SOCIAL MEDIA

Sonntag, 25. Juni 2017

{Kolumne} Der Kino-Erfolg von "Wonder Woman" und was das für die Geschlechtergleichheit in Hollywood bedeutet!


Boho Spitzenkleid, New Yorker, A-Linie, Kolumne Blogger, Erfolg Wonder Woman, Geschlechtergleichheit Hollywood
Ich weiß, ich bin nicht Wonder Woman, aber da das mit der Verwendung von offiziellen Postern bei Beiträgen, wo es sich nicht um Filmrezension handelt so eine Sache ist, gibt es Bilder von mir zu sehen. Einfach, um das ganze etwas aufzulockern.

Obwohl ich „Wonder Woman“ bisher noch nicht im Kino gesehen habe, was den traumhaften Temperaturen der vergangenen Tage geschuldet ist, freue ich mich über den Erfolg des Filmes an den Kinokassen. Die DC-Superheldin hat sich den Spitzenplatz in den amerikanischen Kinocharts ergattert und damit „Die Mumie“ gnadenlos geschlagen, gilt sogar als erfolgreichster Film einer Regisseurin. Ein Erfolg, der in Hollywood einiges verändern könnte, denn von Geschlechtergleichheit ist die Traumfabrik noch weit entfernt und das im 21.Jahrhundert. Ein Armutszeugnis, wie ich finde. Das Wonder Woman sehenswert ist, beweisen die Reaktionen der Zuschauer. Ich empfehle euch hier die Rezensionen von Sonne und Sas. Sas geht dabei ebenfalls auf einige der Vorurteile ein, mit denen der Film im Vorfeld zu kämpfen hatte.



Wieso ich mich über den Erfolg von "Wonder Woman" freue? 

Weil dadurch endlich dem Vorurteil, dass weibliche Superhelden niemanden in die Kinos locken, dem Kampf angesagt wurde. „Wonder Woman“ belegt eindrucksvoll, dass eine Heldin als Hauptfigur längst überfällig war. Wir leben immerhin im 21.Jahrhundert, einer Zeit, in der weibliche Helden eigentlich keine Ausnahme mehr darstellen sollten. In jedem Film sollte es starke, intelligente und unabhängige Frauen geben, die keine Angst davor haben ihre Meinung zu vertreten und nicht nur ein Anhängsel an der Seite eines Mannes sind. Frauen, die genauso "Kick Ass" wie ihre männlichen Kollegen sind. Doch geschlechtertypische Stereotypen und Klischees reproduzieren sich auch heute munter weiter, vor allem in den sozialen Netzwerken und den Medien, sodass wir in manchen Bereichen leider immer noch weit von der Gleichheit der Geschlechter entfernt sind (Stichwort: Gehalt). Ebenfalls ein großes Problem im Filmbereich, wie Interviewaussagen von Jennifer Lawrence oder Nicole Kidman belegen. Doch mit dem Erfolg von „Wonder Woman“ könnte sich für Schauspielerinnen und Regisseurinnen einiges verändern, denn es gibt noch viele weitere weibliche Comicfiguren, deren Geschichten nur darauf warten erzählt zu werden. Und denen nun eine Tür geöffnet wurde. Hoffentlich ergreifen die Studios diese Chance nun, um für mehr Vielfalt zu sorgen. Eine Vielfalt, die ich mir nicht nur hinsichtlich der Geschlechter, sondern auch Nationalitäten wünschen würde. Denn einen dunkelhäutigen Superhelden sucht man ebenfalls vergeblich auf der großen Leinwand. Zumindest The CW wagt hier mit "Black Lightning" einen Vorstoß.


