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Dienstag, 17. Dezember 2019

Kolumne: Wieso ich Geschichten liebe


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Kolumne: Wieso ich Geschichten liebe:


Ich habe eine Sucht, nicht nach Alkohol oder Zigaretten, sondern nach guten Geschichten. Ich halte immer meine Augen offen nach Geschichten, die mich berühren, zum Lachen, Gruseln oder Weinen bringen oder mein Gedankenkarussell so richtig in Fahrt bringen. Ich liebe Geschichten, egal in welcher Form, ob als Buch, auf der großen Bühne, Leinwand oder aufbereitet für das Medium Fernsehen. Genauso wie ich Lebensgeschichten von Freunden, Familie oder Fremden in mich aufsauge und schon immer eine Vorliebe für urbane Legenden hatte. Es ist genau diese Vorliebe, die auch mich zum Schreiben bewegt hat. Das spielen mit den Worten, die Macht die sie besitzen und jemanden Trost spenden, glücklich machen oder zum schmunzeln bringen können. Worte sollten weiße eingesetzt werden, sie können eine Waffe sein, aber auch Veränderungen herbei führen. Geschichten haben die gleiche Macht, sie können über Missstände aufklären, uns die Augen öffnen und dafür sorgen, dass wir uns mit Themen auseinandersetzen, die uns bisher fremd waren. Sie können für Gerechtigkeit sorgen, wenn endlich die Wahrheit ans Licht kommt. Auf der anderen Seite können sie aber auch zur Verfestigung von Klischees beitragen, alte Rollenbilder vermitteln oder Unwahrheiten produzieren - abhängig davon, welchem Nutzen die Geschichte dient. 






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Trotzdem liebe ich Geschichten und kann stundenlang in einem Buch versinken, alte Episoden meiner Lieblingsserien zum 1000x Male anschauen oder aufgeregt auf meinem Stuhl hin- und herrutschen, bis der Vorhange am Ende des Stückes fällt. Ich habe mittlerweile unzählige Geschichten konsumiert, manche bleiben länger im Gedächtnis als andere, werden zu besonderen Lebensbegleitern, da man immer wieder in diese eintaucht, andere beschäftigen mich aufgrund ihrer Botschaft noch Monate später, wenn ich mich mit dem Gesehenen / Gelesenen auseinandersetze,  und selbst diejenigen, die schnell wieder aus meinen Gedanken entschwunden sind, haben mich oft kurzweilig unterhalten. Dafür gesorgt, dass ich meine Sorgen vergessen und an das Gute in der Welt glauben konnte. Feel-Good Filme mit Happy End - eine Wohltat an Tagen, wo scheinbar alles schief läuft oder in Momenten, wo eine Krise die nächste jagt. Natürlich gibt es dazwischen auch immer ein paar Fehlgriffe. Geschichten, die mich nicht mitreisen konnten, weil die Handlung zu konfus daherkommt oder der Spannungsaufbau nicht gelingt, mich Inhalte, Darsteller oder Figuren nicht überzeugen können. Doch das schmälert meine Liebe für Geschichten nicht. Geschmäcker sind nun mal verschieden und es ändert nichts daran, was Geschichten leisten können und genau darauf möchte ich nachfolgend genauer eingehen.



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1. Wieso ich Geschichten liebe: Sie helfen uns durch schwere Zeiten:


