SOCIAL MEDIA

Donnerstag, 23. August 2018

Kolumne: Fandoms / Soziale Netzwerke: Die Veränderung der Diskussionskultur & Auswirkungen auf den Alltag!

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Ich nutze gerne Twitter und bin mittlerweile sogar jeden Tag auf dem Sozialen Netzwerk unterwegs. Doch je mehr Zeit man dort verbringt, umso mehr fällt einem das Negative auf, vor allem wie sich die Diskussionskultur in den letzten Jahren verändert hat. Ich habe das Thema schon öfter auf meinem Blog angesprochen, doch für mich ist es immer noch eine Herzensangelegenheit - insbesondere weil die die Beleidigungen zunehmen. Was mir dabei immer bewusster wird: Bei vielen zählt nur noch die eigene Meinung. Alles was davon abweicht ist falsch und man ist oftmals gar nicht mehr in der Lage, sich in jemand anderen hineinzuversetzen, sachlich zu diskutieren und auch eine andere Meinung als die eigene zuzulassen. Darum geht es doch in einer Diskussion. Haben wir alle nicht in der Schule, der Universität oder im Beruf gelernt, wie wichtig es ist Andere ausreden zu lassen? Ruhig zu bleiben? Sachlich zu argumentieren? Sich in den Gegenüber hinein zu versetzen? Andere Denkweisen zuzulassen? Den Horizont zu erweitern? Denn eine Diskussion kann richtig geführt spannend und unterhaltsam sein. Ich diskutiere gerne im Freundeskreis, lege meine Ansichten dar, stehe für sie ein, aber bin auch gespannt zu hören, wie andere über ein Thema denken. Ich erfahre dabei gerne Neues, lasse mich auch mal eines Besseren belehren und mag den Erfahrungsaustausch. Eine Diskussion ist immerhin erstmal was Positives, da man sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzt, doch sie kann auch zu etwas Negativem werden, wenn es am Ende nur noch darum geht die meisten Beschimpfungen auf dem eigenen Konto zu verbuchen und das kann  man aktuell täglich in den sozialen Netzwerken beobachten. 




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Soziale Netzwerke & eigene Meinung: Diskussionen sind unmöglich!


Dass Diskussionen immer schwerer werden, zeigt sich vor alle am Beispiel der Politik. Ein Thema, welches oft in meiner Timeline auftaucht, da ich mich als Politikstudentin natürlich intensiv mit den gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftige und auf dem Laufenden bleiben möchte.  Oft erwische ich mich deshalb dabei, wie ich die Kommentare unter Beiträgen lese und mit jedem weiteren Kommentar wütender werde. Was manche öffentlich im Netz schreiben, lässt mich immer wieder fassungslos zurück, denn viele scheinen sich für ihre ausländer-, aber auch frauenfeindlichen Aussagen oder generell ihrem Hass gegenüber Minderheiten wie z.B. Homosexuelle, nicht mal mehr zu schämen. Anonymität? Fehlanzeige! Das alles ist längst kein Tabu mehr, da wird sogar der echte Namen verwendet. Viele sind stolz auf ihre Aussagen und ihre Beleidigungen. Vor allem politische Diskussionen schaukeln sich da gerne mal hoch und enden mit diversen Beleidigung oder sogar der Androhung von Gewalt, die genau das verhindern, was im Augeblick so wichtig wäre: Eine sachliche Auseinandersetzung mit den vorherrschenden Problemen. Denn das in Deutschland aktuell nicht alles rund läuft stimmt, aber die akuten Probleme, wie Bildung, Digitalisierung, Wohnungsmangel (den es schon vor der Flüchtlingskrise gab), Pflegenotstand, Altersarmut, Rente uvm., haben nur wenig mit Asylsuchenden zu tun und das ist vielen wohl nicht klar oder egal. Mir ist bewusst, dass Politik immer ein heikles Thema sind und hier unterschiedliche Ansichten aufeinanderprallen, aber gerade dann ist es wichtig, dass man einen Kompromiss findet und sich auf eine Diskussion einlässt - nur so können Probleme gelöst werden.


