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Samstag, 4. Juli 2020

Monatsrückblick Juni: Erlebt, Gesehen, Gebloggt


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Monatsrückblick: Erlebt im Juni


Nicht wirklich viel, was jedoch nicht nur Corona und dem Ausfall so mancher Großveranstaltung geschuldet ist, sondern vor allem an den Vorbereitungen für meine mündliche Prüfung liegt. Ich habe mich im Juni wirklich zurückgezogen, um das hohe Arbeitspensum zu erledigen und mich in alle Themenbereiche intensiv einzuarbeiten. Da blieb nicht unbedingt viel Zeit für anderes. Dauerstress trifft es ganz gut, gepaart mit so langsam zunehmender Nervosität. Der Termin der Prüfung rückt unausweichlich näher und so langsam ist es mir, aber auch meinen Kommilitonen unmöglich, diesen zu verdrängen. Ich bin persönlich einfach nur froh, wenn die Prüfung hinter liegt und ich sozusagen mein Leben zurückhabe, sprich mehr Zeit für Freunde und Familie, dann fällt auch diese Kategorie im Monatsrückblick nicht so kurz aus. Abseits der Lernerei habe ich es nämlich nur zum Friseur geschafft, ein Besuch, der dringend nötig war, weil meine Spitzen doch ziemlich trocken waren und mich danach über die gesunden Haare gefreut. Es gibt kein schöneres Gefühl, das das was man hat, wenn man frisch vom Friseur zurückkommt. Ein bisschen was musste zwar ab, aber nicht so viel wie beim Besuch vor Corona. Ungewohnt ist es mit Maske natürlich trotzdem, aufgrund der geringen Auslastung auch etwas teurer als normal, aber dafür hatte ich auch den gesamten Salon für mich und kam direkt an die Reihe. Generell sorgt Corona für gruselige Leere, vor allem in der Unibibliothek ist das doch etwas komisch, da jetzt zu Prüfungszeiten immer alle Tische und Arbeitsräume komplett besetzt ist und es nun etwas gespenstisches hat durch die leeren Reihen zu wandern und so schnell wie möglich alle Bücher beisammen zu bekommen. Meine Kommilitonen habe ich hingegen digital wiedergesehen, da wir auch weiterhin regelmäßig skypen, um zu plaudern und Spieleabende zu veranstalten, das bringt zumindest etwas Abwechslung in meinen vollgepackten Alltag. Aktuell habe ich die Nase nur in Büchern/Texten vergraben, bin die ganze Zeit am Tippen und lasse den Abend dann müde und geschafft mit Filmen oder Serienepisoden ausklingen. Was war sonst noch los? Im Juni habe ich mit meiner Familie das gute Wetter genutzt, um den Grill anzuschüren - die Grillsaison ist somit offiziell eröffnet und ich freue mich schon im Sommer mit Freunden Grillpartys zu veranstalten, jetzt wo man sich wieder mit mehreren Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen darf. Dann gibt es bestimmt auch einiges zu erzählen. Dazu haben nun ja auch die Kinos wieder geöffnet, mal schauen mit welchen Filmen oder Events diese im Sommer versuchen die Zuschauer ins Kino zu locken.





Übrigens: Einen Vorteil der Corona für uns Serien- und Filmfans bringt sind die vielen Online-Reunions und auch Conventions-Panel, die man sich aktuell auf Youtube anschauen kann. Für einiges an Aufsehen sorgte die Wiedervereinigung des "Herr der Ringe"-Casts oder die von "The Office" - bis heute eine der beliebtesten US-Serien, die hierzulande nie oder nur teilweise gezeigt wurde. Meine Wenigkeit hat hingegen die "Teen Wolf"-Reunion gefeiert. Ich hatte auf diese echt hin gefiebert, weil ich den Cast ziemlich grandios finde. Alle sind mit Herz bei der Sache, erkennen an wie viel sie "Teen Wolf" zu verdanken haben und überzeugen mit einer Menge Humor. Ich weiß, dass tendenziell jeder Seriendarsteller erzählt, wie toll die Stimmung am Set ist, wie gut er sich mit seinen Kollegen versteht, aber nicht immer entspricht das der Wahrheit - etwas, was an einem Punkt irgendwann immer rauskommt. Bei "Teen Wolf" merkt man aber nicht nur in Interviews, bei Conventions oder aber auch über die Sozialen Netzwerke der Darsteller, wie eng der Kontakt auch nach dem Ende der Serie noch ist. Hier ist das tatsächlich glaubhaft und nicht nur gespielt, dementsprechend unterhaltsam und familiär gestaltete sich dann auch die Reunion. Unglaublich, dass die Serie vor 9 Jahren gestartet ist, das kommt mir gar nicht so lange vor und natürlich hat diese kleine Zoom-Sitzung Lust auf eine 7. Staffel gemacht. Bei mir wächst dementsprechend aktuell meine Youtube "Später ansehen"-Liste unnachgiebig und für die vorlesungsfreie Zeit ist noch so manches digitale Panel ein Must-See für mich, wie beispielsweise die "The Boys"-Reunion, die wohl einige Infos zur kommenden 2. Staffel bietet. Aber auch alle Fanlieblinge wie "Pretty Little Liars", "Vampire Dairies" oder "Legacies" und schon beendete Serie wie "Charmed" haben digitale Panels zu bieten. Dazu wird ja auch die San Diego Comic Con bei jedem Zuhause stattfinden, auch hier können alle Panels kostenlos im Internet angeschaut werden, während Warner sogar eine eigene kleine "Comic Con" plant und dabei Panels zu allen DC-Serien (mit dabei alle Serien des Arrowverse, Pennyworth, Lucifer, Stargirl, Titans usw.) und Filme (Wonder Woman, The Batman, Aquaman, Black Adam usw.) kostenlos zum Anschauen bietet und verspricht viele Ankündigungen loszulassen und Trailer zu droppen.





