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Sonntag, 29. März 2020

Kolumne: Die aktuelle Lage und meine Gedanken

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Bloggen über Corona - Soll ich wirklich?


Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das Thema Corona in meiner Kolumne für den Monat März aufgreifen soll. Ich bin kein Fan davon Krisen oder Katastrophen auf einem Blog auszuschlachten, davon in Form von Klicks zu profitieren, jedoch betrifft uns Corona alle. Jeder von uns spürt die Auswirkungen auf den Alltag, das eigene Leben und geschmiedete Pläne. Wir alle sind geeint in unseren Sorgen und Ängsten, dem Gefühl eingesperrt zu sein in den eigenen vier Wänden. Während ich mich die vergangene Woche noch mit Uni-Kram ablenken konnte, schweifen meine Gedanken nun wo der größte Teil meiner To-Do-Liste abgearbeitet ist, natürlich häufiger zu Corona. Es wäre somit komisch, dazu auf meinem Blog überhaupt kein Wort zu verlieren. Immerhin ist mein Blog mein persönliches Tagebuch. Neben den Film-, Serien- und Buchbesprechungen ein Ort, an dem ich meinen Gedanken freien Lauf lassen möchte. Trotzdem soll es bei diesem einen Beitrag über Corona bleiben, nach dieser Kolumne möchte ich mich anderen Themen widmen. Die mögen zwar trivial wirken, aber vielleicht lenken sie gerade deshalb den einen oder anderen ab. Aktuell bestimmt Corona jedoch mein Leben, genau wie bei jedem anderen. Die Krise ist immer präsent, sobald man den Fernseher oder das Radio einschaltet, das Internet öffnet, seine Mails checkt oder in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, wird man mit den neuesten Entwicklungen überschüttet. Ich versuche der 24-Stunden Beschallung zu entgehen, mir auch einmal eine Pause von Corona zu gönnen und mich in fiktionale Welten zu flüchten, bei einem kurzen Spaziergang abzuschalten oder mit den Liebsten über andere Themen via Sprachnachricht oder Telefon zu plaudern. 




Donnerstag, 18. August 2016

{Outfitpost} Früher war alles besser?


Kleid und Lederjacke

Ein Satz, der einem im Moment gefühlt überall begegnet. Egal ob in den Nachrichten, den Zeitungen, im Internet, unter Freunden, natürlich bei der Oma, aber auch im Internet. Die Aussage "Früher war alles besser" scheint einen zu verfolgen, doch ist das wirklich so? Gerade in der letzten Zeit gab es wieder einige Beiträge, die darauf hinwiesen, dass früher in der Bloggerszene alles besser gewesen sei. Ich selbst blogge auch schon seit 2011, was nun doch schon etwas her ist und kann das Argument nur bedingt unterschreiben. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch am Anfang stand und mich erst einleben musste. Mir somit die Erfahrung fehlte, denn immerhin war die Blogosphäre damals ziemlich neu für mich und ich blutige Anfängerin. Jedoch bin ich der Meinung, dass man nach einiger Zeit eher dazu tendiert, die schlechten Dinge zu vergessen.Wer will sich schon an das Unschöne erinnern, die Dinge, die einen verärgert, genervt, vielleicht sogar verletzt haben? Natürlich blickt man lieber auf die schönen Erinnerungen zurück, diejenigen die einen erfreut haben, zum Lachen brachten oder ein Erfolgserlebnis bereithielten. In meinen Augen ein ganz natürlicher Prozess des menschlichen Gehirns, was übrigens auch viele Psychologen in Studien belegen. Natürlich auch ein Phänomen, dass definitiv nicht nur für die Bloggerwelt Gültigkeit besitzt, sondern überall in der Gesellschaft zu finden ist, gerade im politischen Bereich, jedoch auch, was das eigene Leben anbelangt. Ich ertappe mich auch manchmal, dass ich sage, früher war doch alles besser, bis ich mich dann an all die Momente in meiner Kindheit und Jugend erinnere, wo ich verletzt wurde und die ich rückblickend echt nicht mehr wiederholen möchte. Kann ja sein das manches leichter war, aber besser? Nein, definitiv nicht. Und wenn ich tief in mich gehe, dann ist das auch bezogen auf das bloggen so.