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Auch im Alltag verändert sich der Ton & die Umgehensweise:



Noch schlimmer: Das macht sich auch im Alltag bemerkbar. Erst kürzlich gestand mir mein Cousin, dass er ebenfalls mit rassistischen Anfeindungen aufgrund seiner dunklen Hautfarbe zu kämpfen hatte. Er wurde dabei während einer Bahnfahrt mit Worten angegriffen und das hat mich dann doch sprachlos zurückgelassen, denn in meiner Region hätte ich damit nie gerechnet. Vielleicht aber hatte ich auch immer nur eine leicht romantisierte Vorstellung über meine Heimat - immerhin bin ich hier behütet aufgewachsen und habe viele schöne Erinnerungen. Doch auch ich habe in den letzten Jahren negative Erfahrungen gemacht, die alleinig meinem Geschlecht geschuldet sind und von denen ich mir nicht vorstellen konnte, dass sie mir passieren. Sexuelle Belästigung ist hierzulande ein Problem, auch wenn viele es nicht sehen möchten. Mit 25 kann ich  euch leider mehrere unschöne Erlebnisse schildern und bin mir sicher, dass viele von euch das ebenfalls könnten.  Erst kürzlich musste ich mich bei einem harmlosen Fotoshooting (bei dem die Bilder für diesen Beitrag entstanden sind) mit Freunden in der Stadt von vorbeifahrenden Männern als Fo**** beschimpfen lassen. Während es einen Freund von mir ganz schön schockierte, hat mich das kalt gelassen, denn ich habe noch Unangenehmeres erlebt, wie angegraptscht zu werden oder Männer die einfach kein Nein akzeptieren konnten und immer wieder unangenehm aufdringlich wurden. Ich  möchte an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, denn ich bin noch nicht so weit um über alles hier schreiben zu können, aber weiß, dass ich mit meinen Erfahrungen noch Glück habe und sie alle nicht besonders Schlimm sind, aber sie waren mir allesamt unangenehm. Was mich daran ärgert: Die andere Person spürt genau wann sie eine Grenze überschreitet, aber es ist ihr egal. Doch bis ich überhaupt über diese Erfahrungen mit Freunden und Familie  gesprochen habe, hat es lange gedauert. Zu groß war die Angst, dass am Ende doch alles meine Schuld war, immerhin wälzt unsere Gesellschaft solche Geschehnisse gerne auf die Opfer ab. Fragt nach der Kleidung, der Art und Weise wie man sich verhalten oder ob man vielleicht falsche Signale ausgesendet hat. Ich habe zwar lange für diese Erkenntnis gebraucht, hoffe aber ihr kommt schnell zu dem Schluss: Es ist nicht eure Schuld!


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Ein weiteres Beispiel stammt von der letzten Party, die ich mit Freunden besucht habe. Darunter auch ein schwules Paar. Wir sind dann öfters mal nach draußen, um frische Luft zu schnappen, da es in der Halle durch die Hitzewelle sehr warm war. Dort angekommen haben wir uns mit anderen Anwesenden unterhalten. Die waren aber nur so lange freundlich, bis sie erfahren haben, dass ein Paar schwul ist. Ihre Reaktion: Ohne Worte aufstehen und so schnell wie möglich verschwinden. Wie sagt man so schön: Taten sagen mehr als Worte - das passt hier auch wie die Faust aufs Auge. Wir waren leider alle nur zu perplex um irgendwas zu sagen. Wie oft besagte Freunde schon als Schwuchteln beschimpft worden sind, will ich hier gar nicht weiter vertiefen, das würde den Beitrag sprengen. Wer von euch noch mehr Erfahrungen lesen möchte, dem rate ich sich mal die Hashtags #Mequeer, #MeeToo oder #MeTwo anzuschauen, dort berichten Menschen über ihre Alltagserfahrungen und für einiges was da steht kann man sich nur schämen.

Was ich mithilfe der Beispiele aufzeigen möchte: Wie wichtig es ist einzugreifen, damit solche Dinge nicht salonfähig werden. Egal ob ihr nun Zeuge eines solchen Verhaltens im Internet oder im Alltag werdet. Ich weiß natürlich, das es immer einfach ist zu sagen: Schaut nicht nur zu, sondern greift ein und falls ihr euch das nicht traut, dann teilt eure Erfahrungen, um einen Diskurs anzustoßen - so wie ich es hier gerade tue. Nur wenn wir über die Dinge reden, die falsch laufen kann sich etwas verändern. Ich habe mir fest vorgenommen nicht mehr wegzuschauen. Im Alltag tue ich das schon jetzt nicht, aber im Internet bin ich glaube ich eher passiv unterwegs.