Boho Spitzenkleid, New Yorker, A-Linie, Kolumne Blogger, Erfolg Wonder Woman, Geschlechtergleichheit Hollywood

Filmbranche: Von Gleichstellung noch weit entfernt:

Neben ungleicher Bezahlung und fehlenden weiblichen Helden, hat vor allem die Filmbranche ein noch größereres Problem: weibliche Regisseure. Die sind dort leider eine Seltenheit, wie Beispiele aus den letzten Jahren belegen:

  • 2015: Gerade einmal zwei Filme mit weiblichen Regisseurinnen: Pitch Perfect & Fifty Shades of Grey
  • 2016: Ist mit 4 Filmen unter weiblicher Regie auch nicht wesentlich besser aufgestellt: Money Monster, Bridget Jones Baby, Queen of Katwe und American Honey
  • 2017: sieht in meinen Augen mit "Fifty Shades: Darker", "Die Verführten", "Wonder Woman" und zwei weiteren Filmen auch noch nicht so viel besser auch, wobei es zumindest eine kleine Steigerung gibt. Aber der große Durchburch ist das natürlich auch nicht, wenn man sich anschaut, wie viele Filme in einem Jahr im Kino anlaufen.


Da ich mir nicht immer der Regisseure/in bewusst bin, die hinter einem Projekt stehen, habe ich mich über diese Zahlen erschrocken. Sie belegen ganz deutlich, dass die Filmbranche von Männern dominiert ist, zumindest hinter der Kamera. Das "Wieso" wird einzig und allein mit gängigen Vorurteilen beantwortet: "Filme von Frauen seien weniger erfolgreich" oder "weibliche Regisseurinnen können keine guten Action- oder Horrorfilme drehen". Wenn ich so einen Quatsch lese, brodelt es in mir schon. Das Geschlecht hat mit solchen Dingen überhaupt nichts zu tun, etwas, was bei vielen leider noch nicht angekommen ist. Ich bin eine Frau und ja, ich liebe Action- und Horrorfilme. Und lustigerweise überrascht das immer noch viele Männer. Bin ich als Frau dazu verpflichtet auf Liebesfilme und Kitsch zu stehen? Nein. Ich mag Kitsch nicht. Ich habe ihn sogar noch nie gemocht. Und so geht es sicherlich auch vielen anderen Frauen. "Wonder Woman" zeigt nun aber erfolgreich, dass ein weibliches Team auch einen spannenden Actionfilm in die Tat umsetzten kann, und könnte somit zumindest diesem Vorurteil Einhalt gebieten. Vor allem wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass viele der vorherigen DC-Filme (Batman vs. Superman, Suicide Squad) hinter den Erwartungen blieben und von Kritikern und Zuschauern gleichermaßen kritisiert wurden. 


Boho Spitzenkleid, New Yorker, A-Linie, Kolumne Blogger, Erfolg Wonder Woman, Geschlechtergleichheit Hollywood

Und wie sieht es im Serienbereich aus?

Im Serienbereich haben übrigens jüngst „Supergirl“ und „Jessica Jones“ bewiesen, dass auch hier Superheldinnen gefragt sind und dabei genauso stark und Badass, wie ihre männlichen Pendants sind. „Supergirl“ greift übrigens auch auf, wie schwer es zu Beginn für unsere Heldin ist, im Schatten ihres berühmten Cousins „Superman“ zu stehen. Persönlich wurde ich zwar noch nicht warm mit der Produktion, was aber nicht an der weiblichen Hauptfigur liegt, sondern daran, dass ich nicht der größte Fan des Universums bin. Auch „Man of Steel“ hat mir hier nicht unbedingt zugesagt, obwohl ich Henry Cavill gerne sehe. Aber dank der 1.Staffel auf Netflix, möchte ich der Serie noch einmal eine Chance geben, da ich bisher nur ein paar Episoden, Ausschnitte und Gastauftritte im Berlantiverse, gesehen habe. Was starke Frauen in Serien anbelangt, ist aber Bewegung zu spüren. Ich habe das Gefühl, dass gerade in vielen neuen Produktionen Wert darauf gelegt wird. Weitere Beispiele sind in meinen Augen noch: Claire von Outlander, die durch Meinungsstärke überzeugt, Daennerys von GoT, die für ihre Ideale kämpft und keinen Zweifel daran hat, dass eine Frau auf dem eisernen Thron sitzen sollte oder Caroline Forbes, die in Vampire Diares zum absoluten Badass wurde. Hier hat sich für mich somit einiges getan, auch wenn es ab und an leider immer noch Figuren gibt, die nur schönes Beiwerk sind. In meinen Augen wird damit viel Potenzial einer Figur verschwendet. Jüngstes Beispiel wäre für mich hier Iris West (The Flash). Ich liebe ihre Figur und bin Fan der Darstellerin, aber es macht mich wütend, dass sie einzig auf Barrys Liebesinteresse reduziert wird. Gerade in der dritten Staffel, hätte Iris eine wesentlich spannender Storyline erhalten können. Die Gelegenheit, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt, war da. Aber dieses Potenzial hat man nicht genutzt. Leider.


