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{Serienrezension} 6 Gründe für Netflix's 13 Reasons Why

Donnerstag, 20. April 2017 / /

13 Reasons Why - Eine Netflix Eigenproduktionen, die schon jetzt zu meinen absoluten Lieblingen zählt und das hat unterschiedliche Gründe. Diese "Gründe", ein Wort, welches sich ja schon im Original Titel der Serie "13 Reasons Why" versteckt, möchte ich euch heute näher bringen. Passt also ziemlich gut. Über die Netflix Eigenproduktion habe ich nämlich nur Positives zu berichten, da man die Buchvorlage auf eine sehr spannende und interessante Art und Weise zum Leben erweckt hat. Jay Ashers Roman hat mich schon in meiner Jugend berührt, auch wenn er doch ein paar kleine Schwächen hatte, aber die wurden in der Serie komplett ausgemerzt. Die Produzenten haben sehr viel aus den 288 Seiten rausgeholt, auch wenn "Tote Mädchen Lügen nicht" doch ein paar Folgen braucht, bis es sich warm gelaufen hat. Aber das ist nichts ungewöhnliches und hat mich deshalb auch nicht weiter gestört. 

Fakt ist: dass der Streamingdienst eine Jugendserie auf sehr hohem Niveau produziert hat, die zeigt, das anspruchsvolle Stoffe in der Tat auch diese Zielgruppe ansprechen. Denn schon jetzt zählt "13 Reasons Why" zu den beliebtesten Serien des Anbieters. Auf dieses Ergebnis kam das Marktforschungsunternehmen "refinery29", die die Tweets zur Serie ausgewertet haben. Bisher hat keine andere Serie von Netflix so viel Aufmerksamkeit auf dem sozialen Netzwerk erhalten. Twitter spielt mittlerweile zudem eine wichtige Rolle, wenn es um die Beliebtheit von Teen Serien, aber auch um deren Verlängerung, geht. Ob es eine 2.Staffel bei "13 Reasons Why" geben wird, ist bisher unbekannt, aber ich persönlich bin zwiegespalten, ob dies sinnvoll ist. Denn der Reiz der Serie war einfach Hannahs tragische Geschichte und die Art und Weise wie sie erzählt wird. Eine zweite Staffel würde sich eher wie ein ganz normales Teen Drama anfühlen und genau das ist diese Serie nicht. Jedoch hat nun auch Autor Jay Asher verraten, dass er sehr oft mit dem Gedanken gespielt hat, die Geschichte fortzuführen. Sollte der Autor des Buches mit einbezogen werden und seine persönliche Fortsetzung erzählen, dann wäre das aber wieder ein anderes Thema und gar nicht so uninteressant. Aber genug zu den Fakten und Spekulationen.


13 Reasony Why Poster13 Reasons Why Poster
Urheberrecht: Netflix 
“You don’t know what goes on in anyone’s life but your own. And when you mess with one part of a person’s life, you’re not messing with just that part. Unfortunately, you can’t be that precise and selective. When you mess with one part of a person’s life, you’re messing with their entire life. Everything. . . affects everything.” - Hannah Baker

1. Gelungene Umsetzung eines wichtigen, jedoch heiklen Themas:

Suizid ist nicht unbedingt ein Thema, welches oft in Jugendserien behandelt wird. Eigentlich so gut wie nie. Man kann die Beispiele sicherlich an einer Hand abzählen und keine dieser Serien hat die Storyline komplett darum aufgebaut. "Tote Mädchen lügen nicht" ist da eine Ausnahme und verdient es schon deshalb, dass man sie eines zweiten Blickes würdigt. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtiger denn ja, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, denn der Selbstmord von Jugendlichen ist leider keine Seltenheit mehr. Laut der Organisation "Freunde fürs Leben", die sich gegen Mobbing einsetzt und über Suizid und Depressionen aufklärt, ist "Selbstmord die zweithäufigste Todesursache bei Jungen Menschen im Alter von 15 und 29 Jahren". Hierbei beruft sich die Organisation auf Zahlen der WHO. Trotz dieser alarmierenden Zahlen ist Suizid in der Gesellschaft ein Tabuthema, über das nicht gesprochen wird. Gerade deshalb ist eine Serie wie "13 Reasons Why" so wichtig, denn sie greift das Tabuthema auf und zeigt, wie wir andere mit unserem Handeln verletzten und welche Konsequenzen "Mobbing" nach sich ziehen kann.


