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Freitag, 25. Januar 2019

Kolumne: Wie Netflix und Amazon meine Sehgewohnheiten verändert haben!


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Heutzutage besitzen die meisten von uns ein Abo bei einem Streaming-Anbieter. Hoch im Kurs sind vor allem Netflix und Amazon Prime, doch auch Sky Ticket überzeugt einige durch die Serien-Auswahl. Seitdem ich studiere besitze ich Abos bei Netflix und Amazon und möchte diese ehrlich gesagt nicht mehr missen, denn gerade in stressigen Prüfungsphasen sind sie oftmals meine Rettung und helfen mir mich nach stundenlangem Lernen zu entspannen. Natürlich haben beide Anbieter am Ende des Tages aber auch einen Einfluss auf meine Sehgewohnheiten und dieser Veränderung möchte ich heute etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Das Ganze ist auch häufig Thema in den Medien vor allem in Bezug auf den Untergang des linearen TVs sowie der Gefahr des Binge-Watchings, sodass man hier immer mal wieder Studienergebnisse und konkrete Zahlen hört. Doch was von diesem prognostizierten Wandel beobachte ich an mir selbst? Wie haben Netflix und Amazon Prime meine Sehgewohnheiten verändert? Wo übertreiben die Medien? Welche Auswirkungen sind positiv, welche negativ? Fragen, die ich nachfolgenden in meiner Kolumne einmal etwas ausführlicher angehen möchte.





Wie haben Netflix und Amazon meine Sehgewohnheiten verändert?



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# 1: Weniger TV-Konsum durch Netflix und Amazon Prime:


Mit dem Aufkommen der Streaming-Anbieter prognostizieren immer mehr Experten den "Tod des linearen Fernsehens". Doch steht es um diese Art der Unterhaltung wirklich so schlecht? Vom Tod sind wir sicherlich noch weit entfernt, doch neuere Statistiken belegen, dass vor allem die unter 50-Jährigen vermehrt zu den Streaming-Anbietern abwandern und auch die Einschaltquoten sind ein eindeutiger Beleg. Es ist eine Entwicklung die ich auch in meinem eigenen Freundeskreis beobachte, wo mittlerweile jeder ein Abo für mindestens einen, wenn nicht sogar mehrere Streaming-Anbieter besitzt. Bei manchen hat es etwas gedauert bis sie auf den Trend aufgesprungen sind, aber ich wage zu  behaupten, dass nun niemand von uns auf diesen Luxus verzichten möchte. Auch bei mir macht sich eine Trendwende bemerkbar: Ich schaue viel weniger TV, als in meiner Jugend. Bis auf Youtube gab es da aber auch noch keinerlei Alternativen. Geschuldet ist dies nicht nur den ständigen Werbeunterbrechnungen, die mich seit der Nutzung von Netflix und Amazon noch mehr stören, da sie einen aus einer Serie oder einen Film richtig rausreißen und ernorm viel Zeit fressen, sondern auch an der sinkenden Qualität des TV-Programms. Bis auf wenige Serien, die im TV ihre Deutschlandpremiere feiern (beispielsweise Outlander, This Is Us, Grey's Anatomy oder The 100) sowie Dokumentationen und Nachrichtenformate, schaue ich kaum noch Fernsehen und wenn dann lasse ich das Programm nebenbei laufen. All die Samstags-Shows, die nachmittäglichen Scripted-Reality-Formate, die diversen Dating-, Casting- und Koch-Shows interessieren mich nicht wirklich. Genauso steht es um den Tatort oder all die Heimatfilme. Bei den US-Filmen habe ich das meiste schon auf Amazon Prime gesehen und falls nicht, dann nehme ich mir die Produktion auf um mir die Werbung zu ersparen. Mit den Serien-Produktionen der Privatsender tue ich mich, bis auf wenige Ausnahmen wie der Lehrer auch schwer, weil mir hier einfach die Innovation fehlt. Das alles mündet natürlich in einem Rückgang meines TV-Konsums. Ich möchte hier nicht sagen, dass sich das in der Zukunft nicht wieder ändern kann, denn sollte das Programm an Qualität gewinnen, dann würde ich auch wieder öfter auf klassisches Fernsehen setzen - trotz störender Werbung, die aber all die Serien und Filme auch finanziert.