Monatsrückblick: Gesehen im Juni:



Filme:



Parasite (Amazon Prime):

Mein Favorit aus dem vergangenen Monat ist definitiv "Parasite". Im Kino verpasst, auch weil der Trailer mich nicht unbedingt umgehauen bzw. angesprochen hat, haben mich all die positiven Zuschauerkritiken dann doch neugierig gemacht, auch weil dieser Erfolg obendrauf noch mit dem Oscar für den Besten Film gekrönt wurde. Natürlich drängt sich da die Frage auf, ob dieser berechtigt ist. Ja, das ist er. "Parasite" ist ein ungeheuer interessanter Genre-Mix, bei dem ich in der ersten Hälfte herzhaft darüber gelacht habe, wie es der Familie Kim nach und nach gelingt sich bei der Familie Park einzuschleichen, für alle Familienmitglieder Anstellungen zu finden und sich unersetzbar zu machen. Doch nach diesem rasanten Höhenflug und Aufstieg der Beteiligten schlägt Bong Joon-ho's Werk um und auch wenn ich dazugehörigen Twist etwas übertrieben finde und das Finale in der Form habe kommen sehen, ist die soziale Gesellschaftskritik durchaus gelungen. Nicht nur erhalten wir einen Einblick in eine fremde Kultur und deren soziale Schieflagen bzw. die immer größere Schere zwischen arm und reich, sondern "Parasite" macht auch deutlich, dass soziale Mobilität für diejenigen, die ganz unten angekommen sind, unmöglich ist. Dies unterstreichen die letzten Szenen des Filmes, die bei mir lange nachklingen werden und mir doch eine Gänsehaut bereitet haben. "Parasite" ist anders, aber positiv anders, überzeugt mit talentierten Schauspieler*innen, seiner wichtigen Botschaft und dem Blick in eine andere Kultur. In meinen Augen ein Film, den sich jeder einmal ansehen sollte.





Urheberrecht: Universal Pictures Germany



Unknown User: Dark Web (Sky)

Während ich Ende Mai noch "Searching" gesehen habe, habe ich mit "Unknown User: Dark Web" gleich einen weiteren Film gesehen, der komplett über PC-Bildschirme erzählt wird. Schon im ersten Teil mochte ich den Stil der Horror-Reihe, die technisch perfekt funktioniert hat, sich leider nur in einigen bekannten Horrorklischees verfangen hat. Während der Vorgänger auf eine übernatürliche Komponente setzt, verzichtet "Unknown User: Dark Web" darauf und ist deshalb umso erschreckender. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe junger Erwachsener rund um Mattias, der vor kurzem aus einem Cafe einen Laptop mitgehen lassen hat. Als er sich mit seinen Freunden zu einem digitalen Spieleabend via Skype verabredet, stößt er bald auf mysteriöse Dateien im Zwischenspeicher. Getrieben von Neugier versucht er herauszufinden, was sich auf dem Laptop befindet - etwas, wofür er und seine Freunde einen tödlichen Preis zahlen. Die Wendung, die uns am Ende des Filmes präsentiert wird, hält den Logiktest sicherlich nicht zu 100% stand, aber das ist in Horrorfilmen häufig der Fall. Ich muss gestehen, dass mir die Low-Budget-Produktion trotzdem gefällt, sogar besser als ihr Vorgänger. Zum einen, weil auf übernatürliche Elemente verzichtet und so eine Geschichte präsentiert wird, die einen das eigene Internetverhalten hinterfragen lässt und eine Situation widerspiegelt, die uns dank Corona aktuell bekannt und vertraut vorkommt. Zum anderen gelingt es eine angespannte Atmosphäre zu erzeugen. Mit einer Laufzeit von nur 88 Minuten ist er nicht besonders lang, sodass wir schnell ins Geschehen eintauchen, die Spannung konstant gehalten werden kann und alles Schlag auf Schlag geht. Mir hat der Twist - auch wenn es kein unbedingt neuer Schachzug war - gut gefallen. Ich habe es trotzdem nicht kommen sehen. Schauspielerisch funktioniert "Unknown User: Dark Web" ebenfalls. Kleiner Fun Fakt am Ende: In den USA ist der Film wohl mit zwei unterschiedlichen Enden im Kino gelaufen und niemand wusste vorab, welches gezeigt werden würde. Sky bietet das "Standard Ende", sprich dasjenige, das häufiger verwendet wurde. Nach dem Film solltet ihr also unbedingt als alternative Ende googlen.





Maleficent: Mistress of Evil (Disney+)

Keine allzu hohen Erwartungen hatte ich hingegen an die Fortsetzung von "Maleficent", welcher sich für Disney, sicherlich auch dank Angelina Jolies umwerfender Performance, als Hit entpuppte. Nicht überraschend also, dass vergangenes Jahr ein zweiter Teil an den Start ging. Ich hatte im Vorfeld eher negatives, als positives über den Film gelesen, vielleicht bin ich auch deshalb überrascht, dass er mich dann doch gut unterhalten hat. Erneut brilliert Jolie als dunkle Fee, der auch in diesem Teil wieder allerhand böse Taten nachgesagt werden, derer sie natürlich unschuldig beschuldigt wird. Der Film macht nicht unbedingt viel anders, als sein Vorgänger und rückt erneut die emotionale Beziehung zwischen Maleficent und Aurora in den Mittelpunkt, konnte mich aber aufgrund seiner berauschenden Optik und der gelungenen Effekte überzeugen sowie dem Gegenspiel von Angelina Jolie und Michelle Pfeiffer, die grandios sind. Handlungstechnisch ist es eine solide Fortsetzung, deren Schwächen eher dem familienfreundlichen Image von Disney geschuldet sind. Das verhindert, dass man sich wirklich tiefgründig mit den schrecklichen Taten von Ingrith beschäftigen kann, die immerhin versucht alle Feen und Waldwesen komplett auszulöschen - es muss somit mehr als eine Figur ihr Leben lassen, was mir dann doch zu stark heruntergespielt und regelrecht romantisiert wird. Das obligatorische Happy End, das sich anschließt, wirkt deshalb fehl am Platz, es verharmlost die Ereignisse und macht in der Form einfach keinen Sinn. Auch so manche Figur kommt in der Fortsetzung nicht gut weg - abseits von Maleficent und Ingrith - wird zu oft auf Stereotype gesetzt. Auroras Naivität ist über weite Strecken kaum auszuhalten, wenn auch zumindest von Elle Fanning überzeugend gespielt und Prinz Phillip ist einfach nur langweilig. Seine Relevanz besteht nur darin den Plot in Gang zu bringen, danach wird er überflüssig. Schade, weil die Schauspieler noch mehr gekonnt hätten und es ihnen so vergönnt ist, aus dem Schatten von Jolie und Pfeiffer zu treten. Trotz der Schwächen ist "Maleficent 2" keine Zeitverschwendung, wer den ersten Teil mochte wird auch mit der Fortsetzung über weite Strecken zufrieden sein - zumindest was die Effekte, Sets und Kostüme anbelangt und die CGI der großen Schlacht, wird man nicht enttäuscht.