Vor allem aber macht sie auch deutlich, dass Selbstmord nicht nur die eigene Person betrifft, sondern  Auswirkungen auf die eigenen Eltern und engsten Freunde hat und auch deren Leben zerstört. Doch die Produzenten machen auch deutlich, dass es immer Menschen gibt, die sich Sorgen, auch wenn sie es vielleicht nicht immer sagen. Die Hauptbotschaft ist jedoch, dass sich unser Verhalten ändern muss. Wir müssen darüber nachdenken, was wir zu anderen sagen, was wir ihnen antun und welche Konsequenzen unser Verhalten nach sich ziehen könnte. Wir müssen uns darüber bewusst werden, wie wir eine Person mit Worten und Taten verletzten können. Und wir müssen vor allem die Warnsignale in Bezug auf Selbstmord erkennen und ernst nehmen, anstatt wegzuschauen. Die Serie selbst ist bei Darstellung schonungslos, schockiert an vielen Stellen und beschäftigt einen auch nach dem Ende noch. Sie hat vor allem in den letzten Tagen für heftige Diskussionen gesorgt. Gerade die Folgen gegen Ende sind schwer zu ertragen und beinhalten die Darstellung von Vergewaltigungen und Hannahs Suizid, sodass selbst meine Mum am Ende nicht so einfach über die Serie hinweggekommen ist. Was zwar zeigt, dass die Serie zwar auch Erwachsene anspricht, aber auf der anderen Seite vielleicht nicht für jeden geeignet ist, weshalb besagte Folgen auch mit Warnhinweisen versehen sind. Wichtig ist jedoch, dass hier jeder selbst für sich entscheidet, ob er solche Szenen sehen möchte oder nicht. Denn sie sind für den Zuschauer unangenehm und brutal.

Netflix Deutschland, Österreich und Schweiz


“I hope you're ready, because I'm about to tell you the story of my life. More specifically, why my life ended. And if you're listening to these tapes, you're one of the reasons why.”- Hannah Baker


2. Der Aufbau: 13 Kassetten, 13 Folgen:

 Lange Zeit war "13 Reasons Why" als Film geplant, nicht als Serie. Doch ich bin froh, dass man sich dagegen entschieden hat. Denn der Aufbau ist prädestiniert für eine Serie, in der in jeder Folge eine Kassette behandelt wird, die nicht nur mehr von Hannahs Leben zeigt, sondern durch die sich nach und nach die Puzzleteile zusammenfügen. Für all die jenigen die das Buch nicht kennen, ist es dabei sicherlich spannend zu erfahren, wieso die einzelnen Personen Schuld an Hannahs Selbstmord tragen. Was sie getan haben, damit jemand keinen anderen Ausweg mehr sieht. Mit jeder Kassette wird einem deutlich vor Augen geführt, wie alle Ereignisse irgendwie miteinander verbunden sind. Ein Dominoeffekt und in gewissermaßen auch ein Albtraum, aus dem es einfach kein Entkommen gibt.


“I'm listening to someone give up. Someone I knew—someone I liked. I'm listening... but still, I'm too late.” - Clay

 

3. Positive Abweichungen vom Buch:

In meiner Einleitung habe ich ja schon erwähnt, dass Ashers Roman für mich ein paar Schwächen hat und die liegen vor allem darin, dass die Figuren kaum miteinander interagiert haben und auch Hannahs Eltern überhaupt keine Rolle spielten. Das Buch hat mich zwar trotzdem berührt und dafür gesorgt, dass ich mich mit diesem Thema auseinandergesetzt habe, aber die Serie hat das ganze noch etwas intensiver und realistischer dargestellt. Zumal ich es auch wichtig finde, dass man nicht nur die Auswirkungen auf Hannahs Eltern sieht, sondern auch auf die Kassettenempfänger. Was haben diese bei den Figuren bewirkt? Wie gehen sie mit ihren eigenen Taten um? Haben sie etwas daraus gelernt? Und vor allem, welche Geheimnisse verbergen die Figuren? Alles Fragen, deren Beantwortung in der Serie viel Zeit eingeräumt wird. Wodurch wir die Figuren besser kennenlernen, hinter ihre Facetten schauen dürfen und so erfahren, das viele davon mit eigenen Problemen zu kämpfen und es im Leben nicht immer leicht haben. Die Figuren wurden teilweise so einfach etwas menschlicher, als im Buch, wo wir nur eine Seite der Geschichte hören. Am Ende waren mir deshalb viele Figuren sympathisch, abseits von Hannah, Clay und Tony, wie Alex, Jeff, Zach, Justin oder Jessica. Die Serie zeigt uns aber auch, wie schnell wir selbst zu viel in Dinge hinein interpretieren oder Situationen falsch auffassen. Denn wie Tony in der Serie schon sagte: "Wir hören Hannahs Wahrheit". Und Hannah ist eine Figur, die natürlich auch nicht perfekt ist und immer das Richtige tut.