Lederjacke Kombinieren

Bloggen: Was gleich geblieben ist:
Bezogen auf die Bloggerwelt bin ich der Meinung, dass es auch damals schon schwarze Schafe gab und es diese auch immer geben wird. Um mal ein paar Beispiele zu nennen: 
  • Schon gleich zu Beginn des Bloggens ist mir Follow4Follow begegnet, was somit kein neues Phänomen ist, sondern schon immer existierte. Früher kamen diese Anfragen bei mir sogar noch öfter vor, als dies heute der Fall ist. Störend fand ich sie nämlich schon immer in Kommentaren, heute beschränkt sich das doch mehr auf Facebookgruppen und irgendwelche Followerspiele, über die man einfach hinweg sehen kann, wenn man selbst gar kein Interesse daran hat. Was ich natürlich tue. Mir sind ehrlich Leser, Gefällt Mir Angaben und Kommentare einfach wichtiger. 
  • Auch Kommentare, an denen man merkte, dass es dem Blogger nur darum geht, die eigene Followerzahl zu steigern und der Beitrag nicht mal gelesen wurde, hatte ich schon immer. Sie sind somit auch kein Phänomen der neuen Blogger. 
  • Weiterhin gab es auch früher schon Blogger, die kein Interesse am Austausch mit Anderen hatten. Finde ich zwar immer schade, aber letzten Endes muss ja jeder Selbst wissen, welche Blogphilosophie er verfolgt. Für mich steht der Austausch an erster Stelle und steht über allem anderem. Für mich ist es ein ernorm wichtiger Bestandteil des Bloggens. Einen, den ich wirklich vermissen würde. Ehrlich gesagt lese ich Blogs, die auf Kommentare nicht antworten irgendwann nicht mehr,, bis ich sie dann komplett entfolge. Mag sich für manche zwar etwas drastisch anhören, aber wenn meine Fragen nun mal nicht beantwortet werden und auch keine Wertschätzung erfolgt, verliere ich einfach das Interesse an den Beiträgen. 
  • Und Copy Cats, die gibt es sicherlich schon seit Anbeginn des Internets, beziehungsweiße, wie manche berühmten Personen uns bewiesen haben, gab es sie auch schon davor. Nur ist das ohne Internet und den berüchtigten Hilfssoftwares einfach nicht aufgefallen. Doch gerade, wenn man schon vor dem Blog eine eigene Webseite hatte, dann weiß man, dass auch dies kein neues Phänomen ist.

Kleid und Lederjacke kombinieren

Bloggen: Was sich verändert hat:
Was zugenommen hat, sind sicherlich die Kooperationen, aber dies ist nicht überraschend, da natürlich auch Firmen mitbekommen, welchen Einfluss Blogger ausüben. Ich sehe dies aber nicht als Nachteil, denn die Blogger, deren Blogs ich lese, schaffen es eine ausgewogene Balance zwischen Kooperationen und eigenen Beiträgen herzustellen. Zumal viele Kooperationsbeiträge auch sehr aufwendig gestaltet sind und einiges an Herzblut enthalten. Somit sind viele davon auch interessant, vor allem wenn man merkt, dass ein Blogger komplett hinter dem Produkt / dem Shop oder Projekt steht. Und warum sollte man Anfragen, die einem zusagen und mit denen man sich identifizieren kann, ablehnen? Warum sollte all die Arbeit und Mühe, die man in einen Blog steckt nicht belohnt werden? Persönlich sitze ich an manchen Beiträgen wirklich mehrere Stunden und gerade als Studentin ist es eine schöne Sache, wenn ich ab und an auch mal ein paar Euro mit meiner Leidenschaft verdienen kann. Natürlich bedeutet dies, dass die Blogs professioneller geworden sind und Begriffe wie SEO, Media Kits, Statistiken, Social Media etc. zum festen Vokabular gehören. Persönlich finde ich dies aber keineswegs schlimm, zumal ja niemand gezwungen wird, seinen Blog auch nach all den Tipps und Tricks zu gestalten. Jedoch finde ich resultiert mehr Professionalität auch in qualitativeren Bildern und Beiträgen. Einzig alleine dürften sich wohl die Ansprüche der Leser dadurch verändert haben und es ist sicherlich schwieriger heute als Blogger durchzustarten. Wobei ich hier einfach glaube, dass es einfach etwas länger dauert und man somit etwas Durchhaltevermögen braucht, aber das hat man auch 2011 schon mitbringen müssen. Bis ich überhaupt mal ein paar Leser hatte, hat es doch ziemlich gedauert und ich habe unzählige Stunden Zeit investiert.

