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Freitag, 17. Juli 2015

{Geständnisse eines Serienjunkies} Neues Serienfutter für mich und Serientipps für euch Vol. 2!

Bevor es los geht wollte ich mich noch bedanken für eurer Daumen drücken die letzten Tage und das ihr mich alle so unterstützt habt. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen die Kommentare zu beantworten & heute auch wieder den ganzen Tag unterwegs, werde das dann aber morgen in Angriff nehmen und mich noch einmal auf euren Blogs persönlich bedanken ;). Bis dahin wollte ich euch aber nicht ohne neuen Lesestoff lassen, womit es noch mal einen Beitrag aus meinem Dashboard gibt, an dem ich vor den Klausuren geschrieben hatte.

Nachdem einige meiner Lieblingsserien nun in der Sommerpause sind, musste unbedingt Nachschub her und den habe ich überraschenderweise sogar neben Prime, auch mal wieder im deutschen Tv gefunden, wo Serien ja leider nicht immer kontinuierlich zu guten Sendezeiten ausgestrahlt werden. Heute möchte ich mal wieder die Gelegenheit nutzen, um etwas näher darauf einzugehen, was bei mir derzeit läuft. Vielleicht kann ich ja den einen oder anderen erneut für eine der Serien begeistern oder ihr seit selbst Fan davon? Für Diskussionen zu Serien bin ich immer zu haben ;). 


1. Outlander:
"The circle at Craigh na Dun marks a place on the Earth where the powers of nature come together - for certain people on certain days, it allows them to pierce the veil of time."
Outlander ist die Verfilmung der gleichnamigen Roman Reihe von Diana Gabaldon, in dem Claire auf magische Weise nur durch die Berührung eines Steins am Craigh na Dun in der Zeit reist. Genauer gesagt findet sich die Krankenschwester aus dem 2.Weltkrieg plötzlich im Jahre 1743 wieder, wo Krieg zwischen Schottland und England herscht. Als Fremde in einer Zeit, über die sie nur sehr wenige Kenntnisse hat, muss sie ihr altes Leben hinter sich lassen und sich den Gefahren stellen.
Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass wir Outlander nun schon so früh im Free Tv zu sehen bekommen haben, denn die Serie hat von Anfang an meine Aufmerksamkeit geweckt, da ich ja einen großen Faible für Historienserien habe und diese gleich in zwei unterschiedlichen Epochen spielt, die ich beide sehr interessant finde. Dazu erfährt man wirklich sehr viel über das Leben in Schottland, die damals vorherrschenden Bräuche und sieht diese faszinierende Landschaft. Bisher habe ich mich mit diesem Land ja noch gar nicht auseinander gesetzt, auch nicht mit der Geschichte, aber Outlander hat mich neugierig gemacht und ich freue mich immer wieder etwas über die Eigenheiten zu erfahren, über die ich auf jedenfall selbst noch etwas recherchieren möchte. Der Apsekt des Zeitreisen ist natürlich das Tüpfelchen auf dem i, weshalb die Storyline für perfekt ist. Während ich am Anfang dache, dass Outlander eher etwas weicher, weiblicher und softer ist, musste ich dieses Urteil doch recht schnell revidieren, die Brutalität der Zeit wird schonungslos gezeigt, was ich in diesem Genre auch immer wichtig finde, denn damals war das Leben kurz & gefährlich. Man war nie zu 100 % sicher, jeder Tag konnte der letzte sein, vor allem in Kriegszeiten und Feinde lauerten überall, die ihre Interessen durchsetzen wollten. Was die Charaktere anbelangt mag ich vor allem die zwei Hauptfiguren Claire und Jamie, die auch eine tolle Chemie miteinander haben. Wobei wie sollte man Jamie nicht mögen können? Er erinnert mich immer an einen Hobbit, aber auf positive Weise und verkörpert für mich wirklich den typischen Schotten. Für mich ist er jede Woche erneut eine große Freude und lässt mich immer wieder einschalten. Was nicht nur an dem ansehnlichen Äußeren des Schauspielers liegt, sondern vor allem an dessen Talent, welches mich in den letzten Folgen echt umgehauen hat. Solche Szenen sind nicht leicht zu spielen, wobei das Finale generell nichts für leicht besaitete Zuschauer gewesen ist. Macht euch also auf etwas gefasst.