"You can't stop the future. You can't rewind the past. The only way to learn the secret ...ist to press play." - Hannah Baker

4. Eine Produktion auf hohem Niveau:

Gerade Teenieserien wird oftmals nachgesacht, dass sie nicht anspruchsvoll sind und mit Produktionen wie "Game of Thrones" nicht mithalten könnten. "Tote Mädchen Lügen nicht" beweist hier aber das Gegenteil, denn diese Produktion kann in der Tat mit all den hochgelobten und preisgekrönten Serien mithalten. Sie ist anspruchsvoll, tiefgründig und überzeugt optisch auf sehr hohem Niveau. Gerade die Art und Weise, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen und wie die Sprünge zwischen den unterschiedlichen Zeitlinien eingebaut werden, hat mir richtig gut gefallen. Da können sich andere Serien eine Scheibe von abschneiden. Zu keinem Zeitpunkt wirken die Rückblenden fehl am Platz oder bringen den Erzählfluss ins stocken. Das ganze wirkt spielerisch leicht und fließend. Nicht zu vergessen, dass "13 Reasony Why" die harte Realität zeigt und die Schuljahre nicht romantisiert oder beschönigt.


"A rumor started a reputation that other people believed in and reacted to. And sometimes it has a snowball effect. A rumor, is just the beginning" - Hannah Baker


5. Der phänomenale Cast:

Obwohl der Cast kaum bekannte Namen, abseits von Kate Walsh zu bieten hat, ist das schauspielerische Niveau sehr hoch. Es ist natürlich immer etwas riskant, bei solch einer Thematik auf völlig unerfahrene Schauspieler zu setzten, doch ich bin froh, dass die Produzenten dies getan haben. Denn alle Jungdarsteller konnten mich komplett von sich überzeugen, da sie es geschafft haben, ihre Figuren und deren Taten auf glaubwürdige Art und Weise rüberzubringen und vor allem auch in heiklen und schlimmen Szenen zu überzeugen. In der Serie gibt es wirklich einige Momente, die einem als Darsteller sehr viel abverlangen und womit sicherlich nicht jeder Schauspieler klargekommen wäre. Allen voran Katherine Langford hat mich als Hannah Baker sehr beeindruckt, denn sie hat mich mit ihrer Mimik sehr berührt und wurde der Figur mehr als gerecht. Gerade als Buchleser hat man sich die Charaktere ja schon irgendwie im Kopf ausgemalt, die Darsteller kamen meinen Vorstellungen dabei ziemlich nahe, was mich wirklich überrascht hat. Da wir gerade bei den Darstellern sind, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um auch auf Kate Walsh noch kurz einzugehen. Ich kannte sie zwar schon durch andere Produktionen, aber hier hat sie mich bisher am meisten von sich überzeugt, denn mir kamen jedes Mal die Tränen, wenn sie aufgetaucht ist. Sie hat den Schmerz einer trauernden Mutter, die nun für ihre Tochter kämpft, wirklich perfekt auf die Leinwand gebracht.


"Because I heard so many stories that I don't know which one is the most popular. But I know which is the least popular. The Truth." - Hannah Baker


6. Die schonungslose Realität:

Gerade in den ersten Folgen der Serie passieren viele Dinge, die ich aus meiner eigenen Jugend noch zu gut kenne, weshalb mich sofort fasziniert hat, wie realistisch die Produktion ist, und wie sehr sie mich in meine eigene Jugend zurückversetzt hat. Ich weiß noch genau, wie ich mich in all den Momenten damals gefühlt habe und das wurde natürlich alles wieder aufgewirbelt. Für mich ist das nun nichts Negatives, weil ich all diese Dinge verarbeitet habe und immer Menschen hatte, die an meiner Seite standen und für mich da waren.  Aber es wird einem noch mal bewusst, wie schwer diese Zeit ist, wenn ebendiese Unterstützung fehlt und man das Gefühl hat, sich niemandem anvertrauen zu können und alleine zu sein. In meiner Jugend besaß das Internet zum Glück noch nicht einen so hohen Stellenwert wie jetzt, weshalb es zumindest noch kein Cybermobbing gab. Aber auch hier beweist die Serie, wie nah sie an der Realität ist, denn gleich die erste Folge greift diese Thematik auf. 

Viele der dargestellten Sachen kamen mir wie gesagt jedoch bekannt vor, auch wenn es kleine Abweichungen gab, denn bei uns gab es zum Glück keine Liste, dafür habe aber auch ich schon erlebt, dass Jungs Mädels mit Nummern bewertet haben und ich kenne auch die blöden Sprüche, die man manchmal von anderen ertragen muss.  Wobei ich hier niemand kenne, der damit keine Erfahrungen gemacht hat. Ich wurde zwar nie als Schlampe bezeichnet, so wie Hannah in der Serie, dafür aber im Schwimmbad immer als Flachland, was auch dazu führte, dass ich mich komplett unwohl in meiner Haut fühlte und bis heute nicht mehr gerne ins Schwimmbad gehe. Während ich im Urlaub leider schon erlebt habe, wie ein Junge zu aufdringlich wurde und seine Hände an eine Stelle wanderten, an der ich sie nicht haben wollte. Im Anschluss habe ich mich deshalb geschämt, mich gefragt, ob ich etwas falsch gemacht habe und es deshalb auch nur sehr wenigen Menschen erzählt. Erst jetzt kann ich darüber offener reden. Ich könnte hier noch viele weitere Beispiele anführen und ich glaube, dass jeder mit Mobbing leider seine Erfahrungen gemacht haben, aber in diesem Beitrag geht es nicht um mich, sondern um eine tolle Serie. Jedoch passieren solche Dinge viel zu oft und wir alle müssen endlich anfangen darüber nachzudenken, was Worte bei anderen bewirken und welche Folgen unsere Taten haben. Denn sicherlich habe auch ich mit Gesagtem, oftmals in Streitsituationen, andere verletzt, ohne zu bedenken, wie sich die Gegenseite fühlt. Wir alle sind nicht perfekt und müssen an unserem eigenen Verhalten arbeiten.


