SOCIAL MEDIA

Montag, 6. Juni 2022

Monatsrückblick Mai: Erlebt, Gesehen, Gebloggt


Monatsrückblick, Erlebt Gesehen Gebloggt, Monatsrückblick Blogger, Monatsrückblick Filmblogger, Serienjunkie, Serien Monatsrückblick
Links oben: Kommunionskuchen, rechts oben: Schokoladenkuchen (vergan), rechts unten: Das unsichtbare Leben der Addie LaRue (S. Fischer Verlage)


 

Monatsrückblick: Erlebt im Mai: 


Völlerei, beschreibt den Mai bei mir vielleicht am Besten, denn direkt am Monatsanfang waren meine Eltern und ich auf Kommunion eingeladen, wo es natürlich eine breite Auswahl an leckeren Köstlichkeiten gab. Am Ende des Tages war ich so vollgefuttert, dass in meinem Magen kaum noch Platz für weiteres Essen war. Aber nicht nur das Essen war lecker, sondern auch die gemeinsame Zeit mit Freunden und Bekannten, die solche Tage immer besonders machen. Nach diesem Monatsauftakt, wurde es auch an den kommenden Wochenende nicht unbedingt ruhiger. An einem Samstag ging es ausgiebig frühstücken, ein Abstecher in die Stadt stand mit meiner Besten Freundin auf dem Plan, um ein bisschen zu bummeln und anschließend bei einem Stück Schokoladenkuchen zu plaudern. Mitte des Monats wurde im Freundeskreis ein altes Ritual zum Leben erweckt: Gemeinsam den ESC schauen, das hatten wir während der Pandemie schmerzlich vermisst. Dass die Ukraine diesen gewonnen hat, finde ich nicht schlimm, weil es ein wichtiges politisches Statement setzt und noch einmal den Zusammenhalt und die Solidarität betont. Was unsere Platzierung anbelangt, hatte ich aufs Mittelfeld gehofft, aber irgendwie ist es ja auch schon eine Tradition, dass wir immer auf den letzten Platz landen. Wir sollten es einfach mit Humor nehmen, davon geht die Welt auch nicht unter. Wir hatten trotzdem einen schönen Abend, denn letztlich geht es auch hier um die gemeinsame Zeit, die miteinander verbracht wird, unabhängig von Ergebnis und Platzierung. 

 

 

 

Apropos gemeinsame Zeit, das war auch das Motto am Vatertag, da die gesamte Familie zu einem kleinen Grillfest zusammenkam. Schön wars. Neben all dem habe ich mich noch um die Buchbestellung für die Gemeindebücherei gekümmert und durfte mich wieder wie ein kleines Kind freuen, als die ersten Bücher dann eintrudelten. Beruflich bin ich in meine erste Volo-Station gestartet und nun seit etwas über einem Monat in einer Lokalredaktion eingesetzt. Unfassbar, wie schnell die Zeit rennt, sicherlich auch deshalb, weil ich vieles zum ersten Mal mache und dadurch immer wieder dazulerne. Ich bin echt dankbar, dass ich mich in so einem unterstützenden Umfeld ausprobieren darf, wo auch Fehler kein Weltuntergang sind. Niemand ist am Anfang perfekt oder bekommt gleich alles ohne Probleme hin, beim Berufseinstieg gehören Fehler dazu und es ist wichtig, sich dem auch selbst bewusst zu sein, denn das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass man nicht geeignet für den Beruf wäre oder nichts hinbekommt. Gerade in den ersten Tagen war ich konstant unsicher und nervös, ob das was ich tue, richtig ist und musste mich zunächst in alle Abläufe einfinden. Jetzt, wo schon etwas Zeit vergangen ist, bin ich angekommen und habe mich in den Redaktionsalltag eingefunden, sodass die konstante Unsicherheit verschwunden ist und sich nur noch zeigt, wenn ich etwas komplett Neues mache. Generell ist Journalismus eine Art Black Box, da es vorab oft unmöglich ist, einzuschätzen, wie sich eine Geschichte oder ein Gespräch entwickelt und vieles situationsbedingt ist. Das macht diesen Beruf aber auch so spannend, denn dadurch ist jeder Tag anders, unvorhergesehen und nicht planbar.