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#2:Gelegentliches Binge-Watching von Serien:


In unserem Podcast BingeHype habe ich mich schon als Gegner des Binge-Watching geoutet, aber natürlich ertappe auch ich mich gelegentlich dabei, wie ich mehrere Folgen am Stück schaue. Ein Phänomen das es nicht erst seit Netflix & Co. gibt, sondern auch schon zur  Zeiten der DVDs existierte. Doch durch Binge-Watching wird es nun von der Masse wahrgenommen und wird vermehrt auch zum spannenden Forschungsgegenstand. Zwar ist das Ausmaß bei mir viel kleiner, denn ich spreche von drei - vier Folgen, aber auch das fällt schon unter den Begriff. Eine komplette Staffel an einem Tag wäre mir allerdings weiterhin zu heftig, schon alleine deshalb weil ich Serien genieße und mich auch mit ihnen auseinandersetzen möchte. Das geht in meinen Augen nicht, wenn man alles an einem Nachmittag schaut. Bei mir bleibt da einfach weniger hängen, als wenn mich eine Serie über einen längeren Zeitraum meines Lebens begleitet. Das Gefühl der Vorfreude auf die nächste Episode will ich mir ebenfalls nicht nehmen lassen. Für mich ist es weiterhin etwas ganz besonders wenn eine Pause zwischen den Episoden liegt und man so rätseln kann was wohl passieren wird, eventuell Interviews liest und gespannt auf die Trailer wartet. Trotzdem ist es schön, dass man ab und an auch mal mehr Folgen einer Serie schauen kann, gerade wenn die Episode vielleicht mit einem fiesen Cliffhanger endet. Typische Binge-Watching Serien meinerseits: Nashville, denn die Produzenten beherrschen das Spiel um den perfekten Cliffhanger, Supernatural, Timeless sowie Grey's Anatomy (hatte ich ja etwas später für mich entdeckt und somit ernorm viele Staffeln vor mir. Da war das bingen wunderbar möglich). Trotzdem halte ich daran fest: Ich bevorzuge eine Episode pro Woche, auch wenn gelegentliches Bingen bei ein paar Serien sicherlich in Ordnung geht. Solange es nicht übertriebene Dimensionen annimmt spricht nichts dagegen an einem Tag mal mehr als eine Episode anzuschauen. Übrigens Binge ich besonders gerne wenn ich krank bin, deshalb hatte ich auch Grey's Anatomy flott aufgeholt.



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#3 Die Freiheit Filme & Serien anzuschauen wann es mir passt, wo mir es passt und was ich möchte:


Einer der wichtigsten Gründe wieso ich mein Netflix- und Amazon Prime Abo nicht mehr missen möchte, ist die Freiheit Serien und Filme zu schauen wann ich es möchte. Das Wo spielt bei mir in der Tat noch mal eine untergeordnete Rolle, weil ich Serien und Filme weiterhin am liebsten auf einem großen Bildschirm, sprich dem Fernseher, anschaue. Das Wann ist aber ernorm wichtig, zwar schaue ich noch ein paar ausgewählte Produktionen im klassischen TV, merke aber immer wieder das es mir schwerfällt zu festen Uhrzeiten vor dem Fernseher zu sitzen. Das Modell: 20:15 Uhr hat ausgedient, denn ich empfinde es als stressig mit meinen Aufgaben zu einer bestimmten Uhrzeit durch zu sein. Streaming-Anbieter bieten mir hier natürlich mehr Flexibilität. Ich kann das Seherlebnis in meinen Alltag einbauen, so wie es mir gerade passt, ohne an eine Aufnahme denken zu müssen. Dabei steht es mir dann natürlich auch komplett frei was ich aus dem Angebot anschaue. Ich kann nach Lust und Laune auswählen, ob es nun etwas actionreiches, kitschig-romantisches oder lustiges sein soll. Auch das Format ist frei wählbar: Doku, Filme oder Serie. Und wie lange dieses gehen soll: 40 Minuten, 90 Minuten oder doch 2 Stunden