Jeder hat schlechte Tage. Kein Leben ist perfekt, auch wenn es uns manchmal dank der sozialen Netzwerke so vorkommt. Gerade in Phasen, wo bei mir gefühlt nichts so laufen möchte wie geplant, ertappe ich mich dabei, wie ich andere um ihr Leben beneide. Was ich dabei vergesse: Es ist oft mehr Schein als sein. Manche von uns können ihren Schmerz besser verstecken als andere und nach außen hin ein Lachen tragen, obwohl es innen komplett anders aussieht. Stecke ich in solchen Gedanken fest, sind natürlich auch Freunde und Familie eine große Stütze für mich, aber ich merke auch, dass ich dann oft in meine Lieblingsgeschichten abtauche. Wenn es mir schlecht geht, ich traurig bin oder aus irgendeinem Grund nervös, dann greife ich immer zur Fernbedienung und schalte "Supernatural" ein - meine All-Time-Favorite Serie. Als Gewohnheitstier und jemand, der feste Routinen braucht, ist die Serie wahrscheinlich gerade deshalb so beruhigend für mich, weil ich sie in- und auswendig kenne, viele Episoden mitsprechen kann und so das Gefühl habe Zuhause anzukommen. Sam und Dean, ihre Beziehung und die Art wie sie füreinander einstehen, erwärmt mein Herz und der Mix aus Horror, Spannung und Humor lässt mich meine Sorgen oder meine Nervosität für einen kurzen Moment vergessen. Das gleiche gilt für mich in Bezug auf Harry Potter. Als Kind der Generation Potter, als waschechter Potterhead, vermittelt Hogwarts mir immer ein Gefühl von Wärme. Eine Welt voller magischer Figuren, die über die Zeit für mich zu Freunden geworden sind und eine Geschichte, über die Macht von Liebe und Freundschaft, die mich immer wieder berührt und die ins Gedächtnis ruft, dass wir alle eine gute und schlechte Seite in uns vereinen. Wichtig ist am Ende nur für welche Seite wir uns entscheiden.



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"When you stop fighting, you stop living. We all need that thing that's worth fighting for. Maybe it's a certain someone, or a special place, maybe just an idea. So find your fight, and fight like hell, 'til your battle is won." - Brooke Davis (One Tree Hill)


2. Wieso ich Geschichten liebe: Figuren als Vorbilder:


Obwohl ich unfassbar tolle Freunde habe, auf die ich mich immer verlassen kann und die sofort zur Stelle sind, wenn ich Hilfe brauche oder etwas Schlimmes passiert ist, fühle ich mich manchmal alleine. Natürlich weiß ich, dass ich das eigentlich nicht bin, aber Gefühle entbehren oft jeglicher Logik. Egal wie oft man sich versucht einzureden, dass es nicht so ist, die Zweifel oder das flaue Gefühl bleiben. Auch hier können Geschichten eine Stütze sein. Erst kürzlich habe ich ein Essay über "Parasoziale Beziehungen" geschrieben - die Freundschaft zwischen Zuschauer und fiktionalen Charakteren und wie wichtige diese für die Herausbildung der eigenen Identität von Jugendlichen ist. Selbst diejenigen, die es verneinen, hatten sicherlich irgendwann in ihrem Leben eine fiktionale Figur mit der sie sich verbunden gefühlt haben, die sie versucht haben nachzuahmen oder für die sie geschwärmt haben. Das ist nichts Schlimmes, sondern ganz normal. Fiktionale Figuren helfen uns dabei zu erlernen, wie wir uns innerhalb der Gesellschaft zu verhalten haben, was als sozial angemessen gilt. Gerade deshalb ist die Darstellung von romantischen oder freundschaftlichen Beziehungen in Jugendbücher beispielsweise unfassbar wichtig, weil junge Leser sich am Verhalten der Protagonisten orientieren, dadurch erlernen, wie eine Beziehung auszusehen hat, was von ihnen in dieser Situation erwartet wird. Das macht es notwendig, dass toxische Beziehungen und Fehlverhalten von Figuren klar herausgearbeitet werden und deshalb ist es so problematisch, wenn dies nicht passiert. Das gleiche gilt in Bezug auf Antagonisten, denn die sind in der Tat wichtig für Geschichten, aber es sollte immer deutlich werden, dass ihr Verhalten falsch ist. Auch ich habe mich in meiner Jugend an TV-Figuren orientiert und habe mir Charaktere zum Vorbild genommen, denen ich nachgeifert habe, wie Brooke Davis ("One Tree Hill"). Ich wollte genauso selbstbewusst, schlagfertig und erfolgreich sein, während Hermine mir vor Augen geführt hat, dass niemand sich dafür schämen muss, wenn er schlau ist. Es etwas Positives ist, wenn man ein Streber ist, der seine Aufgaben gewissenhaft erledigt, denn dies bringt einen im Leben weiter und das war auch bei mir der Fall. 