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Soziale Netzwerke & Fandoms:


Doch nicht nur im politischen Bereich bemerke ich wie sich der Ton verändert. Auch in Fandoms wird dies zunehmend ein Problem. Es häufen sich Fälle in denen Fans sich dafür feiern, dass sie Schauspieler/innen erfolgreich aus den sozialen Netzwerken gemobbt haben (jüngste Beispiele: Kelly Marie Tran oder Millie Bobby Brown). Wie ekelerregend das ist, muss ich bestimmt niemandem erklären und das solche Menschen für mich keine Fans sind, hoffentlich auch nicht. Beleidigungen beschränken sich hier aber nicht nur auf die Darsteller/innen, sondern richten sich auch oft gegen Autoren/innen und Produzenten/innen. Um ein Beispiel zu nennen: Erst kürzlich endete "The Originals" nach fünf Staffeln mit einem emotionalem Serienfinale. Mit dem waren logischerweise, weil unmöglich, nicht alle Fans zufrieden. Daran ist erstmal nichts Schlimm, denn jeder darf seine eigene Meinung haben. Schlimm ist jedoch was daraufhin folgte: Die Art und Weise wie man seinem Unmut über den sozialen Netzwerken freien Lauf ließ und Julie Plec beschimpfte, nur weil sie es wagte ein anderes Ende als das gewünschte zu realisieren. Guess what: Nicht die Fans bestimmen die Handlung einer Serie, auch nicht deren Ende, sondern die Produzent/innen. Es ist ihr Baby, ihre Vision und die stimmt nicht immer mit allen Fans überein. Akzeptiert das. Natürlich ist ein Fan-Service in manchen Bereichen schön, aber der Storyline hat dieser noch nie genützt (siehe im konkreten Beispiel Claroline oder Delena). Für mich sind Serien immer dann am stärksten, wenn sie die Vision der Produzenten/innen widerspiegeln und nicht auf die Fans hören.


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Der Hass richtet sich aber nicht ausschließlich gegen die Beteiligten der Lieblingsproduktion, sondern auch immer öfter gegen andere Fans, die sich doch glatt erdreisten eine abweichende Meinung zu haben. Das fängt schon dann an, wenn man nicht das gleiche Pairing einer Serie oder eines Filmes gut findet, wenn man über eine Handlung oder eine Figur anders denkt. Was dann passiert ist in meinen Augen Kindergarten und entspricht überhaupt nicht mehr dem Sinn eines Fandoms. Viele Menschen scheinen vergessen zu haben, wieso solche Gemeinschaften entstanden sind: Sie dienen dem Austausch über die gleich Leidenschaft, sollen Spaß machen, sind ein kreatives Ventil und geben einem ein Gefühl der Zugehörigkeit. Sie lenken einem von den eigenen Problemen haben und sollten positive Auswirkungen auf das eigene Leben haben. Oftmals entstehen sogar richtige Freundschaften, da man sich auf Conventions begegnet oder durch die Serie beginnt sich näher kennenzulernen -  der Idealfall. Die Realität sieht leider anders aus und das nimmt mir manchmal doch den Spaß an der Sache. Denn eigentlich diskutiere ich gerne via Twitter über meine Lieblingsserien, lese Beiträge auf großen Serienseiten und konsumiere Fanfictions und Fanvideos, aber viele der Kommentare dort und die Art und Weise wie kleine Dinge manche explodieren lassen, nehmen mir diese Freude.


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Worauf will ich hinaus?


Mir ist klar, dass dies nur ein Bruchteil von Twitter ausmacht. Trotzdem bekommt man das Gefühl, dass jede Diskussion entgleist, ganz egal um welches Thema es nun geht. Es gibt immer jemanden der sich angegriffen fühlt und anstatt sachlich zu antworten mit Schimpfwörtern um sich schmeißt oder anderen droht. Vielleicht ist es auch nur meine Twitter-Blase dann dürft ihr mich gerne eines besseren Belehren, aber immer öfter merke ich, wie müde und überdrüssig ich dem ganzen geworden  bin. Twitter kann man ja zum Glück abschalten, aber was das Schlimme daran ist sind die Hemmschwellen die auch im Alltag fallen und dem kann man nur schwer entgehen. Die negativen Erlebnisse fangen langsam an sich zu stapeln und bereiten mir manchmal Sorgen. Wir sollten uns langsam wieder fragen, ob wir in einer Gesellschaft leben möchten, wo Hass und Beleidigungen an der Tagesordnung stehen? Ich möchte das nicht und ich denke die meisten stimmen mir da zu. Zumindest hoffe ich das. Aber vielleicht macht ihr mir in den Kommentaren auch bewusst, dass das alles bei mir Einzelfälle sind und ich mich täusche. Dafür wäre ich mehr als dankbar.