2. Witches of East End:
"Magic is what you make of it. It can be dangerous & deadly or it can be mystical & beautiful"
Eine weitere Serie die auf einem Buch basiert, diesmal auf dem gleichnamigen Roman von Melissa de la Cruz. Im Zentrum steht die Familie Beuchamp, deren Leben nach außen hin komplett normal wirkt, doch sie alle sind Hexen. Jedoch wurden sie mit einem Fluch belegt, weshalb Wendy 9 Leben besitzt und Freya und Ingrid nach ihrem Tod immer wieder geboren werden, jedoch bisher nie älter als 30 Jahre geworen sind. Damit sie diesmal ein langes Leben haben versucht ihre Mutter Joanna vor ihnen geheim zu halten ,dass sie magische Fähigkeiten besitzen, was jedoch angesichters einer nahenden Bedrohung zum scheitern verurteilt ist.
Nach Charmed habe ich wirklich verzweifelt nach einer Hexenserie gesucht und gedacht mit Witches of East End auch endlich fündig geworden zu sein, jedoch wurde diese nach 2.Staffeln eingestellt. Ich bin gerade noch in Mitten besagter Staffel und finde diese Entwicklung sehr schade, da mir die Serie wirklich gut gefällt und die Thematik sehr interessant ist. Jedoch hatte die Show etwas gebraucht, bis sie sich warm gelaufen hatte. Die 1.Staffel ist zwar nicht schlecht, nimmt halt jedoch erst gegen Ende an Fahrt auf, dafür wird diese Spannung aber in der 2.Staffel kontinuierlich aufrecht erhalten. Die Storyline wird rasant vorrangetrieben und es gibt viele Fragen auf deren Antworten ich mich wirklich freue. Schon jetzt bin ich sehr gespannt auf das Staffelfinale. Ein großer Pluspunkt der Serie sind die symphatischen Charaktere, denn ich mag wirklich den gesamten Cast. Über Freya & Ingrid hin zu Killian oder Wendy. Und auch die Chemie unter den Charakteren passt, persönlich hoffe ich ja auf ein Happy End für Freya und Killian. Doch abseits der  Charaktere und Storyline ist es einfach der Mix aus Humor und Mystery der mir sehr gut gefällt - damit bekommt man mich wirklich immer, weshalb die Buchreihe auch auf meine Leseliste gewandert ist.


3. Ripper Street:
"Your are set on bringing a special kind of hell to these streets. My streets. And here my word is the law"
London 1889: Es ist 6 Monate her, seit Jack the Ripper das letzte Mal gemordet hat und bisher hat die Polizei noch keinen Tatverdächtigen ausfindig machen können, geschweige denn eine Spur und bei jedem Mord stellt sich erneut die Frage, ob der Ripper dahinter steckt. Für die Aufklärung dieser ist das sogenannte H Division zuständig.
Ich verfolge nur sehr wenige Krimiserien wirklich regelmäßig und Ripper Street bildet hierbei eine der Ausnahmen, aufgrund der Zeit zu der sie spielt. Denn dieser Faktor hebt die Serie in meinen Augen wirklich aus der Masse der Krimiserien hervor, da wir sehen wie Fälle in einer Zeit gelöst wurden, wo es noch kein Internet gab und auch die Gerichtsmedizin & Medizin noch in den Kinderschuhen steckte. Das macht für mich auch einfach den Reiz der Serie aus: zu sehen mit welchen Problemen man damals zu kämpfen hatte, was die Menschen zu dieser Zeit bewegte und wie die Ermittlungen durchgeführt wurden. Zwar braucht "Ripper Street" ca 3.Folgen bis es sich warm gelaufen hat, aber danach geht es wirklich Schlag auf Schlag und anstatt des Falls der Woche konzentriert man sich mehr auf die Charaktere, ihre Geschichten, Erlebnisse und die Beziehungen, die sie zueinander pflegen. Natürlich stehen auch hier andere Probleme, als wir sie heutzutage kennen im Vordergrund, doch mit vielem kann man sich auch jetzt noch identifizieren vorallem im zwischenmenschlichen Bereich. Etwas schade finde ich nur, dass die Serie zwar Ripper Street heißt, Jack the Ripper aber nur ab und an thematisiert wird und ich hoffe, dass er in späteren Staffeln vielleicht noch eine größere Rolle spielt.