*Übrigens kann ich jedem nur empfehlen sich auch das Video "Behind the Reasons" auf Netflix anzuschauen, denn die Produzenten, aber auch der Cast sprechen dort noch einmal über einige der Szenen und gehen darauf ein, wieso sie sich entschieden haben die Szenen genau so zu filmen.
*Und wer auf der Suche nach weiteren Serien ist, der findet diese Art der Rezension übrigens auf meinem Blog auch für Riverdale und Grey's Anatomy.


Wer von euch hat das Buch gelesen?
Und wer die Serie gesehen?
Eure Meinung?

Kommentare:

  1. Super schöner Post! 13 Reasons why habe ich auch schon angeschaut, war eine super Serie :)

    Liebe Grüße, Julia ☾ | www.serendipityblog.de

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    1. Freut mich zu hören das sie dir auch gefallen hat :)

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  2. Hab ich jetzt auch gerade erst angefangen und das obwohl ich das Buch damals gar nicht so gut fand (ich habe aber zu viel Gutes über die Serie gelesen und gehört). Klar, die Thematik ist wichtig und ernst, aber na ja. Das Buch war echt nicht eins meiner Favoriten. Aber die Serie mag ich bisher wirklich.

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    1. Die Serie ist in meinen Augen auch wesentlich besser, weil da der Blick einfach etwas weiter ist. Die Eltern spielten im Buch ja zum Beispiel gar keine Rolle, genauso wie wir abseits von Clay eigentlich die Figuren nicht wirklich kennengelernt haben. Das ist in der Serie anders und das finde ich richtig gut.

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  3. Die Serie steht als nächste bei mir auf NEtflix an! ;) Ich werde mir das in Ruhe ansehen! Liebe Grüße

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    1. Wünsche dir viel Spaß beim Anschauen. Musst mir dann mal schreiben wie sie dir gefällt.

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  4. Ich habe mich auch sofort in diese Serie verliebt!
    Bei den ersten Folgen denkt man sich, okay, das alles ist jetzt nicht so schlimm. Aber wenn sich alles aufhäuft, immer mehr Schlechtes auf einen zu kommt und nie etwas Gutes und dann am Ende so was schlimmes. Dann macht es einfach boom und man empfindet nichts mehr. Das Leben fühlt sich sinnlos an und man wird depressiv. Sie sah nicht so depressiv am Ende aus, aber schon alleine die Kassetten, wie leichtfertig sie über ihr Selbstmord redet, zeigt die Depression. Da hätten auch keine netten Worte oder Hilfe vom Lehrer geholfen. Sie bräuchte viel Liebe und eine Therapie, nur so hätte man ihr helfen können. Und ich spreche aus Erfahrung von einer Verwandten. Nur mit Therapie und antidepressiva konnte man die Selbstmordgedanken verhindern.

    Zurück zum Thema Mobbing. Damit kenne ich mich nur zu gut aus. Aber in die entgegengesetzte Richtung. Man hat mich hässlich und schlimmeres genannt in der Schulzeit. Die Jungs wollten sich mir nicht mal Nähern, wenn dann nur um zu mobben und nicht nur mit Wörtern. Natürlich waren das auch alles totale Idioten, die Aufmerksamkeit von Anderen suchten. Die nicht wussten, was sie mit ihren Handlungen verursachen. Doch ich bin nicht so schwach, wie alle annahmen. Ich hätte daran zerbrechen können, aber ich sah immer eine Hoffnung, dass alles besser wird. Diese Hoffnung verschwindet meist nur durch eine Depression.

    Naja, damit will ich sagen, dass das Thema mir einfach zu nah geht und ich am Ende fast jeder Folge mit Tränen in den Augen saß. Es war einfach so rühren und besonders der süße Clay, der einfach ahnungslos war und einem auch leid tat. Auch wenn er mit ihr zusammen gekommen wäre, hätte es sie nicht geändert. Aber ihn, für ihn hätte ich es mir gewünscht! :)

    Alle die meinen, diese Serie hätte ihre Ansicht verändert, verstehe ich nicht. Die Serie ist einfach die Realität und wer das nicht kannte, der hat entweder seine Augen verschlossen oder lebt in einer Traumwelt.

