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Mittwoch, 9. Juni 2021

Monatsrückblick Mai: Erlebt, Gesehen, Gebloggt

 

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Monatsrückblick: Erlebt im Mai:

 

Juhu, ich konnte meine Masterthesis meinen Korrekturlesern ein paar Tage eher zukommen lassen, denn im Ende Mai stand die Rohfassung, weil ich doch ziemlich in die Tasten gehaut habe. Zurücklehnen ist aber trotzdem nicht drinnen, denn in den nächsten Wochen steht die Überarbeitung an, das Screenshoten der Facebook-Beitrag als Beweis sowie die ganze Formalia. Letzteres ist glaube ich für alle StudentInnen der schönste Part, oder? Parallel dazu habe ich das derzeitige Semester dazu genutzt, um ein paar Seminare beim Career Center zu belegen, um mir berufliche Kenntnisse anzueignen oder wieder aufzufrischen. Im Mai waren dies Kurse über Video-Marketing und Projektmanagement - beide haben mir gut gefallen und ich habe richtig viel mitgenommen, natürlich auch für meine eigenen Social Media Accounts und meinen Blog. Ich freue mich somit darauf das gelernte nun anzuwenden. 

 

Erledigt habe ich auch einiges für mein Herzensprojekt - die Bücherei - da wurde eine neue Buchbestellung fertig gemacht, wie immer freue ich mich schon sehr darauf, dass die Werke in den kommenden Tagen/Wochen alle eintrudeln. Aufgrund der sinkenden Inzidenz durften wir auch unsere Türen wieder öffnen und ich hoffe, dass dauert nun über den Sommer an. Ansonsten war es noch einmal ein etwas ruhiger Monat, wobei ich mit Freunden einen digitalen Escape Room durchgespielt habe. Das hat doch etwas Abwechslung in meinen Alltag gebracht und für unterhaltsame Stunden gesorgt. Wir haben uns für die Spielvariante entschieden, wo man für die Detektei Sherlock & Watson ein Verbrechen aufklären muss. Dazu haben wir uns dann durch Zeugenberichte gearbeitet, fiktive Profile in den Sozialen Netzwerken unter die Lupe genommen, nach Hinweisen auf fiktiven Homepages und im Autopsie Bericht gesucht. Aktuell bieten fast alle Escape-Room-Veranstalter digitale Varianten an, schaut mal bei eurem örtlichen Anbieter auf die Homepage. Ich kann es nur empfehlen. Kostenlose Varianten lassen sich auch finden, die sind dann aber etwas abgespeckter und kleiner gehalten. 

 

 

 

Ziemlich cool finde ich auch das "Marvels Avengers"-Spiel, das habe ich nämlich bei meinem Besten Freund auf seiner Xbox ausprobieren durfte. Fans des MCU dürften daran definitiv ihre Freude haben, da im Verlauf des Spieles jeder der Marvel-Superhelden mal gespielt werden darf. Was mich aber etwas irritiert, dass die Charaktere im Spiel anders aussehen als in den Filmen, aber bei mir sind die SchauspielerInnen fest mit den Figuren verknüpft. Etwas schade, dass das geändert wurde. Zu guter Letzt haben meine Beste Freundin und ich noch eine kleine Kindheitserinnerung wieder aufleben lassen, weil wir uns spontan eine Benjamin Blümchen Törö-Torte gegönnt haben. Die gab es immer auf den Geburtstag eines Freundes, unsere Eltern haben sich hingegen geweigert die kleine Torte für so viel Geld zu kaufen. Geschmeckt hat sie übrigens nach Kindheit, sprich genauso gut wie damals. Somit war doch viel mehr los, als ich gedacht habe, aber genau deshalb dürft ihr hier jeden Monat meinen Rückblick lesen, denn der zeigt mir wie viele schöne, kleine Momente es gab.




