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Mittwoch, 22. Juli 2015

{Review} Warum man sich The 100 nicht entgehen lassen sollte!

Ich weiß das es gerade sehr serienlastig auf meinem Blog ist, jedoch wollte ich diese Kritik unbedingt zum Start von The 100 noch online bringen, um den Einen oder Anderen von euch noch neugierig zu machen. Denn im Moment ist diese Serie noch ein absoluter Geheimtipp in Deutschland, jedoch einer den man sich nicht entgehen lassen sollte. Bisher konnte man die Serie bei uns nur in der Originalsprache sehen, doch das hat nun ein Ende. Denn heute startet sie um 20:15 auf ProSieben mit 3 Folgen am Stück, jedoch nur zum Auftakt, danach sind es immer 2 Folgen die ausgestrahlt werden. Da ich die Serie schon im O-Ton gesehen habe, kann ich sie euch nur empfehlen und hoffe ich kann wirklich jemanden mit meiner Kritik neugierig machen.


Allgemeines über The 100:

Urheberrecht: The CW
Titel: The 100
Produktionsland: Usa
Sprache: Englisch
Produktionszeitraum: 2014 - ???
Erstausstrahlung: 19.März 2014
Produktionsunternehmen: Alloy Entertaiment, CBS Television Studies, Warner Bros. Television
Produzent: Jason Rothenberg, Kass Morgan
Genre: SciFi, Drama, Fantasy
Staffeln: 5
Folgen: 29 in 2 Staffeln
Cast: Eliza Taylor als Clarke Griffin, Marie Avgeropoulos als Octavia Blake, Thomas McDonell als Finn Collins, Bobby Morley als Bellamy Blake, Paige Turco als Dr. Abigail Griffin, Eli Goree als Wells Jaha, Henry Ian Cusick als Kane, Christopher Larkin als Monty Green, Devon Bostick als Jasper, Isaiah Washington als Kanzler Thelonious Jaha, Lindsey Morgan als Raven und Ricky Whittle als Lincoln
Sonstiges: die Serie wurde um eine weitere 3.Staffel verlängert, die erneut 12 Folgen umfassen wird
Verfügbar auf: iTunes (komplette Staffel 29,99 € oder über Amazon Instant Video 32,37 € für alle Folgen)

https://www.youtube.com/watch?v=aDrsItJ_HU4

Inhalt: 

97 Jahre nach dem die Erde durch einen Atomkrieg und den Folgen der Strahlung unbewohnbar ist, haben sich die Überlebenden im Weltall auf der Ark versammelt. Doch dort strenge harte Regeln und jeder Erwachsene der sie bricht, wird mit dem Tod bestraft, während die Jugendlichen weggesperrt werden. Da der Sauerstoff auf der Ark knapp wird, werden 100 der jugendlichen Straftäter auf die Erde geschickt, um herauszufinden ob diese bewohnbar ist. Hierbei ist es nicht die Strahlung die für sie zum Problem wird, sondern die Gruppe selbst, Naturkatastrophen und Überlebende die sogenannten Grounders.

"Who we are and who we need to be to survive are very different things" - Bellamy Clarke

Meine Meinung: Überlebensserie im Stile von "Die Tribute von Panem": 

The 100 ist in Deutschland noch eine sehr unbekannte Serie, jedoch ist sie für mich einer der besten Neustarts aus der letzten Tv-Season, denn hier gibt es endlich wieder einmal eine Show, deren Drehbuch spannend und interessant ist. Wer ein Fan von Panem ist, der dürfte auch diese Serie mögen. Denn ähnlich wie im Film kämpfen auch hier Jugendliche um ihr Überleben, zwar nicht immer gegeneinander, aber gegen die Grounders und viele andere Naturgewalten. Und ebenso wie Panem sehen wir hier einen Endzeit Epos, der uns in eine sehr harte Welt entführt, die nichts mehr von unserer derzeitigen Welt widerspiegelt. Es gibt mutierte Tiere oder auch Nebel der vergiftet ist und zum Tod führt. Selbst auf der Ark geht es den Menschen nicht besser, da dort harte Regeln herrschen, über die ich oft schockiert war. Wie kann man einfach jeden Jugendlichen ,der einen kleinen Fehler begeht über Jahre hinweg einsperren und die Erwachsen dann auch noch mit dem Tod bestrafen? Da führen schon kleine Vergehen, wie die Wahrheit zu sagen, wenn das Regime es nicht möchte, zu dieser Art der Bestrafung. Doch auch viele Szenen unter den 100, die sich plötzlich selbst organisieren müssen, ins Chaos stürzen und sich an keine Regeln mehr halten, lassen einen schockiert zurück. Ihr seht also, hier hat sich wirklich jemand Gedanken gemacht.

