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Mittwoch, 9. September 2015

{Blogparade} Buch vs. Film

Auf dem Blog der lieben Katie bin ich auf die Blogparade von Miss Booleana gestoßen und da ich die Idee wirklich toll finde, habe ich mich hingesetzt um noch kurz vor deren Ende meinen Beitrag zu tippen. Ihr wisst ja das ich ebenso gerne Bücher lese, wie ich Filme anschaue und oftmals kenne ich natürlich nicht nur die verfilmte Version, sondern auch deren literarische Vorlage und vergleiche nur allzu gerne beides miteinander. Das Tolle an der Blogparade ist, dass es im Anschluss eine Auswertung gibt in der festgehalten wird was nun beser ist: Buch oder Film. Somit ist das ganze eine Art Battle, was ich sehr interessant finde. Wer mitmachen will, kann das leider nur noch heute tun ,aber vielleicht schafft es ja jemand ganz schnell seinen Beitrag zu tippen. Im Anschluss müsst ihr diesen nur unter dem Beitrag von Miss Booleana verlinken. Ihr solltet aber definitiv hierbei eine Art Bewertungssystem haben, das heißt entweder Punkte vergeben oder einen Sieger / Verlierer küren. Unentschieden ist natürlich auch erlaubt. 


Der Klassiker: Harry Potter:
Ich persönlich habe ja mit der Filmreihe angefangen, denn Harry Potter war der erste Film den ich damals mit meiner Familie im Kino gesehen habe. Jedoch war ich so verzaubert von der Geschichte, dass ich mich auch sofort über die Bücher hermachte. Diese sind natürlich etwas detailreicher was die Welt rund um Harry anbelangt und natürlich auch die Geschichten der Figuren, aber bei den Filmen hat man in meinen Augen ebenfalls einen guten Job gemacht. Der einzige der hier für mich wirklich durchfällt ist der 6.Teil, denn hier hat an zu viel vom Buch verändern. Bei allen anderen Teilen hat man wirklich sinnvolle Kürzungen vorgenommen, die bei der Dicke der Bände nicht zu umgehen sind. Bei den Schauspieler hat man aber so einen gnadenlos guten Job gemacht, da Harry & Co. wirklich den Buchbeschreibungen entsprechen und dazu auch noch talentiert sind. Meine Entscheidung läuft hier deshalb auf ein Unentschieden hinaus, zwar rate ich jedem immer dazu die Bücher zu lesen, aber mit den Filmen hat man auf jedenfall auch gute Arbeit geleistet.  


Jetzt wirds Kitischig: Ps Ich liebe Dich:
Bei dieser Buchverfilmung war ich richtig enttäuscht. Sie zählt für mich zu denjenigen, die wirklich gar nicht gelungen sind. Warum? Ganz einfach, es wurde zu viel geändert. Nicht nur das man den Spielort änderte, nein es wurden auch zu viele Figuren weggelassen und die Geschichte war stellenweise auch komplett anders. Während ich beim Buch wirklich Rotz und Wasser geflennt habe, emotional komplett mitgerissen war und mit Hollys Charakter getrauert haben, hatte ich keine einzige dieser Reaktionen als ich den Film angeschaut hatte. Ehrlich gesagt war ich über die gesamte Laufzeit verärgert und genervt. Eine Freundin mit der ich den Film angeschaut hatte und die das Buch nicht kannte, fand ihn übrigens richtig gut. Bei mir ist der klare Gewinner als das Buch!


Es bleibt romantisch: Die Frau des Zeitreisenden:
Anders als bei Ps Ich liebe Dich konnte mich dieser Film komplett für sich einnehmen, was zum größtenteil natürlich Rachel McAdams geschuldet ist. Die Frau ist einfach eine göttliche Schauspielerin die ich super gerne sehe. Während der Film ein gesundes Tempo aufweist, berührend und spannend ist, zieht sich das Buch wie Kaugummi. Für mich gab es sogar so viele Längen, das ich etwas über der Hälfte dann komplett aufgegeben habe und das passiert bei mir wirklich nur sehr selten. Normalerweise quäle ich mich durch jeden Roman, beende ich ihn vorzeitig, dann hat er mir wirklich überhaupt nicht zugesagt. Irgendwie wurde ich im Buch aber auch mit den Figuren nicht warm, was im Film wiederum komplett anders war. Nicht überraschender ist mein Gewinner hier ganz klar der Film!