Boho Spitzenkleid, New Yorker, A-Linie, Kolumne Blogger, Erfolg Wonder Woman, Geschlechtergleichheit Hollywood


Weibliche Regisseure sind aber auch in diesem Bereich ein Problem, wobei auch hier etwas Bewegung in die Sache kommt und es die ersten positiven Beispiele gibt: die 2.Staffel von "Jessica Jones" wird von Frauen verfilmt, genauso wie Hulu mehr Frauen für ihre Eigenproduktion "Casual" verpflichtete und auch bei "Harlots" und "The Handmaid's Tale" auf weibliche Beteiligung setzte. Aber der Mangel an Regisseurinnen lässt sich leider nicht abstreiten, obwohl gerade bei Serien ein Großteil der Zielgruppe weiblich ist. Ich persönlich finde es jedenfalls schade, dass man sich nicht dem Know-how und Erfahrungen beider Geschlechter bedient, denn davon würden Serien und Filme gleichermaßen profitieren. Und in meinen Augen gibt es auch kein Argument, dass dagegen spricht. Bei Edition F findet ihr übrigens einen tollen Beitrag über Regisseurinnen, deren Filme jeder einmal gesehen haben sollte.


Boho Spitzenkleid, New Yorker, A-Linie, Kolumne Blogger, Erfolg Wonder Woman, Geschlechtergleichheit Hollywood

Fazit: Ein Plädoyer für mehr Heldinnen:

Denn ich ich wünsche mir als Zuschauerin (und ich bin mir sicher, dass sich dies auch die männlichen Fans wünschen) Figuren wie: 
  • Hermine (Harry Potter), die durch ihre Intelligenz und Meinungsstärke im Gedächtnis bleibt. 
  • Katniss (Die Tribute von Panem), die mit Selbstlosigkeit eine Rebellion in Gang setzt und durch ihre Stärke überzeugt. 
  • Claire (Outlander), die selbst in einer ihr fremden Zeit, in der Frauen kaum Rechte besitzen, ihre Meinung äußert und nicht von ihren Idealen abweicht. 
  • Annalise Keating (How to get away with Murder), eine toughe, erfolgreiche Rechtsanwältin, die sich in einer von Männer dominierten Welt einen Namen gemacht hat, auch wenn ich nicht immer mit ihrer Art der Problemlösung konform gehe.  
  • Christina (Grey's Anatomy), die ehrgeizig ist und offen zugibt, dass ihr Beruf für sie das Wichtigste ist.
  • Brooke Davis, die sich in One Tree Hill ihr eigenes Imperium aufbaut, sich nicht unterkriegen lässt (selbst nach einem brutalen Überfall) und uns mit vielen ihrer meinungsstarken Aussagen  (0 is not a seize) im Gedächtnis geblieben ist.
  • Und auch wenn ich nicht der größte Fan von "Die Bestimmung" bin, so finde ich doch, dass Tris zumindest eine Figur ist, die genauso stark und tough wie ihre männlichen Mitstreiter ist und vor keinem Kampf zurückschreckt. 

Ich könnte hier übrigens noch weiter machen, wobei die überwiegende Zahl der Figuren dann doch aus Serien stammen würde, aber ich glaube diese Beispiele machen deutlich worauf ich hinaus möchte und was ich mir von einer weiblichen Figur wünsche.