Was mich hier einschränkt ist nur das Portfolio und leider muss man, zumindest für Deutschland festhalten, dass das Angebot doch stellenweise etwas Mau ist. Es lässt sich viel zu viel Resterampe vorfinden, sprich B-Movies für die ich eigentlich keinen Cent ausgeben würde oder mittelmäßige Produktionen, die an den Kinokassen gefloppt sind. Generell gilt aber: Natürlich diktieren Netflix und Amazon Prime gewissermaßen mit ihrem Angebot, was man schaut, geben Trends vor und schränken die Freiheit aufgrund der Verfügbarkeit von Produktionen ein. Sicherlich habt ihr auch schon die Werbung für bestimmte Formate bemerkt, die euch auch auf dem Streaming-Plattformen förmlich aufgedrängt wird und natürlich vor allem Eigenproduktionen oder Serien bewirbt, die als Original gekennzeichnet werden. Nicht nur ich empfinde diese Werbung als extrem, sondern bekomme das Feedback auch vermehrt von meinen Freunden. Aber am Ende ist es diese Marketingstrategie die Erfolg bringt, da sie für eine ständige Präsenz bestimmter Inhalte sorgt, die Neugierde steigert und in Konsequenz das Sehverhalten steuert. Zu "Bird Box" lese ich beispielsweise immer wieder, dass der Film wohl nie 80 Millionen Menschen erreicht hätte, wenn er irgendwo anders gelaufen wäre. Die meisten verweisen auf die Qualität der Produktion, über die ich mir jedoch noch kein Urteil erlauben kann, da "Bird Box" noch auf meiner Watchliste steht. Mein persönlicher Wunsch für das Angebot: Mehr Lizenzware, vor allem bei Netflix. Vor einiger Zeit hatte ich mal das Gefühl, dass es Serien schneller nach Deutschland schaffen, aktuell hat sich der Trend wieder etwas ins Gegenteil gekehrt, denn so viele neue Produktionen haben noch keinen konkreten Sendeplatz oder müssen noch durch weitere Abos, Channels oder einen Staffel-Pass finanziert werden. Für Serienfans bedeutet dies: Der Traum von der fast zeitgleichen, weltweiten Ausstrahlung ist immer noch eine Utopie und in weiter Ferne. Klar ist mir aber auch, dass es wohl nie einen Streaming-Anieter geben wird der alle Wunsch-Serien beinhaltet.



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#4:Eigenproduktionen,Eigenproduktionen, Eigenproduktionen:


Dazu passend ist auch der Punkt wie sich meine Lieblingsserien verändert haben bzw. woher diese stammen. Denn es lassen sich vermehrt Eigenproduktionen der Streaming-Anbieter unter meinen Favoriten finden. Das liegt daran, dass diese Serien für alle Nutzer zeitgleich verfügbar sind und deshalb ein Austausch mit Anderen möglich ist. Letzteres ist für mich unglaublich wichtig, denn ich habe Spaß daran über Serien zu diskutieren, Theorien aufzustellen und so neue Menschen kennenzulernen. Nicht ohne Grund habe ich mit zwei anderen Bloggerinnen einen Podcast gestartet, der genau dies zum Ziel hat und mir unglaublich viel Freude bereitet. Das geht natürlich am Besten, wenn eine Serie weltweit zur gleichen  Zeit verfügbar ist und nicht die Gefahr besteht versehentlich über Spoiler zu stolpern. Für mich hat hier ganz klar Netflix die Nase vorn, denn dort finde ich die meisten Eigenproduktionen die mir gefallen: Stranger Things, The Crown, Elite, 13 Reasons Why, The Punisher, Daredevil, Mindhunter, Chilling Adventures of Sabrina - um nur ein paar zu nennen. Amazon Prime hat da noch aufzuholen, aber 2019 sind auch hier einige spannende Serienprojekte geplant, die das ändern könnten. Mit "Jack Ryan" hat man schon mal gut vorgelegt, "The Man in  the High Castle" entfaltet endlich sein Potenzial, "The Marvelous Mrs. Maisel" erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit und steht noch auf meiner Watchliste und auch über "Sneaky Pete" oder "Bosch" habe ich viel Gutes gehört, sodass ich mir die gerne noch anschauen möchte. 

