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Donnerstag, 9. Mai 2019

{Geständnisse eines Serienjunkes} Meine Probleme mit der 3. Staffel "Riverdale"!

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Riverdale ist eine dieser Serie, die ich vor dem Start nicht unbedingt auf dem Schirm hatte. Vielleicht auch deshalb, weil mir die Comicvorlage unbekannt und ich mit der Handlung von dieser auch nicht wirklich etwas anfangen kann. Doch dann erschien der erste Trailer und der sah überraschenderweise verdammt gut aus. Stylisch, unterhaltsam und voller typischer Teen-Dramen. Stammleser meines Blogs ahnen es schon: Genau mein Ding. Als Netflix sich dann die Exklusivrechte für Deutschland schnappte, habe ich spontan in die erste Staffel geschaut und was soll ich sagen: Sie hat mich mitgerissen und das war nicht nur der perfekten, optischen Inszenierung geschuldet, sondern auch den over-the-top Charakten oder unterhaltsamen Dialogen. Riverdale wurde recht schnell meine Guilty Pleasure (im positiven Sinn), der Rest ist Geschichte. Denn fortan fieberte ich jeder Folge entgegen, hatte gerade in der ersten Staffel viel Spaß daran das Mysterium zu lösen, habe die typischen Teenie-Handlungsstränge genossen auch die Figuren wuchsen mir, trotz ihrer teils exzentrischen und übertriebenen Art, mehr und mehr ans Herz. Dann kam Staffel 2 und mit ihr 22 Folgen. Meine Freude war im Vorfeld groß, die Erwartungen hoch und die erste Staffelhälfte hat mir persönlich auch gut gefallen, danach folgte in meinen Augen der qualitativ Abstieg, der in Staffel 3 für mich seinen Tiefpunkt erlangt. Aktuell verfolge ich Riverdale eigentlich nur noch, weil der Cast mir ans Herz gewachsen ist, mir zumindest die Storyline rund um die Farm gefällt und ich hoffe, dass man in der kommenden Staffel zur alten Qualität zurückfindet. Es ist nicht unbedingt meine Art, Serien auf meinem Blog zu zerreisen (nicht, dass ich das nicht tun würde, habe ich ja auch schon bei Pretty Little Liars), aber es macht dann doch etwas mehr Spaß, wenn man lobende Worte finden kann. Trotzdem hat es mir irgendwie in den Fingern gebracht über meine Probleme mit der 3. Staffel "Riverdale" zu schreiben. Ich betone: Meine Probleme. Denn ich weiß, dass es aktuell zwei Lager  gibt: Die einen, die den verrückten Ton gut finden, die anderen die damit eher wenig anfangen können. Deshalb stellt euch nun auf etwas sachliche Kritik meinerseits ein und ich hoffe im Anschluss auf spannende Diskussionen mit euch. Für all diejenigen, die die 3. Staffel "Riverdale" noch nicht gesehen haben gilt natürlich: Spoilergefahr! 






#1. Problem: Altersgerechte Storylines in Riverdale? Fehlanzeige!