Feel The Beat (Netflix):

Ebenfalls keine allzu hohen Erwartungen hatte ich an die Tanz Rom-Com "Feel the Beat" mit Sofia Carson in der Hauptrolle, denn die Prämisse lässt nicht unbedingt auf viel Neues schließen. Wie viele andere Genrevertreter steht mit April eine Figur im Mittelpunkt, deren Traum am Broadway groß rauszukommen gescheitert ist. Gedemütigt und verletzt kehrt sie deshalb in ihre alte Heimatstadt zurück und erhält dort recht flott das Angebot an ihrer alten Tanzschule den Nachwuchs zu trainieren. Zuerst ist sie darüber nicht begeistert und erst als sie erfährt, dass die Gruppe an einem Tanzwettbewerb teilnehmen möchte, der ihr erneut die Chance bietet, ihren Broadway-Traum zu verwirklichen, sagt sie zu. Ausgangslage des Filmes ist somit eine höchst unsympathische Protagonistin, die lediglich an sich selbst denkt und der die Kinder der Tanzschule nicht wirklich am Herzen liegen. Natürlich folgt darauf die klischeebehaftete Charakterentwicklung, die wir aus der Mehrheit dieser Filme kennen. Hauptfigur stellt fest, dass sie als Lehrerin doch eine Menge Spaß hat, die Kinder und die Einwohner ihrer Heimatstadt wachsen ihr ans Herz und den Rest könnt ihr euch denken. Hier bietet der Film nicht viele Überraschungsmomente, die Stärken der Produktion sind andere. Einerseits sind es die Jungschauspieler, die einen fabelhaften Job machen und sich flott in mein Herz geschlichen haben - auch weil es den Produzenten gelungen ist eine diverse Gruppe zu versammeln, sodass vor allem die jüngeren Zuschauer*innen allerhand Identifikationspotenzial geboten bekommen über Aussehen, Ethnie und Geschlecht sorgt man hier für viel reichlich Repräsentation. Andererseits können auch die Tänze überzeugen, die genau das ausdrücken, was die Botschaften des Filmes ist: Wie aus der Gruppe letzten Endes eine Familie wird. Tanzfilme versuchen oft sich zu überbieten, was die Tanzeinlagen betrifft. Je größer, pompöser und ausgefallener, desto besser. Nicht so bei "Feel The Beat", es ist ein simpler Auftritt mit leichten Schritten, die aber doch eindrucksvoll präsentiert und optisch ansprechend umgesetzt sind. Das Schöne: Die Performanz des Lehrer-Schüler-Tanzes ist realistisch und ich könnte sie mir so tatsächlich bei kleineren Tanzgruppen vorstellen. Das zeigt aber auch, dass es nicht immer ausgefallen sein muss, damit eine solche Choreografien berührt. Ziemlich gefeiert habe ich aber einen Moment des Filmes, der mit klassischen Geschlechtsstereotypen bricht - dieser sorgt dafür, dass "Feel The Beat" trotz vorhersehbarer Storyline, einiger Klischees und einer Romanze, die nach Schema F verläuft, überzeugen kann. Mein Fazit: Schaut ihn euch einfach wegen der Kinder an, auch wenn Sophia Carsons Tanztalent unbestreitbar ist.





Urheberrecht: Majestic Filmverleih GmbH




Colonia Dignidad (Netflix / Amazon Prime)