Gerade angesagt: Die Tribute von Panem:
Beim ersten und zweiten Teil hätte es bei mir  zwischen Film und Buch noch ein unentschieden gegeben, da man sich hier wirklich stark an die Buchvorlage gehalten hat und genau das habe ich immer an der Filmreihe geschätzt. Denn die Bücher sind wirklich gelungen. Obwohl ich erst mit der Reihe angefangen habe nachdem ich den ersten Film gesehen hatte, konnte mich der erste Band noch begeistern. Aus diesem Grund hatte ich mir dann sofort Band 2 und 3 zugelegt und diese noch vor dem Start der Filme durchgelesen. Auch der zweite Film konnte mit seiner Buchvorlage definitiv mithalten. Alles wichtige war drinnen, man hatte sich schön  an die Vorlage gehalten, doch mit dem dritten Film wurde dann alles zunichte gemacht. Es war der Teil, der mir bisher am wenigsten zusagte. Aufgrund der Teilung hatte ich viel mehr Buchtreue erwartet, doch trotz längerer Spielzeit hat man sehr viel weggelassen. Szenen, die ich persönlich als wichtig für die Storyline und für manche Figuren empfunden habe und die mir nach dem lesen des Buches auch im Kopf geblieben sind. Über den letzten Band scheiden sich zwar die Geister ,aber mir hat das Ende gut gefallen, denn es hat sehr gut zu dieser Trilogie gepasst und da gerade der erste Teil des Finales nun der schwächste Film war ist mein Gewinner hier die Buchreihe!


Weiter auf der Trendwelle: Die Bestimmung  Band 1 vs. Film 1:
Hier beziehe ich mich nur auf den ersten Teil der Reihe, da ich bei der Fortsetzung bisher nur das Buch gelesen, jedoch den Film noch nicht gesehen habe. Af die Unterschiede / Gemeinsamkeiten zwischen Film und  Buch bin ich auch schon einmal in einer Kritik eingegangen (vielleicht kann sich der Eine oder Andere von euch noch daran erinnern), deshalb mache ich es hier ganz kurz. Auch hier wurde mir persönlich im Film zu wichtige Szenen weggelassen. Für mich waren es teilweise sogar Schlüsselszenen, die ich im Buch als wichtig empfunden hatte. Das Schlimmste war jedoch die komplette Umänderung des Endes, bei der ich bis heute noch nicht verstanden habe, warum die nötig war. Somit konnte ich auch hier den Film nicht genießen, sondern habe ich mehr über all die Unterschiede zum Buch geärgert. Klarer Gewinner also das Buch!


Fantasy Rules: Percy Jackson Band 1 Vs. Film 1:
Auch hier beziehe ich mich nur auf den ersten Teil, da ich hier zwar umgekehrt den zweiten Film gesehen, jedoch das Buch noch nicht gelesen habe. Das möchte ich mir bald noch vornehmen. Zum ersten Teil kann ich nur sagen, dass mir der Film zwar sehr gut gefallen hatte, aber zu diesem Zeitpunkt kannte ich das Buch noch nicht. Als ich das dann vor kurzem gelesen habe, war ich wirklich geschockt wie viel im Film verändert und weggelassen wurde. Das Buch gibt viel mehr Einblick in die griechische Mythologie, bietet somit viel mehr Details und auch die Storyline ist ein bisschen anders. Im Nachhinein war ich dann richtig enttäuscht darüber, dass beim Film so viel verändert wurde. Rückblickend würde ich also immer zum Buch raten und dieses ist auch mein klarer Gewinner


Der Master des Grauen: Friedhof der Kuscheltiere:
Ich mag Stephen Kings Bücher,  zumindest dann wenn es keine dicken Wälzer sind, denn bei denen gibt es mir dann einfach zu viele Längen. Aber bei dünneren Werken schafft er es immer wieder die Spannung konstant aufrecht zu erhalten und somit war das erste Werk das ich von ihm gelesen habe, auch sofort eines meiner absoluten Lieblinge von ihm. Friedhof der Kuscheltiere  bietet eine wirklich interessante Handlung, die einem an manchen Stellen wirklich das Gruseln lehrt und für Horrorfans ein absolutes Muss ist. Menschen die vom Tod zurückkehren und nicht mehr die selben sind, ist eh immer ein interessantes Thema. Aber wenn es sich dann auch noch um Kinder handelt, dann hat man mich definitiv in der Tasche. Es gibt nichts schlimmeres, als furchteinflößende Kiddies, die zum absoluten Alptraum werden. Natürlich wollte ich mir das ganze auch in Filmform nicht entgehen lassen. Mal abgesehen vom Alter des Filmes, wurde ich dort mit den Figuren so gar nicht warm. Im Buch sind sie mir echt ans Herz gewachsen, doch im Film konnte ich keinerlei Symphatien für sie aufbringen. Ist das der Fall, kann ich einem Film auch nur schwer folgen und haben ihn somit nicht mal beendet. Nach 20 Minuten war dann für mich Schluss, gewonnen hat auch hier also endeutig das Buch.