Durch den Wechsel zwischen der Erde und der Ark im Weltall, kommt eine tolle Abwechslung und Spannung in die Serie. Man lernt beide Welten gleichermaßen kennen, wird durch Rückblicke über die Geschehnisse auf der Ark aufgeklärt und lernt die Charaktere durch ihre Storylines in der Gegenwart kennen. Beide Seiten haben hierbei mit Problemen zu kämpfen, egal ob Ark oder Erde. Somit bekommt auch jeder einen spannenden Handlungsstrang, der geprägt von Intrigen, Lügen und Machtspielen ist. Besonders gut gefallen hat mir, dass man sich am Anfang auf der Erde erst einmal mit der neuen Umgebung befasst, auf die Natur, die Tiere und die dortigen Katastrophen eingeht, dabei jedoch immer andeutet, dass die Situation zwischen den Jugendlichen kurz vor dem explodieren ist. Der Knall auf den man die ganze Zweit warte, war ein Muss, denn zu einer solchen Serie gehört dieser einfach dazu. Erst dann lernt man die Grounders kennen, die jedoch eine spannende Erweiterung und wirklich furchteinflößend sind. Die größte Gefahr ist also nicht die Natur, sondern die Menschheit selbst, ein Thema welches immer wieder Gegenstand der Geschichte ist und hier zum zentralen Mittelpunkt wird. Vor allem das Finale kann mit spannenden Cliffhangern überzeugen, womit ein wirklich toller Auftakt für die 2.Staffel gelegt wird.

Was die Charaktere und den Cast anbelangt hat man fantastsiche Arbeit geleistet. Denn alle Protagonisten haben Tiefe,  viele Facetten und bewegen sich in Grau Tönen. Keiner ist durchweg böse oder gut, jeder hat etwas was ihn antreibt und trifft Entscheidungen die manchmal hart sind. Während Bellamy einer der Charaktere ist, die am Anfang machtgierig und brutal erscheinen, erfährt man bald was ihn antreibt und erlebt eine 180 Grad Drehung. Für mich gehört er nun mit zu meinen absoluten Lieblingen. Das Gleiche geschieht auch mit Marcus Kane, der uns am Anfang sehr herzlos, egoistisch und machtgierig präsentiert wird. Auch er macht eine sehr emotionale Wandlung durch und gehörte am Ende ebenfall zu meinen Lieblingen.  Besonders gut haben mir aber auch noch Clarke, Octavia und Jasper gefallen. Erstere trifft auch mal Entscheidungen, die man nicht von ihr erwarten würde und findet vor allem im Verlauf der 2.Staffel ihre Stärke als Anführerin, während Ocatvia einfach richtig taff und cool ist, sodass ich mir manchmal gerne etwas von ihrer Coolheit abschneiden würde. Jasper der den typischen "Nerd" verkörpert muss man einfach ins Herz schließen, denn er beweist über den Verlauf der Staffel hinweg einfach so viel Mut und wächst über sich hinaus. Ich finde es wirklich erfrischend einfach mal eine Teenie Serie zu sehen, in der es keine Charaktere gibt, die den gängigen Klischees entsprechen, sondern jeder seine Zeit zum strahlen bekommt und auch eine Hintergrundgeschichte besitzt. Schauspielerisch kann ich mich nicht  beklagen. Ich finde alle machen hier einen soliden Job und es war sicherlich nicht verkehrt die erwachsenen Rollen mit gestandenen Schauspielern zu besetzen. Somit ist hier schon eine Fanbase vorhanden und sie können den Newcomern wohl auch einiges beibringen. Wer also mal wieder eine gute Sciene Fiction Serie sehen möchte, der sollte unbedingt mal The 100 anschauen.

