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Sonntag, 7. März 2021

Monatsrückblick Februar: Erlebt, Gesehen, Gebloggt

 

Erlebt Gesehen Gebloggt, Monatsrückblick Blogger, Filmblogger, Serienjunkie, Monatsrückblick Serien
Oben Mitte: Bookhaul, konnte mich nicht zurückhalten und links unten: Hot-Dog-Auflauf


 

 

Monatsrückblick: Erlebt im Februar:

 

Aufgrund des anhaltenden Lockdowns fällt die Kategorie "Erlebt" wieder etwas kürzer aus, das wird sich auch in den kommenden Monaten nicht ändern. Ich möchte deshalb den Fokus auf meine Masterthesis legen, da diese aktuell oberste Priorität genießt und meinen Alltag prägt. Im Februar habe ich meinen ersten großen Meilenstein erreicht und den theoretischen sowie methodischen Part vorerst abgeschlossen. Der erste Entwurf steht und ich bin damit zufrieden. Sicherlich werde ich hier und da noch etwas ändern, vor allem dann, wenn ich die Anmerkungen meiner Korrekturleser*innen durchgehe, denn die wurden schon dahingehend instruiert, dass sie mir ihr ehrliches Feedback zu Abgrenzung der Begrifflichkeiten geben sollen. Da es sich bei politischen Narrativen um ein relativ junges Forschungsfeld handelt, existieren aktuell noch unterschiedliche Verwendungsweisen, zudem steht das Konzept in Beziehung zu anderen gängigen Begriffen wie Erzählung oder Geschichte. Mein Tipp an euch: Sucht euch für Bachelor- und Masterthesen mehrere Korrekturleser*innen und achtet darauf, dass auch eine Person dabei ist, die nicht euren Studiengang studiert, denn die Abschlussarbeit soll auch für Laien verständlich sein. Ich handhabe es immer so, dass ich bei Abschlussarbeiten 3-4 Personen meine Thesis gegenlesen lasse, darunter Kommilitonen, aber auch Freunde von mir die nicht oder einen anderen Studiengang studieren. Bei der Bachelorarbeit hat sich das ausgezahlt, weil jedem andere Dinge aufgefallen sind, auch in Bezug auf Rechtschreibung und Grammatik. Welche Vorschläge ihr dann integriert und was ihr ändert, liegt letztendlich natürlich bei euch selbst. Im kommenden Monatsrückblick werde ich euch dann ein bisschen was über die Analyse erzählen. 

 

 

Was war im Februar sonst noch los? Mit Freunden habe ich einen digitalen Spieleabend veranstaltet, wo wir Codenames gezockt haben (ich wusste gar nicht, dass auch dieses Spiel digital möglich ist), war im Rahmen meiner Hiwi-Tätigkeit Klausuraufsicht und habe mal wieder mit meiner besten Freundin bei einem Glas Tee geplaudert. Zudem stand der Geburtstag meines Dads an. Richtig feiern war natürlich nicht drinnen, sodass meine Mum, mein Dad und ich zu dritt Kuchen gegessen und abends dann essen bestellt haben. Ein Geburtstag in ganz kleiner Runde, aber ich versuche einfach das Positive zu sehen, auch wenn das nicht jeden Tag funktionieren möchte. Der Lockdown zerrt auch an meinen Nerven und es gibt Tage, da fällt mir die Decke auf den Kopf. Ich bin dankbar, dass es digitale Möglichkeiten gibt, um mit meinen Liebsten Kontakt zu halten und weiß, dass dies Luxus ist, trotzdem kann es face-to-face Kontakte nicht ersetzen. Das ist und bleibt etwas anderes, sodass ich mich schon danach sehne endlich mal wieder entspannt in einem Cafe zu sitzen, ins Kino zu gehen oder live und in Farbe einen Spieleabend mit Freunden zu veranstalten. An dieser Stelle möchte noch einmal betonen: Ich verstehe, wieso der Lockdown und die Maßnahmen notwendig sind. Es ist möglich ehrlich zu sein in Bezug auf Dinge, die man vermisst sowie die eigene Gefühlslage und trotzdem die Maßnahmen zu unterstützen. Das eine schließt das andere nicht aus. Mir hilft es, wenn ich über diese Gefühle mit anderen rede, immerhin machen wir alle gerade das Gleiche durch. Und um die Erlebt Kategorie noch mit einer positiven Nachricht enden zu lassen: Meine Großeltern habe ihre erste Impfung erhalten. Das macht mich aktuell so happy, aber vor allem auch erleichtert, da ich mir zuvor natürlich viele Sorgen in Bezug auf ihre Gesundheit gemacht habe. Wie sagt man so schön, es fühlt sich an als würde eine Last von meinen Schultern genommen haben, das trifft zu 100% zu.