Eher negatives als positives hatte ich über "Colonia Dignidad" gehört und zunächst war ich auch etwas abgeschreckt, als im Vorspann stand das Prosieben hier mitfinanziert hat. Die Sendergruppe hatte vor allem in den 2000er einige gute Filme, aber die letzte Prosieben-Produktion die ich gesehen habe, hat mich doch verstört und verärgert zurückgelassen - keine Ahnung was das sollte. Der Film war so schlecht, dass ich den Namen schon wieder vergessen habe. "Colonia Dignidad" ist jedoch eine Koproduktion und wartet mit Daniel Brühl und Emma Watson auf, deren Chemie als Paar stimmt - die sich in titelgebende Sekte einschleusen. Bei Colonia Dignidad handelt es sich um eine von Deutschen gegründete Sekte, die während der Pinochet-Diktatur ungestört ihren brutalen Machenschaften nachgehen konnte. Nach außen hin wurde das Bild einer friedlichen und glücklichen Gemeinschaft vermittelt, die inneren Verhältnisse waren andere - dort regierten Terror und Angst. Obwohl Colonia Dignidad einen Teil deutscher Geschichte darstellt, habe ich erst vor einigen Jahren von der Sekte gehört, als ich beim Zappen im TV auf eine Dokumentation gestoßen bin - mein Wissen über die internen Vorgänge ist bis heute nur sehr vage, was ich nach der Sichtung des Filmes unbedingt ändern möchte. Auch hier muss noch eine Menge Aufklärung über die Gräueltaten des Sektenführers und dessen Vertraute betrieben werden, denn die Gruppe konnte trotz des Wissens um die internen Zustände noch sehr lange ungestört agieren, natürlich dank der Unterstützung der Regierung. "Colonia Dignidad" hat sicherlich seine Schwächen, vor allem gegen Ende hin, da mir die Flucht der beiden Hauptfiguren etwas zu einfach von statten geht, insbesondere mit dem Wissen, dass nur einer handvoll Menschen die Flucht aus der Sekte gelang. Aber blickt man darüber hinweg erhält man einen spannenden Film, dessen Stärke tatsächlich darin liegt, dass er viele Gräueltaten nur andeutet, nicht zeigt. Dass ist nicht notwendig, da man als Zuschauer*in weiß, was die Figuren als nächstes erwartet. Ich für meinen Teil muss Missbrauch nicht sehen, damit es mir flau im Magen wird. "Colonia Dignidad" ist einer der Film, die sogar gerne etwas länger sein können, um das Innenleben der Sekte noch tiefer zu beleuchten, trotzdem wird das System der Unterdrückung, die Art wie der Gehorsam der Mitglieder und die Denkweise der Männer, die hier ganz klar ihre Machtposition über die Frauen genießen, deutlich und bestürzend dargelegt. Obendrauf gibt es noch gelungene schauspielerische Leistungen von Emma Watson und Daniel Brühl und ein Ende, dass noch einmal auf Nervenkitzel setzt.





We've always lived in the Castle (Amazon Prime)

Ich weiß gar nicht, was ich zu diesem Film überhaupt schreiben soll, weil er mir abseits des Schauspiels der Beteiligten überhaupt nicht gefallen hat. Mit dem Buch von Shirley Jackson hat die Verfilmung wohl auch nicht viel zu tun - zumindest so der Tenor im Internet. Ich persönlich habe keine Ahnung, was der Film vermitteln möchte, welche Botschaft im Zentrum steht. Mir fehlten der klassische Spannungsaufbau, die charakterliche Entwicklungen - in der Tat fühlt sich jede Figur wie ein laufender Stereotyp an, unfähig für Wandel und gerade deshalb nervig - und das hinarbeiten auf einen Höhenpunkt. Natürlich gab es den irgendwie, aber ich weiß nicht, was der Film letzten Endes vermitteln möchte. Was die Storyline sein soll? Das mag für manch einen das Besondere von "We've always lived in the Castle" sein, der Grund wieso einem der Film gefällt, weil er eben nicht der Norm entspricht, aber ich bin an dieser Stelle ehrlich: Ich kann mit solchen Filmen nichts anfangen, zumal ich die Auflösung wer nun von den beiden Mädchen die Eltern umgebracht hat, so habe kommen sehen bzw. alle Figuren im Film so unsympathisch sind, dass es unmöglich ist überhaupt mit den Figuren zu fühlen. Dazu der Dialog, der in meinen Augen unterirdisch und oberflächlich ist. Vielleicht hätte der Film funktioniert, wenn ich mehr über die Hauptfiguren, ihre Eltern und die Beziehung zu den Menschen im Ort erfahren hätte sowie die Produzenten tiefer in ihre Psyche und das emotionale Trauma eingetaucht wären. So war das alles ohne Substanz, ohne Hintergrundwissen, weshalb mir der Ausgang der Produktion irgendwann komplett egal war. Ich war froh als der Film vorbei war. Erwartet hatte ich übrigens etwas ganz anderes, einen Mysteryfilm im Gothic Look, was zumindest optisch gut umgesetzt wird, gepaart mit dem klassischen "Wer-hats-getan"-Rätsel voller Wendungen - Nicht so bei "We've always lived in the Castle", der nur vor sich hinplätschert und wo man besagte Wendungen vergeblich sucht.




Serien:



Westworld (S3 // Staffelpass // 8 Episoden):

Auf die dritte Staffel von "Westworld" habe ich lange hin gefiebert und nachdem das mit dem Sky Ticket Angebot technisch mal wieder nicht funktionierte, habe ich mir die Staffel dann im O-Ton als Staffelpass gegönnt. Die ersten beiden Staffeln sind in meinen Augen fantastisch, auch wenn Staffel 1 der ungeschlagene Favorit ist, trotzdem konnte mich die zweite Staffel noch überzeugen. Mit Staffel 3 ändert sich dies nun - leider. Wir verlassen in den aktuellen Folgen den Themenpark Westworld und genau das ist mein Problem. Es ist der Themenpark und die Storylines die dort angesiedelt sind, die für mich "Westworld" so besonders machen, der Serie sozusagen das gewisse Etwas verleihen. Natürlich ist "Westworld" immer noch eine solide Sci-Fi-Serie mit herausragender Optik und Inszenierung von Schlüsselmomenten sowie schauspielerischer Extraklasse, keine Frage, aber für mich wurden nun erste Ermüdungserscheinungen sichtbar. Ich habe mehrere Probleme mit der Staffel, angefangen dabei, dass manche Charakterintention viel zu sehr in die Länge gezogen wird. Ist Dolores nun die Heldin oder Antagonistin der Staffel? Am Ende hat man hier für so viel Verwirrung gesorgt, dass mir die Antwort irgendwann egal war. Welche Rolle hat Caleb? Nicht nur, dass hier der große Twist vorhersehbar ist, auch hier kommt die Antwort viel zu spät. Dazu gibt es zu viele Figuren für die die Produzenten scheinbar keine Verwendung mehr haben, wie Bernard, gespielt vom begnadeten Jeffrey Wright, der in dieser Staffel handlungstechnisch komplett irrelevant ist, oder aber auch Ed Harris als "The Man in Black", der ebenfalls nicht wirklich was zum Verlauf der Geschichte beiträgt und nein, auch die Post Credit Szene macht mir da nicht viel Hoffnung. Zumindest Thessa Thompson durfte in Staffel 3 glänzen und hat schauspielerisch gezeigt was sie kann, Thandie Newton bleibt hingegen für mich die beste Figur der Serie, weshalb auch Folge 2 eine meiner liebsten ist. In Staffel 3 fehlen für mich die großen Wendungen, die "Westworld" auszeichnen und die Erzählweise, die vor allem die erste Staffel so gelungen macht. Bei genauer Analyse so mancher Actionszene werden zudem die ersten Logiklöcher sichtbar. Ich hoffe somit auf eine inhaltliche Wendung in Staffel 4, die von HBO kürzlich bestellt wurde.