 

Monatsrückblick: Gesehen im Mai:

 

Filme:

 

Prisoners (Amazon Prime, Netflix // Thriller)

 

"Prisoners" habe ich auf Empfehlung von Nadine angeschaut, da es einer ihrer Lieblingsfilme ist. Als Fan des Genres frage ich mich, wieso ich so lange mit der Erstsichtung gewartet habe, denn der atmosphärisch-inszenierte Thriller von Dennis Villeneuve hat bei mir voll ins Schwarze getroffen. Das Thema des Filmes benötigt Fingerspitzen-Gefühl, es geht um Kindesentführung und die Frage, wie weit Eltern für ihre Kinder bereit sind zu gehen. Als die Töchter der Familien Dover und Birch am helllichten Tag entführt werden, ist sich Keller Dover sicher den Täter ausgemacht zu haben. Die Polizei lässt diesen jedoch wieder laufen, sodass Dover versucht den jungen Mann zum Reden zu bringen. Was sich dann entspinnt ist ein dramatischer Thriller, bei dem die Grenzen zwischen Gut und Böse zunehmend verschwimmen, wenn Kelly Dover auf brutale Methoden zurückgreift, um ein Geständnis zu bekommen. Hugh Jackmann als verzweifelter Vater geht dabei an die Substanz, schauspielerisch liefert er für seine bisher beste Leistung ab. "Prisoners" ist kein Wohlfühl-Film, sondern oft schwer anzuschauen und führt auch den Zuschauer in ein moralisches Dilemma. Die Grundprämisse des Filmes beschäftigt einen nicht nur während des Anschauens, sondern "Prisoners" hallt nach. Neben Jackmann glänzt auch Jacke Gyllenhaal in der Rolle des Ermittlers. Das Ende könnte vielleicht nicht jedem zusagen, in meinen Augen passt es aber zum Film und rundet diesen perfekt ab.






Urheberrecht: Ascot Elite Entertainment



Run (Amazon Prime // Thriller)


Der vergangene Monat stand bei mir ganz im Zeichen von Thrillern, die überproportional bei meinen gesehenen Filmen vertreten sind. Kein Wunder, ist es doch mein liebstes Filmgenre. "Run" feierte in den USA beim Streamingdienst Hulu seine Premiere und konnte sowohl Kritiker als auch Abonnenten überzeugen. Für mich ist der Film schon aufgrund von Sarah Paulson ein Must-See. Da Chloe im Rollstuhl sitzt, wird sie zuhause unterrichtet und hat auch sonst keinerlei Kontakt zu Gleichaltrigen. Ihr einziger Kontakt ist ihre Mutter, zu der sie eine enge Bindung besitzt. Nun wartet sie jedoch gespannt auf Rückmeldung von Universitäten und freut sich darauf unabhängig zu werden. Doch je länger sie wartet, umso mehr fällt ihr auf, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und ihre Mutter mehr als ein Geheimnis vor ihr verbirgt. Die Richtung, in die der Film geht, klingt hier schon an. In Bezug auf die Prämisse liefert "Run" nicht unbedingt viel Neues, setzt dafür aber die Genrekonventionen gelungen um, sodass am Ende ein Psychothriller entsteht, bei dem ich von Anfang an mit Chloe mitgefiebert habe. Schauspielerin Kiera Allen überzeugt als Chloe auf ganzer Linie und liefert eine beeindruckende, glaubwürdige Leistung ab. Der Film punktet vor allem bei der Repräsentation, denn die Schauspielerin ist auch im Alltag auf einen Rollstuhl zur Fortbewegung angewiesen. Daneben gibt es eine Sarah Paulson, wie gewohnt in Höchstform, sodass der Film über eine hohe schauspielerische Qualität verfügt. Da verzeihe ich auch die bekannten Kniffe, die zum Einsatz gekommen sind, am Ende sind es nervenaufreibende 90 Minuten geworden. 