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Zum OotD:

Shirt, Shorts: Primark
Schuhe: No Name
Kette: Claires


Habt ihr in der Vergangenheit ähnliche Erfahrungen gemacht?
Diskutiert ihr auf Twitter?
Und welche Entwicklungen bereiten euch Sorgen?

Kommentare :

  1. Ich weiß was du meinst. Gerade in den Sozialen Netzwerken wird oft und gerne mit Beleidigungen um sich geschmissen, egal, ob es die Gefühle anderer verletzt.

    Ich war früher auch in vielen Fangruppen unterwegs (auf SchülerVZ und später dann auf Facebook) und dort gab es auch so so oft Streit, der komplett eskaliert ist - meist wegen Kleinigkeiten. Das ist wirklich total schade, denn das nimmt einem doch komplett die Freude daran, sich online mit anderen Fans auszutauschen...

    Auch der Hass gegen Stars/Personen des öffentlichen Lebens nimmt immer mehr zu und was da so geschrieben wird ist teilweise echt unter aller Sau. Beleidigend, diskriminierend, verletzend. Noch krasser ist es, wenn jemandem tatsächlich der To gewünscht wird... sowas kann und will ich nicht verstehen. Einfach nur krank!


    Danke, dass du dieses ernste und wichtige Thema angesprochen hast :)

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

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    1. Danke Krissi für dein liebes Kommentar und die netten Worte <3. Das bedeutet mir viel bei so einem persönlichen Beitrag.

      Bei SchülerVZ war ich zwar Mitglied in vielen Gruppen, aber muss gestehen, dass ich mich da gar nicht so ausgetauscht habe. Scheinbar war das wohl richtig, aber ich kenne es noch von Foren. War da früher in einigen Mitglied und da gab es auch immer mal Streitereien wegen Kleinigkeiten, aber das war halt alles nicht so extrem wie heute. Das kam eher selten vor und dann haben ja auch gleich die Moderatoren eingegriffen - heute ist es ja leider Alltag.

      Bei Personen des öffentlichen Lebens finde ich es auch heftig, vor allem wegen was da teilweise dann auch Shitstorme entstehen. Das sind oft auch Dinge, die einem gar nichts angehen und wenn ich dann nur höre: Das man beleidigt wird damit muss man als Künstler leben, denke ich mir nur: Nein! Auch wenn man in der Öffentlichkeit steht heißt das nicht, dass man sich ständig angreifen lassen muss.

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  2. Ich finde deinen Text sehr gut geschrieben. Du sprichst viele Missstände an. Der Neid untereinander wächst, was ich sehr schade finde. Aber im Internet kann eben jeder Depp seine Gedanken zum Besten geben. Die Bilder sind sehr cool.

    Zeilentänzerin

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    1. Dankeschön für deine lieben Worte <3.
      Ja das mit dem Neid beobachte ich auch kritisch. Natürlich ist es eine menschliche Eigenschaft und jeder von uns hat sicherilch mal Momente, wo er sich wünschte auch mehr von etwas zu haben, aber sobald das dann täglich passiert oder überhand nimmt, ist es einfach gefährlich. Zumal bespielsweise der Neid gegenüber Flüchtlinge, wo manche ja denken, die würden so viel Geld vom Staat geschenkt bekommen, auf komplett falschen Fakten basiert.

      Da hast du Recht, das Internet bietet jedem eine Fläche, aber ich finde das die Netzwerke auch in der Pflicht stehen bei Beleidigungen, rassistischen Kommentaren oder auch Freuenfeindlich und homophobie einzugreifen. Das wird leider nur nicht getan & das ärgert mich dann wiederum. Vor allem weil ich immer wieder höre, dass es total schwer ist so was dann auch zu melden. Ich habe mal was bei Facebook gemeldet und das war mega kompliziert :/.