Riverdale ist eine Teen-Mysteryserie, die Betonung liegt hier auf Teen, denn dies gibt nicht nur einen Hinweis auf das Alter der Figuren, sondern auch die angestrebte Zielgruppe. Riverdale richtet sich an Jugendliche und hat dementsprechend Hauptfiguren, die all um die 16 Jahren alt sind. Während dies in der ersten Staffel durchweg deutlich wird, da sich ein Großteil der Handlung abseits des Mord-Mysteriums um Romanzen, Streitigkeiten unter Freunden oder mit Eltern und schulische Probleme dreht, merkt man hiervon in der dritten Staffel nicht mehr viel. Alle Charaktere haben Handlungslinien die ihrem Alter überhaupt nicht mehr entsprechen. Da hätten wir Archie, der obwohl er nur ein Teenager ist, zu einer so starken Bedrohung für Hiram Lodge, einem erwachsenen Gangsterboss wird, dass dieser ihn sogar ermorden lassen möchte. Was zur Hölle? Jetzt wo der Streit ganz plötzlich geklärt ist (auch hier die Frage nach dem Warum?), ist er Besitzer einer Box-Schule und ständig in Kämpfen verwickelt - mit gerade einmal 16 Jahren. Immer wieder wird jungen Zuschauern nun gezeigt, wie Archie seine Probleme durch Boxkämpfe löst. Ein ungemein gesundes Verhalten. Mit Veronica hätten wir dann noch eine zweite Geschäftsfrau, die mal einfach so nebenher einen eigenen Club leitet, ohne dass dies irgendwelche Auswirkungen auf ihre schulischen Leistungen hat und sich dazu sogar in der ganzen Gangster-Welt behauptet. Bei Betty kommt mir da gleich ihr Strip-Tease in den Sinn, wo ich echt schlucken musste, weil ich die Botschaft an junge Mädchen bis heute gefährlich finde oder ihre Flucht in Online-Chats, die dann doch nur für 2 Folgen relevant war, aber sicherlich keinen gesunden Weg darstellt, um psychische Probleme aufzuarbeiten. Gefühlt haben die Produzenten schlichtweg vergessen, wie alt ihre Figuren sind, denn die Storylines ergeben so keinen Sinn. Wäre die Zielgruppe eine andere und die Charaktere Mitte 20, dann würden sie vielleicht funktionieren, so muss ich aber eher Schmunzeln, obwohl ich niemand bin der der Ansicht ist, dass Serien immer realistisch sein müssen. Nur hier ergeben die Bedrohungspotenziale für mich keinen Sinn, wie der Konflikt zwischen Hiram und Archie. Bei Veronica führt das sogar so weit, dass Camilla Mendes in meinen Augen zunehmend Probleme hat Dialoge und Storylines authentisch darzustellen.



Urheberecht: The CW


#2 Problem: The Gargoyle-King:


Eine Zeitlang wusste niemand so wirklich, was Riverdale uns mit dem Gargoyle-King und dem dazugehörigen Spiel sagen möchte. Für mich wirkte es eher so, als hätte man versucht den mysteriösen Ton von "The Chilling Adventures of Sabrina" aufzugreifen und etwas Marketing für die Hexen-Serie zu machen. Gerade weil der Dark Lord und der Gargoyle King sich optisch stark ähneln. Bei "Sabrina" wäre die Handlung vielleicht sogar gut aufgehoben, hätte mit etwas übernatürlichem verknüpft und gruselig sein können. In Riverdale ergibt das ganze schlichtweg keinen Sinn. Paranormale Wesen existieren dort nicht. Zwar wissen wir mittlerweile, was hinter dem Hype steckt, doch logisch gibt es mehr als ein Loch. Ich wusste nicht, ob ich weinen oder lachen soll, wenn herauskommt, dass ganze Städte das Spiel spielen und dazu noch von Hiram kontrolliert werden. Fragwürdig ist auch, wie schnell die Spieler bereit sind für den Gargoyle King einen Mord zu begehen. Dass man sich in Spiele hereinsteigert passiert, aber dafür gleich zu morden? Das ist dann doch übertrieben. Dass das ganze selbst jetzt noch eine Rolle spielt und wir dazu mehrere Gargoyle-Kings haben, führt bei mir nicht dazu, dass ich noch Lust habe mich weiter mit der Storyline zu beschäftigen. Anmerkung: Heute wurde ja gelüftet, wer nun unter dem Kostüm steckt. Ich bin gespannt, wie das logisch erklärt wird. Darüber hinaus gibt es auch so viele Handlungsstränge rund um die Thematik, die einfach fallen gelassen wurden. Wir wissen zum Beispiel bis heute noch nicht, wer nun den ehemaligen Rektor umgebracht hat (oder habe ich das nur nicht mitbekommen?). Warum dann überhaupt diesen schrecklichen Rückblick einbauen? Auf den hatte ich mich übrigens gefreut, weil ich gespannt war einen Einblick die Schulzeit der Eltern zu erhalten und mir dies schon viel früher gewünscht hätte (siehe meine Wunschliste für die 2. Staffel von Riverdale) und dann hat man die Folge verbockt. Nicht nur, dass es unrealistisch ist, dass die Eltern die gleichen Hobbies und Probleme wie ihre Kinder haben, sondern auch schauspielerisch hat das nicht gepasst. Lediglich Lili Reinhart konnte mich überzeugen, sowie Mark Consuelos Sohn, bei den anderen hätte man vielleicht lieber andere Schauspieler an Bord holen sollen.