Fazit: The 100 ist ein toller Endzeit Epos, der einfach mal erfrischend anders ist und eine spannende Storyline, gepaart mit facettenreichen Charakteren bietet. Wer also auf eine Plot-driven Serie steht, sollte sie sich nicht entgehen lassen. 5 von 5 Sternen.


Wer von euch wird einschalten?
Wer eher nicht?
Und was sagt ihr zur 1.Folge oder generell zur Serie, falls ihr sie ebenfalls schon kennt? 

Donnerstag, 21. Mai 2015

{Review} Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit

Kurz nachdem ich den ersten Band der Trilogie gelesen habe, folgte dann auch schon die Fortsetzung, auf die ich heute näher eingehen möchte. Jedoch beschränke ich mich diesmal nur auf das Buch, da ich den Film noch nicht gesehen habe. Den 3.Teil werde ich jedoch leider nicht gleich hinterher schieben können, da dieser noch nicht in unserer Bücherei vorhanden ist, deshalb warte ich da noch ein bisschen, bis ich ihn dann dort ausleihen kann. Jetzt gibt es aber erstmal meine Gedanken zum 2.Band. Das Copyright für das Cover liegt beim cbt Verlag. 

Allgemeines:
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Bestimmung-Toedliche-Wahrheit-Band-2/Veronica-Roth/e449812.rhd
Originaltitel: Insurgent
Deutscher Titel: Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
Erscheinungsdatum: 10.Dezember 2012
Verlag: Cbt Verlag
Autorin: Veronica Roth
Genre: Sci Fi, Action, Distopie
Seitenanzahl: 512 Seiten
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
Sonstiges: Fortsetzung zu Die Bestimmung, ihr solltet vorab unbedingt den 1.Band der Reihe gelesen haben.

Klappentext: Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris’ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris bestimmen, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt … -  © Cbt Verlag

Meine Gedanken: Über die Fortsetzung von "Die Bestimmung" hatte ich im Vorfeld leider sehr viel schlechtes gehört, weshalb ich etwas zögerlich an das Buch herangegangen bin. Jedoch möchte ich mich von so etwas nicht beeinflussen lassen und mir immer mein eigenes Bild machen. Persönlich fand ich das Buch jetzt nicht so schlecht, wie viele gesagt haben. Es hat definitiv seine Aufs und Abs. Mal fand ich es mitreißend, mal gab es Details die mich störten, weshalb ich doch etwas länger zum lesen brauchte. Gut fand ich, dass man sofort am Ende des letzten Bandes wieder ansetzt und es so keine Lücken gibt oder auch, dass die Angriffe Schlag auf Schlag folgten, womit man die Kriegs Situation sehr gut widergespiegelt hat. Man hat einfach gespührt, das etwas in Gange ist und jeder Tag der Letzte sein kann. Auch das wir uns von einigen Charkateren verabschieden mussten, war für mich keine Überraschung, denn ein Krieg fordert seine Opfer, auch wenn dies für den Leser nicht immer leicht ist. Wobei der große emotionale Schlag bei mir da ausblieb, vor allem wenn ich es mit Panem vergleiche, denn da konnte ich kaum zur nächsten Seite gehen. Mit den meisten der Charaktere bei "Die Bestimmung" bin ich einfach noch nicht so warm geworden, weshalb mir hier Abschied nicht all zu schwer fiel. Dazu gab es ein paar Wendungen, die mich wirklich überrascht haben, aber das waren leider die wenigsten. Denn die meisten fand ich doch etwas vorhersehbar. Mir fehlte am Ende irgendwie dieser Wow Effekt, denn die Auflösung war nicht unbedingt die überraschendste und innovativste. Das sie in diese Richtung gehen würden, habe ich mir irgendwie schon gedacht und es ist einfach auch keine neue Idee, wodurch das Buch auch nicht aus seinem Genre ausbricht oder diesem etwas Neues hinzufügt. Somit war ich hier etwas enttäuscht, möchte den letzten Band aber trotzdem gerne lesen, denn vielleicht hat man aus der Idee ja das Beste herausgeholt, womit das ganze doch noch spannend werden könnte.