Songbird (Amazon Prime // Thriller)


Michael Bay war der erste, der sich der Thematik Corona annahm und daraus einen Horrorthriller machte, der eine düstere Zukunftsvision zeichnet. Natürlich stellt sich bei "Songbird" die Frage, ob das a) nicht zu früh war und b) vielleicht geschmacklos. Letzteres muss jeder für sich selbst beantworten, ich selbst habe darin kein Problem gesehen, vor allem mit dem Wissen, dass es einer der ersten Filme war, die während der Pandemie produziert wurden und dadurch vielen Menschen ein Einkommen garantierte, in einem Land, das nicht unbedingt für sein starkes soziales Netz bekannt ist. Ob der Film inhaltlich gelungen ist, ist eine andere Frage. Persönlich finde ich einige der negativen Kritiken etwas übertrieben. Sicherlich ist "Songbird" kein filmisches Meisterwerk und krankt an einigen Stellen, vielleicht auch weil Bay zu stark versucht den Vibe von "The Purge" zu kopieren, aber ich habe schon schlechtere Produktionen gesehen. Zumal Michael Bay auch nicht für anspruchsvolle Storys mit cleveren Dialogen bekannt ist, wer das erwartet, wird enttäuscht werden. Am Ende ist es eine Liebesgeschichte vor einem dystopischen Szenario, die hier und da logisch nicht immer zu 100% passt, aber ganz gut unterhält. Sofia Carson als weiblicher Lead gerät leider etwas zu stark in den Hintergrund, aber Frauenfiguren waren ja noch nie Bays Stärke, dafür darf KJ Apa als Ritter in scheinender Rüstung glänzen und beweisen, dass er definitiv in der Lage ist einen Film zu tragen. Ich glaube, dass er nach "Riverdale" auf der großen Leinwand Karriere machen könnte. Alles in allem eine solide Leistung, bei der jeder im Vorfeld entscheiden muss, ob er das Thema Corona auf diese Art und Weise interpretiert sehen möchte. 






Urheberrecht: Netflix


The Woman in the Window (Netflix // Thriller)


Gespannt war ich auch auf "The Woman in the Window", welcher ursprünglich auf der großen Leinwand seine Premiere feiern sollte, dann aber von Disney überraschenderweise an Netflix lizenziert wurde. Vielleicht gar keine schlechte Entscheidung mit Blick auf die Qualität des Filmes? In der Buchverfilmung verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Einbildung, als eine Frau einen Mord im Nachbarhaus beobachtet und die Polizei ihr eröffnet, sie habe sich dies alles nur eingebildet. Ich hätte mir gewünscht, dass mit dieser Frage tatsächlich noch mehr gespielt wird und die atmosphärische Stimmung, die zu Beginn des Filmes etabliert, beibehalten wird. Jedoch macht "The Woman in the Window" am Ende ein Genreschlenker, der hier nicht passen möchte und sich falsch anfühlt. Parallel dazu ist auch die Auflösung kein wirklicher Schocker, was Schade ist. Trotzdem habe ich noch ein paar lobende Worte für den Film übrig: Optisch ist er innovativ inszeniert, da haben die Verantwortlichen einen tollen Job gemacht und schauspielerisch wissen Amy Adams und Gary Oldman jeweils allein als auch im Duo zu überzeugen. Ihre Szenen miteinander sind unfassbar intensiv und haben mir definitiv einen Schauer über den Rücken gejagt. Ich wünschte nur, sie hätten über die gesamte Laufzeit ein ebenso hochwertiges Skript erhalten. Dann hätte der Psychothriller funktionieren können, so lautet auch hier mein Fazit: Durchschnittlich und eher für Fans der Darsteller interessant. 


 

 

Kurzmeinungen:

 