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3. Wieso ich Geschichten liebe: Sie regen die Fantasie an:


Schon immer habe ich unfassbar gerne Aufsätze geschrieben, etwas was sicherlich nicht jeder von euch nachvollziehen kann. Aber ich konnte in den kreativen Schreibaufgaben meiner Fantasie freien Lauf lassen. In meinem Kopf spukten so viele Geschichten herum, so viele Gedanken, die einfach raus mussten. Wortwörtlich habe ich mir dann "Dinge von der Seele geschrieben". Es hat etwas befreiendes, wenn man Gefühle und Gedanken ausspricht oder schriftlich fixiert. Es fühlt sich oft an, als wäre einem eine Last von den Schultern genommen. Man hat es gesagt, es ist draußen, umkehren unmöglich. Wenn ich Geschichten konsumiere, beneide ich Autoren immer für ihre Kreativität, ihre Fantasie und die Ausdauer, die sie beweisen, wenn sie sie zu Papier bannen. Ein ganzes Buch konnte ich bisher noch nicht füllen, meine Texte sind meist kurzer Natur, weshalb ich mich auch zum Journalismus hingezogen fühle. Aber darum soll es nun nicht gehen. Geschichten, helfen nicht nur Autoren ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, sondern auch bei uns, den Konsumenten. Ich liebe es, wenn eine Geschichte mich so mitreißt, dass ich die Realität für eine kurze Zeit vergesse und mich in magischen Welten wiederfinde in denen alles möglich ist. Noch schöner finde ich, wenn Menschen sich danach mit dem Gesehenen beschäftigen und selbst zu Autoren werden indem sie Kurzgeschichten oder Fanfiction zu ihren Lieblingsgeschichten schreiben. Auch hier findet unfassbar viel Identitätsarbeit statt, worüber ich, auch schon eine Hausarbeit geschrieben habe - Ja ich liebe solche Themen und da ich neben Politik noch Soziologie studiere, ist es mir möglich solche Fragestellungen ab und an aufzugreifen. Die Fantasie wird aber noch in anderer Weise angeregt und kommt beispielsweise auch in Fanart, wie Grafiken oder Videos zum Austausch, genauso wie in Cosplay.


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"Khalil. I found out that name means something, too. Friend. I’ll never forget. I’ll never be quiet. I can’t change where I come from, or what I’ve been through, so why be ashamed of what makes me me? And I’m going to keep on being Starr. No version Two." - Starr (The Hate U Give)



4. Wieso ich Geschichten liebe: Sie vermitteln Botschaften:


Kürzlich habe ich die Verfilmung von "The Hate U Give" gesehen. Nicht nur die Vorlage wurde für ihre Auseinandersetzung mit Rassismus gelobt, sondern auch die Filmversion. Ich kann verstehen wieso, denn "The Hate U Give" ist intensiv, schonungslos ehrlich und beinhaltet einen Appell an alle für uns: Hass produziert Hass. Es ist ein endloser Kreislauf, den wir endlich unterbrechen müssen. "The Hate U Give" hat mich konstant zum Weinen gebracht, sowohl Buch als auch Film treffen einen Nerv und behandeln eine Thematik, die uns noch viel zu oft in den Nachrichten begegnet. Polizeigewalt gegen Afroamerikaner, damit verbunden Rassismus unter Polizisten, aber auch innerhalb der Gesellschaft. Werke wie diese gibt es viele, auch Ava DuVernay's "When They See Us", das seit diesem Jahr auch Netflix verfügbar ist, erzählt eine schockierende Geschichte. Im Mittelpunkt stehen fünf Männer, auch bekannt als "Central Park Five", die ich aber nicht so nennen möchte, denn es ist ein Label, das ihnen die Polizei und die Medien aufgedrückt haben und das für ihre Schuld steht. Dabei sind sie genau das nicht. Fünf Jugendlichen die zu Unrecht verurteilt wurden, für eine Vergewaltigung die sie nie begangen haben. Ihr Vergehen: Die falsche Hautfarbe zu besitzen. "When They See Us" ist genauso unbequem wie "The Hate U Give". Beides sind keine Wohlfühl-Geschichten, sondern Geschichten, die einen bis ins Mark erschüttern und am System zweifeln lassen. Es sind Geschichten, die erzählt werden müssen, weil sie in der Lage sind, uns die Augen zu öffnen, zum Umdenken zu bewegen und unser Verhalten zu hinterfragen. Es sind Geschichten, die mir nicht aus dem Kopf gehen und die mich über Jahre begleiten. Das gleiche auch in Bezug auf "13 Reasons Why". Ja die Serie ist kontrovers. Sie bricht mit Tabus und man kann über die Umsetzung mancher Storylines streiten, was aber unbestreitbar ist: Sie macht deutlich, dass sich etwas ändern muss. Dass wir anfangen müssen uns zu fragen, was unsere Worte, unsere Taten bei anderen Personen anrichten, welche Folgen sie haben können. Wir müssen eingreifen, wenn wir sehen, dass jemand gemobbt oder misshandelt wird. Nicht wegsehen. Wir müssen die Grenzen des Gegenübers respektieren und lernen zuzuhören, wenn dieser seine Geschichte erzählen möchte.