 

 

 Monatsrückblick: Gesehen im Februar:



Filme:

 



Urheberrecht: Netflix


I Care a lot (Netflix, Thriller)

 

Habe ich auf meinem Blog schon von meiner Liebe für Rosamund Pike geschwärmt? Seit Gone Girl bin ich ein großer Fan der Darstellerin und in Netflix neuster Eigenproduktion "I Care a lot" darf sie dann auch das spielen, was sie am besten kann: Eine eiskalte, abgebrühte Betrügerin mit Köpfchen. Die Masche von Marla ist leicht erklärt: Sie springt als Vormund alter Menschen ein, die Hilfe benötigt und bereichert sich dann an deren Ersparnissen. Ein ausgeklügeltes und vor allem legales Vorgehen, bei dem sie Unterstützung von Heimleitern und Ärzten erhält und vor dem Gericht die sorgenvolle Pflegerin mimt, die es nur gut mit den Schutzbedürftigen meint. Doch als sie sich mit der falschen älteren Dame anlegt, gerät sie in das Visier von Kriminellen und ein unterhaltsames Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Bis zum Ende ist "I Care a lot" ein flotter Thriller, der gerade durch seine unsympathischen Charaktere überzeugt, was von Pike brillant inszeniert wird. Im Verlauf gibt es mehr als eine Wendung, da verzeihe ich es auch, wenn Marla gerade gegen Ende sich doch zu leicht aus lebensgefährlichen Momenten befreit. Eigentlich könnte "I Care a lot" für mich somit ein vollkommener Erfolg sein, zumal ich Storys dieser Art gerne sehe, aber das Ende versaut es dann. Sicherlich ist es schockierend, aber es bedient leider ein bekanntes, negatives Trope und zerstört auch jegliches Potenzial, denn: Für mich hätte "I Care a lot" Stoff für eine Fortsetzung hergegeben, die so leider komplett begraben wurde. Das ist schade. Am Ende ist der Film nach wie vor über weite Strecken unterhaltsam, aber das Ende hinterlässt zumindest bei mir einen faden Beigeschmack. 





To All the Boys: Always and Forever (Netflix, Liebesfilm)

 

Passend zum Valentinstag habe ich mir den finalen Teil der charmanten Jugendbuch-Reihe rund um Lara Jean und Peter Kavinski gegönnt und bin glücklich darüber, wie ihre Geschichte beendet wurde. Wobei eine Serie über ihre Zeit im College, da hätte ich ziemlich Lust drauf, denn mir gefällt der Feel-Good-Vibe der Reihe, welcher vor allem im letzten Teil vieles richtig macht und einige wichtige Botschaften für das jüngere Publikum inkludiert. Für Lara Jean und Peter bricht ihr letztes Jahr an der High School an und beide müssen sich entscheiden, wie es danach für sie weitergeht. Was und an welcher Uni möchten sie studieren? Gemeinsam schmieden sie den Plan nach Harvard zu gehen. Aber Lara Jean plagen Zweifel, ob das die richtige Entscheidung ist. Hierbei finde ich es gut, dass der Film verdeutlicht, dass jeder diese richtungsweisende Entscheidung selbst treffen und diese niemals vom Partner diktiert werden sollte. In einer Partnerschaft zählt nicht nur der Traum einer Person, sondern die Träume beider Beteiligten. Auch sonst wird wunderbar aufgezeigt, dass durch Kommunikation viele Probleme gelöst werden können. Erzählerisch und optisch liefert das Finale das ab, was man auch aus den Vorgänger-Filmen kennt: Eine gelungene Cinematography, ein toller Soundtrack, viele Wohlfühl-Momente, gute schauspielerische Leistungen und etwas Drama zwischen Lara Jean und Peter. Am Ende möchte die Reihe unterhalten und sich nicht in irgendwelche sensiblen Themen verlieren. Ich finde das nicht schlimm, denn solche Wohlfühl-Filme sind wichtig und an vielen Tagen, wenn es einem selbst nicht gut geht, Gold wert. Das Ende ist natürlich vorhersehbar, aber alles andere hätte ich auch nicht als zufriedenstellend empfunden. Vorerst endet die Reise mit Lara Jean und Peter und ich bin gespannt, in welchen Projekten es die Darsteller*innen als nächstes zu sehen gibt. Lana Condor wird Netflix übrigens treu bleiben und dort in einer neuen Serie zu sehen sein.