Dynasty (S3 // Netflix // 20 Folgen):

Auf die dritte Staffel "Dynasty" mussten wir lange warten, auf Staffel 4 aufgrund von Corona werden wir sogar noch länger warten müssen, denn diese startet bei The CW erst zur Mid-Season und keiner weiß so genau, was das konkret heißt. Wir müssen an dieser Stelle nicht über das Niveau der Serie diskutieren, ich kann vollkommen verstehen, wenn man mit dem Denver-Clan-Reboot nichts anfangen kann, aber für mich kam die neue Staffel zum perfekten Zeitpunkt. Da es bei mir privat gerade stressig war bzw. immer noch ist, kam mir die seichte Unterhaltung gelegen. "Dynasty" ist überzeichnet, voller Melodrama und schüttelt immer dann, wenn man denkt, es kann nicht noch verrückter kommen, eine weitere Wendung aus dem Ärmel. Das Tempo ist flott, der Unterhaltungswert hoch - selbst wenn so manche fremdschäm Szene enthalten ist. Es wird gelogen, betrogen und munter intrigiert was das Zeug hält. Fallon stellt für mich weiterhin die Stärke der Serie dar, auch weil Elizabeth Gilles den Charakter und ihre anhaltenden Lernprozesse so herrlich spielt, dazu einen One-Liner nach dem Nächsten raushaut. Rafael De la Fuente als Sam muss man einfach liebhaben und Maddison Brown aka Kirby hat sich auch in mein Herz geschlichen. Meine Probleme hatte ich dafür mit der neuen Cristal - Cristal No. 3 - und mit jeder neuen Darstellerin scheint auch die schauspielerische Leistung etwas abzunehmen. Es ist ja ein kleiner Running Gag im Fandom ob es nächste Staffel wieder eine neue Cristal geben wird, aber Nummer 3 bleibt uns erhalten. Ansonsten kenne ich generell keine US-Serie, die so viele Recastings durchgeführt hat wie "Dynasty". Auch diese CW-Serie endet aufgrund von Corona frühzeitig - 2 Folgen fehlten noch - aber da es eh in fast jeder Folge Cliffhanger gibt, fällt das hier nicht auf.





Urheberrecht: Netflix Deutschland



Hollywood (Mini-Serie // Netflix // 7 Folgen):

Die Mehrheit der Serien von Ryan Murphy zählt zu meinen absoluten Lieblingen, sein Stil dabei immer unverkennbar. Man kann über ihn sagen was man möchte, aber er wagt etwas, vor allem bei "American Horror Story", sodass es mit seinen Produktionen nie langweilig wird. Dementsprechend gespannt war ich auf "Hollywood", welches uns in die Glanzzeit des Filmgeschäftes kurz nach dem zweiten Weltkrieg entführt und mehrere junge Menschen in den Mittelpunkt rückt, die versuchen Karriere zu machen. "Hollywood" ist dabei nicht nur eine Hommage an die Traumfabrik, sondern greift mit seinem Fokus auf Rassismus und sexuelle Belästigung aktuelle soziale Probleme auf. All das wird in eine Wohlfühl-Serie gepackt, deren Ende übertrieben kitschig daherkommt, was angesichts des Themas jedoch wunderbar passt. Es ist gerade die fiktive Oscar-Verleihung, die einen Kontrast zur Realität bildet und uns so vor Augen führt, wie lange es tatsächlich dauert bis eine afro-amerikanische oder asiatisch-amerikanische sowie homosexuelle Autoren oder Schauspieler die Trophäe mit nach Hause nehmen dürfen und wie viel früher dies alles schon hätte passieren können. Das Talent war immer da, auch wenn im Falle von "Hollywood" so manche Figur fiktiver Natur ist, sind sie doch an all diejenigen Darsteller*innen angelehnt, die zu dieser Zeit im Showgeschäft tätig waren. Andere wiederum basieren auf echten Persönlichkeiten und auch das Studio Ace hat auffallende Ähnlichkeiten zu einem realen Studio - achtet also auf alle die Easter Eggs. Mir hat es gut gefallen, dass all diese Themen in eine leichte Serie verpackt wurden, bei der mich vor allem die Charakterentwicklungen begeistert haben. Wie toll ist bitte Patti LuPone als Ace, die etwas wagt und damit Erfolg hat? Oder Ellen Kincaid und Richard, die von Anfang an das Drehbuch, welches ihnen präsentiert wird, glauben und hartnäckig an der Umsetzung festhalten? Schauspielerisch dürften sich hier mehrere Darsteller über Emmy-Nominierungen freuen. So kann Jim Parsons als manipulativer, übergriffiger Agent Henry Wilson (Schlagwort: Besetzungscouch) eine andere Seite zeigen, während Laura Herrier und Jeremy Pope für mich die Neuentdeckungen der Produktion sind. Alles in allem kann natürlich kritisiert werden das "Hollywood" zu weichgespült ist und mit einer zu rosaroten Brille voranschreitet, aber ich fand das stilistisch und erzählerisch hier angebracht, denn es spiegelt das Hollywood der damaligen Zeit wider.  