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  3. Liebe Nicole,

    es ist schon etwas her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Aber bei mir war so einiges los und ich bin überhaupt nicht mehr zum Bloggen gekommen. Jetzt wo ich etwas Luft habe, konnte ich endlich mal wieder etwas online stellen.

    Zuerst hoffe ich, dass es dir gut geht. Du hattest unter meinem letzten (jetzt vorletzen) Post mal geschrieben, dass es privat etwas schwierig war.

    Zu deinem Text: Ich fand es früher immer richtig super, dass man sich durchs Bloggen aber natürlich auch durch die wachsenden sozialen Netzwerke mit so vielen Menschen austauschen kann, ganz egal um welche Thematik es geht. Aber heute ist es zu einem großen Teil so, wie du gesagt hast. Viel wird einfach von vorneherein missverstanden, es wird zu heftig reagiert, anstatt dass man einfach mehrere unterschiedliche Gedankengänge von unterschiedlichen Menschen mit ebenfalls unterschiedlichen Erfahrungen in Erwägung zieht. Das finde ich auch sehr schade. Und ich kann Menschen leider absolut nicht verstehen, die nur ihre eigene Meinung vertreten und für richtig halten und alle weiteren Ansichten für falsch erklären. Das finde ich so krass, dass will eigentlich gar nicht in meinen Kopf gehen. Aber ich glaube, da lässt sich auch nichts machen. Wer nur den eigenen Standpunkt anerkennt, den kann man von nichts anderem mehr überzeugen. Aber genug dazu.

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende! :)

    Liebe Grüßchen
    Lisa Marie

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    1. Erstmal dankeschön für dein liebes Kommentar Lisa Marie und bei mir musst du dich dafür nicht entschuldigen. Ich sage ja immer: Das Privatleben geht vor und manchmal braucht man auch ne Blogpause oder kommt nicht zum kommentieren. Das ist bei mir ja auch nicht anders.

      Mir geht es zum Glück wieder beser, da sich das ganze mittlerweile geklärt hat. Ich hoffe, dir geht es auch gut?

      Was ich immer nicht verstehe: Wieso die Leute nicht nachfragen, wie man etwas gemeint hat, wenn sie eine Aussage nicht verstehen. Vielmehr wird sofort geschossen und oftmals klärt sich der Sachverhalt ja dann im Laufe der Auseinandersetzung noch auf. Nee da hast du Recht, wenn jemand vehement auf eine Meinung pocht, dann bringt leider jede Diskussion nichts. Manchmal habe ich sowas auch im Alltag, da gebe ich es dann auch auf, weil es keinen Sinn hat. Warum soll ich dann meine Zeit mit so einer Person verschwenden?



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  4. Hallo meine Liebe ;)

    ist das ein wunderschöner Look und auch die Kette finde ich super schick;-*

    Hab ein tolles Wochenende:-*
    Liebe Grüße
    Isa

    https://label-love.eu

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  5. Ich finde es auch ganz furchtbar, was für ein Ton im Internet manchmal herrscht. Viele reißen ihre Klappen auf, geben völlig haltlose Argumente von sich und greifen schließlich auf Beleidigungen zurück, wenn sie nicht weiter kommen. Oder sie gehen direkt zu Beleidigungen über, was ich nun wirklich nicht nachvollziehen kann. Ich muss gestehen: neulich konnte ich nicht widerstehen, unter einem Instagram-Foto von zwei Mädels, die auf einer stehenden Vespa saßen und dabei euphorisch die Arme in die Luft rissen (dazu die Bildunterschrift: "Während des Shootings haben wir uns so unglaublich frei und grenzenlos gefühlt") zu kommentieren: "Na, so frei und grenzenlos man sich eben auf einer geparkten Vespa fühlen kann, was? ;)" weil ich das ganze dann doch ein bisschen absurd fand. Aber ich wäre doch nie auf die Idee gekommen, die beiden Mädels ernsthaft zu beschimpfen!
    Leider sehen viele Leute das anders... dank dem Gefühl, dass man im Internet anonym, oder zumindest schwer nach zu verfolgen ist. Wenn sie dann plötzlich zur Rechenschaft gezogen werden, sind sie ganz klein mit Hut, wie dieser Jugendliche, der unter ein Foto von Carmen Geiß geposted hat, dass er sie umbringen wird, wenn er sie mal trifft. Als Carmen daraufhin die Polizei dazu zog, hieß es auf einmal, es täte ihm Leid und er wüsste auch nicht, was er sich dabei gedacht hatte. Ja sicher.

