungstechnisch wird intrigiert und gelogen, wie man das aus Filmen des Genres kennt und mehrere optisch beeindruckende Kampfszenen eingebaut. Abzug gibt es für mich nur, weil ich Robert Pattinsons französischen Akzent zu übertrieben finde und nicht verstehe, wieso man hier keinen Schauspieler mit passender Nationalität besetzt hat. Schade finde ich hingegen, dass Lily Rose-Depp nur so wenig Screentime bekommen hat, denn Henrys V zukünftige Frau ist schlagfertig und tough, da hätte ich gerne mehr von gesehen. 


Überrascht hat mich hingegen "Liebe zu Besuch", eine süße RomCom in der Reese Whiterspoon als kürzlich geschiedene Mutter zurück nach Los Angeles zieht und an ihrem 40. Geburtstag in einer Bar auf die drei Mid-Zwanziger Teddy, Harry und George trifft. Gemeinsam verbringen sie einen feucht fröhlichen Abend und als Alice erfährt, dass die drei Männer auf der Suche nach einer Bleibe sind, bietet sie ihnen im Gästehaus zu wohnen. Während das Trio an seinem ersten Film arbeitet, steht bald Alices Ex-Mann vor der Tür und der ist von der neuen Wohnsituation sowie Harrys und Alice Beziehung nicht begeistert. Natürlich wird "Liebe zu Besuch" keinen Oscar gewinnen, es ist ein süßer Wohfühl-Film, der mich oft zum Lachen gebracht hat und mit sympathischen Figuren überzeugt. Sicherlich mag dem einen oder anderen die Ecken und Kanten in Bezug auf die Figuren fehlen, aber wenn ihr auf der Suche nach einem Film seid, bei dem ihr nicht allzu viel nachdenken müsst und der euer Herz erwärmt, dann macht ihr hier nichts falsch. Die Schauspieler haben mir gut gefallen, neben Whiterspoon gibt es noch Michael Sheen, Candice Bergen oder Nat Wolff zu sehen. Unter den Darstellern passte auch die Chemie, sodass ich mit Alice und Harry mitgefiebert habe. Von Anfang ist klar, worauf der Film hinausläuft, aber das stört mich bei RomComs nicht, sondern gehört zum Genre einfach dazu.



Aufgrund der Weihnachtsferien habe ich zudem noch ein paar Blockbuster von meiner Must-See-Liste streichen können, auch weil ich nun in den Genuss von Sky komme. Mit "Fack Ju Göthe 3" habe ich nun auch den letzten Teil der Trilogie rund um Zecki Müller gesehen, der diesmal ohne Caroline Herfurth auskommen muss und ich muss gestehen, etwas gefehlt hat mir die Schauspielerin schon. Im Gegensatz zum zweiten Teil, konnte mich der dritte aber wieder etwas mehr begeistern, auch wenn es nicht ganz gelingt noch etwas draufzusetzen, denn stellenweise ist es schon arg überzogen. Aber von diesen satirischen Elementen lebt die Reihe nun mal auch. Ich fand es allem in einem einen emotionalen, unterhaltsamen Abschied, wenn auch mit kleinen Schwächen und nicht ganz auf dem Niveau von Teil 1. Schauspielerisch sind erneut Jella Haase und Max von der Groeben zu nennen, die erneut überzeugen können. Eine positive Überraschung stellte hingegen "Skyscraper" dar, wo es Dwayne Johnson Ex-Militär zu sehen gibt, der im Alleingang seine Familie aus einem brennenden Wolkenkratzer rettet - dem höchsten weltweit. Damit schlüpft The Rock erneut in die Rolle des Helden, eine Rolle aber auch zu ihm passt und die er immer glaubhaft vermittelt. Abseits dessen ist "Skyscraper" ein spannender Actionfilm, mit vielen Explosionen, Momenten, die einen mitfiebern lassen und eindrucksvollen Aufnahmen. Lediglich das Ende kam etwas abrupt.



"Change is like death. You don’t know what it looks like until you’re standing at the gates." - Ian Malcom 