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5. Wieso ich Geschichten liebe: Sie erwecken frühere Epochen zum Leben:


Ich oute mich als kleiner Geschichtsnerd. War ich schon immer. Gefördert hat diese Leidenschaft mein Opa, der eine Schwäche für das alte Ägypten hat und mir schon früh Geschichten über große Pharaonen erzählt hat. Es dauerte nicht lange und ich war der Epoche verfallen. Noch heute beeindruckt mich das alte Ägypten, wie sehr die Menschen ihrer Zeit zum Beispiel im Bereich Medizin voraus waren und schon damals chirurgische Eingriffe durchführten. Doch neben das alte Ägypten sind weitere Epochen getreten, die mein Interesse weckten, wie die Antike und vor allem die Zeit der Tudors. Über die Jahre habe ich einen Faible für britische Geschichte entwickelt, weshalb mein Trip nach London die Erfüllung eines Herzenswunsches war. Auf neue Epochen aufmerksam werde ich tatsächlich durch Serien und Filme. Nicht immer zeichnen diese sich durch historische Korrektheit aus, jedoch vermögen einige es mich für historische Persönlichkeiten und Zeitabschnitte zu begeistern. So geschehen bei "Die Tudors", das meine Faszination an Anne Boleyn entfacht hat, eine Frau die für mich immer etwas aus der Zeit gefallen wirkt, weil sie mit ihrem Feuer und ihrer Meinungsstärke eher in die Moderne passt. Das bewundere ich an ihr, zeigt aber auch, dass es in der Tat viele charismatische, starke Frauen gegeben hat, die die Entwicklung der Gesellschaft vorangetrieben und ihren Einfluss genutzt haben. Durch "Outlander" habe ich mich hingegen in Schottland, dessen Landschaft und alten Bräuche verliebt und möchte dies auch endlich in echt erleben. "Die Borgias" haben in mir den Wunsch aufkeimen lassen, mich näher mit Lucrezia Borgia und ihrem tragischem Leben zu befassen, selbst "Reign" hat dafür  gesorgt, dass ich endlich mal Mary Stuarts Geschichte gegooglet habe und eine Biografie über die komplexe Beziehung zwischen Elizabeth und ihr schon auf meiner Amazon Wunschliste steht. Nicht nur liebe ich es zu sehen, wie Epochen zum Leben erweckt werden und dabei Kostüme zu bewundern (auch wenn man hier und da doch stark von der Realität abweicht), auch die Sets faszinieren mich sowie die Geschichten historischer Persönlichkeiten. Mir macht es einfach Spaß in andere Epochen einzutauchen, auch wenn manches Mal ein romantisiertes Bild gezeichnet wird.