#3 Problem: Wo sind die Antworten und Storylines?


Riverdale ist eine Serie, die von ihren Rätseln lebt, das ist auch mir bewusst, aber die Serie ist nun mal kein zweites "Lost". Auch da hatten es die Produzenten verpasst neben all den Fragen, Antworten zu liefern und so viele Zuschauer verloren, weil viele irgendwann überhaupt keine Ahnung mehr hatten, was überhaupt los ist. Ähnliches nun bei Riverdale: Wir stehen kurz vor dem Finale und bis jetzt gibt es kaum Antworten, es passiert in den meisten Folgen nichts, was relevant für den weiteren  Verlauf der Staffel ist oder uns der finalen Auflösung näher bringt. Denn: Wenn es eine große Enthüllung gibt, wie im Falle des Gargoyle-Königs, dann wird diese kurz darauf wieder revidiert, indem der wahre Übeltäter noch nicht gefasst wurde. Kommt euch bekannt vor? Genau, so war das auch mit "Black Hood" in Staffel 2. Das Problem dabei ist nun, dass dieser Schachzug zum Verlust von Glaubwürdigkeit führt. Welche Enthüllung soll ich als Zuschauer noch ernst nehmen, wenn das ganze kurz darauf doch wieder revidiert wird, der Schockmoment verpufft deshalb. Dazu kommen Handlungsstränge, die kurz präsent sind, für den weiteren Verlauf jedoch keine Rolle mehr spielen oder einfach vergessen werden, wie die Pretty Poisons (welchen Zweck dienten sie? Und wo sind sie hin?). Zeitverschwendung sind auch Archie und Josie, immerhin ist bekannt, dass, sollte das nächste Riverdale Spin-Off Katy Keene grünes Licht erhalten,  ihre Figur dort zum Hauptcast zählen wird. Josie wird damit wohl nur noch Gastauftritte in Riverdale haben, eine Beziehung zwischen Archie und ihr ist so zum vorneherein zum Scheitern verurteilt, genauso übrigens wie die von Reggie und Veronica. Es fehlt die Tiefgründigkeit, gerade in Bezug auf Reggie als Figur. Wir wissen nichts über ihn, vielmehr verkommt er zur reinen Love Interest und dient sonst keinem wirklichen Zweck. Schade, weil das nicht die Erzählweise ist, die ich mir im Jahr 2019 wünsche.
Es fühlt sich an, als müssten die Produzenten verzweifelt die 22 Folgen füllen, da passt es auch ganz gut, dass die Qualität von Riverdale mit der Ausweitung der Episodenanzahl zusammenfällt. Mit 13 Episoden konnte eine dichtere Handlung gespannt werden, die flotter erzählt werden musste und somit gibt es in der ersten Staffel auch keine Füller. Im Moment suche ich hingegen verzweifelt den roten Faden, der die Staffel zusammenhält und auf ein großes Finale hinausläuft. 



