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Freitag, 4. Oktober 2019

{Rezension} Ready or Not - Schaurig, schöner Spaß in Splatter-Manier!

Für meine Verhältnise ungewöhnlich flott habe ich es bei "Ready or Not" ins Kino geschafft. Normalerweise warte ich immer etwas, bis etwas weniger im Kino los ist, aber der Filmbesuch hat sich dann spontan ergeben und da ich nach dem Trailer ziemlich neugierig auf die Horrorkomödie war, hat mich das auch nicht weiter gestört. Lediglich der Weg dorthin wurdezu meinem persönlichen Albtraum, weil es wie aus Kübeln regnete und man irgendwann kaum noch die Straße gesehen hat. Ich bin so froh, dass ich etwas eher losgefahren bin, sonst hätten meine Beste und ich den Film wohl verpasst. Stellt sich nur die Frage, ob sich die Horrorfahrt denn gelohnt hat? Das möchte ich euch in meiner ausführlichen Rezension zu "Reday or Not" verraten, einem schaurig, schöner Spaß in Splatter-Manier




Hintergrundinfos über "Ready or Not" // Werbung:



Urheberrecht: 20th Century Fox

Kinostart: 26. September 2019
Filmverleih: 20th Century Fox
Regisseure: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett
Produzenten: James Vanderbilt, Tripp Vinson, Brad Fisher, William Sherak
Drehbuch: Guy Busick, Ryan Murphy ("Glee", "AHS")
Genre: Horror / Thriller
FSK: Ab 16 freigegeben
Cast: Samara Weaving ("The Babysitter"), Adam Brody ("The OC"), Andie MacDowell, Mark O'Brien ("City On A Hill"), Henry Czerny ("Revenge"), Melanie Scrofano ("Wynonna Earp"), Nicky Guadagni ("Cube"), Elyse Levesque ("The Originals"), Kristian Bruun ("Orphan Black") und John Ralston 











Urheberrecht: 20th Century Fox



In Kürze - Worum geht's in "Ready or Not"?


Es sollte der schönste Tag im Leben für Grace werden, immerhin heiratet sie den Mann den sie liebt und wird Teil einer steinreichen Spiele-Dynastie. Endlich, so scheint es, hat sie die Familie gefunden, die sie selbst als Kind nie hatte. Doch ihr Hochzeitstag nimmt eine tödliche Wendung, als die exzentrischen LeDomas auf eine alte Familientradition bestehen. Jeder der in die Familie eingeführt wird, muss eine Karte ziehen, dann wird gespielt. Was Grace nicht ahnt: Für sie beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod. 





Meine Meinung: Schaurig, schöner Spaß in Splatter-Manier, dessen Ausgang bis zum Ende unklar ist:



Mit "Ready or Not" habe ich offiziell den Horroroctober eingeläutet, eine Zeit in der ich vermehrt zu diesem Genre greife, denn es passt perfekt zu der Stimmung, die sich im Herbst einstellt. Es wird früher dunkel, die Temperaturen werden angenehmer, die Regenschauer nehmen zu. Da kann man wunderbar etwas Zeit im Kino oder eingekuschelt auf der Couch verbringen. Für "Ready or Not" ging es ins Lichtspielhaus, wo ich den Film gemeinsam mit meiner Besten Freundin mit einer kleinen Gruppe weiterer Zuschauer anschauen konnte. Da kam sofort ein heimeliges Gefühl auf, sodass ich euch Montag oder Dienstag als Kinotage empfehlen kann, ihr habt da den Kinosaal fast für euch alleine. Aber nun zu "Ready or Not". Grusel solltet ihr bei diesem Film nicht erwarten, dafür gibt es aber kontinuierlich Splatter Momente, deren Ekelfaktor teilweise ziemlich hoch ist. Beim großen Finale habe ich die Altersfreigabe ab 16 Jahren auch etwas hinterfragt, weil das dann doch heftig ist. Fans des Genres kommen aber voll auf ihre Kosten, auch deshalb weil der Ausgang des Filmes ungewiss ist. Zu keiner Sekunde ist klar, ob Grace die Nacht überlebt oder bei der makabren Familientradition ihr Leben lassen muss. Ihre Figur ist ganz klar die Sympathieträgerin des Filmes und aufgrund ihrer toughen, aber auch lustigen Art habe ich sofort mit ihr mitgefiebert. Dies ist wichtig, denn sonst würde "Ready or Not" nur halb so gut funktionieren. Man bangt mit Grace, die von Newcomerin Samara Weaving fantastisch gespielt wird. Sie schafft es phänomenal die Verzweiflung, aber auch die Stärke von Grace, mit der die LeDumas keine leichte Gegenspielerin erhalten haben, auf den Bildschirm zu bannen. Grace möchte sie nicht einfach so geschlagen geben, sie will überleben und sobald das Adrenalin einsetzt, schlägt sie zurück. An einer starken Frauenfigur mangelt es dem Film also nicht, auch wenn ich mich natürlich an ein bis zwei Stellen gefragt habe, wieso Grace nun Waffen unbeachtet liegen lässt. Aber das ist etwas, was einem bei Filmen des Genres oft begegnet. 