Boho Spitzenkleid, New Yorker, A-Linie, Kolumne Blogger, Erfolg Wonder Woman, Geschlechtergleichheit Hollywood

Shop the Look: 
Spitzenkleid: New Yorker
Blumenkranz: H&M
Schuhe: Tropics 


* Übrigens ist dies nicht die erste Kolumne auf meinem Blog. Falls ihr nun neugierig geworden seid:


Was sagt ihr zum Gleichstellungsproblem in Hollywood?
Was für weibliche Figuren wünscht ihr euch?
Und glaubt ihr, dass Wonder Woman für Veränderungen sorgen könnte?
Und wer hat Wonder Woman denn schön gesehen?


Kommentare :

  1. Ich möchte Wonder Woman unbedingt noch in Kino sehen! Aber ich wusste auch nicht, dass es so wenig Regiseurinnen gibt. Kannte eigentlich nur Angelina Jolie, die hat bei doch 1-2 Filmen als Regiseurin agiert oder? Ansonsten bin ich falsch informiert. Habe mir da auch ehrlich gesagt kaum Gedanken dazu gemacht bisher. Aber finde auch, dass es mehr Heldinnen geben sollte! Ich meine bei Disney sind es ja immerhin die Prinzessinnen die Heldinnen sind :D Pocahontas & Co. in Real wäre aber auch nice! Und deinen Look find ich übrigens bezaubernd, trifft total meinen Geschmack und steht dir super :) <3

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja genau Angelina Jolie ist immer mal wieder als Produzentin tätig ;). Jodie Foster fällt mir noch ein, sie macht ja auch regelmäßig Filme oder Sofia Coppola, von der habe ich schon Marie Antoinette und The Bling Ring gesehen. Das sind aber echt die wenigen Ausnahmen.

      Jap Disney hat auch tolle Heldinnen, eine Realverfilmung von Pocahontas oder auch Mulan (die finde ich auch richtg tough), fände ich auch super.

      Aww Dankeschön für das liebe Kompliment <3.

      Löschen
  2. Liebe Nicole, danke Dir für Deinen lieben Kommi zu meinem letzten Beitrag. Wie bei Dir, dient mein Blog mir auch als eine Art Tagebuch, allerdings gibt es doch Dinge, die ich dann lieber vor der Öffentlichkeit geheim halte.
    WonderWoman habe ich noch nicht gesehen, es klingt aber einladend! Ich finde es unglaublich, dass man überhaupt über Gleichstellung von Frauen und Männern - egal in welcher Branche - reden muss, wie Du sagst, wir sind im 21 Jahrhundert. Ich finde die Zahlen, welche Du hier schilderst, schockierend und verstehe einfach nicht, wieso dieses Geschlechterproblem noch immer da ist. Danke deshalb für deinen aufrüttelnden Beitrag und ich finde Deinen Schreibstil echt klasse!
    Liebste Grüsse
    Janine von https://www.yourstellacadente.com

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dinge die ich für mich behalte, habe ich aber auch. Manches hat auch einfach nichts im Internet zu suchen, wie private Streitigkeiten, Familienangelegenheiten oder generell alles, was noch andere betrifft.

      Da hast du Recht, das sollte es in keinem Bereich geben, aber gerade im Beruf ist das ja ein großes Problem, egal welcher Branche es ist. Die Gehaltsunterschiede sind ja auch ein Unding und die Begründung dafür ist wirklich lächerlich. Dankeschön für die lieben Worte <3.

      Löschen
  3. Also auch wenn Wonderwoman mich kein bisschen reizt, weil ich einfach kein Freund von Superheldenfilmen bin, finde ich es schön, dass der Erfolg des Filmes auch die Geschlechtergleichheit im Filmgeschäft ein wenig in den Fokus rückt. Eigentlich ist es nämlich wirklich eine Schande, dass Frauen selten so heldenhaft dargestellt werden wie Männer...