#4: Charaktere als reine Plot-Instrumente:


Was ich an Serien so liebe: Dass wir die Figuren intensiver kennenlernen, Bindungen zu ihnen aufbauen und sehen wie sie sich weiterentwickeln. Bei Riverdale ist davon aber aktuell nichts zu spüren, da die Figuren für meinen Geschmack zu oft als Plot-Instrumente herhalten müssen. Ob es nun Jughead ist, der viel zu schnell dem Griffith und Gargoyles Spiel verfällt, obwohl das sonst nicht seine Art ist. Veronica die mal auf der Seite ihres Vaters steht oder ihn verabscheut, je nachdem was gerade für die Handlung gebraucht wird oder Kevin der nur weil er bei der Farm Junges kennenlernt, mal eben zum Mitglied eines Kults wird. Was hier fehlt sind die Motive der Figuren. Gerade das letzte Beispiel verdeutlicht dies, denn um einem Kult beizutreten braucht es dann doch etwas Mehr, wie im Falle von Alice und Cheryl, wo es glaubhaft ist, dass sie aufgrund ihrer Verluste und der damit einhergehenden Trauer, Teil der Farm werden. Kevins Beweggründe sind für mich hingegen überhaupt nicht nachvollziehbar, auch sein Verhalten gegenüber seinen einstigen Freunden passt nicht zu seiner Figur, die in der ersten Staffel immer sehr loyal ist. Das gilt übrigens auch für Fangs, der in den letzten Folgen ja auch immer mit den Farmies zu sehen war. Bei ihm fehlt die Erklärung dafür komplett, aber wer braucht die schon? Doch auch Cheryls Charakter ist in dieser Staffel für mich zu inkonsequent. Im Verlauf der ersten Staffel hat sie eine fantastische Entwicklung hingelegt, die nun immer dann gebrochen wird, es es gerade passend ist, wie beispielsweise beim Heathers-Musical (eine Folge, wo ich sowieso froh bin, sie überstanden zu haben). 



#5: Problem-Figur Archie:


Eine Serie steht und fällt mit ihrer Hauptfigur. Sie sollte der Sympathieträger sein, der Held, der den Zuschauer auf seine Seite zieht, aber trotzdem Ecken und Kanten besitzt. Zugegeben: Archie war das nie. Schon in der ersten Staffel bin ich nicht komplett warm mit ihm geworden. Er war zu glatt poliert, zu sehr auf Held getrimmt, stellenweise sogar nervig gerade in Bezug auf seine Flatterhaftigkeit bei Frauen, doch trotzdem war ich gespannt auf seine Entwicklung. Anfang der zweiten Staffel hat mir Archie dann richtig gut gefallen, da er hier Ecken und Kanten bekommen hat. Archie durfte seine dunklere Seite zeigen und gerade an diesem Punkt der Handlung, habe ich seine Ängste als nachvollziehbar empfunden. Es macht Sinn, dass er seinen Vater beschützen möchte, wieder gut machen will, was er am Ende der 2. Staffel versäumt hat und dass er sich dabei verrennt. Soweit so gut, doch dann folgte die ganze Handlung rund um Archie und Hiram. Die Folge: Für mich wurde er erneut zur Problem-Figur. Jedoch war er zu diesem Zeitpunkt zumindest noch ein fester Teil der Haupthandlung. In Staffel 3 wirkt es so, als hätte man überhaupt keinen Plan, wie man die Hauptfigur in die Handlung integrieren soll. Die meiste Zeit hat Archie nicht wirklich etwas mit den restlichen Figuren zu tun, befindet sich auf der Flucht, wird sogar von einem Bären attackiert (auch hier, wieso?) um dann als neue Version wiederzukehren. Wobei die ja nicht wirklich anders ist? Also ich merke da keine Veränderung, außer das er nun scheinbar unbesiegbar ist. Das Einzige was die Produzenten noch mit Archie anzufangen wissen ist: Nackte Haut. Archies Oberkörper wird regelrecht dazu verwendet, um die schwache Handlung zu kaschieren. Versteht mich nicht falsch, ich habe mit solchen Szenen null Probleme, immerhin ist KJ Apa hübsch anzusehen, aber das funktioniert nur dann, wenn die Handlung passt. Ansonsten kommen wir in einen kritischen Bereich, bei dem es nur noch um Oberflächlichkeiten geht, die Storyline aber untergeht.