    Ich hatte übrigens das Glück (das muss man ja leider wirklich so sagen) in meinem Leben erst ein oder zweimal von Sexismus betroffen gewesen zu sein. Aber wenn ich die Geschichten von Freundinnen dazu höre, wird mir echt ganz schlecht, deshalb vertrete ich in Diskussionen zu dem Thema eine klare Meinung. Nein heißt Nein. Jede Frau kann tragen was sie will, ohne das die dumm angemacht oder gar angefasst wird. Da gibt es für mich keinen Spielraum...
    Grüße
    Nessa
    https://ichdupasst.blog

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    1. Danke für dein liebes Kommentar Nessa <3.
      Deine Aussage ist ja auch nicht schlimm, man darf ja auch eine eigene Meinung zu etwas haben oder auch mal darauf hinweisen, dass man was jetzt nicht so ernst nehmen kann bzw. gestellt findet. Das ist ja auch ein fragwürdiger und ungesunder Trend. Da ist ja nichts dabei, aber wenn man dann jemand anderen angreift oder beleidigt, vielleicht sogar noch droht, dann geht das einfach einen Schritt zu weit. Was mich dann stört ist, dass die Sozialen Netzwerke da auch zu wenig tun. Wenn man sowas meldet, bekommt man ja viele Hürden gestellt, weil das echt kompliziert ist und viele Beitärge verschwinden erst Wochen später oder es passiert nichts. Finde da ist man als Betreiber einer Seite auch in der Pflicht, egal wie groß das Netzwerk ist. Dann muss ich halt mehr Leute beschäftigen, die sich darum kümmern.

      Das habe ich ja gar nicht mitbekommen mit Carmen Geiß. Ich bin zwar kein Fan, aber ich würde nie auf die Idee kommen sowas zu schreiben. Man hört ja dann immer wieder, dass Personen des öffentlichen Lebens halt mit Cyber Mobbing klarkommen müssen, aber das finde ich komplett falsch. Niemand muss damit klarkommen, sondern wir müssen da endlich mal was tun und auch in Schulen aufklären, was das mit einer Person macht.

      Das ist bei meinen Freundinnen leider ähnlich. Wir alle haben schon solche Erfahrungen gemacht und es schockt mich immer wieder, wenn wir uns darüber austauschen was dann für Erfahrungen geteilt werden. Ich vertrete da auch deinen Ansatz: Nein heißt Nein. Das steht nicht umsonst im Gesetz und das gilt natürlich für beide Geschlechter. Was ich hierzulande nur schlimm finde ist, dass man über das Problem öffentlich überhaupt nicht wirklich diskutiert, sondern dieses ganze Mee-Too als Schwachsinn und übertrieben abtut, dabei haben wir auch hier ein großes Problem.

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  6. Danke für dein ausführliches Posting. Du hast Recht, dass die Diskussionskultur zusehends leidet, selbst in den unbedeutensten Dingen ("Serien kann man nur im Original schauen") wird sich auf seine Meinung versteift als die einzig wahre Antwort. Die Offenheit in der Gesellschaft anderen Meinungen, Ansichten und Lebensweisen gegenüber hat in den letzten Jahresn deutlich abgenommen.

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar <3.
      Oh ja die Diskussion mit O-Ton und Synchro habe ich auch schon mitbekommen und auch wie krass da manche ihre Meinung verteidigen. Finde ich lächerlich, denn es kann halt nicht jeder Englisch und das ist auch nicht schlimm. Aber manchen scheint das gar nicht mehr bewusst zu sein, dass auch solche Menschen Serienfans sein dürfen. Deshalb finde ich die nur noch O-Ton Forderung übertrieben. Ich schaue zwar auch, wenn es geht den O-Ton, aber finde es wichtig, dass man die Synchro zur Alternative dann nachreicht und auch anbietet.