Die Besetzung des Casts finde ich auch hier sehr gelungen, vor allem da man Schauspieler gefunden hat, die alle schon sehr bekannt sind und somit auch eine Menge Talent mitbringen, aber irgendwie auch perfekt in diese Zeit passen. Ich brauchte zwar etwas bis ich mit ihnen warm wurde, aber vorallem Reed, Benett und Homer sind mir sehr ans Herz gewachsen, nachdem ich einen Einblick in ihr Privatleben & ihre Probleme erhalten habe. Wer also mal eine etwas andere Krimi Serie sehen möchte, der dürfte an Ripper Street definitiv Freude haben, vor allem da es sehr auf die Storyline fokussiert ist.


4. Finding Carter:
"Can you understand I just had my entire life ripped from under me. My Name is everything I have left."
Carter hat eigentlich das perfekte Leben: sie hat tolle Freunde und eine wirklich coole Mum, die ihr viele Freiheiten gewährt und für die sie beneidet wird. Als sie mit ihrer Clique nach einem Streich auf dem Polizeirevier landet gerät ihr Leben aus den Fugen, denn Carter wurde als Kind entführt und lernt ihre echte Familie kennen. Während die Familie ihre Entführerin Lori hinter Gitter sehen möchte, kann Carter sie nicht vergessen.
Mtv Serien werden ja leider gerne mal belächtet, doch ich persönlich sehe das Network als ernstzunehmender Konkurrent der anderen amerikanischen Sender, denn vor allem in der letzten Zeit produziert er sehr viele interessante Jugendserien, zu denen auch "Finding Carter" zählt. Hier war es vor allem die Storyline, die mich aufhorchen ließ und die viel Potential besitzt, das in meinen Augen auch gut umgesetzt wurde. Klar merkt man noch, dass es eine Jugendserie ist, weshalb es viele Handlungen von Carter gibt, die man als Zuschauer nur schwer nachvollziehen kann, jedoch finde ich es nur realistisch, dass sie den Boden utner den Füßen verliert, rebelliert und ihre echte Familie nicht sofort annehmen kann, da sie immerhin eine langjährige Beziehung zu ihrer Kidnapperin aufgebaut hat. Doch vor allem Carters Annäherung an ihre biologische Familie ist wunderschön und bildet für mich die stärkste Storyline der 1.Staffel. Dazu gesellen sich natürlich noch die typischen Storylines aus Jugendserien, gepaart mit den Nachwirkugen einer solchen Entführung.

In der 2.Staffel hat sich die Serie für mich aber noch mal ernorm gesteigert und ich finde es schön, dass auch die Erwachsenen nicht vergessen werden. Carters biologische Eltern Elizabeht und David nehmen einen wichtigen Teil der Storyline ein, was in diesem Genre oftmals nicht der Fall ist. Manchmal kommt es mir so vor, als würde man die Erwachsenen in Jugendserien komplett vergessen, doch hier haben auch Elizabeth und David ihre Probleme, an denen sie arbeiten müssen. Zudem entwickelt sich Carter extrem weiter und hat sich nun auch endlich zu einem meiner absoluten Lieblingscharaktere gemausert, ebenso Max, den ich am Anfang wirklich nervend fand, nun aber nicht missen möchte. Die Entführungsdynamik und Aufarbeitung dieser finde ich weiterhin sehr interessant gestaltet und immer noch spannend. Wir haben noch lange nicht alles erfahren, weshalb ich mich über die Verlängerung um eine 3.Staffel sehr, sehr freue. Denn Lori hat wohl noch einiges mehr zu bieten, als sie bisher gezeigt hat. Es bleibt spannend. Für jeden der auf Jugendsserien und Drama steht ist "Finding Carter" definitiv das richtige.