    Ich finde, es sollten mehr solcher Serie geben, aber für eine jüngere Zielgruppe und ohne Vergewaltigung, sondern nur mit den Folgen von Mobbing.

    Es gibt sowenige, mit denen ich meine Gedanken über die Serie teilen kann! :D

    LG, Ela

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    1. Freut mich, dass dir die Serie genauso gut gefallen hat.
      Gerade das mit der Steigerung hat mir aber auch im Buch schon sehr gut gefallen, weil der Autor dadurch gezeigt hat, dass auch die kleineren Dinge verletztend sind. Es wird ja im Moment viel Kritik geübt, dass ja nicht unbedingt auf den Punkt "Depression" eingangen wird, aber ich habe Hannah am Ende auch als depressiv empfunden, da sie ja keinen Sinn mehr im Leben gesehen hat und vor allem auch dachte, dass alle ohne sie besser dran wären. Da hilft dann definitiv nur noch eine Therapie und die Hilfe von Menschen, die sich damit auskennen.

      Das du schon so extreme Erfahrung mit Mobbing gemacht hast, tut mir Leid zu hören. Kann auch nicht verstehen, wie man sich nur so verhalten kann.

      Am Ende hatte ich auch echt ständig Tränen in den Augen. Bezüglich Clay da fand ich den Satz des Lehrers auch noch einmal wichtig, der ja auch gesagt hat, dass man niemanden ins Leben zurücklieben kann. Clay ist ja kein Psychologe, der weiß, wie er sich nun am Besten verhält.

      Was mit dem kennen anbelangt, da kommt es vielleicht auch drauf an, wo man lebt. Ich lebe ja in einer ländlichen Gegend und bei uns gab es diese extreme Art von Mobbing nicht. Klar, es gab doofe Sprüche und nicht jeder konnte vielleicht den anderen leiden. Aber am Ende haben wir als Klasse zusammengehalten. Kann mich nur gut an den Abschlussball erinnern, da haben wir sogar vorab klassenintern ausgemacht wer mir wem geht, damit em Ende niemand alleine da steht. In vielen Großstädten sieht es vielleicht anders aus. Finde aber auch, dass man gerade Mobbing in Serien und Filmen mehr thematisieren muss, vor allem Cybermobbing.

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  5. Das klingt super spannend. Netflix bietet sehr viele Serien auf hohem Niveau!

    Neri

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    1. Dankeschön ;). Jap da kann ich dir nur zustimmen.

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  6. Nach den vielen positiven Kritiken steht die Serie auch auf meiner Liste mittlerweile sehr weit oben :) Aber es gibt einfach sooo viel zu gucken :/

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    1. Bin mal gespannt, ob sie dir genauso gut gefällt ;).

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  7. Toller Post! Ich hab die Serie heute beendet ... vor allem die letzte Folge fand ich sehr krass und konnte mir Hannahs Selbstmord-Szene gar nicht anschauen. oh Gott.. :'(
    Ich hatte das Buch vorher nicht gelesen, sodass ich allem gegenüber offen war und mich einfach überraschen lassen hab. Es hat sich definitiv gelohnt, diese Serie zu gucken.
    Ob ich eine 2. Staffel möchte, weiß ich ehrlich gesagt auch nich.

    Liebe Grüße
    Caro

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    1. Persönlich hatte ich ja echt nicht damit gerechnet, dass sie das auch komplett zeigen. War dann schon etwas schockiert, als am Anfang der Folge schon der Hinweis kam. Konnte da auch kaum hinschauen.
      Ich bin jetzt gespannt was sie bezüglich einer 2.Staffel entscheiden. Auch wenn ich da skeptisch bin, würde ich natürlich aufgrund der Neugierd doch reinschauen.

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  8. Wir sind noch mitten in der Serie, daher habe ich deine Rezension nur überflogen. Schließlich will ich nicht zu viel wissen. Bin aber jetzt schon ein Fan der Serie und da ich das Buch nicht kenne, weiß ich noch überhaupt nicht, wie die Serien enden wird. Wenn wir fertig sind, klick ich deinen Beitrag nochmal an. ♥

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    1. Dann wünsche ich euch noch ganz viel Spaß beim Anschauen ;). Bin gespannt, auf deine Meinung, wenn du durch bist.