Eighth Grade (Netflix, Comige-of-Age)

 

Wer einen Jugendfilm mit etwas mehr Realismus sehen möchte, dem empfehle ich "Eighth Grade", ein Film, der schon vor einiger Zeit in den USA gefeiert wurde und auf den wir wieder etwas länger warten mussten. Warum eigentlich? Der Plot ist schnell zusammengefasst: Die 13-jährige Kayla Day startet in ihre letzte Woche an der Middle School und freut sich darauf im nächsten Jahr endlich zur High School zu gehen. Während es ihr im echten Leben schwer fällt Freunde zu finden und sie von Selbstzweifeln geplagt wird, gibt sie im Internet auf ihrem YouTube Account Tipps für mehr Selbstbewusstsein und postet auch sonst fleißig auf Instagram, immer unter der Anwendung von Filtern. "Eighth Grade" liefert mehr als einen cringe-Moment, was bei diesem Film aber positiv zu bewerten ist, denn so gelingt es perfekt einzufangen, wie 13-jährige sich verhalten und fühlen. Mehr als einmal, habe ich mich in diese Zeit zurückversetzt gefühlt, da ich doch so manche Parallele zu Kayla entdecken konnte, vor allem in der Art und Weise wie sie sich im Internet inszeniert und die Unsicherheiten, die sie sowohl in Bezug auf ihr eigenes Aussehen und ihren Charakter quälen. Elsie Fisher passt perfekt in die Rolle, auch weil sie zum Zeitpunkt des Filmes selbst erst 14 oder 15 Jahre alt ist und den Plot glaubhaft tragen kann. Der Film ist ein authentischer Blick auf den Alltag, die Gedanken und Sorgen von Jugendlichen, der in manchen Momenten peinlich, in anderen lustig und berührend, aber auch unangenehm ausfällt, denn Bo Burnahm greift auch sensible Themen auf und integriert diese gelungen in den Film. "Eighth Grade" ist sowohl für Jugendliche, aber auch Erwachsene geeignet und ich muss gestehen, ich hätte mir einen solchen Film mit 13 auch gewünscht.





Urheberrecht: LEONINE Studios



Guns Akimbo (Amazon Prime, Actionkomödie)

 

Ende des Monats kommt die Actionkomödie von Jason Lei Howden bei Amazon Prime ins Abo, ich hatte ihn schon via einem Prime Deal gesehen und mir ein eigenes Bild vom umstrittenen Film gemacht. Im Internet wird nämlich rege diskutiert, ob er Gewalt verherrlicht oder nicht. Ich denke, das muss jeder für sich selbst beantworten. Ab 16 gibt es den Film nur geschnitten zu sehen, ab 18 Jahren dann auch ungeschnitten. Welche Version ich gesehen habe? Keine Ahnung, da habe ich bei Prime keine Angabe entdeckt. Fakt ist: Der Film ist brutal, da muss ich allen Rezensenten recht geben, jedoch hatte ich trotzdem Spaß beim Anschauen. Im Mittelpunkt steht ein Untergrundspiel namens Skizm bei dem Menschen gegeneinander antreten und bis zum Tod kämpfen. Der semi-erfolgreiche Programmierer Miles lehnt ihm echten Leben zwar jede Form von Gewalt ab, doch auch er verbringt seinen Feierabend mit SKIZM und trollt dort gerne andere User. Das rächt sich jedoch, als die Organisatoren hinter der Plattform bei ihm eindringen und er am nächsten Morgen mit fest montierten Waffen an den Händen aufwacht. Aber nicht nur dass: Die aktuell erfolgreichste Killerin der Plattform wird auf ihn angesetzt. Inszeniert wird das ganze ziemlich abgedreht, verrückt und voller Videospiel-Elemente gemischt mit Humor. Auch wenn mir der Film gefallen hat, was an den genialen Darbietungen von Daniel Radcliffe, der längst das Potter-Image hinter sich gelassen und stets mit ungewöhnlichen Rollen punktet, und Samara Weaving, für mich eine der Breakout-Stars des vergangenen Jahres, geschuldet ist, kann ich nicht bestreiten das durch die optische Inszenierung, das flotte Tempo und die dazugehörige Popmusik die brutalen Momente abgeschwächt werden. Am Ende ist es eben eine Frage des Geschmacks, ob man auf Filme in diesem Stil, wie "300" oder aber auch "Crank" steht, oder eben nicht. Mein Fazit lautet wie folgt: Unterhaltsame Action-Komödie mit fantastischen Hauptdarstellern, die zwar das Genre nicht revolutioniert, aber trotzdem Lust auf Mehr macht. Passt dementsprechend, dass das Ende offengehalten ist und einen Franchise-Start erlauben würde.