Trotz der vielen Ekel-Szenen gelingt den Produzenten eine ausgewogene Mischung aus Humor, Horror und Thriller, sodass der Film über die 90 Minuten gut unterhält. Mir wurde zu keiner Zeit langweilig, auch da schnell mit der Handlung losgelegt wird. Es gibt eine kurze Einleitung, dann  wird auch schon Verstecken gespielt und wir werden Teil eines nervenaufreibenden Wettlaufs um Leben und Tod, bei dem jede Seite kurzzeitig am Gewinnen ist. Besonders schön für mich: Das Wiedersehen mit Adam Brody, um dem es nach "The OC" ja etwas ruhiger wurde. In "Ready or Not" ist er oft das Comedic-Relief, sodass ich stellenweise an Seth erinnert wurde, während Henry Czerny in der Rolle des Ekel ganz in "Revenge-Manier" auftritt und auch Andie MacDowell zeigt das, was sie gut kann. Furchteinflößend ist hingegen Familienoberhaupt Nicky Guadagni, deren Blicke so viel mehr sagen, als Worte je könnten. Schade, dass man ihrer Figur nicht noch mehr Raum gegeben hat, denn da wäre vom Grusel-Faktor mehr drinnen gewesen. Alles in allem hat man aber was das Casting anbelangt einen guten Job gemacht, auch wenn Samara Weaving klar im Fokus steht und diejenige ist, die brillieren kann. Was die Dialoge anbelangt so erwartet euch die eine oder andere Spitze gegen die oberen 10.000 (davon hätte es gerne noch mehr geben dürfen), viel Gefluche und so mancher lustiger One-Liner. Allzu viel Anspruch sollte man natürlich nicht erwarten, denn das Drehbuch von Ryan Murphy und Guy Busick möchte dann doch dem Mainstream gefallen. Der Film verfolgt ganz klar das Ziel zu unterhalten und verlässt sich sonst auf seine Hauptdarstellerin und die Ekel-Momente. Wer Murphy kennt, der ahnt auch schon dass er zumindest stilistisch einiges erwarten kann und es macht Spaß zuzuschauen wie aus der schönen Braut vom Anfang des Filmes das starke Final Girl wird.


Nun kommen wir aber zum aber, denn auch wenn zumindest das Ende für mich unklar war, so habe ich zwei der großen Wendungen gegen Ende recht früh geahnt. Vielleicht habe ich schon zu viele Filme des Genres gesehen, da meine Kinobegleitung überrascht wurde, aber es hat sich früh angedeutet, welcher Bruder nun der Gute, welcher wohl der Böse sein würde und wie sich die Allianzen verändern werden. [Spoiler,  zum Lesen markieren] So kam es für mich nicht überraschend, dass Daniel sein Leben lassen und Alex sich gegen seine Frau wenden wird, sobald er merkt, dass sie keine gemeinsame Zukunft mehr haben [Spoiler Ende]. Darüber hinaus habe ich auch das Mystery-Element, bei dem ich nun nicht ins Detail gehe, als unnötig empfunden. Ohne dieses Element, wäre der Film für mich wohl etwas furchteinflößender geworden. 




Fazit:


"Ready or Not" ist schaurig, schöner Spaß in Splatter-Manier, bei dem man nicht weiß, wie der Film enden wird. Überlebt Grace die Nacht oder Siegen die LeDormas? Bis dahin darf man einer starken Hauptfigur zuschauen, die sich nicht einfach geschlagen gibt und zumindest meine Sympathien flott für sich gewonnen konnte. So manche überraschende Wendung wurde dann doch etwas zu subtil angedeutet, trotzdem kommen Fans des Genres aufgrund des Mix von Humor, spannender Schnitzeljagd und Ekel-Elementen voll auf ihre Kosten. 




Welchen Film habt ihr zuletzt im Kino gesehen?
Wen konnte ich neugierig machen?


Kommentare :

  1. Habe ich leider verpasst, aber bisher eigentlich auch nur gutes darüber gehört und gelesen :)

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    1. Kann ihn ebenfalls nur empfehlen, ist sehr unterhaltsam :)

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  2. Hey, ich wusste ja schon vorher deine Meinung zu dem Film und wie du weißt, mag ich auch das Ende in der Form, wollte dir nur aber noch sagen, dass ich deine Rezension wirklich gelungen finde, schön gegliedert, übersichtlich gestaltet & schön geschrieben!
    Alles Liebe

    Nadine

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    1. Ahh Dankeschön für die lieben Worte und das Kompliment Nadine <3.

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Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Kommentar von euch und versuche auch immer auf euren Blogs zu antworten. Dankeschön <3

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