  • Marie Curie (Amazon Prime // Biopic): Rosamund Pike beweist erneut, dass sie ein Händchen für komplexe Frauenfiguren hat, abseits dessen versucht die Produktion jedoch einen zu großen Zeitraum in 1 Stunde 50 Minuten zu beleuchten. Das wirkt oft zu sprunghaft und vieles geht leider unter. Was ich aber einen interessanten Ansatz finde, dass einem parallel die Folgen der Entdeckung der Curies gezeigt wird, sowohl die positiven als auch die negativen.
  • Brave Mädchen tun das nicht (Amazon Prime // Komödie): Ist trotz des Themas, rund um Lucy (ja die Figur im Film heißt auch so), die sich eine Sex-To-Do-Liste erstellt, ziemlich brav. Ein Standard-Werk, das zwar ein paar lustige Momente bietet, sich aber nicht wirklich von anderen RomComs abhebt und in vorhersehbaren Bahnen verläuft. Fans von Lucy Hale sollten reinschauen. 
  • Ex-Machina  (Netflix, Amazon Prime // SciFi): Meine Erwartungen an Alexander Garlands KI-Thriller waren extrem hoch, weil der Film ziemlich gehypt wird. Eine Hürde, an der er nur scheitern konnte. Die Storyline wirft zwar interessante Fragen auf, verläuft mir abseits dessen aber in zu bekannten Bahnen, sodass ich viele der Wendungen schon geahnt habe. Das lässt natürlich Schockeffekte verpuffen. Lediglich das Ende hat mich dann sprachlos zurückgelassen. Loben muss ich den Film aber für die schauspielerischen Leistungen und die cleveren, anspruchsvollen Dialoge. Mir fehlte nur das Gewisse Etwas bei der Handlung.

 

 

 

Serien:




Urheberrecht: HBO Max



The Flight Attendant (1. Staffel // Amazon Prime // 8 Folgen)

 

Mit "The Flight Attendant" gibt es ein HBOMax Original bei Amazon Prime zu sehen, ich hoffe, dass hier noch weitere folgen werden. In der Serie rund um eine Flugbegleiterin, die auf einem Flug nach Bangkok den charmanten Alex kennenlernt und mit diesem auf dessen Hotelzimmer landet, darf Kaley Cuoco schauspielerisch ein paar Facetten mehr zeigen. Denn als Cassie am nächsten Morgen erwacht ist Alex Tod. Cassie selbst hat einen Filmriss und versucht deshalb selbst herauszufinden, wer in umgebracht hat und wieso. Ziemlich schnell gerät sie dabei selbst in den Blick der zuständigen Ermittler, auch weil sie sich bei ihren Ermittlungen nicht gerade intelligent anstellt. "The Flight Attendant" ist ein überraschender Psychothriller, der nicht nur das Rätsel um den Mord an Alex behandelt, sondern auch ein Kindheitstrauma von Cassie aufarbeitet. Eine Kombination, die mir unglaublich gut gefallen hat. Cassie ist zwar zunächst aufgrund ihres hohen Alkoholkonsums ein anstrengender Charakter, wächst einen aber über den Verlauf der Staffel ins Herz. Besonders hervorheben möchte ich einerseits den genialen Soundtrack, andererseits die optische Inszenierung. Ein wiederkehrendes Stilmittel sind Zwiegespräche zwischen Cassie und Alex in ihrem Unterbewusstsein, die sich wie ein roter Faden durch die erste Staffel ziehen und mir gefallen haben. Sicherlich gibt es die eine oder andere Wendung, die ich geahnt habe, andere wiederum konnten mich überraschen. Die beteiligten DarstellerInnen machen allesamt einen phänomenalen Job und die Haupthandlung wird im Finale der 1. Staffel logisch und zufriedenstellend aufgelöst. Lediglich kleine Brotkrumen wurden für die bereits bestellte zweite Staffel gelegt. Ein solches Vorgehen würde ich mir von mehr Produzenten wünschen, damit Serien nicht immer offen enden, sollte es keine Verlängerung geben. Somit: Alles richtig gemacht und für mich eines der Serienhighlights 2021





Shadow and Bone (1. Staffel // Netflix // 8 Folgen)

 