Monatsrückblick: Gesehen im Mai: 

 

Filme:

 

 

Wonder Woman 1984 (DC-Film // 2021 // Amazon Prime)

 

Leider muss ich mich der Mehrheitsmeinung anschließen, der zweite Teil von "Wonder Woman" ist qualitativ schlechter als der Auftakt. Gal Gadot gefällt mir zwar immer noch gut in der Rolle, aber es schleichen sich erste Schwächen ein. Das fängt an bei dem übertrieben stereotypischen Beginn des Filmes, der unnötigen Rückkehr von Chris Pine als Steve (die zudem dem Ende des ersten Teils alle Emotionalität und Tragik nimmt und nicht mal etwas zur Storyline von Teil 2 beiträgt) und endet bei der klischeehaften Verwandlung von Barbara zu einer der Schurkinnen im Film. Dazu kommt, dass die Chemie zwischen Gadot und Pine bei mir nicht ankam, das können schauspielerisch auch Kristen Wiig und Pedro Pascal nicht retten. Mit knapp 2 Stunden 30 Minuten Laufzeit ist der Film etwas zu lange geraten, da sich vor allem die erste Hälfte zieht. Es passiert nicht viel, dass die Handlung voran bringen würde. Das "Wonder Woman 1984" etwas weniger Action hat, wäre an sich nicht schlimm, wenn die Handlung nicht voller Klischees und Stereotype, teilweise auch lächerliche Momente (beispielsweise Barbaras finale Transformation, was war das?), wäre. Da bleibt zu hoffen, dass ein möglicher dritter Teil wieder etwas spannender inszeniert wird. 





Urheberrecht: Netflix


Senior Year (Komödie // 2022 // Netflix)

 

2002: Stephanie ist Anführerin der Cheerleaderinnen, das beliebteste Mädchen der Schule und baldige Prom-Queen, doch dann stürzt sie bei einem Cheerlader-Auftritt und fällt ins Koma. 20 Jahre später erwacht sie. Nun 37 und immer noch auf dem Stand einer Teenagerin, möchte sie da weiter machen wo sie damals aufgehört hat, und sich die Krone sichern. "Senior Year" fühlt sich an wie eine Komödie aus den 2000ern, nicht nur weil es Rückblicke in dieser Zeit gibt sondern der Film versprüht einfach den Vibe der Zeit und hat mich zurück in meine Jugend katapultiert. Wie viele Komödien dieser Zeit, lassen sich übrigens auch in "Senior Year" Gags vorfinden, die gut funktionieren und andere, die dann doch daneben sind. Wobei es schon herrlich unterhaltsam ist mit anzusehen, wie sich Rebel Wilson als Erwachsene wie ein bockiger Teenager aufführt und stellenweise auch etwas überfordert ist, von all den neuen Entwicklungen. Generell ist der Film over-the-top und unrealistisch, aber er unterhält und das ist letztlich das Ziel einer Komödie. Hier und da muss schon einmal ein Auge zugedrückt werden, wenn veraltete Klischees bedient werden oder nicht darauf eingegangen wird, dass Steph damals bewusst fallen gelassen wurde. Etwas komisch, dass dies so offensichtlich für das Publikum eingefangen wird, nur um dem dann keine Beachtung mehr zu schenken. Wer aber Lust auf einen leichten Couch-Film hat, der unterhält, der sollte "Senior Year" definitiv eine Chance geben, schon allein aufgrund des Soundtracks und all der Erinnerungen an die 2000er.