    Wenn du von Frauen sprichst, die "Kickass" wie Männer sind, muss ich immer an Mr. und Ms. Smith denken - den Film fand ich vor 4,5 Jahren echt gut, als ich ihn da im Urlaub geschaut habe.
    Dass allerdings selbst in der Filmbranche die Frauen schlechter verdienen, hätte ich irgendwie nicht erwartet... Ich dachte immer, dass wäre ein Problem, was eher nur Bürotätigkeiten umfasst... Vielleicht bin ich echt zu gutgläubig und lebe quasi in meiner eigenen Traumwelt?

    Dass die Hautfarbe noch so wichtig bei der Darstellerwahl ist, finde ich grausam. Für mich lag es immer fern, Menschen anhand ihrer Nationalität zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Und gerade dunkelhäutige Menschen finde ich oft wirklich hübschen und ausdrucksstärker - woran das liegt, weiß ich aber nicht.

    Der Mangel an weiblichen Regisseuren ist mir noch nie aufgefallen - weil ich nie darauf achte, wer die Regie führt. Ich weiß ja oft nicht mal den Namen der Schauspieler ;)
    Dennoch stellt sich mir hier die Frage, ob Frauen vielleicht einfach weniger Interesse an diesem Beruf zeigen und daher die meisten Filme mit Regie von Männern geführt werden? Das, was du da an Vorurteilen nennst, will ich einfach nicht glaube.

    Es freut mich ja echt, dass der Serienbereich scheinbar zumindest bei den Hauptfiguren etwas besser dasteht... irgendwer muss ja immer auch die Beiwerk-Rollen füllen. Solange der Mix da ausgewogen bleibt und nicht alle Helden oder spannenden Persönlichkeiten männlich und alle Nebenfiguren weiblich sind, finde ich das okay. Es kommt bei sowas ja vielleicht auf darauf an, in welchem Genre man Serien schaut...
    Glaubst du wirklich, dass mehr Frauen als Männer Serien schauen? Mir kam das bisher immer so vor, als wäre dieses Hobby für beide Geschlechter gleichermaßen toll. Aber das kann natürlich auch täuschen.

    An Hermine habe ich vorhin auch denken... sie ist eine tolle weibliche Hauptfigur.
    Auch Katness finde ich toll, selbst wenn die Story allgemein nichts für mich war. So starke Figuren sind einfach toll.

    Die anderen Figuren, die du aufzählst, kenne ich zwar nicht, aber das, was du über sie schreibst, klingt wirklich toll und als könnten wir mehr solcher Personen brauchen.
    Aber wenn der Beruf das Wichtigste ist, dann finde ich das nicht gut - solche Einstellungen mag ich einfach nicht. Aber das hat wohl was mit meiner Erziehung zu tun ;)

    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mr. & Mrs. Smith habe ich natürlich auch gesehen, der Film war genial. Ich bin ja sonst nicht so der größte Angelina Jolie Fan, aber sie ist eine tolle Schauspielerin. Und hier fand ich es schön, dass beide Figuren auf Augenhöhe waren und ebenbürtige Gegenspieler. Das mit dem Gehaltsunterschied ist leider in jeder Branche so, egal welche. Ich finde das ein Unding und die Begründungen dafür einfach nur lächerlich. Und es ist auch etwas, wo ich mir wünschen würde, dass die Poitik sich der Problematik endlich einmal annimmt, denn in einem so modernen und fortschrittlichen Staat wie Deutschland darf sowas eigentlich nicht passieren.

      Schließe mich dir an. Kann das gar nicht nachvollziehen und für mich spielt das überhaupt keine Rolle. Aber Rassismus ist leider immer noch weiter verbreitet, auch wenn man denkt, dass wir es heute eigentlich besser wissen sollten.

      Da muss ich leider deine Illusion zerstören, denn Frauen haben Interesse an diesem Beruf. Wenn du mal recherchierst, wirst du das auch sehen, denn es gibt so gar konkrete Forderungen anch einer "Frauenquote" in diesem Bereich und die Forderung stammt auch von einer Gruppe an weiblichen Regiseurinnen. Es ist sogar so, dass weibliche Regiseurinnen in Deutschland weniger finanzielle Förderung erhalten als Männer. Hier mal Ergebnisse einer Studie: http://www.filmstarts.de/nachrichten/18492988.html, die belegt das es weibliche Regiseure gibt, nur die halt nicht die großen Kinofilme produzieren dürfen.