Urheberrecht: BBC



Clique (S1 // Amazon Prime // 6 Folgen):

Ohne große Ankündigung hat Amazon Prime die britische Mystery/Thriller-Serie "Clique" ins Abo aufgenommen. Ich muss gestehen, dass ich die Serie innerhalb weniger Tage angeschaut habe, auch weil sie nur wenige Folge a 40 Minuten umfasst. Sie ist somit perfekte Binge-Kost, auch weil jede Episode Lust auf mehr macht. Holly und Georgia sind seit Kindertagen befreundet, doch als sie gemeinsam ihr Studium an der Universität in Edinburgh beginnen und Georgia einen Praktikumsplatz der heißumkämpften "Solastas Women's Initiative" ergattert, droht ihre Freundschaft zu zerbrechen. Die Initiative hat sich das Ziel gesetzt Frauen den Weg in Führungspositionen zu ebenen, unabhängig ihrer Herkunft und finanziellen Mittel. Doch als eine Praktikantin Selbstmord begeht, hat Holly das Gefühl, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, weshalb sie verzweifelt versucht Georgia zu helfen. Mit "Clique" beweist Europa, dass wir mit amerikanischen Serien locker mithalten können. Die Serie fesselt von Anfang an, vor allem weil man als Zuschauer*in zunächst keine Ahnung hat was vor sich geht. Klar ist: Nichts ist so wie es scheint und natürlich dauert es nicht lange, bis die ersten Toten auftauchen. Gemeinsam mit Holly taucht man ein in eine rauschende Welt aus Partys, Alkohol, Macht und scheinbarer Perfektion und gemeinsam mit Holly entlarvt man diese Perfektion als das was sie ist - eine Welt, voller Druck, Lügen und Missbrauch. "Clique" wird dabei überwiegend aus einer weiblichen Perspektive erzählt und greift soziale Missstände auf, die Frauen rund um den Globus aktuell bewegen. Am Ende nimmt die Serie dann noch einmal eine überraschende Wendung, die zwar über den gesamten Verlauf stetig angeteasert wird, rückblickend sind die Hinweise mehr als auffällig, die ich trotzdem nicht habe kommen sehen. Ich bin gespannt auf Staffel 2, denn "Clique" überzeugt mit komplexen weiblichen Figuren, die nicht immer Sympathieträgerinnen sind, sondern sich in einem Graubereich bewegen und genauso komplexen Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonistinnen.





Quantico (S3 // Joyn // zwei Folgen pro Woche):

"Quantico" wollte ich schon länger beenden, um diese endliche von meiner Watchlist nehmen zu können. Unbestritten ist, dass die Serie nach Staffel 1 ihre Richtung verloren und dabei qualitativ Federn gelassen hat. Den Produzenten ist es nicht gelungen an das Niveau des Auftakts anzuschließen, an die Zeit, als die Serie zu den erfolgreichsten US-Neustarts zählte, einen Hype verbuchen konnte und dementsprechend hohe Einschaltquoten verzeichnet - übrigens zunächst auch in Deutschland. Sicherlich hatte "Quantico" mit der allzu perfekten Alex Parrish, die immer etwas Mary Sue haft wirkte, schon zu Beginn seine Schwächen, aber über die konnte die wendungsreiche Storyline hinwegtäuschen sowie die Verbindung der beiden Zeitebenen. Es war interessant mitanzusehen, wie die Protagonisten etwas in Quantico erlernt haben und wir die Anwendung dieser Fähigkeiten dann sogleich durch den Wechsel der Zeitebene zu Gesicht bekommen haben. Dazu konnte die Serie einen tollen Cast vorweisen. Staffel 2 folgte dann zwar dem Prinzip des Vorgängers, konstruierte jedoch eine viel zu verwirrende Storyline als das damit noch jeder Zuschauer gehalten werden konnte. Der größte Fehler war es jedoch Fanfavoriten aus der Handlung zu schreiben und damit meine ich Caleb. Beides hat dazu beigetragen, dass die Serie Woche für Woche Zuschauer verlor. Für Staffel 3 setzten die Produzenten also auf einen Reboot. Sie veränderten die Struktur von einem übergreifenden Fall hin zum Fall-der-Woche-Prinzip. Ein Konzept, das nicht aufgeht, da vor allem die ersten Folgen langweilig sind. Was wir sehen ist nicht neu oder innovativ, sondern ausgelutscht und mit Shelby und Ryan als verheiratetes Paar setzt man dem ganzen noch die Krönung auf. Leider hatten beide Darsteller null Chemie miteinander. Erst gegen Ende wird "Quantico" qualitativ besser, aber auch nur deshalb, weil man das Prinzip des Falls-der-Woche aufgibt und mit dem Handlungsstrang rund um Devlin, der Rache am Team nehmen möchte wieder einen übergreifenden roten Faden in die Serie bekommt. Da war es aber schon zu spät, die Absetzung der Serie längst beschlossene Sache. Das merkt man dem Serienfinale auch an, welches vor der Ankündigung abgedreht wurde. Ja es kann als Serienfinale fungieren, weil der Haupthandlungsstrang beendet ist - es lässt das Schicksal der Figuren jedoch offen. Zumindest wurde darüber in einem Interview aufgeklärt. [Vorsicht Spoiler] So hätte Ryan die durchlaufende Tortur nicht überlebt, Alex und Mike kümmern sich gemeinsam um Isabella, gehen aber weiterhin ihrer Tätigkeit beim FBI nach. Owen und Jocelyn hätten endlich zueinander gefunden und Shelby hätte Karriere beim FBI gemacht, sich irgendwann wieder verliebt - in meiner Vorstellung kommt sie einfach in der Zukunft mit Caleb zusammen. [Spoiler Ende].