#6: Fehlende Gruppen-Dynamik:


Doch nicht nur Archie hat kaum noch Szene mit seinen Freunden, in den meisten Folgen der Staffel, sind die Figuren komplett auf sich gestellt. Gemeinsame Szenen von Veronica, Jughead, Archie und Betty? Fehlanzeige. Die kann ich als Zuschauerin an einer Hand abzählen. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt, dass geht sogar so weit, dass Veronica lange Zeit nicht mal mitbekommt, dass Betty sich bei den "Quiet Sisters of Mercy" befindet, genauso unlogisch ist es, dass die Clique nicht zusammenarbeitet, wenn Bettys Familie Teil eines ominösen Kultes wird. Darunter leiden am Ende alle Beziehungen, egal ob diese freundschaftlicher oder romantischer Natur sind. Hier und da gibt es zwar mal ein paar Szenen mit Betty und Jughead, die meiste Zeit machen beide aber ihr eigenes Ding. Die erste Staffel hat wunderschöne Freundschaften aufgebaut, vor allem auch die zwischen Betty und Veronica, die zusammenhalten und sich unterstützen, schade dass darauf aktuell kaum eingegangen wird. Bei einer Serie, in der Freundschaft und Liebe einen Grundpfeiler bilden, kann das nur schiefgehen. Das macht sich auch an der Figur von Kevin ganz gut bemerkbar, der kaum noch etwas mit den Hauptfiguren zu tun hat. Ich mochte seine Szenen mit Betty und Veronica immer, aber gerade mit letzterer hat er in dieser Staffel kein einziges Mal interagiert. Das betrifft auch Cheryl oder Toni, wo letztere nur noch in Zusammenhang mit Cheryl erwähnt wird und bis zur letzten Folge überhaupt keine eigene Storyline besessen hat. Bei einer Figur, wo wir bis heute noch nicht einmal die Hintergrundgeschichte wissen, gäbe es somit haufenweise Potenzial. Ausgeschöpft wird dieses nicht, dabei sind gerade diese Storylines ernorm wichtig, um eine Figur interessanter zu machen. Doch auch bei den Eltern nehmen die gemeinsamen Szenen ab. Alice und FP's Beziehung wird überhaupt nicht mehr thematisiert, so als hätte sie nie existiert. Ihn scheint es hingegen gar nicht zu stören, dass sie einem Kult verfallen ist. Alle sind halt mit sich selbst beschäftigt und koexistieren.



#7: Wiederholungen - Ein Teufelskreis:


Riverdale ist erst in der dritten Staffel, das heißt, dass uns noch einige weitere erwarten könnten, vor allem wenn der Hype weiterhin aufrecht erhalten wird. Doch schon jetzt bemerke ich die ersten Abnutzungserscheinungen und die kommen etwas zu früh. Ich verstehe, dass sich Storylines wiederholen, wenn eine Serie mehrere Staffeln auf dem Buckel hat - so geschehen bei Supernatural oder Vampire Diaries - aber in der dritten Staffel sollte das nicht der Fall sein. Schon jetzt greifen die Produzenten auf bekannte Kniffe zurück, wenn die Eltern wieder die Bösewichte sind, was die Einführung von Jugheads Mum nicht unbedingt spannend gemacht hat oder in jeder Staffel mindestens eine Figur ein Haus abfackelt. Ernsthaft? Oder wenn Figuren sich als angeblicher Täter herausstellen, die zuvor kaum eine Rolle spielten oder zu denen man als Zuschauer gar keine Bindung hat. Der Schockmoment ist dahin, auch deshalb, weil wie oben schon erwähnt, es ja eh mehrere Täter gibt. Das haben wir beim Black Hood gesehen (eine Storyline die ich zu Anfang übrigens vielversprechend fand, gerade das Psychospiel mit Betty), aber nun wird dies beim Gargoyle-King wiederholt. Irgendwie hat das auch was von Pretty Little Liars, wo für mich der Schockeffekt bei der Enthüllung von A auch non existent war. 