Love Sucks: Vampire Diaries
Bei Serien habe ich lustigerweise die Erfahrung gemacht, das die Verfilmungen meistens viel besser als die Buchvorlagen sind. Woran das liegt kann ich gar nicht pauschal sagen. Generell weichen die Storylines hier immer stark voneinander ab und irgendwie sagen mir die filmischen Versionen immer etwas mehr zu. Bei Vampire Diaries wurde ich im Buch mit den Figuren nämlich so gar nicht war, während ich in der Serie einfach große Symphatien für den gesamten Hauptcast hege. Es gibt keinen Charakter, den ich davon wirklich nicht mag. Im Buch war mir nicht nur Elena viel zu kühl, sondern ich habe auch Damons Charme und Sarkasmus vermisst, Kathryns tolle Sprüche und ihre tragische Geschichte oder Carolines Frauenpower. Die Beziehungen im Buch und der Serie sind einfach komplett unterschiedlich, genauso wie sich die Figuren ganz anders verhalten. Abseits von den Charakteren sagte mir aber auch die Storyline der Bücher nicht zu. Von der Serie bin ich einfach überraschende Wendungen gewohnt, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Im Buch vermisse ich diese sehr. Nach Band 2 war für mich dann also Schluss, sodass ich die Serie als klaren Gewinner küre. 


Stoff zum Lästern: Gossip Girl
Suprise, Suprise, auch hier gefällt mir die Serie viel besser, als ihre Roman Vorlage. Ausschlaggebend sind auch hier wieder die Figuren ,die ich in der Verfilmung einfach viel symphatischer finde. Nate ist im Buch leider ständig nur am kiffen und das ging mir irgendwie richtig auf die Nerven. In der Serie hat man aus ihm einen interessanten Charakter gemacht und auch Blair, Serena und Chuck sind viel vielschichtiger als es ihn den Büchern der Fall ist. Zur Auflösung kann ich leider nichts sagen, da ich noch nicht alle Bände gelesen habe, aber vom Grundprinzip und den Figuren hat mir die Serie einfach viel besser gefallen. Auch hier ist der Gewinner also die Serie


Gehyped: Die Twilight Saga
Nachdem ich die ersten beiden Filme gesehen hatte, habe ich mich auch an den Büchern versucht, aber nach dem zweiten Band aufgegeben. Ich bin zwar von beidem nicht unbedingt der Fan, finde aber die Filme besser gelungen, als die Bücher. Diese sind mir einfach zu kitischig und vor allem im zweiten Band war mir Bellas Gejammere und ihr Fast Sprung von der Brücke, nach Edwards Trennung einfach zu viel. Mit ihrem Charakter konnte ich nichts anfangen, da ich einfach den unabhängigen Typ Frau mag, die sich nicht über einen Mann definiert, sondern selbst ihre Meinung vertritt und Stärke zeigt. Ein Ideal, welches heutzutage eigentlich auch normal sein sollte, welches man aber immer noch vergeblich in manchen Büchern oder Filmen sucht. Warum ich die Filme nun besser finde? Bellas Charakter nervte mich zwar auch hier und diese romantisierte Version der Vampire war auch nicht der Knaller, dafür hatten sie aber viel mehr Tempo und Spannung als das Buch und konnten zumindest damit bei mir punkten. Klarer Gewinner sind hier also die Filme

So das waren dann auch schon meine 10 Verfilmungen. Wie sieht es mit euch aus?

Welche Buchverfilmungen findet ihr gelungen?
Welche fandet ihr überhaupt nicht gut?
Wo würdet ihr euch vielleicht sogar eine Verfilmung wünschen?