Ein Blick zurück auf das Jahr 2018 macht mir aber deutlich, dass die Eigenproduktionen von Streaming-Anbietern bei mir immer mehr zunehmen und die Serien der klassischen Networks mehr und mehr verdrängen, was wie gesagt auch daran liegt, dass wir hierzulande so lange auf Fortsetzungen und Neustarts warten müssen oder noch mal draufzahlen. Zum anderen sind aber auch einige meiner Long-Time-Favorites in den letzten Jahren geendet, wie "Vampire Diaries", "Teen Wolf", "The Originals", "Pretty Little Liars" oder "Reign", sodass für mich gefühlt auch eine Ära zu Ende geht. Als Fan von Mysteryserien tue ich mich mit den aktuellen Trends auch nicht immer leicht. Ich habe zwar nichts gegen Superhelden, schaue auch einige Serien des Genres, aber es zeigen sich mehr und mehr Ermüdungserscheinungen meinerseits. Bei den Streaming Anbieter habe ich das Gefühl, dass man kreativen Stoffen eher eine Chance gibt, als im klassischen TV wo man auf Sicherheit setzt, sprich Trends die aktuell gut laufen oder Prozedurals, die eigentlich immer gehen, weil man nicht Woche für Woche einschalten muss.



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#5: Das Gefühl des "Nicht-Hinterher-Kommens":


Mit der großen Auswahl an Eigenproduktionen habe ich aber auch immer öfter das Gefühl das ich nicht hinterherkomme. Das war zu Zeiten als Serien im TV liefen natürlich anders, da hatte man seinen festen Rhythmus: Montags diese Serie, mittwochs eine andere usw. Heute kommen auf einen Schlag ganz viele Produktionen online und es ist unmöglich alle anzuschauen. Ich selektiere wesentlich schärfer, was ihr sicherlich auch tut und für die Produktionen selbst bedeutet dies, dass nur diejenigen überleben, die die Masse begeistern. Aus 2018 habe ich noch einige Produktionen offen,  entweder weil sie hierzulande gar nicht gelaufen sind wie "Killing Eve", "Legacies", "A Discovery of Witches", "A Million Little Things", "All American", "For the People","Light as a Feater", "Tell Me a Story" oder "Manifest" (was auffällt: Alles Network-Serien oder von Hulu / Sky, deshalb mein Wunsch: Mehr Lizenzware) oder mir bisher die Zeit gefehlt hat, denn immerhin habe ich auch ein Privatleben und das geht vor, weshalb "Bodyguard", "The Hounting of Hill House", "Haus des Geldes", "Tidelands" oder "The Terorr" noch auf meiner Watchliste stehen. Gerade als Blogger mache ich mir da manchmal etwas Stress, da ich Serien natürlich gerne zeitnah besprechen möchte, aber das ganze soll auch nicht in einem Wettlauf enden und ich will natürlich auch nicht nur vor dem Bildschirm hängen. Soziale Kontakte, aber auch meine Uni-Pflichten sind mir am Ende des Tages dann doch wichtiger, zumal ich mir ja eh lieber etwas mehr Zeit für Serien nehme. Am Ende sind es nämlich vor allem die Produktionen, die mich länger begleitet haben, die für mich eine ganz besondere Bedeutung haben. Denke ich an "Vampire Diaries", so denke ich auch an 7 lange Jahre in denen die Serie fest zu meinem Alltag gehörte und wo ich mit den Figuren gelitten und gelacht habe. Ein anderes Thema das damit eingehrt ist, dass gefühlt auf Masse als auf Qualität gesetzt wird, wobei ich das in Bezug auf die Serienproduktionen bisher nicht behaupten kann. Natürlich ist da mal der eine oder andere Flop dabei, aber ich finde die Mehrheit der Originale kann sich sehen lassen.



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#6: Digital anstatt DVD:


Das Ganze ist natürlich auch mit einem Medienwandel verbunden, bei dem generell alles mehr in Richtung Digital geht. Ich mag DVDs immer noch und kaufe mir auch ab und an, wenn es der Geldbeutel zulässt, Serien in diesem Format. Es ist immer noch etwas Besonderes die Lieblingsserien im Regal stehen zu haben. Im gleichen Atemzug muss ich aber auch ehrlich sein: Auch bei mir sehe ich einen Wandel: Von der DVD zum Digitalen. Viele Filme leihe ich mir beim Amazon Filmabend, eine wahrlich tolle Aktion da ich doch viele Produktionen im Kino verpasse, während ich mich bei Serien vermehrt für den Staffel-Pass entscheide. Der hat natürlich mehrere Vorteile: Zum einen erhalte ich die Folgen direkt nach US-Ausstrahlung, zum anderen habe ich kein Platzproblem mehr. Filme schaue sowieso meist nur einmal, da genügt mir das Ausleihen. Dennoch denke ich nicht, dass die DVD in nächster Zeit ausstirbt. Sie wird immer etwas Besonderes bleiben und diese Ansicht teilen glaube ich alle Film- und Serienfans mehrheitlich, weshalb ich diese ganze Panik rund um sinkende Verkaufszahlen von DVDs oder Kino-Tickets durch Streaming-Anbieter nicht verstehen kann. Wie gesagt: Obwohl ich zwei Abos habe kaufe ich mir immer noch Serien auf DVD oder Digital. Manchmal weil ich nicht mehr länger warten möchte, bis etwas im Abo ist oder ausgestrahlt wird, oder weil es meine Lieblingsserie ist und die will ich jederzeit anschauen können. Lizenzware ist immerhin zeitlich begrenzt und es gibt Serien die schaue ich mehr als einmal.



#7: Mut für Neues:


Dadurch, dass ich für die Serien / Filme bei Netflix oder im Prime-Abo nichts extra zahlen muss, gebe ich natürlich wesentlich mehr Produktionen eine Chance. Vor allem im Sommer wo alle meine Lieblinge in die Pause gehen, schaue ich gerne mal in neue Serien rein und da lassen sich auch immer mal wieder Produktionen finden, die ich ohne Abo vielleicht nie gesehen hätte, einfach weil ich sie nicht auf dem Schirm hatte, sie nicht unbedingt meinem Geschmack entsprechen oder aber mich die ersten Trailer nicht komplett überzeugten. Das Schöne: Es lassen sich so immer wieder Überraschungen finden. "Jack Ryan" hätte ich wohl ohne Prime Abo nie angeschaut, weil ich die Bücher nicht gelesen habe und die vorangegangen Filme mich nicht angesprochen haben. Von der Amazon-Serie habe ich mir nach dem ersten Trailer auch nicht viel erwartet, aufgrund des Hauptdarstellers trotzdem mal reingeschaut und ihr wisst ja schon, dass es meine Serien-Überraschung des vergangenen Jahres ist. Ähnliches lässt sich auch über "Grey's Anatomy" sagen, wo ich lange Zeit den Hype nicht verstanden habe. Das wäre sicherlich auch heute noch so, hätte ich nicht eines Abends Langweile gehabt und Amazon Prime nicht so viele Staffeln der Serie im Abo. Gleiches gilt auch für "The Fosters", "Scandal" (das ich zum Zeitpunkt der TV-Ausstrahlung nicht mal kannte und auch erst durch Amazon Prime für mich entdeckt habe), "Agents of Shield" sowie "Switched at Birth". Sicherlich wird sich meine Liste in den kommenden Monaten noch verlängern, denn immer wieder gibt es Serien die bei Netflix oder Amazon ihre Deutschlandpremiere feiern, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte, mich aber dann doch überzeugen. Natürlich ist es nicht nur die Langweile die einen ab und an dazu bringt in neue Serien oder für einen selbst ungewohnte Formate reinzuschauen, sondern auch der Hype. Sitcoms sind überhaupt nicht meines, trotzdem habe ich Netflix's "Girlboss" eine Chance gegeben und fand die erste Staffel unterhaltsam. Schade, dass die Serie dann nach nur einer Staffel eingestellt wurde. Für Filme gilt das übrigens genauso, denn dank Amazon Prime oder Netflix habe ich schon mehr als einen Film gesehen, der eigentlich so gar nicht meinem Geschmack entspricht und mich dann positiv überrascht hat (z. B. "Guardians of the Galaxy").



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Und was hat sich an meinen Sehgewohnheiten durch Netflix und Amazon Prime nicht verändert?



Gerade habe ich das Kino schon erwähnt: Auch das wird für mich immer ein besonderes Erlebnis bleiben. Aufgrund der steigenden Ticketpreise muss ich aber gestehen, dass ich hier natürlich etwas schärfer selektiere, was ich mir anschaue. Nicht nur der Eintritt ist teuer, sondern auch Essen und Trinken, weshalb ich auf die letzten beiden Dinge generell verzichte. Zusätzlich kommt bei mir noch eine längere Anfahrt hinzu, die den Filmabend nicht unbedingt günstiger macht. Am Ende gehe ich somit in die Filme, die ich unbedingt sehen möchte und fahre mit dieser Strategie auch ganz gut, da ich mir Film-Flops erspare. Die Anzahl der Kinobesuche hat sich dadurch aber nicht wirklich geändert, auch nicht durch Netflix oder Amazon. Denn es gibt immer wieder Filme, die entfalten nun mal erst auf der großen Leinwand und mit Sound-System ihre Wirkung und die genieße ich dann auch im Kino.