      Ich wollte nicht sagen, dass mehr Frauen als Männer Serien schauen, sondern habe nur geschrieben, dass ein großteil der Zielgruppe auch weiblich ist, das heißt im Umkehrschluss ja nicht, dass jetzt nur Frauen die Serien schauen. Für mich ist es auch ein Hobby, welche sich beide Geschlechter teilen. Und sollen dann nicht auch im Regebereich beide Geschlechter vertreten sein? Das wollte ich damit sagen. Weil es sind ja nicht nur die Männer, die Serien schauen, sondern auch Frauen.

      Es gibt aber auch im echten Leben viele Frauen, für die die Karriere das Wichtigste ist. Und da finde ich nichts schlimm dran. Jeder muss für sich selbst ein eigenen Weg finden und deshalb finde ich es wichtig, dass es auch Figuren wie Christina gibt, die nun mal nicht der typischen Norm entsprechen. Und ich finde das sollten Serien und Filme auch widerspielgen. Somit sollten auch hier in meinen Augen die unterschiedlichsten Lebenswege, Ansichten und Einstellungen vertreten sein, wie es im Alltag auch der Fall ist.



      Löschen
  4. Liebe Nicole,
    danke für diese spannenden Einblick in deine Gedanken zu Frauen im Filmbereich. Tatsächlich fällt einem das ja immer wieder - nicht nur in der FIlmbranche - sondern im Alltag aus, dass Frauen immer noch nicht über all gleichberechtigt sind. Auch wenn wir hier in der westlichen Welt natürlich schon sehr sehr weit voran sind in dieser Thematik, ist es in vielen anderen Ländern der Welt leider noch nicht so.
    Um so wichtiger in Beiträgen wie deinem hier darüber zu sprechen und darauf aufmerksam zu machen :) Danke für die Inspiration!

    Ich wünsche Dir ein wunderbaren restlichen Montag und hoffe du bist gut in diese neue Woche gestartet!
    Liebste Grüße an Dich! ♥ Saskia von www.demwindentgegen.de 

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön für deine lieben Worte <3. Ja das ist leider in allen Branchen der Fall und das ist wirklich traurig. Gerade in Deutschland sollten wir da schon etwas weiter sein. Vor allem die Argumente für die ungleiche Bezahlung lächerlich sind. Würde mir wirklich wünschen, das die Politik da auch endlich eingreift und etwas dagegen unternimmt.

      Löschen
  5. Ich bin generell nicht der größte Superheldenfan, weswegen auch der Hype rund um Wonder Woman eher an mir vorbei ging. Allerdings stimme ich dir absolut zu, was die Gleichstellung der Geschlechter betrifft! Dass es kaum Regisseurinnen in Hollywood gibt, war mir gar nicht bewusst. Umso mehr schockiert es mich gerade.
    Ein weiteres Beispiel für diese Problematik sind leider auch Videospiele. Es gibt kaum Games mit Frauen in der Hauptrolle und wenn doch, werden die Heldinnen sehr sexistisch dargestellt. Bei meinem Lieblingsspiel (Life is Strange) hätten die Entwickler beinahe keinen Publisher gefunden, da jeder potenzielle Abnehmer eine männliche Hauptfigur wollte. Ich bin froh, dass dieser Punkt schließlich trotzdem nicht geändert wurde.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich bin darauf auch nur im Zuge der Diskussion um Wonder Woman aufmerksam geworden und war dann auch sehr schockiert. Deshalb war es mir wichtig darüber auch einen Blogbeitrag zu verfassne. Vor allem aber auch, weil Filme & Serien auf meinem Blog einen so großen Stellenwert haben, dass ich einfach auch die Schattenseiten beleuchten wollte. Finde sowas immer wichtig, auf solche Themen aufmerksam zu machen und es freut mich, dass der Beitrag so gut angenommen wird.