Nur im Mittelfeld siedeln sich hingegen "Jurassic World: Das gefallene Königreich" und "The Nun" an - beides Blockbuster, auf die ich gespannt war, da ich die Franchise liebe, die dann aber nicht an ihre Vorgänger Filme anknüpfen können. Bei "Jurassic Park" wurde es immer dann heikel, wenn man die Dinosaurier in die Städte geholt hat, so auch bei "Das gefallene Königreich". Während mir der Anfang auf der Insel noch gut gefallen hat, auch aufgrund der optischen Darstellung, denn in dem Moment, wenn die Dinosaurier zum ersten Mal auf unserem Bildschirm auftauchen und dazu die bekannte Filmmusik läuft, werde ich immer nostalgisch. Auch die Flucht vor dem Vulkanausbruch macht einiges her und wirft natürlich eine wichtige Frage auf: Haben auch die Dinosaurier Rechte? Anschließend nimmt der Film dann leider kontinuierlich an Spannung ab, auch weil mich die Handlungen einiger Figuren an Dämlichkeit kaum auszuhalten sind. Schlechte Vorzeichen also für den dritten Teil. "The Nun" hat zwar zumindest einige schöne Schockmomente und Jump Scares, sowie optisch einen gelungenen Antagonisten, jedoch fehlte mir die Hintergrundgeschichte zur mysteriösen Nonne, die uns im zweiten Teil von "The Conjuring" zum ersten Mal begegnet. "The Nun" liefert hier nämlich überhaupt keine Antworten, obwohl das ja eigentlich Sinn und Zweck des Filmes sein sollte. Auch Schauspielerisch war das ganze etwas blass, von Taissa Farmiga habe ich bei "American Horror Story" schon Besseres gesehen.





Serien:


Ausführlichere Rezensionen zu "The Witcher", "Chernobyl" und "Vanity Fair" findet ihr in meinem Jahresrückblick: Neue Serien 2019. Dort habe ich meine Gedanken zu den Produktionen dargelegt. Hier möchte ich mich auf Serien konzentrieren, die in meinen Rückblicken nicht vorkamen. 


Ich war im Dezember zwar begeistert von "The Crown", habe die Serie aber in meinem Jahresrückblick glatt vergessen - The Queen does not approve. Obwohl die dritte Staffel am meisten von den Fakten abweicht, ist sie mein persönlicher Liebling geworden. Das liegt daran, dass die Tonalität der Serie etwas leichter ist, als noch in Staffel 1 und 2 und Längen ausbleiben. Die Handlungsstränge werden spannend, teilweise auch sehr emotional umgesetzt und vor allem das Unglück in Aberfan hat mich mitgenommen und zu Tränen gerührt. Es ist zeitgleich die schwerste Folge der Staffel, die nicht so leicht zu verdauen ist. Abseits dessen steht die Mondlandung im Fokus, der Streik der Bergbauarbeiter, die Scheidung von Margaret und Snowdon sowie die aufkeimende Beziehung von Charles und Camilla. "The Crown" gelingt dabei etwas, dass ich nicht für möglich gehalten habe: Ich habe Sympathie für Charles entwickelt und das liegt auch daran, dass Josh O'Connor der Figur Tiefe verleiht und das ganze charmant spielt. Natürlich muss man dabei immer bedenken, dass es sich um Fiktion handelt, die tatsächlich Ereignisse ganz anders abgelaufen sein können. Für die Serie hat der Handlungsstrang rund um Charles für mich aber gut funktioniert und für viele emotionale, nachdenkliche Momente gesorgt. Daneben ist auch Anne ein angenehmer Neuzugang, Erin Doherty spielt die Prinzessin schlagfertig, keck, clever und zeigt eine moderne junge Frau, die wild ist und sich von niemandem etwas sagen lässt. Sowohl in Bezug auf Charles als auch Anne hoffe ich, dass sie in der vierten Staffel noch mehr Screentime erhalten. Abseits dessen können aber auch Olivia Coleman, Tobias Menzies und Helena Bonham Carter glänzen. Alle drei hatten keinen leichten Job, da sie natürlich konstant mit ihren Vorgängern verglichen werden, aber alle haben es geschafft den Wechsel glaubhaft zu vermitteln und den Figuren ihren eigenen Stempel aufzudrücken. 


Beendet habe ich hingegen "Gotham", denn nach fünf Staffeln ist Schicht im Schacht und unsere liebsten Bösewichte werden in Rente geschickt. Die finale Staffel muss mit zwölf, anstatt der gewohnt 22 Episoden vorliebnehmen und das merkt man der Serie auch an. Das Ende wirkt etwas übereilt, viele Handlungsstränge müssen schneller abgehandelt werden und so manche ikonische Figur aus den Comics hat dadurch nur einen kurzen Gastauftritt. Das ist schade, denn auch die endgültige Verwandlung von Bruce in Batman geschieht dann doch etwas hastig. Natürlich ist es etwas, das die Serie immer angedeutet hat, sodass es auch keine Überrascht war, wessen Ankunft im Mittelpunkt der Finalfolge stehen würde, aber ich habe der Folge angemerkt, dass es nun etwas schneller als ursprünglich geplant über die Bühne gehen musste. Mir hat die finale Staffel trotzdem gut gefallen, denn "Gotham" ist erneut herrlich skurril, die Allianzen ändern sich von Folge zu Folge und so mancher Antagonist überrascht im Verlauf der Staffel. Für mich waren schon immer die Bösewichte die Stärke der Serie, so auch in der finalen Staffel. Ich werde Figuren wie Pinguin oder den Riddler vermissen, auch weil beide so eine fantastische Chemie miteinander hatten. Ich werde aber auch das ungleiche, aber dafür umso unterhaltsame Duo Gordon und Bullock vermissen. Alles in allem kann ich aber mit dem Ende der Serie leben, auch wenn die Finalfolge selbst ebenfalls etwas überhastet wirkt. Trotzdem hat man die Serie in der kurzen Zeit gut zu Ende gebracht und keine Fragen offengelassen. 