Für die Serie zum Grischaverse wurde enorm viel Hype aufgebaut, das hat sich scheinbar ausgezahlt, die Serie wurde jüngst um eine 2. Staffel verlängert. Angesiedelt ist sie in einer Welt, die an das russische Zarenreich angelehnt ist, deshalb sticht das Worldbuilding besonders hervor. Wie so oft in Jugendbüchern wird auf das Tope der Auserwählten zurückgegriffen, denn Alina ist eine Sonnenkriegerin und damit die Einzige, die die Schattenflur und die darin hausenden Monster in die Flucht schlagen könnte. Als sie ihre Fähigkeiten sich offenbaren, ändert sich ihr Leben schlagartig. Fortan wird sie zur Grischa ausgebildet und muss bald feststellen, dass nichts so ist, wie es scheint. Alles in allem hat mir die Umsetzung des ersten Bandes gut gefallen, es wird zwar ein bisschen vorweggegriffen und stellenweise vom Buch abgewichen, aber dadurch bot die Serie auch mir noch Überraschungsmomente. Optisch wird deutlich, dass Netflix viel Budget für die Umsetzung in die Hand genommen hat, während die SchauspielerInnen ihre Rollen mit Leidenschaft spielen und glaubhaft verkörpern. Vor allem die Romanze zwischen Alina und Malyen funktioniert in der Serie wesentlich besser, sodass ich beide von Anfang an geshippt habe. Darüber hinaus überzeugt natürlich auch Ben Barnes als Darkling, wobei ich mich wirklich schwergetan habe, ihn zu hassen. Mein größtes Problem mit "Shadow and Bone" ist das Tempo, denn acht Folgen sind für eine Fantasyserie in meinen Augen zu wenig. Hätte ich den ersten Band nicht gelesen, wäre ich wohl ziemlich verloren in der Welt gewesen. Zwei Episoden mehr hätten da schon geholfen, um sich mehr Zeit für Figurenentwicklungen und die Etablierung von Beziehungen zu nehmen. Beispielsweise lernt Alina in nur einer Episode ihre Kräfte zu beherrschen, im Buch ist dies ein viel längerer Prozess. Auch ist ihre Zeit im kleinen Palast ziemlich kurz, was in der Folge dazu führt, dass Genya als Figur untergeht, aber auch so mancher Verrat weniger schwer wiegt, weil die emotionale Bindung zwischen den Charakteren da doch fehlte. Im Buch ist das besser umgesetzt. Wer aber Fantasy mag, der sollte trotzdem reinschauen, denn alles in allem ist eine gute Serie entstanden, die trotz Schwächen überzeugen kann, jedoch mit einem großen Cliffhanger endet, der zum Glück aufgelöst werden wird.






Urheberrecht: DC


Swamp Thing (1. Staffel // Amazon Prime // 10 Folgen) 


Eine Serie, die schon nach der Ausstrahlung der ersten ein oder zwei Episoden eingestellt wurde, ist "Swamp Thing". Nicht weil, sie nicht erfolgreich gewesen wäre, sondern tatsächlich aufgrund von steuerrechtlichen Problemen. Das ist schade, denn die DC-Serie rund um ein Monster in den Sümpfen von Louisiana ist für mich eine positive Überraschung. Die Thematik hätte schnell lächerlich werden können, aber DC hat auf eine hochwertige Optik gesetzt und mit James Wan einen Produzenten an Bord geholt, der vor allem in der ersten Staffelhälfte eine düstere, gruselige Atmosphäre schafft. Etwas schade, dass dies nicht bis zum Ende der Serie so durchgezogen wurde, denn die übernatürlichen Elemente fand ich zum Stil der Serie passend und fesselnd. Danach wird zwar der typische DC-Ton angeschlagen, trotzdem ist "Swamp Thing" seinen Genrekollegen von The CW weiterhin qualitativ überlegen. Schauspielerisch wurden ebenfalls passende DarstellerInnen gecastet, Crystal Reed überzeugt mich als Abby Arcane mehr als in Gotham. Die Rolle passt zu ihr, auch weil ihre Chemie mit dem Sumpfmonster glaubhaft inszeniert wird. Es ist schade, dass nach einer Staffel Schluss ist, denn die Serie hat Potenzial, wirft spannende Fragen auf und greift mit der Diskussion rund um Umweltverschmutzung ein aktuelles Thema auf. Trotzdem kann ich die Serie empfehlen, denn mit dem Ende lässt sich leben. Da gab es schon offenere Serien. 