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6. Wieso ich Geschichten liebe: Perspektivwechsel und Wissensgenerierung: 


Ein Punkt den ich fast vergessen hätte, zum Glück hat mich Nadine in einer Sprachnachricht daran erinnert. Denn natürlich geben einem Bücher, Serien, Filme, Theaterstücke oder Lebensgeschichten auch eine andere Perspektive. Sie erlauben es uns ein Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu ergründen und geben darüber hinaus auch Einblick in Gesellschaftsschichten oder Problemlagen, der einem bisher verwehrt geblieben sind. Wir werden über Geschichten mit Meinungen und Ansichten konfrontiert, die entweder unser Weltbild widerspiegeln oder diesem komplett konträr laufen. Oft beginnt man dann sich selbst zu hinterfragen, die eigenen Ansichten zu revidieren oder man lernt unterschiedliche Standpunkte zu akzeptieren, sich in den Gegenüber hineinzuversetzen. Gute Geschichten verpassen aber nicht nur dem Helden eine interessante Hintergrundgeschichte, sondern auch dem Antagonisten. So kann es vorkommen, dass man als Zuschauer Empathie mit einer Figur empfindet, die dies überhaupt nicht verdient hat. Werke, in denen der Bösewicht die Hauptfigur mimt und wir in seine Gedanken eintauchen, finde ich unfassbar interessant, was ein Grund dafür ist, wieso beispielsweise Netflix's "YOU" mich so fasziniert hat. Joe ist ein Soziopath aus dem Lehrbuch und die Produzenten lassen uns an seinen inneren Monologen, erschreckenden und morbiden Gedanken teilhaben. Obwohl sein Verhalten falsch ist und die meiste Zeit abstoßen, ertappt man sich in manchen Szenen, wo seine Hintergrundgeschichte erläutert wird, doch tatsächlich dabei wie man Mitleid mit ihm empfindet - auch wenn das die Ausnahme ist. Denn beim Anschauen lief es mir hier die meiste Zeit eiskalt den Rücken hinunter, auch oder gerade weil Penn Badgley das ganze so realistisch gespielt hat.



"There was nothing sane about Chernobyl. What happend there, what happend after, even the good we did, all of it...madness" - Valery Legasov (Chernobyl)



Auf der anderen Seite können Geschichten aber auch unseren Horizont erweitern, wenn sie uns komplizierte Sachverhalte in einfacher Sprache darlegen oder unsere Nasen auf bisher unbekannte Sachverhalte stoßen. Kürzlich habe ich beispielsweise die Sky-HBO-Produktion "Chernobyl" beendet, die natürlich auch die technische Seite eines Atomkraftwerkes und der Tragödie beleuchtet hat. Selten habe ich aus einer Serie so viel Wissen mitgenommen, wie hier, denn die Serie bereitet das alles leicht verständlich auf. Über die Katastrophe wusste ich zwar schon vorher bescheid, da wir das im Unterricht ein bis zwei Stunden durchgenommen hatten, aber das ist nun doch schon eine Weile her. Da mussten meine grauen Zellen aktiviert werden, um mich daran zu erinnern.



* Info zum Look: Der Rock stammt  von H&M, Blazer und Shirt von New Yorker.




Und nun zu euch: 
Verratet mir, wieso ihr Geschichten liebt?
Welche habt ihr letzter Zeit gehört, gesehen oder gelesen, die euch nicht aus dem Kopf gehen?


Kommentare :

  1. Ich stimme dir da absolut zu. Ich liebe auch Geschichten und könnte darin total versinken.
    Liebe Grüße
    Luisa von http://www.allaboutluisa.com/

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Luisa, das freut mich zu hören <3.

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  2. So ein schöner Beitrag! Und die Fotos sind auch so schön, richtig schönes Outfit und vor allem die Bilder vor dem Zug finde ich super gelungen. Ich liebe auch Geschichten, vor allem aus dem Grund, dass sie mich auch vor allem in schlechten Zeiten einfach in eine andere Welt versetzen. Geschichten die mir lange nicht aus dem Kopf gingen waren z.B. Breaking News von Frank Schätzing. Durch das Buch habe ich soviel über den Nahostkonflikt gelernt. Ich liebe es wenn einem durch fiktive Geschichten einige fachliche oder historische Geschehnissen näher gebracht werden. Auch Girl in the train hat mich sehr beschäftigt, da es dort einfach so viele schokierende Abgründe hinter perfekten Kulissen gibt, was leider ja auch oft im wahren Leben zutrifft.