Anmerkung: Nein ich wurde für diesen Beitrag von keinem Streaming-Anbieter bezahlt. Die einzelnen Klamotten meines Outfits findet ihr hingegen in folgenden Läden (auch die sind alle selbstgekauft): Shirt, Jacke, Blumenkranz - H&M, Rock - Primark, Schuhe - Tropics. Sicherlich habt ihr bemerkt, dass die Bilder schon im Spätsommer entstanden sind, aktuell ist es mir schlichtweg zu kalt für Fotoshootings. Aus diesem Grund habe ich mir angewohnt vorzushooten, zumal ich eh kein Fan meiner Winter-Looks bin. Da packe ich mich für gewöhnlich dick ein, die Haare sind elektrisch aufgeladen und durch die Mütze zerzaust. Ganz klar geht für mich der Wärmeaspekt vor, wenn ich in der Frühe bibbernd auf den Zug warte.



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Habt ihr ein Abo bei einem Streaming-Anbieter?
 Wie hat sich euer TV-Konsum verändert?
Kauft ihr noch DVDs?
Welche Veränderungen stellt ihr allgemein fest?

Kommentare :

  1. Ich kann dir da in allen Punkten nur zustimmen. Nur DVDs kaufe ich überhaupt nicht mehr. Aber ins Kino gehe ich noch genauso gerne und oft wie vorher auch. Für einen guten Film gebe ich da auch gerne etwas aus, aber mittlerweile verzichte ich auf die Snacks im Kino, denn das ist finde ich unverschämt teuer geworden. Danke auch für deinen lieben Kommentar. Ich bin ca. bei Mitte der Staffel von The Man in the highcastle, viel. auch schon eher Richtung Ende, wo Juliana ins Reich gelangt. Da bin ich ja mal richtig gespannt auf den Cliffhanger. Mal gucken was mit dem Typ aus der neutralen Zone noch so geht und passiert. Also Glass hat mir ganz gut gefallen, aber Split bleibt mein absoluter Favorit der Reihe. Da kommt Glass bei weitem nicht ran. James McAvoy spielt zwar wieder brillant und auch die anderen beiden Hauptdarsteller mag ich sehr gerne, aber von der Handlung hatte ich etwas mehr erwartet. Ich finde das auch immer ärgerlich, wenn es logische Fehler in der Handlung gibt, wie z.B. als ob in der geschlossenen Psychatrie ein Bild mit einem Glasrahmen in der Isolationszelle hängt.

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar zur Kolumne :).
      Ich bin auch gespannt, wie lange die Dvd sich hält. Für mich hat das ja immer noch was Besonderes die Serie in der Hand zu haben, aber was das nervende an Dvds ist: Die funktionieren irgendwnan nicht mehr. Digital kann das natürlich nicht passieren.

      Wie gesagt Snacks und Getränke kaufe ich da auch nie. Die Preispolitik ist echt überzogen und dann könnte ich mir wohl das Kino auch kaum leisten.

      Danke für das Feedback zu Glass. Logische Fehler sind natürlich immer ärgerlich und nervend. Schade, dass sich da welche finden lassen. Ich hab noch ne weitere Frage zu Glass, muss man zum Verständnis "Unbreakable" gesehen haben? Den Film kann ich nämlich vor der Veröffentlichung von Glass noch gar nicht.

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  2. Sehr tolle Kolumne meine Süße😊
    Ich habe auch ein Netflix Abo und möchte es wirklich nicht mehr missen.
    Du hast recht, es ersetzt ein wenig schon das Fernsehen.
    Oft passiert es mir dass ich überhaupt nichts finde was mich interessiert und dann wird Netflix angeschalten, weil wie du schon sagtest, dort dass kommt, was ich will und wann ich es will.
    Ich bin einfach ein Fan von solchen Online Diensten =)

    Ganz liebe Grüße Sanja von https://made-by-sanja.blogspot.com

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    1. Dankeschön für das liebe Kompliment Sanja <3.
      Ich finde auch immer weniger was mich im Tv interessiert, wei gesagt das beläuft sich auf ein paar ausgewählte Serien, aber da nervt mich dann die Werbung ohne Ende :D.