      Stimmt bei Videospielen hast du auch recht, ich bin da zwar gerade erst ganz frisch unterwegs, weil ich vor dem Kauf meiner Xbox eigentlich fast nur "Die Sims" gespielt habe, abgesehen von "Harry Potter" oder "Tomb Raider", sodass ich viele der aktuellen Spiele gar nicht kannte. Aber mir fällt es auch auf, dass es eigentlich fast nur Männer in der Hauptrolle gibt und Frauen leider sexistisch dargestellt werden. Echt schade. Das mit Life is Strange ist ja krass, das wusste ich gar nicht. Echt heftig, dass sie deshalb keinen Publisher gefunden hat. Schade, dass es für viele wohl nicht um den Inhalt eines Spiels geht, denn der klingt bei Life is Strange ja sehr interessant.

      Löschen
  6. Auch, wenn du nicht Wonder Woman bist - Das ist ein sehr hübsches Outfit!

    Ich hatte zwar nie vor, Wonder Woman im Kino zu sehen, habe aber neulich bei den "Medienmädchen" einen Post darüber gelesen, wie lange es diese Figur schon gibt und wie emanzipiert sie schon in den 50er-Jahren war. Sehr ungewöhnlich für diese Zeit, denke ich. Leider wurde auch Wonder Woman dann später zur Frau an der Seite eines Mannes degradiert und ist dann irgendwie in Vergessenheit geraten. Interessant und irgendwie auch blöd finde ich allerdings, dass der Schöpfer von Wonder Woman wohl (All mein Wissen zu dem Thema stammt aus besagtem Post) nicht nur eine starke Frauenfigur geschaffen, sondern die Rolle der Geschlechter einfach umgedreht und ihr einen "schwachen" Mann zur Seite gestellt hat, den sie beschützen musste und der sie angehimmelt hat. Auch nicht unbedingt feministisch :D. Aber ich weiß natürlich nicht, wie das im Film jetzt ist.

    Gelten die Zahlen mit den weiblichen Regisseuren für alle Länder und Filme oder "nur" für Hollywood? In jedem Fall ist das wirklich erschreckend und auch etwas, was mir nicht wirklich auffällt, weil ich irgendwie gar nicht darauf achte.

    Die Behauptung, Frauen könnten keine guten Actionfilme drehen, oder die Überraschung, die viele äußern, wenn man als Frau "Männerdinge" mag, sind ein gutes Beispiel für Alltagssexismus und vor allem letzteres wird oft nicht mal als solcher wahrgenommen.
    Guter Punkt, dass viele der letzten Superheldenfilme nicht so gut angenommen wurden, Wonder Woman aber scheinbar schon! Das sollte einigen Menschen mal zu denken geben, was ihre Vorurteile betrifft.

    Ich bin auf jeden Fall für Gleichstellung in diesem (und eigentlich allen) Bereich, keine Frage! Zumal Frauen ja immer wieder beweisen (und leider immer noch beweisen müssen), dass sie es drauf haben. Ich sag nur J. K. Rowling, die ihre Vornamen abkürzen sollte, weil Jungs angeblich keine Bücher von Frauen lesen... (Hat jetzt zwar nichts mit Filmen zu tun, aber egal ^^).





    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Awww Dankeschön für das liebe Kompliment <3.

      Das hört sich auch nach einem spannenden Post an. Ich bin ja nicht so bewandert, was die Comic Geschichte anbelangt, weil ich die gelesen habe bzw. generell jetzt nicht so der Comic Fan bin. Schaue mir das halt nur gerne Verfilmt an, da gefällt es mir echt gut. Das mit dem Umdrehen finde ich aber auch nicht gut, denn das ist dann auch wieder so extrem und hat nichts mehr mit Gleichstellung zu tun. Ich weiß auch nicht, was an Werken, in denen es eine starke Frau und einen starken Mann gibt, so schwer ist? Das würde ich mir wünschen. Ich glaube im Film waren alle Figuren sehr gut ausgearbeitet, zumindest war das der Tenor der Rezensionen.