Meine größten Probleme hatte ich aber mit all dem Beziehungsdrama zwischen Tris und Tobias. Im letzten Band fand ich ihre Chemie wirklich toll, habe die Szenen mit ihnen geliebt, aber diesmal war ich einfach genervt, denn all diese Beziehungsstreitereien haben immer wieder die Spannung rausgenommen und die Haupthandlung nicht vorangetrieben. Ich bin ja eh schon nicht der größte Fan davon, wenn die Liebe in einem Fantasybuch einen zu hohen Stellenwert einnimmt, und vor allem irgendwie heraufbeschwörte, unsinnige Streitpunkte gehen mir hierbei besonders auf die Nerven. Was auch im Krieg in meinen Augen sehr unrealisitsich ist, wo wie oben schon erwähnt, jeder Tag der letzte sein könnte. Natürlich kommt es am Ende zur Versöhnung von Tris und Tobias und das auch sehr schnell, aber das hat mir nur gezeigt, wie flott man all die Differenzen der Beiden schon während des Verlaufes im Buch hätte niederlegen können. 

Für mich reicht die Fortsetzung nicht an den ersten Band heran, ist jedoch solide und bietet zumindest am Ende einen Cliffhänger, aus dem man einiges herausholen kann. Fans von Distopien, die den Mix aus Liebe, Action und Drama lieben, werden aber bestimmt auf ihre Kosten kommen. Mir war die Liebe hier nur ab und an etwas zu viel und ich hätte mir gewünscht, dass man sich einfach etwas mehr auf die Storyline und die Probleme des Krieges konzentriert und diesen nicht immer unterbricht, um etwas Drama zwischen Tris und Tobias reinzubringen. 
Fazit: Der 2.Band reicht zwar nicht an seinen Vorgänger heran, ist jedoch solide und schafft es vor allem die Kriegssituation sehr gut darzustellen. Auf den 3.Band bin ich trotzdem gespannt, denn richtig angepackt könnte das ganze sehr interessant werden, auch wenn die Auflösung nun nicht die mehr die Neuste oder Individuellste ist. 3 von 5 Sternen. 


Wer von euch hat das Buch schon gelesen?
Wie hat es euch gefallen?
Wer war denn schon im Film?

Mittwoch, 25. März 2015

{Review} Die Bestimmung - Veronica Roth (Buch + Film)

Lange hat es gedauert, aber nun habe ich mich auch endlich einmal an den 1.Band der Divergent Saga gewagt und hatte das Buch dann gegen Ende doch noch sehr schnell durchgelesen. Genauer möchte ich hierauf aber wie immer in einer Kritik näher eingehen. Buchcover: © cbt Verlag!

Allgemeines:
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Bestimmung/Veronica-Roth/e455883.rhd
Originaltitel: Divergent
Deutscher Titel: Die Bestimmung
Autorin: Veronica Roth7
Verlag: cbt
Genre: Fantasy, Sci-Fi, Dystopie
Seitenzahl: 480 Seiten
Preis Hardcover: 17,99 €
Preis Taschenbuch: 9,99 €
Sonstiges: Teil 1 einer 3-teiligen Romanreihe. Grundlage für die gleichnamige Verfilmung mit Shailene Woodley


Inhalt: In der Zukunft wird unsere Welt in 5 Fraktionen aufgeteilt: den selbstlosen Altruan, den mutigen Ferox, die friedfertigen Amite, die Selbstlosen Candor und die wissbegierigen Ken und mit 16 Jahren muss jeder Teenagern nach einem Eigenungstest sich für eine dieser Faktionen entscheiden. Hierbei wird die Fraktion die eigene Familie und man passt sich deren Lebens- & Denkweise an. Wer in keine Fraktion passt gilt als "Fraktionsloser" und muss ein erbärmliches Leben aus Ausgestoßener auf der Straße führen. Auch Beatrich ist eine sogenannte "Unbestimmte", denn ihr Testergebnis deutet nicht eindeutig auf eine der 5 Fraktionen hin. Damit wird sie zur Gefahr fürs System...

