In den letzten Tagen gab es weniger Beiträge, als ihr es sonst von mir gewohnt seid. Das liegt jedoch daran, dass bei mir die Universität wieder losgegangen ist und es dieses Semester ganz schön stressig wird. Es steht einfach so vieles an: Ein Essay, das in den nächsten Wochen getippt werden muss, Referate, die gehalten werden müssen, die wöchentlichen Texte die viel Zeit in Anspruch nehmen und dazu sind meine Semesterferien schon voll mit mehreren Hausarbeiten, bei denen ich dann zum Ende des Semesters meine Themen festlegen muss. Die Aussage, dass es mit jedem Semester stressiger wird, kann ich somit nur unterschreiben. Doch trotzdem holte mich in den letzten Tagen die Nostalgie etwas ein, als ich mit frischgebackenen Erstsemestern in einem Hörsaal saß. Da denkt man einfach zurück an seine ersten Tage, an all die Ängste, die man hatte und die Unsicherheit die einen begleitete. Auch ich habe mir vor dem Start Gedanken darüber gemacht, ob ich neue Freunde finden würde oder als Einzelgänger ende. Eine Sorge, die komplett unbegründet ist, wie dies eigentlich immer der Fall ist, aber trotzdem plagt sie uns bei jedem Neustart im Leben. Egal ob zum Beginn der Ausbildung, dem Wechsel auf eine neue Schule oder dem Einstieg ins Berufsleben, immer hat man Angst keinen Anschluss zu finden. Da ich aber jemand bin, der wirklich sehr kommunikativ ist, hatte ich auch keine Probleme damit Menschen einfach anzuquatschen und kann dies auch nur allen frischgebackenen Studenten raten. Habt keine Angst, denn jedem geht es so wie euch und alle sind offen dafür neue Menschen kennenzulernen, ihr müsst euch nur trauen. Ich habe dadurch wirklich tolle Menschen kennengelernt, die ich heute in meinem Leben nicht mehr missen möchte und mit denen jedes Semester einfach viel mehr Spaß macht. Wir lernen gemeinsam, helfen uns bei Problemen, belegen viele Seminare gemeinsam, um Referate zusammenzuhalten und sind auch in den Semesterferien oft miteinander unterwegs.
Doch ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich genauso unsicher war wie der Rest. Heute erkenne ich sofort, welche Studenten zum Erstsemester gehören. Woran? Weil sie hektisch herumrennen und die Räume suchen, noch so richtig motiviert zu jeder Vorlesung erscheinen und sich durchfragen, um alle wichtigen Uni Gebäude zu finden. Mir ging es da genauso, denn ich habe echt einige Zeit gebraucht, bis ich die Räume immer gefunden habe, wusste, wo alles ist und angequatscht habe ich da echt massig Studenten. Dazu gab es vor den ersten Klausuren eine richtige Massenpanik. Man hat viele Aussagen gehört, die sich im Nachhinein als falsch erwiesen haben, wusste so gar nicht, was da auf einen zukommt und wie solche Prüfungen denn aussehen mögen. Somit war da jeder sehr angespannt, aber auch hier hätte ich mich nicht so verrückt machen müssen. Ich weiß noch wie erleichtert ich war, als die ersten richtig guten Ergebnisse ins Haus flatterten und alles wirklich gut lief. Heute haben die Klausuren nachgelassen, alles geht mehr in Richtung Hausarbeit, doch wenn ich nun in Prüfungen gehe, dann bin ich viel entspannter geworden. Die Prüfungsangst, die mich früher häufig plagte, hat sich mit der Zeit mehr und mehr gelegt. Klar bin ich noch nervös, das möchte ich gar nicht bestreiten und ich glaube, alles andere wäre auch unnormal, da gerade die Angst uns ja dazu bringt unsere beste Leistung abzulegen, aber es ist keine Prüfungsangst mehr.
Ich bin somit also persönlich gewachsen. Merke, wie ich mich verändere und auch endlich auf eigenen Füßen stehen möchte. Denn jetzt sehne ich mich doch nach der eigenen Wohnung, dem Ort, an dem ich mich komplett ausleben kann, alles selbst einrichte, und der mir gehört. Doch trotzdem ist die Zeit an der Uni, neben all dem Stress, aber wirklich mit die Schönste in meinem Leben. Niemand verurteilt einen und man kann so sein, wie man ist, mit all seinen Eigenheiten und Macken. Jedoch finde ich es auch unglaublich, wie schnell die Zeit schon wieder vergangen ist. Mit dem vierten Semester habe ich schon über die Hälfte meiner Zeit an der Uni hinter mir, muss mir nun Gedanken darüber machen, in welche Richtung ich beruflich gehen möchte und auch die Bachelorarbeit rückt immer mehr in den Fokus. Ich glaube vor Letzterem hat jeder immer etwas Angst, aber sicherlich ist auch das letzten Endes nur halb so schlimm, wie man vorher gedacht hat. Ich bin gespannt, aber blicke auch mit gemischten Gefühlen in die Zukunft, weil ich es einfach nicht mag, wenn ich nicht weiß, was mich erwartet. Doch das ist ein ganz anderes Thema, welches ich in einem meiner kommenden Outfitposts noch thematisieren möchte.
Und warum all die Gedanken über die Uni? Weil auch mein Outfitpost unter dem Motto "Back to University" steht. Denn diesen lässigen Look habe ich an meinem ersten Tag zurück an dieser getragen. Mittlerweile mag ich es für die Uni einfach bequem, lässig und mag es nicht, wenn ich hohe Haken trage oder ständig an Klamotten zupfen muss. Vor allem an lagen Tagen, wo man von einem Seminar zum nächsten geht und lange sitzen muss, greife ich lieber zu einem ganz bequemen Alltagslook. Genau das spiegelt auch dieser Look wieder. Übrigens habe ich gerade auch meine Liebe für Printshirts neu entdeckt. Lange Zeit habe ich die ja gemieden, weil ich dadurch noch jünger wirkte, aber gerade Shirts gefallen mir im Moment richtig gut, wenn sie lässig kombiniert sind. Bei mir kommt meistens einfach ein Blazer obendrauf, eine Jeans und Boots und schon ist der Look für mich perfekt.