High School Musical: The Series (Disney+ // 10 Folgen)

Anfang Juni haben mir nur noch 1-2 Folgen von der Serie zu "High School Musical" gefehlt, die ich dann direkt hintereinander geschaut habe, immerhin haben die einzelnen Folgen nur eine Laufzeit von 20 - 30 Minuten. Gesanglich hat mir die Serie wesentlich besser als die Filme gefallen, da die Schauspieler unfassbar talentiert und die Songs gelungen sind. Was die Handlung selbst anbelangt habe ich die Serie als ziemlich trivial empfunden. Das liegt sicherlich auch am familienfreundlichen Image das Disney+ verkaufen möchte, aber für mich hindert gerade dieses Image gutes Storytelling. Versteht mich nicht falsch, Serien müssen nicht immer brutal oder voller Sex sein, um hochwertig oder spannend zu sein, darauf will ich nicht hinaus. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass die Familienfreundlichkeit bei Disney dazu führt, dass die Probleme, mit denen die Figuren zu kämpfen haben, nicht in die Tiefe bearbeitet werden bzw. auch die möglichen Handlungsstränge selbst eingeschränkt sind. Will man tatsächlich im PG-12 Bereich bleiben fallen einige Dinge weg, die nicht angerissen werden können. Bei "High School Musical" führt das dazu, dass man eine sehr weichgespülte Musik-Coming-of-Age Serie erhält, die nicht wirklich viel Neues oder Spektakuläres bietet und bei der man genau weiß wie sie endet und wo viele Probleme flott und einfach gelöst werden können. Die Filme hatten dann doch eine etwas interessantere Handlung, jedoch war ich hier halt auch etwas jünger, als ich sie gesehen habe. Die Serie ist ganz klar eher für jüngere geeignete, so wie die Mehrheit der Inhalte, die auf Disney+ bislang angeboten werden.


Ansonsten habe ich noch die ersten neun Folgen der 15. Staffel von "Grey's Anatomy" gesehen - wöchentlich gab es eine neue Folge bei Prosieben, nun geht die Serie erstmal in eine Pause. Ich hatte im Vorfeld mehrfach gelesen, dass die Serie an Qualität verloren hat und sich so langsam Tod läuft. Etwas, das ich so unterschreiben würde. Staffel 15 bietet bisher nicht unbedingt viel Neues, wartet eher mit vereinzelt emotionalen Momenten auf, ist bisher aber doch recht unspektakulär. Wobei es nach 15. Staffel eben auch schwer ist noch viel Innovation einzubauen. Da ich mittlerweile auch schon weiß, dass wir in dieser Staffel dann auch Alex Karev verlieren und der Figurenausstieg nicht wirklich Sinn macht, stimmt mich das für die kommenden Episoden nicht gerade optimistisch. Verlängert wurde das Krankenhaus Drama aber trotzdem längst um eine 16. Staffel und wenn es nach ABC geht dürfen darauf noch viele weitere Staffeln folgen. Für mich langsam mehr als unverständlich, denn mit jeder weiteren Staffel werden sich die Verschleißerscheinungen fortsetzen. Hier fehlt beim Network wohl der Mut für neue Stoffe, wobei ABC eben auch nicht gerade zimperlich mit Absetzungen ist, da werden viele Serien nach nur einer Staffel beendet, die enormes Potenzial haben. Was dabei verkannt wird ist, dass Serien sich entwickeln müssen und mehrheitlich erst langsam ein Fandom aufbauen. Hypes um Serien entbrennen oftmals erst, wenn diese schon mehrere Staffeln umfassen, weil gerade dass dann die Neugierde anderer weckt. Hat eine Serie viele Staffeln, dann fragt man sich unweigerlich, was an ihr so gut ist, was die Zuschauer fesselt und oftmals ist erst das ein ausschlaggebender Grund mit einer Produktion anzufangen. Durch die frühen Absetzungen haben viele Serien aber gar nicht mehr die Chance ihre Zuschauerschaft zu steigern und ihr Potenzial zu entfalten, was schade ist. Statt auf Neues zu setzen, wird dann an altem, wie Grey's festgehalten, egal ob das inhaltlich noch Sinn macht oder nicht.





Monatsrückblick: Gebloggt im Juni:










Seid ihr gerade auch in der Klausurenphase oder habt Stress auf der Arbeit?
Welche Filme/Serien habt ihr gesehen?
Oder konnte ich euch auf Filme/Serien neugierig machen?




Kommentare :

  1. Mein Juni war auch recht stressig, da ich beruflich vieles zu erledigen hatte und mir da noch einiges an Arbeit bevorsteht, was mich nicht zur Ruhe kommen lässt. Die Filme und Serien klingen ansprechend, auch wenn ich eigentlich nicht so der Serien-/Filmetyp bin.

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar.
      Ohje das hört sich aber nicht so gut an, dann drücke ich mal die Daumen, dass es nun über die Sommerzeit etwas ruhiger wird und du dann vor allem auch Urlaub hast und etwas ausspannen kannst.

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  2. Oh das hast du aber viel geschaut im Juni :)

    Hollywood gefiel mir mit etwas Anlauf auch sehr gut. Bei Westworld S3 hatte ich einen wohl etwas besseren Eindruck - ich war ja ganz froh drum, dass diese Staffel etwas direkter war und ohne erzählerische Kniffe auskam, weil diese meiner Meinung nach in S2 etwas schief gelaufen sind. Und optisch und schuaspielerisch ist die Serie weiterhin einfach top!

    Bei den Filmen kenne ich Parasite und Colonia Dignidad - wobei das schon etwas her ist, dass ich den gesehen habe. Habe ich aber eigentlich als ganz gut in Erinnerung. Das Thema ist in den letzten ca. 10 Jahren auch immer mal wieder in den Nachrichten aufgepoppt und es wird mittlerweile auch von der Politik fokussiert, die Verbrechen aufzuklären. Der Wikipedia Artikel dazu ist ganz interessant.

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    1. Wobei es ist weniger als im Monat davor. Durch Corona ist bei mir der Serien- und Filmkonsum definitiv angestiegen :D. Jetzt im Juli habe ich aber tatsächlich wieder weniger gesehen, weil ich ja im Prüfungsstress war.