Fleißig aufgeholt habe ich auch bei "American Horror Story", denn im Dezember flimmerte bei mir dann "Roanoke" über den Bildschirm - eine Staffel, die nicht unbedingt zu meinen Liebsten zählt. Nachdem ich aber so begeistert von "Hotel" war, war klar, dass es die sechste Staffel nicht unbedingt leicht haben würde. Stilistisch markiert "Roanoke" einen klaren Bruch zu den vorherigen Staffeln, was schlau ist, um sich abzugrenzen. Der Grundton der Staffel hat mir auch gut gefallen, denn man wendet sich de Format "Reality TV" zu, indem die Dokumentation "My Roanoke Nightmare" im Mittelpunkt steht, die die übernatürliche Geschichte eines verheirateten Paares erzählt. Diese kaufen mitten im Nirgendwo ein Haus, nur um dann festzustellen, dass dort Geister ihr Unwesen treiben, die vor allem um die Zeit des Blutmondes besonders mächtig sind. Es handelt sich somit um eine Geschichte in einer Geschichte, die dann auch noch in zwei klare Hälfte abgetrennt ist. Den Aufbau fand ich gelungen und auch die Art und Weise wie treffend Ryan Murphy und Brad Falchuck den Ton solcher Formate umgesetzt haben, ist unterhaltsam. Im Vorfeld wurde das Thema der Staffel unter Verschluss gehalten, lediglich angekündigt, dass die neuen Folgen wesentlich düsterer werden würden - genau das war mein Problem. "Roanoke" hat wesentlich mehr Jump-Scares und wird so dem Horror im Titel gerecht, doch ab einem gewissen Punkt wird aus dem Grusel harte Brutalität, die selbst mir zu viel des Guten war und ich bin in Sachen Horror einiges gewöhnt. Es reihte sich irgendwann Ekel-Szene an Ekel-Szene und von Folge zu Folge wurde versucht noch etwas draufzusetzen. Dafür ist "AHS" bekannt: Zu provozieren, ob man das dann aber mag, ist halt abhängig von der Thematik der Staffel. Schauspielerisch ist das ganze aber wieder phänomenal. Kathy Bates hat diesmal alle an die Wand gespielt - es war ihre Staffel. Mein Fazit fällt also gemischt aus: Sicherlich keine schlechte Staffel, ungewohnt vom Stil und der Tonalität, aber eben auch übertrieben brutal und eklig. 





Monatsrückblick: Gebloggt im Dezember:






Wie war euer Dezember?
Hattet ihr alle schöne Feiertage?
Und was habt ihr gesehen oder gelesen?



Kommentare :

  1. Ein toller Rückblick! :) Natürlich abgesehen davon, dass du krank geworden bist :( Bin gespannt auf die Looks! :) Mein Dezember war einfach nur stressig, kaum freie Zeit und daher konnte ich die Weihnachtszeit auch nicht so genießen, wie ich es gerne wollte. Aber zumindest Heiligabend und am 1. Feiertag hatte ich frei und konnte die 2 Tage in Ruhe genießen :)

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  2. Ein toller Rueckblick. Trotz Stress, Krankheit und viel zu tun, gab es ja dann doch enige schoene Momente. Das Silvester mit deinem besten Freund klingt wirklich perfekt! Mein Dezember war auch wirklich sehr stressing und viel zu tun und mit viel zu wenig Weihnachtsmarktbesuchen, aber die Feiertage mit der Familie waren dafuer umso schoener und entspannter bei mir. Deine Kritik zu Fuck you Goethe 3 und Jurassic World kann ich nur teilen. Vor allem bei Jurassic World, fand ich es schade, dass der Film nicht weiter auf der Insel gespielt hat, hier liegen einfach die Staerken der Reihe. Bin mal gespannt auf die Fortsetzung, den es scheint ja in den Staedten weiter zu gehen.

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  3. Timothee Chalamet hab ich ja sehr ins Herz geschlossen, ich finde er ist ein wirklich guter Schauspieler und da erwarte ich fast weiter Großes von ihm. Ich glaube sein nächster Film ist "Little Women" den ich gern sehen würde. Da habe ich Weihnachten schon eine andere Serienverfilmung dazu gesehen.
    The King hat mir jedenfalls auch ausgesprochen gut gefallen.
    Liebe Grüße Ela

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  4. Wie schön, ein Rückblick. Die mag ich ja sehr gerne. Das klingt bei dir doch nach einem ereignisreichen und (fast) gänzlich gelungenen Dezember, wenn man von Krankheit mal absieht. Gelungener Beitrag!

    Zeilentänzerin

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