Manch einer mag sich nun fragen, wieso ich trotzdem noch einschalte? 

Wie oben schon erwähnt, zum einen weil ich den Cast mag und sympathisch finde, aber auch hoffe, dass bald eine Verbesserung eintritt, denn es wäre Schade das vorhandene Potenzial zu verschwenden. Auf der anderen Seite finde ich zumindest die Storyline rund um die Farm interessant, auch wenn diese viel zu spät angelaufen ist. Wie gesagt: Wir befinden uns kurz vor dem Staffel-Finale und erst jetzt erfahren wir mehr über den Kult, der schon im zweiten Staffelfinale vorgestellt wurde. Edgar finde ich aktuell als Figur unglaublich interessant, nicht nur weil ich Chad Michael Murray schon seit "One Tree Hill" klasse finde, sondern auch weil er in jeder Folge wunderschöne creep-vibes aussendet. Er manipuliert die Menschen um ihn herum geschickt und ich kann verstehen, wieso Alice und Cheryl dem erlegen sind. Trauer ist etwas, das sich viele Sekten zunutze machen, sodass ich zumindest hier mit der Erklärung leben kann. Schade nur, dass die Zusammenarbeit von Betty und Toni nur so kurz angehalten hat, auch dies ist in meinen Augen eine Verschwendung. Das sind in meinen Augen Dinge, die wesentlich interessanter gewesen wären. Auch bin ich immer noch großer Betty und Jughead Fan, mag auch die Szenen zwischen Alice und Betty sowie FP und Jughead richtig gerne und muss jedes Mal weinen, wenn ich Luke Perry sehe.




Wie gefällt euch die aktuelle Staffel von Riverdale?
Welche Probleme seht ihr?


Kommentare :

  1. sehr spannend deine meinung zu lesen. ich bin iwie bei riverdale 2 n der mitte ausgestiegen. Eins fand ich noch mega toll - bei der 2. staffel wurde es mir dann aber zu langweilig und iwie fehlt mir bei der storie das gefühl mitgerissen zu werden..

    Hab einen guten Start in die Woche

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Ina. Ja die erste Staffel ist wirklich die Beste, bei der zweiten mochte ich die Folge vor dem Mid-Season-Finale, danach hat die Serie mich aber auch nicht mehr begeistert. Aktuell ist es bei mir eher ein schauen, weil ich den Cast so mag und halt jetzt schon so viel Zeit investiert habe. Das Finale hat es übrigens auch nicht mehr rumgerissen, lediglich die allerletzte Szene war spannend. Mal abwarten, ob das jetzt heißt, dass man sich in der vierten Staffel wieder fängt. Bin mal auf den ersten Trailer gespannt.

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  2. Ja, ja und ja! Ich stimme deiner Meinung wirklich zu 100% zu! Es ist so schade, was aus Riverdale geworden, denn anfangs war die Serie so gut und ich habe mich auf jede neue Episode gefreut. Ich glaube, bei der 3. Staffel muss ich aktuell noch 5 oder 6 Folgen nachgucken, aber ich habe gar nicht großartig Lust darauf. Leider glaube ich nicht, dass Staffel 4 besser wird, denn dafür haben sich die Produzenten schon zu sehr in Ungereimtheiten verfangen bzw. die Charaktere völlig gegen die Wand gefahren.

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Carolin, auch wenn es natürlich schade ist zu hören, dass dir die Serie ebenfalls aktuell nicht ganz so gut gefällt :/. Stimme dir da zu. Schade, weil für mich war das am Anfang auch so eine tolle Guilty Pleasure, wo ich den Folgen wirklich entgegengefiebert habe. Ich hoffe ja auf so eine Art Neustart, das heißt, dass der Ton komplett anders wird. Aber sollte das nicht der Fall seine, werde ich die Serie wohl auch aufgeben. Ich habe beschlossen in die ersten 3 bis 4 reinzugucken und dann zu schauen, ob mich das überzeugt. Schaust du noch weiter?

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