      Die Zahlen die ich verlinkt hatte, gelten für Hollywood. Ich habe aber einige Zeitungsartikel gelesen, wo es um die deutsche Filmlandschaft geht und das ist es leider nicht anders. Hatte gelesen, dass Frauen da sogar weniger Filmförderung erhalten. Hier mal ein ausführlicher Artikel, wo steht das 83% der Förderung in Deutschland an Männer geht: http://www.tagesspiegel.de/medien/ungleichbehandlung-in-film-und-tv-wo-sind-eigentlich-die-regisseurinnen/12960840.html. Da wird auch Europa beleuchtet. Das ist also kein Hollywoodphänomen sonder überall so. Leider.

      Auch die Kommentare im Vorfeld zu "Wonder Woman" waren heftig, da haben sich viele der Vorurteile wiedergespiegelt und einige hatten wohl auch gehofft, dass der Film floppt, damit man dann sagen könnte: Seht ihr keiner möchte weibliche Helden sehen. Das hatte ich bei mehreren Rezensionen von Fans gelesen. Schön, dass man hier nun ein Statement gesetzt hat und gezeigt hat, dass die Mehrheit dies anders sieht.

      Das mit J.K. Rowling wusste ich auch nicht. Krass. Ich bin immer wieder schockiert, über solche Aussagen.

      Löschen
  7. Ein tolles Thema für eine Kolumne. Eigentlich unglaublich, dass es doch so wenig Filme weiblicher Regisseurinnen gibt. Ich finde ja auch das Beispiel lustig, wo alle weiblichen Heldinnen der letzten jahr aufgelistet wurden und dann daneben Bella aus twilight, die in den ersten Filmen eben genau das Gegenteil von Katniss oder Tris verkörpert.
    Liebe Grüße
    Sarah

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön für die lieben Worte <3. Ich bin da auch erst durch die Diskussionen um Wonder Woman drauf aufmerksam geworden, war dann auch sehr überrascht und schockiert und deshalb war es mir auch Anliegen darüber einen Blogpost zu verpassne. Zumal ich hier ja so oft über Filme & Serien schreibe, dann finde ich es wichtig, auch mal die Schattenseiten zu beleuchten.

      Wo hattest du die Auflistung denn gesehen? Bella ist für mich nämlich auch das Negativbeispiel, weil sie mir immer zu abhängig von Edward war. Das war ja im zweiten Band dann so extrem, dass sie sich nach der Trennung von der Klippe stürzen wollte und so eine Botschaft finde ich in einem Jugendbuch sehr problematisch.

      Löschen
  8. Eine tolle Kolumne! Ich bin total schockiert, wie wenig weibliche Regisseure es gibt (bzw eher mit ihren Filmen an die Öffentlichkeit gelangen). TOtal schade, dass es immer noch viele Bereiche in der Berufswelt gibt, die deutlich von Männern dominiert werden. LEse Edition F auch ganz oft, finde es toll, dass es da so viele Insights von erfolgreichen Frauen gibt. Und bei deiner Erwähnung von Brooke bei One Tree Hill wurde ich fast sentimental haha, das war meine erste "richtige" Serie die ich angeschaut hab und ich habe so viel draus mitgenommen.

    Liebste Grüße,
    Alina von Selfboost

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danekschön für die lieben Worte <3.
      Ich war da auch überrascht und schockiert drüber, weil ich davon auch erst im Zuge der Diskussion um "Wonder Woman" erfahren hatte. Da Filme aber eine große Rolle auf meinem Blog spielen, wollte ich auch mal die vorherrschenden Probleme beleuchten. Und wie du schon sagtest, es ist echt schade, dass es dies in allen Bereichen der Berufswelt noch der Fall ist. Das darf einfach nicht sein.

      One Tree Hill ist in meinen Augen auch eine der Vorreiter Serien, die tolle weibliche Figuren hatten. Generell eine Produktion auf hohem Niveau, wo es auch gar keine große Sache war, dass hier auch die Frauen erfolgreich, tough und schlagfertig sind.

      Löschen

Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Kommentar von euch und versuche auch immer auf euren Blogs zu antworten. Dankeschön <3