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  9. Hallo meine Liebe, Danke für deinen tollen Kommentar zu meinem Bücher Post, ich hab mich so gefreut ihn zu lesen! :) Ich weiß gar nicht wieso, aber ich habe immer das Gefühl, dass viele in der heutigen Zeit U. Poznanski gar nicht kennen, obwohl sie ja gerade mit Erebos und der Trilogie so erfolgreich war und auch zumindest mit ihren Jugendbüchern immer nach Release erstmal irgendwo im Spiegel Bestseller rumgeistert. Aber umso mehr freute es mich dann, dass du schon so viele ihre Bücher auf der Liste stehen hast :) Ich kann dir ehrlich von Herzen jedes Buch empfehlen, es lohnt sich. Blinde Vögel habe ich zuletzt von ihr zu Ende gelesen und möchte als nächstes Stimmen lesen, denn ich sehe es wie du: es klingt super interessant. Solltest du ihre Bücher anfangen: Die Jugend Thriller kannst du wahllos durcheinander lesen (außer natürlich die Trilogie :D), bei den Krimis würde ich der Reihenfolge des Erscheinens folgen. Zwar bauen die Krimifälle nicht aufeinander auf, aber die zwischenmenschlichen Handlungsstränge bzw auch sie Entwicklung der Charaktere :) Also erst "Fünf", dann "Blinde Vögel" und dann "Stimmen" :) Sag mir bitte unbedingt mal Bescheid, wenn du was von ihr gelesen haben solltest, wäre sehr interessiert daran, wie du es fandest :) Liebste Grüße an dich, Mona!
    P.S.: Habe die Serie noch nicht geguckt, habe vor einigen Wochen gerade erst netflix gekündigt -.- :D habe aber als junges Mädchen das Buch gelesen und fand es toll!!

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    1. Das freut mich zu hören :). Ich bin ehrlich gesagt auch durch Zufall auf sie gestoßen. Hatte zu Erebos mal eine Rezension auf dem Blog von Cora gelesen, die mich neugierig gemacht hat. So wirklich ein Begriff war mir die Autorin vorher auch nie. Wieso das so war, kann ich dir gar nicht sagen. Die Bücher sind mir einfach nicht so extrem aufgefallen, wie manch andere.

      Danke für den Hinweis, dann werde ich die Krimis auf jeden Fall nach der Reihe lese. Mag das nämlich auch nicht, wenn ich eine Reihe irgendwo in der Mitte anfange. Bekommst dann definitiv auch ein Feedback von mir.

      Fall du mal wieder Netflix haben solltest, dann kann sie dir nur wärmstens empfehlen, weil die Serie sogar noch besser als das Buch ist. Man setzt da einfach auf mehr Interaktion als im Buch und wir lernen wirklich alle Kasettenempfänger auch viel intensiver kennen.

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  10. Ein wirklich sehr toller Beitrag zu "Tote Mädchen lügen nicht"! Ich habe die Serie auch durchgesuchtet und ist mir definitiv im Gedächtnis geblieben - im Gegensatz zum Buch. Da ist eben eine Serie ausführlicher und geht mehr in die Tiefe, was definitiv besser war als ein Film drauß zu machen!

    Der Cast ist klasse und Kate Walsh mochte ich auch sehr. Und auch die Ehrlichkeit und Derbheit hat mir gut gefallen. Es wurde nichts verschönigt. Hast du dazu noch das Making-Of gesehen? Fand ich auch total interessant!

    Das Thema ist auch in der heutigen Zeit so präsent, weil der Druck so enorm hoch ist. Man soll schön, intelligent, beliebt,... sein und das in hohem Maße und einfach sich anpassen, was eben nicht so einfach ist.

    Ja war wirklich schade, dass mir der letzte Band von Muchachas nicht gefallen hat, ich ihn bzw. abgebrochen hat. Meine Mama hats durchgezogen und meinte es wird noch besser, aber war trotzdem verwirrend xD

    Ohje das klingt nach einem nicht so schön entspannten Frühstück! Aber da geht ihr einfach nicht mehr hin, wenns so schlecht war... Ich war heute bei meiner Freundin gemütlich frühstücken, weil sie heute Geburtstag hat :)

    Aber gerade die Vorfreude zum Kaufen ist ja auch das, was es ausmacht :P
    Ich freue mich jetzt auch schon rießig auf die neue Wohnung und die mit (Ikea)Sachen einzurichten :D Da wird dann auch bestimmt mal ein Post kommen... Aber komm ja erst im Juni rein :)

    Hach sehr cool und schon ist bald der Bachelor rum :P Freust dich schon auf die Arbeit? Und dann auf das Praktikum? Wird bestimmt stressig, aber es bewegt sich was und ich glaube, das tut gut :)

    Voll gut, dass Riverdale in die zweite Runde geht :P Von Tote Mädchen lügen nicht finde ich auch nicht sinnvoll - das wäre nur Geldmacherei!

    Da freue ich mich auch total drauf meine Bücherregale in meiner neuen Wohnung zu gestalten :P Lichterketten werden definitiv gekauft!

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    1. Finde die Serie auch besser als das Buch, wie du schon geschrieben hattest, man hat hier noch mal viel mehr Tiefe.
      Meinst du mit dem Making Of das Video "Behind the Reasons", denn das habe ich mir noch angeschaut und fand auch das sehr interessant.

      Das hört sich doch auch schön an. Frühstücken bei Freunden ist auch immer ne Schöne Sache. Ich hatte in den Semesterferien ja meine Beste zum Frühstücken eingeladen, war auch ziemlich entspannt. Ich hoffe, ihr habt dann noch schön gefeiert?