Meine Meinung: Schon lange stand "Die Bestimmung" ganz oben bei mir auf der Leseliste, deshalb war die Freude auch groß, dass wir nun die ersten zwei Bände bei uns in der Bücherei haben. Da musste ich das Buch dann einfach sofort mitnehmen und es zuhause lagern. Denn zum lesen kam ich leider erst nach meinen Prüfungen und ich muss gestehen, dass mich der Anfang noch nicht sofort gepackt hatte. Es dauert etwas bis sich das Buch so wirklich warm läuft, aber je mehr die Spannung gegen Endes des Buches  zugenommen hat, umso weniger konnte ich es aus der Hand legen. Ich bin dann einfach komplett in Tris Welt eingetaucht und war gespannt was mich noch erwartet, denn man hat als Leser gemerkt, wie sich die Situation immer mehr zuspitzt und ein Krieg unsausweichlich wird. Ab dem Moment fand ich das ganze Buch dann einfach nur noch mitreißend. Die Initation zu vor hatte zwar ihre spannenden Momente, war mir aber etwas zu lang gezogen und man hätte sie in meinen Augen etwas kürzer abhandeln können. Schön hätte ich es hier auch gefunden, wenn man noch etwas über dieses Ritual bei den anderen Fraktion erfahren hätte. Ich habe mich immer wieder gefragt, wie diese wohl bei den Altruan, den Ken oder Candor abläuft und war etwas enttäuscht, dass wir dort keine Einblicke erhalten. Klar liegt dies daran, dass man nur aus Beatrice Sicht liest, aber man hätte es zumindest mal in einem Satz erwähnen können. So bleiben diese Fragen unbeatwortet.

Was den Schreibstil angelangt entspricht er einem typsichen Jugendbuch: Nicht all zu anspruchsvoll, leicht verständlich aber trotzdem flüssig. Wobei mich ab und an die vielen Wiederholungen der Wörter gestört haben, aber da meckere ich nur auf hohem Niveau. Ich fande nur das hätte man ab und an vermeiden können und sowas springt mir ebenso wie Rechtschreibfehler in Büchern immer ins Auge. Aber alles in allem kommt man sehr schnell in das Buch rein und es ist sonst sehr angenehm geschrieben. Dadurch das es nur aus Tris Sicht geschrieben ist, hat man natürlich auch keine Probleme, dass man nun die Übersicht verliert.

Mit Beatrice hat man zudem einen sehr symphatischen Hauptcharakter geschaffen, der wirklich mal normal war, denn zu Beginn des Buches ist sie alles andere als eine Heldin oder eine perfekte Mary Sue. Sie ist jemand der Ecken und Kanten hat, ohne eine dramatische Vorgeschichte und die sich im Verlauf des Buchs  entwickelt. Von Kapitel zu Kapitel merkt man wie sie ihre Unsicherheiten und Ängste ablegt und taffer wird. Mir hat vor allem diese Komponente sehr gefallen. Mit Four hat man ihr dann einen wirklich tollen Gegenspieler geschaffen, der von Anfang an sehr interessant war, da man nur langsam mehr über ihn preisgegeben hat. Das hat bei mir sogar das Verlangen geschürt, endlich mehr über ihn zu erfahren, auch wenn einige Antworten nicht die überraschendsten waren und ich mir diese schon recht früh im Verlauf des Buches gedacht habe. Trotzdem fand ich die Chemie zwischen den beiden Charakteren spürbar und sehr interessant. 
Fazit: Zwar dauert es etwas bis "Die Bestimmung" sich warm läuft und an Spannung aufnimmt, dafür kann aber vor allem dann das Ende überzeugen, dass Lust auf den 2.Band macht und der wirklich symphatische Hauptcharakter. Ein Buch das wirklich einen interessanten Auftakt für die Reihe legt, eine Menge Potential hat und vorallem Fans von Dystopien gefallen dürfte. 3 von 5 Sternen!