Kleid und Lederjacke kombinieren

Ich selbst achte jedoch darauf, wie mein Blog wirkt und möchte an meiner Professionalität arbeiten, sie weiter ausbauen und denke, dass das nach einer gewissen Zeit auch normal ist. Man verändert sich immerhin auch als Person, indem man neue Dinge dazu lernt, reift und wächst, so was spiegelt sich irgendwann auch am Blog wieder. Somit werde auch ich demnächst ein Gewerbe anmelden und einfach mal schauen, ob ich mir nicht etwas für die Zukunft aufbauen kann, es schaffe von meiner Leidenschaft, dem Schreiben vielleicht irgendwann mal zu leben. Vielleicht als freiberufliche Journalistin, Texterin und Bloggerin. Ich finde, bloggen ist ein guter Anfang, um die ersten Gehversuche in dem Business zu machen und da ich als Studentin auch die Zeit dafür mitbringe, ist der Zeitpunkt perfekt, zumal ich noch zu Hause wohne und so auch nicht für Miete & Co. aufkommen muss.

Kleid und Lederjacke kombinieren

Somit ist mein Fazit aus der ganzen Beitragswelle, ob sich die Bloggerwelt zum negativen verändert hat, ein gespaltenes. Ja es gibt sie, die schwarzen Schafe, die immer wieder etwas negatives Licht auf die ganze Sphäre werden, aber es gibt auch so viele tolle, nette und hilfsbereite Blogger, die einfach nur Spaß am Schreiben haben und für das Schreiben brennen. Diejenigen, die Lust auf gemeinsame Aktionen, Blogparaden haben auch nicht vor Verlinkungen von Beiträgen, die sie toll fanden, schauen. Übrigens ist gerade der Trend zu Linksammlungen in meinen Augen ein sehr positiver, der zeigt, dass viele bereit sind, sich wieder mehr zu vernetzten. Und auch in den sozialen Netzwerken werden Beiträge wieder häufiger geteilt, was einfach zeigt, dass es viele gute Seiten gibt. Letzten Endes ist es wahrscheinlich auch einfach davon abhängig, in welchen Kreisen man unterwegs ist, welche Ansprüche man an sich selbst stellt und wie der eigene Charakter ist. Einzig und alleine auf Instagram spüre ich den Konkurrenzkampf härter, als sonst wo. Dort ist die Followergeilheit, wie ich sie gerne nenne extrem, auf Blogs kommt das in meinen Augen seltener vor. Und natürlich möchte ich an dieser Stelle auch noch kurz auf mein Outfit eingehen, eines, welches ich früher nie getragen hätte. Denn auch wenn damals vielleicht alles besser war, so hätte ich nie das Selbstbewusstsein besessen, mich in diese Kleid zu werfen und meine Kurven offen zu zeigen. Dazu wäre ich viel zu schüchtern gewesen, zumal mir auch das Urteil der Anderen damals verdammt wichtig war und ich meine Kurven noch nicht so akzeptierte, wie dies heute der Fall ist. 


Kleid und Lederjacke kombinieren