Kurzmeinungen:


  • The Map of tiny perfect things (Amazon Prime, Coming-of-Age): Das Konzept von zwei Teenagern, die sich in einer Zeitschleife befinden und verlieben, geht bei mir immer auf, so auch hier. "The Map of tiny perfect things" setzt zwar auf Altbekanntes, setzt dies aber solide um und auch wenn der Twist am Ende vorhersehbar war, hat mir der Jugendfilm aufgrund der sympathischen Charaktere und ihrer glaubhaften Chemie gefallen. 
  • I Still Believe (Amazon Prime, Liebesdrama): Basiert auf der wahren Geschichte des christlichen Sängers Jeremy Camp, der während seines Studiums Melissa kennen und lieben lernt. Als bei ihr jedoch Krebs diagnostiziert wird, versuchen sie gemeinsam gegen die Krankheit anzukämpfen. Ein Kampf, den Melissa jedoch verliert. Ich habe bei "I Still Believe" definitiv einige Tränen gelassen, denn solche Filme gehen mir immer sehr nah. Schauspielerisch hat mich KJ Apa beeindruckt, der hier einen super Job macht. Einzig das christliche Element war mir dann doch etwas zu viel, aber das ist Geschmackssache. 
  • Shazam! (Netflix, Comicverfilmung): Ein weiterer Superhelden-Film aus dem Hause DC, bei dem es sich um seichte Unterhaltung handelt. Durch das Wort "Shazam" verwandelt sich ein Junge in einen erwachsenen Superhelden, was definitiv für einige lustige Momente sorgt. Dabei hat mich Jungschauspieler Asher Angel in Bezug auf seine Performance jedoch mehr überzeugt als Zachari Levi, dem ich die Rolle nicht abgekauft habe. Trotzdem: Ein solider Film, dessen erste Hälfte stärker ist, als die zweite und wo noch Luft nach oben ist. 
  • Unhinged (Amazon Prime, Action/Thriller): Ein wütender Autofahrer, der Jagd auf eine Frau und ihren Sohn macht, das ist die Prämisse von "Unhinged" und genau das, nicht mehr, aber auch nicht weniger, liefert der Film auch. Erschreckend ist dabei sicherlich der Gedanke, dass so etwas jedem jederzeit passieren könnte. Trotzdem bleibt das Gefühl, dass beim Film mehr drinnen gewesen wäre. Für mich rangiert er eher in der Kategorie: Durchschnitt. Was ich aber anrechnen muss: Das Motiv des Täters spielt keine Rolle, am Ende des Tages ist es egal, was einem wiederfährt, nichts entschuldigt solche Taten.





Serien:

 



Urheberrecht: Netflix



Fate: The Winx Saga (Netflix //1. Staffel // 6 Episoden)

 