Titel: Die Bestimmung - Divergent
Länge: 139 Minuten
FSK: Ab 12 Jahren freigegeben
Produktionsstudio/Urheberrecht DVD: Concorde Filmverleih GmbH
Produzent: Neil Burger
Cast: Shailene Woodley als Beatrice Prior, Theo James als Four, Kate Winslet als Jeanine Matthews, Ansel Elgort als Caleb Prior, Ashley Judd als Natahlie, Tony Goldwyn als Andrew, Miles Teller als Peter, Maggie Q als Tori, Zoe Kravitz als Christina und Jai Courtney als Eric

Meine Meinung: Als Buchleser hat mich der Film wirlich sehr enttäuscht. Mir ist natürlich klar, dass man immer Dinge wegglässt, abändert oder verkürzt, aber hier wurden in meinen Augen wirklich wichtige und auch spannende Szenen komplett außen vorgelassen, bei denen ich dies auch gar nicht nachvollziehen kann. Denn für mich ging dabei wirklich die Spannung etwas verloren, vieles war für Nicht Buchleser auch unverständlich. Den Film selbst habe ich nämlich mit meinen Eltern geschaut, dennen er zwar gut gefiel,aber an der einen oder anderen Stelle musste ich ihnen dann doch noch einiges erklären. Der Trailer selbst gaukelt einem hier in meinen Augen auch etwas anderes vor, denn da hatte ich das Gefühl, dass man sehr nah am Buch bleiben würde, aber scheinbar hat man hier nur die Buchtreuen Szenen herausgepickt und in Szene gesetzt. Finde ich sehr schade, vor allem was das Ende betrifft konnte ich dann meine Entrüstung nicht mehr für mich behalten. Ich möchte nun nicht zu jemanden avancieren ,der Buchverfilmungen generell verteufelt, denn das tue ich nicht. Es gibt Verfilmungen aus den letzten Jahren die ich sehr gelungen finde und genossen habe (beispielsweiße Harry Potter oder Die Tribute von Panem) - Divergent gehört da leider nicht dazu.Und das so viele seine Buchtreue loben, kann ich somit nicht komplett nachvollziehen oder zumindest habe ich es anders empfunden. Klar das Grundschema bleibt schon erhalten, aber für mich hat man einiges Weggestrichen, was ich schmerzlich vermisst habe.

Versteht mich aber nicht falsch, natürlich war nicht der ganze Film schlecht, jedoch war ich einfach enttäuscht, dass so viele Schlüsselelemente fehlen, die nicht nur zu Beatrice Wandlung beigetragen oder die Welt der Ferox gezeigt haben, sondern auch einiges zur Storyline beigetragen hatten. Das fängt dabei an, dass Tris keinen einzigen der Kämpfe gewinnt, während sie im Buch dazu lernt und genau das tut. Das es keinen Streit gibt, der daran entbrennt, dass Christina die Flagge erobert (das mag manchen unwichtig erscheinen, aber es zeigt, wie sehr jeder in dieser Situation an sich selbst denkt und das jeder für sich die Initation bestehen möchte, unabhängig davon was der Rest tut), der Tod einer der Initation, der für mich im Buch auch noch einmal gezeigt hat, wie sehr jeder dieses Ritual überstehen möchte und wie weit mache dafür gehen. Und natürlich das Ende, in dem Tris eigentlich nur Four gegenübersteht und nicht Jeanine. Teilweise sind diese Änderungen definitiv auch der Altersfreigabe geschuldet, denn das Buch war schon um einiges brutaler.