5. Empire:
"What I want for Empire is to be all everyones talking about"
In der neusten Musikshow von Fox steht das Plattenlabel Empire im Mittelpunkt, welches von Lucious Lyon und seiner Ex Frau Cookie durch den Verkauf von Drogen aufgebaut wurde. 17 Jahre später ist daraus ein Milliardenunternehmen, das kurz davor steht an die Börse zu gehen, jedoch leidet Lucious an ALS und sucht deshalb unter seinen Söhnen nach einem Nachfolger. Gleichzeitig wird jedoch auch Cookie aus dem Gefängnis entlassen und möchte das zurück, was ihr gehört.
Empire ist lustigerweise eine dieser Serie denen ich kaum Beachtung geschenkt hatte, bis sie zu einem Überraschungshit wurde und man überall nur positives lesen konnte. Selbst dann war ich mir unsicher, ob sie wirklich meinen Geschmack treffen würde. Jedoch hat sie mich regelrecht umgehauen, denn ich habe schon seit langer Zeit keine so spannende Serie mehr gesehen, bei der es gleich zu Beginn zu Sache geht. Die Serie hat wirklich nicht viel  Zeit gebraucht um sich warm zu laufen, sondern treibt die Storyline rasch und rasant vorwärts. Der Blick hinter die Kulissen der Musikszene hält für den Zuschauer Intrigen, Lügen, Gewalt und Mord bereit, zeigt jedoch auch wie hart dieses Geschäft wirklich ist. Und wenn wir schon von Musik reden, der Soundtrack hat mich umgehauen. Vor allem Jussie Smollet hat eine beeindruckende Stimme, die komplett meinem Musikgeschmack entspricht - soft, soulig und mit ganz viel Gefühl. Doch auch Musikgrößen wie Jennifer Hudson, Estelle oder auch Rita Ora sind mit Gastauftritten zu sehen. Übrigens hat es der Soundtrack in Amerika sofort auf Platz 1 geschafft, was bisher keiner Serie gelungen ist, mich nicht überrascht, denn Timbaland ist ein wirklich begnadeter Produzent dessen Musik ich schon früher geliebt habe. Sie verbreitet gute Laune, regt zum Tanzen an, bietet jedoch auch Platz für große Stimmen. Doch neben der Musik sind die Themen die Empire addressiert vielfältig, es geht um Gesellschaftskritik, in dem der Rassismus angesprochen wird, um den Hass gegen Schwule, das Leben auf den Straßen, doch es dreht sich auch um die Krankheit ALS, die dem ganzen noch einmal eine ganz neue, emotionale Wendung gibt.

Was die Charaktere anbelangt finde ich es gut, dass keiner wirklich strikt gut / böse ist, sondern sich jeder in diesem Graubereich bewegt. Es gibt Momente, wo man schockiert ist von einer Handlung, diese sogar abscheulich ist, aber dann gibt es welche, wo man mitfühlen kann, sogar mitleid empfindet und sieht, dass etwas gutes in der Person steckt. Ich mag diese Art von Charakterzeichnung sehr, denn auch im echten Leben ist keiner Perfekt. Jeder macht Fehler, die einen mehr, die anderen wenige und manche überschreiten auch eine Grenze - genau das sieht man in Empire. Wer also auf gute Musik steht, ein wirklich spannendes, rasantes Drama mit interessanten Charakteren sehen möchte, der solle unbedingt in Empire reinschauen. Für mich ist die Serie schon jetzt einer der besten Neustarts dieser Tv Season, bei dem all die positiven Kritiken und der Hype wirklich gerechtfertigt sind & sowas sage ich wirklich selten, aber hier ist es einfach wahr und keine Übertreibung.


Welche der Serien habt ihr gesehen?
Welche davon haben euch gar nicht gefallen?
Und auf was konnte ich euch neugierig machen?
Was ist für euch bisher der beste Tv Start in dieser Saison?