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Freitag, 29. Januar 2016

{Outfitpost} Über meine Anfänge im Internet

Endlich liegt auch das letzte Referat und meine Klausur hinter mir, weshalb ich nun wirklich für kurze Zeit aufatmen kann. Beides lief zu meiner Freude wirklich sehr erfolgreich und somit kann ich sagen, dass es zumindest studientechnisch bei mir läuft, selbst wenn es Privat immer noch anders ausieht. Aber wie sagt man so schön: "Man kann ja nicht alles haben". Ich blicke jetzt einmal positiv nach vorne und freue mich auf die Semesterferien, in denen ich zwar eine Hausarbeit tippen muss und noch ein Blockseminar ansteht, aber ein paar Wochen freie Zeit bleiben mir trotz allem und da werde ich dann die Seele baumeln lassen und an Beiträgen für meinen Blog tüffteln. Nachdem wir ja nun etwas länger keinen Outfitpost mehr hatten, habe ich heute das gute Wetter mit gaaaaanz viel Sonnenschein (was wirklich perfekt gepasst hat) gleich zum Bilder machen genutzt. Ich hatte diesen Bereich auf meinem Blog ja schon sehnlichst vermisst und bin froh, dass ich ab nun wieder regelmäßig Outfits zeigen und mit persönlicheren Gedanken verbinden kann. 


Heute dachte ich mir nutze ich einfach mal die Gelegenheit über meine Anfänge in der virtuellen Welt zu schreiben. Die liebe Cora hatte mich damals mit ihrem Beitrag auf die Idee gebracht das Ganze auch einmal aufzugreifen und durch ein Seminar an der Uni im Bereiche "Medien- und Kommunikationssoziologie" in dem wir es erst über das virtuelle Verhalten der heutigen Jugend und Erwachsenen hatten, würde mir das Thema auch erneut ins Gedächnis gerufen. Dort fielen nämlich auch Begriffe wie SchülerVz, Myspace und Wer-kennt-wen, alles Seiten die mir nicht fremd sind und einen großen Teil meiner Jugend geprägt haben. Doch fangen wir ganz vorne an, denn bevor wir überhaupt so weit mit der Technik waren, war das Internet ja noch nicht ganz so angenehm. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an diesen quadratischen Kasten namens "Modem" erinnern. Mir ist das Gerät noch geläufig und in Erinnerung ist mir vor allem dieses schöne Geräusch geblieben, wenn die Leitung belegt war. Woraufhin eine verägertete Mutter rief, dass man doch endlich einmal die Leitung frei machen solle, sie wolle telefonieren. Tja was heute ohne Probleme funktioniert und Normalität ist, war damals ein Luxus der noch nicht vorstellbar war. Früher ging nur eines: Internet oder Telefon. Beides zusammen war unvorstellbar. Jedoch habe ich in meiner frühen Kindheit den Pc sowieso nicht so oft nutzen dürfen. Es gab feste Zeiten, in denen wir Computerspiele spielen oder den Computer für Schulaufgaben nutzen druften. Ansonsten war ich viel draußen und das finde ich auch gut so. Das viele Kinder heutzutage vom Fernsehen erzogen werden und den ganzen Tag am Tablet, Smartphone oder Laptop hängen finde ich ehrlich gesagt nicht gut. Kinder gehören für mich an die frische Luft, müssen Kontakte mit Gleichgesinnten pflegen und sich vor allem auch bewegen. Das geht nicht mit Spielekonsolen und all dem anderen Kram. 


Meine Internetlaufbahn begann wirklich etwas später, ungfähr in der 7.Klasse, als ich mir dann ganz stolz von meinem gesparten Geburtstags- und Weihnachtsgeld einen eigenen Laptop leisten konnte. Dafür musste ich lange sparen, aber ich finde es immer ein schönes Gefühl, wenn man sich etwas selbst gekauft hat. Am Anfang verbrachte ich erstmal viel Zeit in Icq. Ich weiß gar nicht ob ihr den Chat noch kennt und ob es heute noch so gäng ist, wie bei uns damals. Früher hatte wirklich jeder dort einen Account und es wurde stundenlang gechattet, vor allem Abends. Heute weiß ich gar nicht so wirklich was daran nun so cool war, dass ich dort Stunden meines Lebens verbracht habe. Aber gut in der Jugend denkt man ja eh etwas anders und findet Dinge cool, bei denen man später wirklich das Grauen bekommt. Zusätzlich waren wir alle noch im Bravo Chat unterwegs. Von Knuddels war ich irgendwie nicht so der Fan, aber ich kann euch sagen das sich auch bei Bravo allerhand Menschen mit zweifelhaften Absichten tummelten. Erneut bin ich meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir zu Beginn eingebläut haben niemals meine Adresse rauszugeben oder Fremden Bilder von mir zu schicken und ja keine intimen Details zu verraten. Ich habe mich da immer dran gehalten und bin auch heute deshalb extrem vorsichtig im Bereich Datenschutz, weshalb mir selbst das Impressum auf meinem Blog manchmal Kopfschmerzen bereitet. Aber hier ist es eine Rechtliche Regelung die mich verpflichtet und das ist einfach noch mal etwas ganz anderes, als im Chat Dinge zu verraten. Für meine Kinder habe ich mir vorgenommen ihnen den Umgang mit Sozialen Netzwerken nicht zu verbieten, sondern sie einfach über die Chancen und Risiken aufzuklären. Mit Verboten kommt man da in meinen Augen nicht weit, weil es die Seiten nur noch attraktiver macht und die Kinder diese dann einfach heimlich nutzen, ohne zu Wissen, wie sie damit umgehen sollen.