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  3. Habe ich dir schon mal gesagt, dass ich deine Beiträge liebe? Ja, ich weiß, ich kommentiere nicht sonderlich häufig, was daran liegt, dass ich dich meistens via Smartphone besuche, aber dafür lese ich umso öfter, was du mit der Welt teilst. :-)

    Seit ich Netflix und Prime (zeitweise auch Maxdome und Sky Ticket) habe, schaue auch ich so gut wie kein klassisches Fernsehen mehr. Wieso auch? Außer ein paar Serien, die ich tagsüber nebenbei laufen lasse, gibt es für mich einfach nichts Interessantes in der "Glotze". Ich vermisse zum Beispiel die Familienfilme an den Wochenenden sehr, aber stattdessen strahlen sie ja lieber die zigste Wiederholung von irgendeiner Show aus.

    DVDs besitze ich kaum, wobei ich in letzter Zeit immer häufiger mit dem Gedanken spiele, mir zumindest von den Serien welche zuzulegen, die auf den Streamingdiensten nicht ausgestrahlt werden. One Tree Hill zum Beispiel. Ich liebe liebe liebe die Serie und könnte immer noch im Strahl brechen, weil die kaum im TV läuft und wenn, dann zu unmöglichen Zeiten.

    Ich bewege mich also immer mehr weg vom klassischen Fernsehen schauen und bin darüber auch gar nicht traurig, um ehrlich zu sein. Durch die Streaming Dienste und DVDs wird mir keine Entscheidung aufgezwungen, sondern ich kann selbst entscheiden, wann ich was gucken möchte und das möchte ich nicht mehr missen.

    Liebe Grüße,
    Maike

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    1. Ahh Dankeschön für das unglaublich liebe Kommentar, das freut mich zu hören <3. Das mit den Kommentieren kenne ich aber, ich habe auch so Zeiten, da komme ich da überhaupt nicht zu und schaffe es nur die Beiträge zu lesen.

      Oh ja Sonntags war bei mir uns auch immer Filmabend, da lief immer irgendein Film im TV den wir uns angeschaut haben. Aber mit den ganzen Shows kann ich halt nichts anfangen. Die interessieren mich einfach nicht. Wenn jetzt mal ab und an ein Film läuft, dann habe ich den auch schon via Prime oder Netflix gesehen.

      Bei One Tree Hill habe ich, bis auf die letzte, zum Glück alle Staffeln daheim. Die Allerletzte hatte ich mir von einer Freundin geliehen, aber werde die mir auch irgendwann noch auf DVD holen. Denn wie du schon sagtest, die Serie gibt es halt nirgends zu sehen und im TV wurde die doch auch nie komplett ausgestrahlt. Schade, dass die Serie hierzulande somit unter dem Radar läuft. Hoffe ja, dass die es mal zu einem Streaming Anbieter schafft und dadurch auch hier bekannter wird. Das hätte sie echt verdient.

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  4. Ich hab ja inzwischen auch Prime ... aber eigentlich mehr wegen dem Versand. Allein für Filme und Serien lohnt sich das bei mir nicht, obwohl ich auch keinen Fernseher habe.
    Aber durch die lange Krankschreibung habe ich im Januar dann auch mal ein bisschen übertrieben gebingewatcht :D 3 Staffeln in 3,5 Tagen.

    Kino ist für mich auch was besonderes ... vor allem wegen der Zeitbindung und dem Preis ;) Aber immerhin war ich dieses Jahr schon mal im Kino, weil eine Freundin 100 Dinge gerne sehen wollte.

    Liebe Grüße
    Danach hat mir meine Schwester dann The Marvelous Mrs. Maisel empfohlen ... die ersten beiden Folgen fand ich auch ganz nett, aber kleben geblieben bin ich dann doch nicht. Keine Ahnung warum.

    Also so im Großen und Ganzen kann ich Streaming viel mehr abgewinnen als dem Fernsehen. Weil man eben sehen kann, was man möchte. Und die Uhrzeiten sind für mich sowieso im Fernsehen immer doof.

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