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  7. Tolle Fotos und ein starker Text! Ich habe überhaupt kein Twitter, finde es aus den genannten Gründen ziemlich frustrierend. Da bemüht man sich den ganzen Tag, den Kleinen ein bißchen Streitkultur beizubringen und einen guten Umgang miteinander... und dann benehmen sich die Erwachsenen schlimmer als eine Affenhorde =/
    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

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    1. Dankeschön für dein liebes Kompliment <3. Stimmt, du als Lehrerin hast da ja noch mal eine ganze andere Sicht auf das Thema. Aber ich denke mir das auch so oft: Warum wundern wir uns, dass die Kinder sich so verhalten, wenn die Erwachsenen ihnen so ein Verhalten vor leben.

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  8. Super schöne Fotos, an Diskussionen bei Facebook beteilige ich mich gar nicht mehr... das ist mir zu blöd. Ich freue mich auf den Herbst, dass es etwas luftiger wird und man wieder schön am PC sitzt und bloggen kann.. nicht das ich den Sommer nicht mag ;). lach. Ich wünsche dir eine schöne Woche
    Liebe Grüße

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    1. Dankeschön für dein liebes Kompliment und deine Worte <3.
      Bei Facebook bin ich generell raus, das ist mir echt zu heftig. Ein Freund von mir gibt da aber gerne mal Kante in Diskussionen, da bewundere ich echt sein Durchhaltevermögen.

      Da wünsche ich dir einen schönen Herbst, von dem ich aber auch ein großer Fan bin ;).

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  9. Hey,
    ein wirklich toller Beitrag!! Und das mit den ewigen Diskussionen ist mir auch schon aufgefallen und das Gefühl wütend zu werden beim durchlesen der Kommentare kenne ich zu gut! Auch werden die Themen einfach immer ja "simpler". Würde mich nicht wundern, wenn sich bald Menschen die Köpfe dabei einhauen, wenn es um die Frage geht ob Ketchup oder Majo für Pommes.

    Kommentare die einfach in einem unverschämten Ton formuliert wurden. Ob nun aggressiv, beleidigend oder von oben herab. Der ständige Neid kommt noch dazu. Einfach schade, dass wir Menschen einen vernünftigen Umgang so langsam aber sicher verlernen.

    Ganz schlechte Entwicklung =/

    Liebe Grüße,
    Sinah

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    1. Dankeschön für deine lieben Worte Sinah <3.
      Da hast du Recht, es ist schon erschreckend über was da so gestritten wird, weil das total banale Dinge sind. Weiß auch nicht, wieso da überhaupt jemand seine Zeit mit vergeudet. Im Serienbereich ist es ja oft die Frage, wie Nummer Neun ein paar Kommentare oben anspricht, ob man was im O-Ton oder in der Synchro verfolgt. Auch da erhitzen sich die Gemüter und es wird beleidigt, dabei ist das doch jedem selbst überlassen und auch diejenigen die Austeilen dürfen doch weiterhin alles so anschauen wie sie es möchten.

      Das mit den Neid ist auch traurig, das bemerke ich auch immer mehr. Man gönnt den anderen nichts mehr und denkt nur noch an sich selbst.

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  10. Ein sehr starker Beitrag und ich kann dir nur bei allem zu 100% zustimmen! Allgemein habe ich das Gefühl, dass unsere Gesellschaft immer mehr alle Hemmungen und auch die Empathiefähigkeit verliert. Beleidigungen sind mittlerweile an der Tagesordnung, Hass und Aggressionen sind fast schon alltäglich geworden. Mich schockiert es trotzdem! Zwar habe ich selbst bisher glücklicherweise kaum schlechte Erfahrungen gemacht (da gab es vor ein paar Jahren nur den Hater, der mich online wegen meiner Zahnlücke beschimpfte... damals sehr verletzend, heute kann ich damit umgehen). Leider habe ich aber schon oft erlebt, dass ebenfalls gehandicapote Menschen öffentlich beleidigt oder gemieden wurden, als hätten sie eine ansteckende Krankheit. Dafür sollte es auch mal einen Hashtag geben.
    Dass du sogar beim Fotoshooting angepöbelt wurdest macht mich gerade richtig fassungslos! Die Bilder sind aber wunderschön geworden! <3

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    1. Dankeschön für deine lieben Worte Carolin <3.
      Ich glaube, sobald das einen überhaupt nicht mehr schockt, haben wir auch ne gefährliche Grenze überschritten. Es ist gut, dass die Mehrheit davon immer noch schockiert ist und auch aktiv etwas unternehmen möchte, denn das sollte natürlich nicht zur Normalität werden. Aber viele fühlen sich gerade in ihren Ansichten gestärkt und schreien ihre Meinung ohne Scham wieder offen raus. Sie stoßen ja auf viele Zuhörer - leider.