In meiner Generation haben dann aber auch Soziale Netzwerke ihren Anfang genommen (puh ich fühle mich jetzt gerade wirklich etwas Alt beim Schreiben des Textes, dabei bin ich doch erst 23). Doch Facebook war damals Niemanden ein Begriff, sondern bei uns regierten Schülervz, StudiVz, MeinVz, Myspace oder Wer-kennt-wen. Ich glaube bis auf Myspace gibt es auch keines der Netzwerke mehr. Ich selbst hatte wie die meisten einen Account bei SchülerVz und muss gestehen das ich mich in meiner Jugend definitiv über die Kommentare zu Bildern oder meine Pinnwand Einträge definiert habe. Vor allem wenn ein Junge den ich toll fand meine Bilder geliked hat bin ich fast durchgedreht. Wobei wir früher auch echt etwas Stalkerhaft drauf waren und dann sowieso ständig auf den Seiten unserer Angebeteten unterwegs waren. Zum Glück sind mir heute Likes nicht so wichtig, da sich mein Leben im Real Life abspielt und nicht virtuell. Klar freut man sich, wenn anderen das eigene Bild gefällt, aber wirklich was davon habe ich nicht. Damals dachte ich darüber aber noch anders, weshalb ich aufjedenfall versucht habe mich gelungen darzustellen. Aber alles in einem normalen Rahmen, ohne Party-, Sauf- oder leichtbekleidete Bilder. Die Kandidaten gab es zwar auch bei uns schon, aber bekanntlich vergisst das Internet nie und selbst ein Ausrutscher in so jungen Jahren könnte berufliche Chancen verbauen. Neben SchülerVZ war ich persönlich als einzigste in meinem Freundeskreis noch auf Myspace unterwegs. Da habe ich vor allem Prominenten gefolgt, die das Netzwerk damals für den Kontakt mit Fans nutzen, Details über ihr Leben und die Arbeit preisgaben. Dazu fand ich es wirklich toll mich auch mit Menschen aus aller Welt auf Englisch zu unterhalten und somit meine Kenntnisse zu verbessern. 


Neben den Sozialen Netzwerken war ich aber auch schon immer in Foren unterwegs und habe fleißig Fan Art gebastelt. Früher hatte ich mir darüber gar keinen Kopf gemacht, dass das Ganze ganz schön teuer werden kann, da man ja Bilder von Prominenten verwendet. Mir hat es einfach Spaß gemacht und ich konnte mich kreativ ausleben. Meine Werke habe ich dann natürlich in den Foren präsentiert in denen ich Mitglied war, aber auch auf Lifejournal gezeigt. Ich besaß sogar lange  Zeit ein eigenes Forum und hatte daran wirklich viel Spaß. Angefangen hat alles mit einem Forum zu Gossip Girl, da ich früher ein Fan der Buchreihe war. Die Serie dazu war zu der Zeit bisher nur in Planung, aber trotzdem gab es schon eine kleine Fanbase in Deutschland. Ich gründete also bald mein eigenes Forum zu dieser Buchreihe und war ansonsten noch in Foren zu Harry Potter, Selena Gomez, Miley Cyrus (wo ich auch Admin war), Supernatural und einem allgemeinen Forum zu Filmen & Serien. Heute haben Foren ja leider keinen hohen Stellenwert mehr. Früher waren sie hingegen richtig belebt: es gab viele Mitglieder, interessante Diskussionen und jeden Tag neue Beiträge. Man konnte dort wirklich einige Stunden verbringen und auch Kontakte knüpfen. Denn viele Bekannte aus Foren haben mich über einen langen Zeitraum begleitet und mir ebenfalls viele schöne Momente bescherrt, auch wenn ich heute zu diesen Menschen keinen Kontakt mehr habe. Und natürlich habe ich auch die eigene Fanpage nicht ausgelassen. Auch hier wusste ich nicht, dass im schlimmsten Fall sogar Abmahnungen ins Haus flattern könnten. Ich war jung und habe mir über rechtliche Dinge einfach keinen Kopf gemacht. Somit hatte auch meine Demi Lovato und Selena Gomez Fanpage eine eigene Gallery und war sogar die einzige deutsche Fanpage zu Beiden zusammen. Am Ende konnte ich dann mit der Seite einen recht hohen Bekanntheitsgrad auf weißen und war auch sehr stolz auf mein Baby. Irgendwann hatte ich nur einfach keine Zeit mehr dafür und auch das Interesse ließ nach. 