      Das glaube ich dir. Das Einrichten ist echt immer das Schönste, bin schon sehr gespannt, wie es dann bei dir aussieht.

      Ist schon beängstigend wie schnell das ging, aber kommt ja noch der Master, wenn nichts schiefgeht. Auf das Praktikum freue ich mich aber schon, weil ich ja meiner Leidenschaft nachgehen kann. Bin aber auch gespannt, zu schauen, ob das dann letztendlich wirklich mein Traumjob bleibt.

      Ich bin da zwar zwiegespalten bei "Tote Mädchen Lügen Nicht", aber aus Neugierde würde ich letztenendes dann doch reinschauen.

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  11. Das Buch habe ich ja auch gelesen und fand es durchaus spannend und kann mir das Gut als Serie vorstellen. Bei einem zweiten Teil wäre ich aber genauso skeptisch wie du, weil sie Story in hannah auf mich in sich so anschlossen wirkte. Da kann ich mir höchstens vorstellen, dass man in einer weiteren Staffel dann eine der Nebenfiguren in den Mittelpunkt rückt, und ob das sinnvoll ist, weiß ich nicht.

    Dass so ein ernstes Thema angesprochen wird, finde ich auch gut. Ich bin ja echt ein Fan davon, wenn zum Nachdenken angeregt wird... Zumal man Jugendliche wohl heutzutage auch am ehesten erreicht, wenn man die Botschaften in Filme und Serien verpackt. Wir müssen uns ja Seminar echt abändern, wenn es so viele Selbstmorde gibt... Die Höhe der Selbstmorde hat mich Gerhard wirklich erschreckt!!!

    Der Aufbau klingt wirklich passend. Ich fand es auch im Buch schon suped, dass Kassettenweise erzählt wurde.

    Freut mich, dass auch sonst die Umsetzung so gut gelungen ist! Da wünsche ich dir noch ganz viel Spaß beim weiteren Anschauen :)

    Liebe Grüße

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    1. In der Serie spielen die Empfänger der einzelnen Kasetten jedoch sowieso schon alle Hauptrollen und sie haben auch alle eigene Handlungsstränge erhalten, somit wäre das jetzt nicht das Problem. Vielmehr ist dann die Frage, ob die Serie ohne die Figur von Hannah funktionieren würde ode wie man sie miteinbauen möchte. Denn Katherine Langford war schon schauspielerisch der Hammer und es wäre Schade, wenn man auf sie verzichten müsste. Ich muss aber auch gestehen, dass wenn es eine zweite Staffel geben würde, ich aber aus Neugierde definitiv reinschauen würde.

      Die Anzahl hat mich bei meiner Recherche auch sehr schockiert. Daran merkt man wieder gut, wie sehr diese Thematik in der Öffentlichkeit gemieden wird. Zahlen hört man dort ja eigentlich nie. Es ist eines dieser Tabuthemen, welches man lieber meidet. In meinen Augen ist das dann definitiv nicht der richtige Ansatz, um etwas dagegen zu unternehmen und dafür zu sensiblisieren. Die Meinungen zur Serie sind aufgrund der Thematik natürlich auch gespaltet. Es gibt diejenigen, so wie ich, die begeistert sind, aber natürlich auch ne Gegenseite, die die Thematik nicht gut dargestellt findet. Aber ich denke mal das Ziel wurde erreicht, da durch die Serie viele Diskussionen enstanden sind.

      Ich bin ja schon durch ;).

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  12. Krass, davon ist mein Facebook-Feed auch total voll. Muss also gut sein!


    -Kati
    Almost Stylish

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    1. Also ich fand sie gut. Die Serie spaltet definitiv aber auch die Meinungen, aufgrund der brisanten Thematik.

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  13. Ich suchte die Serie gerade auch total - sogar mein Freund liebt sie :D
    Finde die Serie auch total gut produziert und mir gefällt die Botschaft, die sie vermittelt :)

    Liebste Grüsse
    Swenja
    https://www.overtheview.ch

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    1. Das freut mich zu hören, dann wünsche ich euch noch viel Spaß bei der Serie ;).

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  14. Mega guter Post! Ich bin einfach absolut begeistert von dieser Serie, denn sie ist wirklich genial inszeniert und toll gespielt. Hätte wirklich nicht gedacht, dass die Verfilmunt mich so packt, denn im Buch fand ich Hannah eher unsympathisch. Habe jetzt noch eine Folge vor mir und anschließend möchte ich ebenfalls einen Beitrag dazu schreiben.

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    1. Dankeschön für das liebe Kompliment. Freut mich, dass sie dir auch so gut gefällt. Ich finde sie ebenfalls wesentlich besser als das Buch, denn das hatte doch ein paar Schwächen. Bin schon sehr gespannt auf deinen Beitrag zur Serie.