      Aber alleine dass du das durchmachen musstest finde ich schrecklich. An einer Zahnlücke ist nichts schlimm und ich finde das macht dich auch besonders.

      Unbedingt, denn ich glaube dir sofort, dass da auch viele Betroffene einige schlimme Geschichten parat haben. Ich finde schon alleine die Blicke der Menschen immer schlimm und unverschämt, wenn sie gehandicapte Menschen sehen. Alleine deshalb würde ich mich dann schon unwohl fühlen, wenn alle mich anstarren und dann vielleicht noch tuscheln.

      Dankeschön für das liebe Kompliment <3. Ich nehme mir das auch nicht zu Herzen was die gesagt haben, denn ich kann der Aussage nicht zustimmen.

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  11. Hallo Nicole,

    dass ist ein wirklich guter Beitrag, der mir wirklich aus der Seele spricht.
    Ich lasse mich auf Twitter oder irgendwo anders online in der Regel nicht auf politische Diskussionen ein und zwar deshalb, weil mir da der Ton zu rau ist und es zu zu vielen Beleidigungen kommt. Politik ist etwas, dass ich nur noch mit Leuten, die ich gut kenne, bespreche.

    Ich war früher auch mal in Fanforen, aber da bin ich mittlerweile auch raus, weil mir die Diskussionen zu toxisch wurden. Diskutieren macht mir Spaß, aber nicht wenn es so abläuft wie das in letzter Zeit immer der Fall ist.

    LG
    Elisa

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    1. Dankeschön für deine lieben Worte Elisa <3.
      Ich weiß was du mit dem rauen Ton meinst, das ist auch der Grund wieso ich da online nichts zu beitrage. Mit meinen Freunden macht das einfach Spaß, aber im Internet möchte ich mich nicht von anderen beschimpfen lassen.

      Ist halt echt auch lächerlich was in Fanforen teilweise zu diesen Diskussionen führt, wenn dann über Synchro oder O-Ton gestritten und beleidigt wird oder weil man ein Paar besser findet als ein anderes, dann ist das nicht mehr normal.

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  12. Hey Liebes,
    ja, ich weiß genau was du meinst. Gerade auf Twitter ist es wirklich übel geworden. So schade!
    Ich halte mich schon aus allem raus und überlege mehrfach, was ich dort schreibe. Bevor ein Tweet online geht schreibe ich ihn auch mehrfach noch um... Krass eigentlich.
    Mein Mann erzählt mir auch immer wieder, dass er in einem Forum angegriffen wird. Es sogar regelrecht persönlich wird. Das ist so traurig und auch irgendwie erbärmlich.

    Aber wir können es besser machen und mit einem guten Beispiel voran gehen. Auch wenn es gegen Windmühlen zu sein scheint.

    Hey Lexa,
    ich hab einen SuB. Aber auch nur, weil ich sonst nicht mehr weiß, was ich schon gelesen habe und was nicht. Und ich liebe meinen SuB. :D
    LibraryThing finde ich mega spannend. Das muss ich mir unbedingt mal genauer anschauen.

    Einen schönen Sonntagabend wünsche ich. :)

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    Antworten
    1. Dankeschön für deine lieben, ehrlichen Worte <3.
      Das ist definitiv eine traurige Entwicklung. Ich überlege ja auch immer sehr genau wie ich etwas schreibe, vor allem auch hier auf dem Blog. Es gibt halt viele die fühlen sich schon von einem Wort angegriffen und stürzen sich darauf, zumindest hatte ich das einmal und das war sehr schockierend. Da ging es dann gar nicht mehr um den Inhalt des Beitrags, sondern nur noch darum darauf rumzuhacken. Schade eigentlich.
      Tut mir Leid, dass dein Mann damit auch Erfahrung macht. Vor allem ist halt auch lächerlich weswegen der Ton so umschlägt und einige Persönlich werden. Das sind meist ja nur Kleinigkeiten und Dinge von denen ja niemand verlangt das man die jetzt anders macht. Kein Grund dann so durchzudrehen.

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Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Kommentar von euch und versuche auch immer auf euren Blogs zu antworten. Dankeschön <3

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