Ausprobiert habe ich wie ihr seht also echt vieles, unter anderem sogar auch Fanfictions, aber irgendwie habe ich da nie bis zum Ende durchgehalten. Mir fehlte einfach der Rote Faden, weshalb ich jeden bewundere der es schafft tolle Geschichten zu veröffentlichen, die teilweise genauso gut wie die Serien selbst sind. Ab und an haben einige sogar ja noch bessere Ideen und oftmals wünscht man sich als Fan sogar, dass die Produzenten diese aufgreifen würden. Ich lese Fanfictions auch heute noch gerne, weil es wirklich viele kreative Köpfe gibt, die mir mit ihren Geschichten schöne Stunden bereiten. Doch natürlich gab es bei mir auch Vorläufer zu meinem Blog. Ich hatte schon immer eine gewisse Affinität zum Schreiben und bevor ich wusste was Blogs sind, hatte ich deshalb mehrere eigene Homepages. Zu Beginn eine gemeinsam mit meinen Besten Freundinnen, wo wir Bilder von uns posteten und Texte schrieben. Dazu hatte ich auch eine Hompe nur über mich. Lustigerweiße stellte man damals auf den Seiten immer seine Freunde mit Bildern und Text vor. Heute wäre das unvorstellbar, denn auf meinem Blog zeige ich wirklich nur die Freunde, die auch ihr Einverständnis erklärt haben und selbst dann kommen sie hier nur selten vor. Ich möchte einfach die Privatssphäre meiner Lieben schützen, während man darüber damals gar nicht nachgedacht hat. Da war es einfach cool  den großen Freundeskreis der gesamten Welt zu präsentieren. Eine weitere Sache bei der ich heute schlauer  bin, denn es kommt nicht auf die Größe des Freundeskreis an, sondern darauf das man Menschen hat auf die man sich verlassen kann. Übrigens bin ich sehr froh, dass ich die Seiten alle problemlos löschen konnte und mein Passwort noch wusste. Somit gibt es hier schonmal keine peinlichen Überbleibsel im Netz, aber sie waren definitiv für mich die Vorgänger meines Blogs, der aber nun wirklich um einiges professioneller ist. Ihr seht also ich war ganz schön viel im Netz unterwegs, habe mich ausprobiert, bei vielem mal mitgemacht, aber immer aufgepasst, dass ich nicht zu viel intimes preisgebe. Heute beschränkt sich ein Internetleben auf meinem Blog, die Social Media Kanäle die ich mehr und mehr nur noch für diesen nutze und den Austausch mit ehemaligen Schul- oder Arbeitskollegen und nun natürlich auch Kommilitonen. Denn auch wenn ich finde, dass man nicht alles posten muss, bin ich doch froh das es diese Sozialen Netzwerke gibt, damit man Menschen die weiter entfernt sind nicht komplett aus den Augen verliert. Somit hat sich bei mir bei der Internetnutzung definitiv einiges geändert. Zwar gebe ich auf meinem Blog immer mal wieder private Details preis, versuche aber eine klare Grenze zu ziehen und gewisse Dinge die zu intim sind auch im Privaten Bereich verweilen zu lassen. Ich bin privat weniger auf den Netzwerken unterwegs und beobachte das auch bei meinen Freunden. Für uns ist es wichtig, dass wir uns regelmäßig treffen und dabei richtig unterhalten oder wenn dann telefonieren. Icq nutze ich überhaupt nicht mehr und Chats reizen mich heute auch nicht mehr. Genrell bin ich etwas vorsichtiger geworden und nehme auf Facebook auch nicht mehr jeden an. Mir kommt es heute nicht mehr darauf an eine große Anzahl an Freunden in meinem Profil stehen zu haben und dafür lauter Menschen in meiner Liste zu haben, mit denen ich sonst nie spreche oder die ich gar nicht kenne.


Nachdem ich nun ganz schön viel über meine Internetlaufbahn geschrieben habe, möchte ich  zum Abschluss noch kurz auf mein neuestes Outfit eingehen. Diesmal bin ich mit den Bildern sehr zufrieden und habe für mich die Erfahrung gemacht, dass ich lieber mit einer gringen Iso die Aufnahmen machen sollte, da die Schärfe im Anschluss besser ist und ich doch über Photoshop noch mal einiges rausholen kann. Somit setze ich jetzt eher auf die Nachbearbeitung. Zur Ausnahme gefallen mir diese Fotos auch wirklich einmal wieder. Ich liebe das Outfit, weil es einfach ein typischer Winterlook von mir ist, der sogar noch meine Lieblingsfarbe wiederspiegelt und der Look auch im Alltag tragbar ist. Den Pulli habe ich mir erst vor kurzem bestellt, da bei mir echt ein Mangel an Strickpullovern im Schrank herrscht. Ich kann jetzt schon sage: ich liebe ihn. Er zählt schon jetzt mit zu meinen liebsten Winterstücken. Da mag ich es einfach schlicht und simpel, ohne viel Firrlefanz wie man so schön sagt. Das meine neue Mütze und Schal so gut drauf passen ist wirklich ein schöner Zufall. Somit war ich die letzte Woche mit dem Look gut eingepackt, aber sah auch stylisch aus.