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  15. Das klingt echt gut! Ich sehe dauernd Werbung für die Serie in meinem Instagram feed. :)
    Vielleicht sollte ich mal reinschauen.
    Liebe Grüße,
    Thi

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    1. Kann sie dir wirklich nur empfehlen, denn sie ist wirklich auf sehr hohem Niveau, aber natürlich auch schockierend zugleich.

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  16. Tolle Aufzählung von Gründen für die Serien, denen ich mich zum allergrößten Teil nur anschließen kann. Insbesondere die Darsteller haben mich ja auch beeindruckt - Katherine Langford war so authentisch und hat so mitreißend gespielt, dass ich Hannahs Schmerz in jedem Moment nachfühlen konnte.
    Prinzipiell fand ich auch das Prinzip der 13 Kassetten und damit 13 Folgen gut, aber wie ich bei mir ja schon geschrieben hatte, war mir das Ganze damit ein wenig zu lang. Einige Handlungsstränge hätten für mein Gefühl durchaus weggelassen werden können.

    Bei einem Punkt bin ich aber wirklich komplett bei dir: Dass dieses wichtige, heikle Thema sehr gut umgesetzt wurde. Einige kritisieren ja, der Suizid würde hier als "chic" dargestellt und verherrlicht, aber das sehe ich nicht so. Insbesondere Hannahs Schmerz in den Momenten ihres Todes wird ja sehr ungeschönt dargestellt. Ob die Serie allerdings für sowieso schon psychisch angeschlagene Zuschauer das richtige ist, weiß ich nicht so genau.

    Ich glaube, ich mochte das Buch damals lieber, weil es keine Längen hatte. Auch wenn auch da ähnliche Probleme auftraten - wie eben, dass Hannah durchaus eine Egoistin ist, die vieles negativ auf sich bezieht, und dass Clay dort sogar weniger für sich und andere eingestanden ist. Aber das Buch ist ja auch schon sehr lange her :D

    Schöner Post!

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    1. Dankeschön, freut mich, dass wir da zum größtenteil gleicher Meinung sind ;). Die Darsteller fand ich auch alle sehr talentiert, was ja auch zeigt, dass es nicht immer schlimm ist auf unbekannte Gesichter zurückzugreifen. Für die Schauspieler war das jetzt definitiv der "Durchbruch über Nacht". Gerade bei Katherine Langford spekulieren nun ja schon viele, dass sie sicherlich auch für einen Emmy nominiert werden dürfte. Hätte sie in meinen Augen auch verdient.
      Den Anfang fand ich wie gesagt auch etwas schleppend, da hätte man auch kürzen können, aber aber der Mitte wurde es ja dann spannend und gerade bei den letzten 5 Folgen, konnten meine Mum und ich nicht mehr aufhören.

      Ich sehe das auch gar nicht so. Ich fand diese Szene extrem schwer anzuschauen, es hat wirklich weh getan beim zuschauen und da wurde sehr deutlich wie schmerzhaft dieser Tod ist und vor allem wurde auch mehrmals betont, dass Hannah alleine und unter Qualen gestorben ist. Ich denke mir halt, dass die Alternative ist, dass man solch ein Thema überhaupt nicht anspricht, wie es ja die ganzen Jahre der Fall war und das ist in meinen Augen auch kein richtiger Weg. Nur weil man über eine Sache nicht redet, verschwindet das Problem ja nicht.

      Wie das natürlich auf psychisch angeschlangene Zuschauer wirkt, kann ich nicht einschätzen, aber es ist halt auch die Frage, ob so jemand dann wirklich solch eine Serie anschaut.

      Das Buch mochte ich damals zwar auch und es ging mir nicht mehr aus dem Kopf, aber mir fehlte da immer etwas die Interaktion zwischen den Figuren und ich fand es schade, dass Hannahs Eltern dort auch gar keine Rolle spielten. Charakterlich hat die Serie aus den Figuren richtig viel rausgeholt. Gerade das Hannah auch Fehler macht, Dinge falsch interpretiert und auch nicht immer richtig handelt, fand ich wichtig, denn so wurde ihre Figur auch nicht glorifiziert. Clay mochte ich in der Serie aber wesentlich mehr, gerade weil er für andere eingestanden ist.

      Was sagst du denn eigentlich zur 2.Staffel, die schon beschlossene Sache sein dürfte?

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  17. Ich habe die Serie gerade durch und bin immer noch total aufgewühlt. Was mir definitiv too much war, ist die Szene, in welcher sich Hannah umbringt. Das so heftig und eindeutig darzustellen, finde ich zuviel. Das Thema grundsätzlich aufzugreifen finde ich immens wichtig.

    Neri

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    1. Über die Szene wird ja viel diskutiert und die Meinungen gehen auseinander. Ich fand sie aber wichtig, um zu zeigen, dass es sehr schmerzaft und einsam ist. Schwer anzuschauen war sie für mich auch und augewühlt hat sich mich ebenfalls.

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Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Kommentar von euch und versuche auch immer auf euren Blogs zu antworten. Dankeschön <3

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