      Ja bei "Westworld" sind wir diesmal echt komplett anderer Meinung, wobei ich ja S2 noch sehr mochte. Für mich waren diese Kniffe immer das was die Serie so besonders gemacht hat - auch wenn ich natürlich auch nicht unbedingt alles gelungen in Staffel 2 fand. Aber sie hatte da für mich noch ihren eigenen Ton. Jetzt wirkt die Serie eher wie ne typische Sci-Fi Serie.

      Okay Danke, dann schaue ich mir wohl erstmal Wikipedia an. Wollte aber auch mal googlen, ob es da nicht irgendwo auch ne Doku dazu gibt. Ich weiß, dass da mal eine zu im TV lief.

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  3. Ich drücke dir die Daumen für deine Prüfung! Mit unknow user Teil 2 hast du mich jetzt neugierig gemacht, den ersten Teil fand ich schon richtig gut. Colonia Dignidad fand ich extrem fesselnd und gut gemacht und die beiden Schauspieler haben mich richtig überzeugt.

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar,
      das Daumen drücken hat definitiv geholfen. Habe ne 1,0 bekommen und bin immer noch total happy und stolz darauf :).

      Dann wirst du den zweiten Teil von "Unknown User" definitiv lieben. Das Grunprinzip bleibt ja gleich, es ist halt nur nichts Übernatürliches, was es halt noch erschreckender macht, weil es realistischer ist.

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  4. Ohh ja, Parasite habe ich auch geschaut. Schon im Januar im Kino und ich fand ihn mega. Hat mich eigentlich null interessiert, aber ich bin mit Freunden gegangen, die rein wollten und war begeistert. Richtig gut gemacht und wichtige Message dahinter.

    Das mit dem Friseurbesuch: I feel youu! War auch letztens und bin seitdem soo happy mit meiner Frisur. War auch dringend nötig nach dem Lockdown :D

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Krissi,
      ich finde das ist ja immer das schönste Filmerlebnis, wenn man so gar keine Erwartungen hatte und dann positiv überrascht ist und total berauscht aus dem Kino kommt. Ich hatte ihn ja wie gesagt nun zuhause nachgeholt, aber war ebenfalls überrascht. Hatte zwar viel gutes gehört, aber war gespannt, ob er mich denn auch überzeugt.

      Das freut mich zu hören <3. Ich bin nun auch wieder so happy, dass die Spitzen gesund sind. Das ging einfach gar nicht mehr, die waren halt schon sehr trocken.

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  5. Hi Nicole,
    vor Colonia Dignidad "stand" ich virtuell auch vor kurzem, habe aber dann doch die Serie "Altered Carbon" angefangen. Ist auch ganz cool, aber ein ganz anderes Genre...wollte auch immer noch Crazy Rich Asians gucken, einfach für ein wenig Unterhaltung.

    Irgendwie wüsste ich nicht, was ich jetzt im Kino gucken sollte und meine Lust hält sich zudem ziemlich in Grenzen, dort zu sein...aber ich bin gespannt, welche Filme so starten.

    Liebe Grüße!
    Vanessa

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Vanessa,
      kann dir den Film aber echt empfehlen, der ist auf jeden Fall schockierend, ohne nun alles im Detail zeigen zu müssen. Ist auch von der Atmosphäre super gemacht - Anspannung von Anfang bis Ende und ein schöner Showdown, wo man noch mal mitfiebert. Ahh "Crazy Rich Asians" ist so genial, den musst du unbedingt schauen. Eine meiner liebsten Romcoms der letzten Jahre. So unterhaltsam, wenn auch mit ein paar Klischees, aber richtig spannend da in eine andere Kultur einzutauchen und tolle Schauspieler.

      Aktuell laufen ja tatsächlich nur ältere Filme, also einige aus 2019 oder Filme, die vor dem Lockdown gelaufen sind. Problem ist halt, dass dadurch das die Kinos in den USA geschlossen sind, die großen Blockbuster erstmal nicht starten werden und alles immer wieter verschoben wird. Da gilt halt immer noch "Amerika als Erstes" - für die europäischen Kinos ist das natürlich der absolute Horror, weil es letzten Endes eben doch die Blockbuster sind, die die Leute ins Kino locken und das Geld bringen. Ich hoffe echt, dass die kleinen Kinos das überstehen und nicht schließen müssen. In den USA ist halt noch keine Entspannung in Sicht. Man plant mit Kinoöffnungen im August, aber ob das dann tatsächlich so kommt? Die europäischen Produktionen dürften das kaum auffangen können, zumal so was wie James Bond ja auch verschoben wurde.

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  6. Ich dachte erst "ach ja Unknown User" kenne ich. War nicht so besonders." und dann las ich deinen Text dazu .. ich habe einfach nicht mitbekommen, dass es einen "zweiten" Teil gibt. Ich glaube wenn der in Prime enthalten ist, werde ich ihn mir mal ansehen.

    Den zweiten Maleficent Film fand ich toll, aber ich mochte auch schon den ersten Teil sehr <3

    Im Uni Stress sollte ich sein .. bin es aber nicht .. denn ich verdränge mal wieder perfekt! Ich mache das so gut, dass ich Mittwoch eine Klausur schreibe für die ich bisher nicht gelernt habe .. ups

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Franzi,
      also wie gesagt: Ich finde Teil 2 wesentlich besser, auch weil er halt realistischer ist. Aber natürlich muss man bei der Wendung auch nen Auge zudrücken und sollte den Film nicht in alle Einzelteile zerlegen in Bezug auf Logik, aber dem Test würden die meisten Horrorfilme wohl nicht im Detail standhalten. Mir hat er gut gefallen, ich wurde gut unterhalten, aufgrund der kurzen Laufzeit bleibt er konstant spannend und die Darsteller sind gut gecastet. Ist sogar eine Figur dabei, die taub ist, was ich in Bezug auf Repräsentation auch super fand, genauso wie ein homosexuelles Paar.

      Ich hoffe deine Klausur ist gut gelaufen? Ist ja nun doch schon etwas her, dass du kommentiert hast :D.

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