Good Trouble (2. Staffel // Joyn Primetime // wöchentlich)

 

Für mich kann "Good Trouble" seiner Mutterserie "The Fosters" nicht das Wasser reichen und es sind auch die Episoden, in denen die Familie sich vereint, die zu den stärksten der jeweiligen Staffel zählen. Im Spin-Off begleiten wir Mariana und Callie wie sich nach LA ziehen und dort ins Berufsleben einsteigen. Begleitet wird das von ganz schön viel Drama zwischen den Schwestern, welches stellenweise auch etwas übertrieben anmutet. Komisch finde ich vor allem, dass der Konflikt der zweiten Staffel dann plötzlich fallen gelassen wird, ohne diesen in einem Gespräch aufzuarbeiten. Doch auch vom Liebesdreieck zwischen Callie, Gael und Jamie bin ich genervt. "Good Trouble" ist ein Beispiel dafür, wie man das Trope nicht inszenieren sollte. Sicherlich fragt ihr euch jetzt, wieso ich die Serie überhaupt verfolge, weil sie sonst vieles richtig macht. Es werden viele Probleme und Diskurse inkludiert, die unsere Gesellschaft derzeit beschäftigen. Die Umsetzung ist zwar nicht immer ganz so natürlich wie beispielsweise in "The Bold Type", aber trotzdem finde ich es wichtig, dass es Serien gibt, die politische und gesellschaftliche Problemlagen inkludieren und so einem breiten Publikum zugänglich machen. "Good Trouble" greift Rassismus und Polizeigewalt auf, wendet sich der Diskriminierung von Transsexuellen zu, thematisiert den Gender-Pay-Gap sowie die Macht von großen Immobilienkonzernen oder nimmt sich der Obdachlosigkeit in Los Angeles an. Immer wieder dabei aufzeigt, was in den USA aber auch in vielen anderen Ländern schiefläuft und was wir als Gesellschaft dagegen tun könnten. Dabei ist es vor allem Callie, mit der ich mich auch in "Good Trouble" wieder identifizieren kann, wenn sich ihr starker Gerechtigkeitssinn zeigt. 





This Is Us (4. Staffel // Amazon Prime // 16 Folgen)

 

Gebingt habe ich hingegen die 4. Staffel von "This Is Us", die bei Amazon Prime bislang nur im O-Ton zur Verfügung steht. Da es keine Ankündigung für die Serie gab, wusste ich nicht, wie lange die Staffel wohl im Abo verweilen würde, weshalb ich die Serie etwas schneller als gewohnt durchgesuchtet habe. Liegt aber auch daran, dass wir hierzulande auf Staffel 4 tatsächlich lange warten mussten. Die Geschichte rund um die Pearsons hat mich nach wie vor berührt und mehr als einmal liefen mir die Tränen übers Gesicht. Der Vorwurf, dass "This is Us" oft etwas zu kitschig ist, hält sich weiterhin standhaft, aber ich habe damit kein Problem. Beeindruckend ist dabei, wie viele Zeitebenen die Serie spielerisch leicht integriert, ohne dass es unübersichtlich wird. Diese sorgen immer wieder für Aha-Effekte, wenn sich der Sinn bestimmter Szenen erst am Ende einer Folge offenbart. Es sind aber auch gerade diese Zeitebenen, die spannende Parallelen zwischen den Figuren erlauben, die einen emotional berühren. Konstant werden diese übrigens erweitert, durch den Blick in die Zukunft oder die Vergangenheit jeweils spannende Fragen gesät. Jedes der Geschwister erhält auch in dieser Staffel wieder eigene Handlungsstränge, die dann in einer Spezial-Episode gipfeln, auf die ich immer ganz besonders gespannt bin. Schauspielerisch ist die Serie für mich weiterhin unerreichbar, da wird phänomenales geleistet. Die epische Liebesgeschichte zwischen Jack und Rebecca hat auch in der vierten Runde nichts an Faszination eingebüßt. Lediglich das Ende der 4. Staffel tut weh, war aber in der Form erwartbar. Ich bin gespannt, wie es nun in Staffel 5 weitergeht.