Für Diskussionen sorgte auch die Realverfilmung von "The Winx Club", denn die Serie weicht von der Vorlage ab, etwas was jedoch schon im Vorfeld angekündigt wurde, weshalb ich den Frust darüber nicht nachvollziehen kann. Während "Winx Club" an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, nimmt die Netflix-Serie Jugendliche in den Blick und visiert somit ein älteres Publikum an. Ich habe die nie gesehen und kann somit nicht sagen, ob die Neuverfilmung qualitativ besser ist oder nicht, was ich aber sagen kann: Mir hat Staffel 1 gefallen und ich freue mich über die Verlängerung um eine zweite Staffel. Liegt aber auch daran, dass ich Fantasyserien die an einer Schule für magisch begabte, in diesem Fall Feen, gerne sehe. Es ist ein Trope, von dem ich einfach nicht genug bekommen kann und das aktuell im Fantasygenre glücklicherweise ziemlich beliebt ist. Natürlich inkludiert "Fate: The Winx Saga" weitere klassische Young-Adult-Tropes, die an andere Serien des Genres erinnern, zB. "Chilling Adventures of Sabrina", aber das habe ich erwartet. Für mich geht das Konzept optisch und inhaltlich auf, denn jede Folge endet mit einem Cliffhanger der Lust auf mehr macht, sodass die Serie definitiv Binge-Futter ist. Vor allem die Magie der Feen, die an den unterschiedlichen Elementen ausgerichtet ist, finde ich interessant und hier ist in meinen Augen genug Potenzial für weitere Staffeln vorhanden, ebenso was die Freundschaft der weiblichen Haupftiguren anbelangt, die im Verlauf der ersten Staffel zu einer Familie werden und zusammenwachsen. Als störend habe ich tatsächlich nur den erzwungenen Feminismus empfunden, der immer in unpassenden Momenten eingesetzt wurde. Hätte man sich in meinen Augen sparen können und auch Sky bleibt bisher noch etwas zu blass und stereotypisch. Abseits dessen hält das Finale genügend offene Fragen und spannende Veränderungen bereit, um eine ebenfalls gelungene zweite Staffel zu produzieren. Schauspielerisch hat mir die Serie auch gefallen, da machen alle Beteiligten einen guten Job. 





The 100 (finale 7. Staffel // 16. Episoden // 2 pro Woche)

 

Die finale Staffel von "The 100" fängt ziemlich gelungen an, verliert dann aber leider gegen Ende an Qualität und liefert ein Serienfinale, mit dem ich nicht zu 100% zufrieden bin und ja, ich weiß das ein Serienfinale niemals alle abholen können wird. Aber wieso sorgt die finale Staffel für Frust im Fandom? Das liegt am Umgang mit einer der zentralen Hauptfiguren und die Art und Weise wie diese aus der Serie geschrieben wird. Einen schlechteren und sinnloseren Serientod habe ich bisher tatsächlich noch nicht gesehen und er hinterlässt doch einen faden Beigeschmack, da dadurch jegliche Charakterentwicklungen in gerade einmal 5 Minuten zerstört werden. Auch die Reaktionen auf das Ableben der Figur sind lächerlich und liefern auch schauspielerisch einen ziemlich peinlichen Moment. Es ist das erste Mal, dass ich den Darsteller*innen eine Szene nicht abgekauft habe. Das hätte man anders lösen können. Ab dem Moment lässt dann auch die Qualität der Serie selbst nach, sodass ich manche Handlungen im Bunker dann ziemlich dilettantisch fand und auch die allerletzten Minuten der Serie sind ein Schlag ins Gesicht, wenn besagte Hauptfigur dann auch noch fehlt. Das fühlt sich für mich nicht richtig an. Abseits dessen gefällt mir aber zumindest die erste Hälfte, auch wenn ich lange Zeit gar keine Ahnung hatte, um was es eigentlich geht und auch der Backdoor-Pilot überzeugt. Trotz meiner Unzufriedenheit mit dem Ende von "The 100" würde ich mich nach wie vor freuen, wenn das Spin-Off in Serie geht, denn die Figuren und Beziehungen sind komplex und es sind noch genügend offene Fragen vorhanden, sodass die Vorgeschichte funktionieren könnte. Zumal es immer interessant ist zu erfahren, wie familiäre Elemente entstanden sind. Ein großes Highlight der finalen Staffel ist für mich übrigens J.R. Bourne, der als Bösewicht brilliert und mir viel Freude bereitet hat und auch Richard Harmon als Murphy hat die Staffel für mich getragen. Er geht endlich voll und ganz in der Rolle als Held auf, sodass seine charakterliche Entwicklung fortgesetzt wird, dazu ist sein Humor unschlagbar.