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar und Kompliment <3. Das mit dem Zug war ja eine Idee meines Dads, ich war da erst gar nicht so begeistert von, finde aber das sieht echt super aus.

      Das mag ich auch total, wenn Bücher einen fachliche oder historische Geschehnisse näher bringen bzw. anrengen, dass man sich mit solchen Themen intensiver beschäftigt. Zum Nahost-Konflikt hatte ich ein ganzes Seminar im Rahmen meines Bachelorstudiums. Das habe ich auch als sehr spannend empfunden, vor allem weil mir zuvor garn icht bewusst war, wie komplex der Konflikt ist. Klar, man hört darüber in den Nachrichten, aber wir haben das dann von Anfang an betrachtet, die ganzen Akteure beleuchtet und somit aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet.

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  3. Das ist vielleicht ein etwas unkreativer Kommentar, aber: Sehr schöner Eintrag! Kann ich so nur unterstreichen :)

    Apropo Geschichten: Habe es tatsächlich in Str Wars und in The Farewell (danke nochmal für die Empfehlung) geschafft - besonders der letztere lebt von seiner Geschichte :)

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    1. Ich freue mich auch über deinen unkreativen Kommentar :P. Jede Reaktion zeigt mir ja, dass der Beitrag gelesen wurde und auch jemanden gefallen hat ;).

      Uih das freut mich, dass dir "The Farewell" geschafft hast und er dir dann auch noch gefallen hat. Was sagst du denn zu "Star Wars"? Ich bin zwar kein Fan, habe aber mitbekommen, dass der die Fangemeinde spaltet.

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  4. Wow wieder mal ein richtiger guter Beitrag von dir! Kann dir bei allen Punkten zu 100% zu stimmen, ich liebe Geschichten ebenfalls und vor allem auch Märchen und Sagen, da sie sowas mystisches haben aber auch den Zeitgeist so gut wiederspiegeln. Oder wie du eben auch Geschichten aus dem alten Ägypten, der Antike und dem Mittelalter. Aber natürlich auch Geschichten von echten Menschen um mich herum können so spannend und fazinierend sein, zuletzt habe ich in einem Podcast die Geschichte von Sara Nuru gehört (dem Supermodel) und finde die einfach soooo toll! Hatte sie voll lange aus den Augen verloren aber durch diesen Podcast bzw ihre Geschichte wurde mir wieder Hoffnung gemacht das es schon immer gute Menschen gab und nicht alle fremdenfeindlich sind... Muss mir das Buch dazu auch unbedingt holen. Wahre Geschichten die das Leben schreiben, sind einfach die besten! Deswegen habe ich meine Geschichte auch endlich fertig geschrieben (also meinen Roman) und den einen ersten kleinen Auszug auf meinem Blog geteilt :) würde mich sehr über dein Feedback freuen! Ich hoffe es ist auch eine gute Geschichte geworden :D

    Frohe Weihnachten und schöne Feiertage ❤🎄✨

    Deine Jasmin

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    1. Dankeschön für das liebe Kompliment Jasmin <3. Da meine Antwort jetzt stress- und krankheitsbedingt etwas später kommt, hoffe ich, dass du schöne Feiertage hattest und auch gut ins neue Jahr gerutscht bist?

      Sara Nuru, die Staffel habe ich bei Germanys next Topmodel auch gesehen und hatte da auch gehofft, dass sie gewinnt. Dass sie ein Buch geschrieben hat, habe ich sogar mitbekommen, aber wusste gar nicht um was es da geht :D. Hatte sie dann auch aus den Augen verloren, aber sie hat glaub ich echt Karriere gemacht.

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Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Kommentar von euch und versuche auch immer auf euren Blogs zu antworten. Dankeschön <3

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