Um aber mal vom Negativen zum Positven zu kommen, denn die Welt an sich fand ich wirklich gut dargestellt. Die Eigenschaften, Charkaterzüge und auch das Aussehen der Fraktionen hat man perfekt getroffen. Auch die zerfallene Kulisse von Chiago kann da Eindruck schinden, während man ebenso die Angstwelten auf interessante Weiße eingebaut hat, ohne diese ständig zu wiederholen und natürlich gab es auch die Momente die mich wirklich von sich überzeugen konnten. Wie die Zeremonie der Bestimmung, Fours Angstwelt oder der letzte Kampf zwischen Tris und ihm, der trotz der Abänderungen sehr intensiv war, wobei mir Jeanine da wirklich fehl am Platz vorkam.

Was die Darsteller angeht finde ich Shailene Woodley als Tris wirklich gut besetzt, da sie nicht nur vom äußerlichen her meinem Idealbild entsprach, sondern auch Schauspielerisch überzeugen konnte. Ich bin schon gespannt darauf, wie sie sich in den kommenden Filmen noch entwickelt. Auch Theo James, der zwar nicht meinem Bild von dem Charakter entsprach, konnte mich dann von seinem Talent überzeugen und da kann ich es auch verschmezen, wenn der Schauspieler nicht haargenau wie im Buch aussieht. Miles Teller war als Ekel auch sehr gut besetzt, wobei ich von ihm gerne noch ein paar Szenen mehr gesehen hätte und zu Kate Winslet muss ich wohl nichts weiter sagen. Blass blieben für mich Ansel Elgort und Zoe Kravitz, die mich einfach nicht von sich überzeugen konnten und für mich irgendwie nicht zu den Charakteren passen wollten - aber vielleicht kommt das noch. Die Chemie zwischen Shailene und Theo James fand ich auch sehr gut, da lag definitiv ein Knistern in der Luft und sie hatten einige schöne Momente.
Fazit: Für mich weicht der Film an manchen Stellen zu sehr vom Buch ab und verschenkt damit etwas an Potential, doch der Grundgedanke des Buches ist durchweg vorhanden und vor allem die Fraktionen werden gut umgesetzt. Dazu machen Shailene und Theo für mich wirklich einen guten Job, 2,5 von 5 Sternen, weil der große Wow Effekt zwar ausbleibt, der Film aber einen spannenden Auftakt gelegt hat!

Wer hat das Buch gelesen oder den Film gesehen?
Wie fandet ihr Buch oder Film?
Als Buchleser: War er für euch nun Buchtreu oder geht es euch ähnlich wie mir?

Mittwoch, 5. November 2014

{Review} The Maze Runner - Film!

Ich hatte euch ja versprochen, dass ich euch bescheid sagen, sobald ich weiß wann das Battle meines Besten Freundes Ingo ausgestrahlt wird. Am Freitag ist es auch schon so weit, wer es also sehen möchte, der sollte um 20:15 Uhr The Voice auf Sat.1 einschalten und die Däumchen drücken ;).

Diesen Monat habe ich es auch geschafft meinen Must-See-Film wirklich im Kino sehen, denn auf "The Maze Runner" habe ich mich auch schon seit Monaten gefreut. Ich bin einfach ein großer Fan von Fantasy Filme und als ich dann noch hörte, dass Dylan O'Brien die Hauptrolle spielt, war der Kinobesuch für mich gebongt. Am Feiertag wurde dies dann auch in die Tat umgesetzt und deshalb gibt es heute meine Gedanken zum Film.

Allgemeines über "The Maze Runner":


Urheberrecht: 20th Century Fox
Originaltitel: The Maze Runner
Titel: The Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth
Produktionsland: USA
Kinostart: 20.Oktober 2014
FSK: Ab 12 Jahren freigegeben
Genre: Sci Fi, Fantasy
Länge: 113 Minuten 
Produzent: Wes Ball 
Cast: Dylan O'Brien als Thomas, Kaya Scodelario als Teresa, Will Poulter als Gally, Thomas Sangster als Newt, Ki Hong Lee als Minho, Aml Ameen als Alby, Blake Cooper als Chuck und Patricia Clarkson als Ava Paige
Sonstiges: Buchverfilmung zum gleichnamigen Roman von James Dashner