How to get away with Murder (Netflix // 5. Staffel // 15 Episoden)


Die 5. Staffel konnte für mich zwar nicht an die Qualität des Vorgängers anschließen, hat mir aber allem in allem gefallen, auch wenn die Blicke in die Zukunft diesmal weniger spannend ausfielen, die Aufklärung einige vorhersehbare Elemente beinhaltet und auch die letzten Minuten der Staffel für mich keine Überraschung darstellen. Zumindest Viola Davis ist als Annalise Keating qualitativ konsistent und liefert wieder einige starke Momente im Verlauf der Staffel ab. Für mich ist und bleibt die Figur eine der besten Serienfiguren der letzten Jahre und der Hauptgrund, wieso ich dranbleibe. Auch sonst gibt es in der Staffel ein paar Dinge, die mich als Fan glücklich machen, wie die Hochzeit von Connor und Oliver (natürlich shippe ich die beiden), die Art und Weise wie die Studenten eine Familie geworden sind und auch der Handlungsstrang rund um Annalise neuen Job weiß zu überzeugen. Ganz schön sind auch die Bezüge zur ersten Staffel, auch wenn ich da meine grauen Zellen betätigen musste, denn durch die langen Abstände der Ausstrahlung hierzulande, ist es da doch schwer den Überblick zu behalten. Ich musste somit in die Staffel erst einmal reinfinden, was dann zum Glück gelungen ist. Mit der 6. Staffel endet die Serie dann auch, ein wie ich finde guter Zeitpunkt für das Ende, denn qualitativ hat die Serie doch Federn gelassen, da ist es schön, dass man sie nicht allzu sehr in die Länge zieht und dass die Keating und ihre Studenten immer in einem Mord verwickelt sind und konstant damit durchkommen, ist irgendwann natürlich logisch auch fragwürdig. Wobei: Diesen Fakt muss man ausblenden, sonst funktioniert das Konzept nicht. 



 

 

Monatsrückblick: Gebloggt im Februar:

 


(The One, Falcon & the Winter Soldier, Love in Time of Corona uvm.) 




 
Info: Alle Trailer wurden über den erweiterten Datenschutz eingebunden, sobald ihr sie abspielt, werden dann aber Daten von YouTube gesammelt.




Wie war euer Februar?
Kommt ihr noch mit dem Lockdown klar oder fällt euch auch die Decke auf den Kopf?
Welche Filme und Serien habt ihr gesehen oder welche Bücher gelesen?




Kommentare :

  1. Deine Gedanken zum Lockdown kann ich gut nachvollziehen, so gehts mir auch, schön, dass deine Großeltern schon geimpft sind! Da hast du ja wieder einiges interessantes gesehen (habe dich da mal bei Whatsapp zu gespamt), schaue mir Filme mit Daniel Radcliffe immer gerne an, um zu sehen was er so macht, und finde, dass er ein echt guter Schauspieler ist und mag, wie er sein HP Image abgelegt hat und sich interessante Produktionen herauspickt (die zeitweise besser und mal schlechter sind :P).

    Alles Liebe
    Nadine

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Nadine,
      Oh ja genau das gleiche ist auch meine Meinung zu Radcliffe. Er meinte ja auch mal in einem Interview, dass er halt dank Harry Potter auch den Luxus hat das spielen zu können, was ihn interessiert und nicht darauf achten zu müssen, wie hoch die Gage ist. Das merkt man seiner Rollenauswahl definitiv auch an, weil er da doch viel ausprobiert und auch einige abgedrehte Sachen in der Filmbiografie hat.

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  2. Schön, dass du gut mit deiner Masterthesis vorangekommen bist! :)
    Im Grunde genommen komme ich ganz gut mit dem Lockdown zurecht, zumindest habe ich beruflich und privat immer so viel um die Ohren in letzter Zeit, dass für private Treffen usw. ohnehin wenig Zeit bleiben würde. Nichtsdestotrotz vermisse ich es aber schon etwas, einfach mal irgendwo einen Kaffee trinken zu gehen oder sich doch mal mit jemandem zu treffen.

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar,
      ja das mit dem Wunsch mal Kaffee trinken zu gehen und sich zu treffen, kann ich komplett nachvollziehen. Für letzteres ist tatsächlich meine Beste Freundin mein "fester Kontakt", wir gehen halt immer mal spazieren und trinken danach noch eine Tasse Tee, aber das ganze auch mal wieder ein einem Cafe zu machen wäre echt Luxus. Für die Gastro ist es eh hart, da stellt sich die Frage, wie viele überhaupt wieder aufmachen können werden :/.