 

 

 

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Was gesehen oder vielleicht gelesen?
Und wie sehen eure Sommerpläne aus?
 
 


5 Kommentare :

  1. Da bist du ja echt gut vorangekommen mit deiner Masterthesis! Und auch schön, dass du Arbeit in die Bücherei gesteckt hast :)
    Was du über den digitalen Escape Room beschreibst, klingt interessant :) Die digitale Variante kannte ich noch gar nicht, bisher war ich nur im Escape Room vor Ort und fand das schon toll.
    Mein Mai war leider sehr unspektakulär und nicht mein schönster Monat, da ich die Zeit über komplett krankgeschrieben war und nicht wirklich was gemacht habe. Ich hoffe einfach mal auf schönes Wetter, dann ergeben sich im Sommer vielleicht ein paar schöne Ausflüge, Strandbesuche, Grillabende usw. :)

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  2. Wie schön, dass für deine Masterarbeit bald ein Ende in Sicht ist. Ich beneide dich darum ;) "Shadow & Bone" möchte ich auch unbedingt noch sehen. Ich habe gerade "Das Lied der Krähen" gelesen und bin jetzt richtig angefixt von der Welt :D
    Liebe Grüße
    Sarah

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  3. Hi Nicole,
    ooohh, eine Benjamin-Blümchen-Torte - das ist natürlich Knaller, die habe ich auch geliebt! Einen digitalen Escape-Room habe ich noch nicht gespielt - eines der Dinge, die ich auf dem Zettel hatte, aber wo es jetzt so aussieht, als ob man sich langsam wieder verabreden kann, würde ich lieber reale Treffen vorziehen, hihi. Ist aber bestimmt eine tolle Alternative!

    Freut mich, dass du deine Masterarbeit jetzt zur Korrektur geben konntest, drücke dir die Daumen, dass weiterhin alles so gut im Plan läuft. Ohhhhaaa, Formalia....herrlich. Wie viele Stunden ich im Literaturverzeichnis zugange war oder bei den Fußnoten. Traumhaft. Und du musst ja auch viele Screenshots machen auf FB, sagtest du? Da kann man echt soviel Zeit investieren, hätte ich vor meinem Studium auch nicht gedacht :D

    Aaaach, Shadow und Bone, gut, dass du das erwähnst! Die Serie wollte ich auch noch schauen, die steht bei mir als nächstes an, habe noch eine Folge "Flacon and the Wintersoldier" vor mir und dann sollte das folgen!
    Liebe Grüße!

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  4. Oha - Ex Machina ist einer meiner Lieblings SF-Filme aus der jüngeren Vergangenheit! Aber es freut mich, dass dir Swamp Thing ähnlich wie mir gefallen hat.

    The Flight Attendant würde mich ja auch interessieren.

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  5. Hi Nicole,
    freut mich sehr, dass du mit deiner Masterarbeit so gut voran gekommen bist! Ich drücke weiterhin die Daumen, dass sich die harte Arbeit auszahlen wird! :)
    Insgesamt hört sich dein Mai nach einem schönen und erfolgreichen Monat an!
    Ich habe mir letztes Jahr zu meinem Geburtstag auch eine Benjamin Blümchen-Torte gegönnt, das musste einfach mal sein! :D

    "The Woman in the Window" werde ich jetzt am Wochenende endlich mit meiner Mama zusammen schauen. Schade, dass dich der Film nicht so von den Socken gehauen hat. Ich bin mal gespannt. :)
    "Run" möchte ich auch unbedingt sehen! Sarah Paulson spielt solche Rollen einfach zu gut!

    Mein Mai fing weniger gut an, wurde aber stets besser! :) Ich konnte viele schöne Fotos machen, hab' seit langem eine meiner besten Freundinnen wiedergesehen und hatte viel Spaß in meinem neuen Job. :)

    Liebe Grüße
    Lisa Marie von https://sonneimherzen.net/

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