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  3. Schön zu hören, dass es mit deiner Masterarbeit vorangeht. Mir steht das ja in diesem Jahr auch noch bevor und bisher bin ich so gar nicht motiviert :D Dass es Codenames online gibt, wusste ich auch nicht, danke für den Tipp ;)
    Htawm ist ja auch eine meiner Lieblingsserien und ich habe so lange auf die 5. Staffel hingefiebert. Viola Davis ist natürlich auch der Hauptgrund, warum ich die Serie schaue und ich finde auch, dass sie Handlungsmäßig ein paar Schwachstellen hatte. Trotzdem bin ich jetzt schon traurig, wenn sie dann nach der nächsten Staffel wirklich vorbei ist :(
    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Sarah,
      für deine Masterthesis wünsche ich dir jetzt schon viel Erfolg beim Schreiben, aber natürlich zuvor auch bei der Themenfindung. Ich persönlich bin natürlich auch froh, wenn ich meine fertig und abgegeben habe :D.

      Für mich sind Serienenden ja sowieso eh immer bittersüß, selbst wenn ich schreibe, dass das Ende zu einer passenden Zeit kommt, finde ich es dann doch wieder schade, dass es vorbei ist. Man hat ja auch Cast und Figuren liebgewonnen und sieht die Schauspieler*innen gerne gemeinsam vor der Kamera :/. Und vor allem Annalise Keating werde ich als Figur vermissen, sie ist halt eine interessante Fraugenfigur.

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  4. Hi Nicole,
    ein schöner Rückblick! HTGAWW hat mich irgendwann nicht mehr gepackt (ka, ob das Staffel 3 oder 4 war - jedenfalls da, wo ihr Alkoholproblem so schlimm wurde)...eas ich schade fand, weil die ersten Staffeln total spannend waren, aber dann ging es irgendwie nur noch um das Drama um sie herum....hat mich nicht mehr abgeholt.

    Glückwunsch, dass du so einen wichtigen Meilenstein abgeschlossen hast - das ist ziemlich cool! Sobald das Gerüst steht, werden viele Dinge auch etwas klarer und einfacher. Ich drücke dir weiterhin die Daumen! Wann gibst du die Arbeit ab?

    Liebe Grüße!

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Vanessa,
      Ich glaube dass könnte Staffel 4 gewesen sein, da stand das zumindest sehr stark im Fokus. Bin mir aber gerade nicht sicher, ob der Handlungsstrang dann nicht schon in der 3. Staffel angefangen hatte. Denn Staffel 3 fand ich ehrlich gesagt auch nicht gut, die vierte hat mir hingegen wieder richtig gefallen gehabt.

      Dankeschön für das Däumchen drücken, gerade kann ich das ganz besonders gebrauchen, weil ich jetzt doch noch etwas Wichtiges bezüglich der Masterthesis abklären muss. Abgabetermin nist bei mir Anfang August. Wir haben, ich glaube das ist sogar je nach Universität unterschiedlich, 6 Monate für die Masterthesis, die ist also dementsprechend auch umfangreicher.

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  5. Liebe Nicole, toller Monatsrückblick mal wieder. Bei dir finde ich immer so viel Inspiration, was ich als Nächstes schauen könnte. Ich kannte vor allem das meiste, dass du aufgezählt hast gar nicht, sodass ich jetzt viele Ideen auf meiner Liste habe :-)
    Ich fand die fünfte Staffel von How to Get Away with Murder auch nicht so gut wie die Staffeln davor, aber fand sie dennoch richtig gut 😂 Trifft einfach absolut meinen Geschmack.

    Und es freut mich sehr zu hören, dass deine Großeltern die erste Impfung bekommen haben. Meine gestern auch und ich bin auch sehr erleichtert :-)
    Ich wünsche dir einen schönen Donnerstag, Elisa xx

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Elisa,
      das freut mich zu hören und zauber tmir ein Lädcheln ins Gesicht. Ich hoffe natürlich, dass dir die Serien/Filme dann auch gefallen. Ja mir ging es da wie dir, ich unterschreibe dein Fazit zu "How to get away with Murder", hoffe nun nur dass wir nicht so lange auf die finale Staffel warten müssen. ist zwar wieder bittersüß, weil ich eigentlich noch nicht Auf Wiedersehen sagen möchte, auch wenn der Zeitpunkt irgendwie passt, aber auf der anderen Seite bin ich hal auch neugierig wie die Serie nun endet.

      Das freut mich zu hören, dass deine Großeltern auch geimpft wurden, ich nehme mal an dass sie mittlerweile wie meine auch die zweite Spritze schon bekommen haben :).

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