 

 

 

 

 

 

Along for the Ride (Coming-of-Age // 2022 // Netflix)

 

Mit etwas weniger Drama wartet der Coming-of-Age Film "Along for the Ride" auf, der eine Prämisse hat, die es im Genre oft gibt: Ein Mädchen verbringt den Sommer bei ihrem entfremdeten Vater , lernt dort einen mysteriösen Jungen kennen, der ihr die beste Zeit ihres Lebens beschert und in den sie sich verknallt. Doch besagter Junge hütet ein Geheimnis, welches dazu führt, dass er sich abschottet. Umgesetzt wird der Plot so charmant, dass mir das Netflix-Original doch gefallen hat, auch wenn es hier und da schauspielerisch noch Luft nach oben gibt. Die Romanze ist aber trotzdem süß, wenn auch vorhersehbar, denn natürlich finden sich das Mädchen und der Junge am Ende. Es wäre aber auch doof, wenn nicht.

 

 

 

 

 

 

Serien:

 

The Wilds (S2 // Amazon Prime) 


"The Wilds" ist eine dieser Serie, die auch in der zweiten Runde keine Antworten auf offene Fragen liefert, Ein Fakt, der mich doch etwas gestört hat, denn mit der noch ausstehenden Verlängerung, besteht immer das Risiko, dass die Serie offen endet. Zumal dadurch auch Logiklöcher entstehen, da es mittlerweile etwas unglaubwürdig ist, dass scheinbar niemanden die lange Abwesenheit der Mädchen tangiert. Sowohl ihre Eltern, als auch jeweiligen Freundeskreise und das Schulpersonal, scheint es egal zu sein. Dass die Ereignisse abseits der Insel nicht beleuchtet werden, ist für mich eines der größten Defizite, genau wie die lediglich kurze Einbindung von Nora (ka wieso sie überhaupt da war, wenn man ihre Figur dann nicht nutzt). Beides bedeutet aber nicht, dass die Staffel schlecht ist. Im Gegenteil, was die Charakterentwicklung der weiblichen Figuren anbelangt, machen die Produzenten einen verdammt guten Job. Es ist wunderschön mit anzusehen, wie aus der Gruppe eine Familie wird und wir die Mädchen besser kennenlernen, sodass einem jede einzelne ans Herz wächst. Parallel dazu lernen wir in dieser Staffel auch die männliche Gruppe kennen, deren Handlungsstrang sicherlich etwas repetitiv ist, aber ich fand die Jungs jetzt trotzdem nicht so langweilig, wie manch anderer Zuschauer oder Zuschauerin. Mit Blick auf das Ende der Staffel und den eingangs erwähnten offenen Fragen, hoffe ich auf eine Verlängerung, denn es wäre schade, wenn die Serie all dies schuldig bleibt. 





Urheberrecht: Netflix


Heartstopper (S1 // Netflix) 

 

Ein bisschen, wobei ein bisschen noch milde ausgedrückt ist, verliebt, bin ich in die Verfilmung des gleichnamigen Graphic Novel rund um die Liebesbeziehung zweier Teenager. "Heartstopper" ist eine Feel-Good-Serie, die nicht nur durch ihren Realismus überzeugt, sondern auch die Chemie der beiden Hauptdarsteller, denen das Publikum von Anfang an die Daumen drückt. Besonders schön: Für die Etablierung der Beziehung nehmen sich die Produzenten Zeit, sodass sie nicht übereilt wirkt. Neben Charlie und Nick, sind aber auch die Nebenfiguren gut ausgearbeitet und lassen den Wunsch aufkommen, Teil der Freundesgruppe zu sein. Wie sie sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind, ist fantastisch. Da es sich um eine Liebesgeschichte handelt, die an ein jugendliches Publikum gerichtet ist, sind die Dialoge zwar ab und an etwas kitschig, aber das hat mich nicht gestört. Es passt einfach zum Ton der Serie, die dazwischen auch immer wieder sensible Themen, wie Mobbing aufgreift. Mir bleibt nicht mehr zu sagen als: Schaut euch die Serie, die jüngst um eine zweite und dritte Staffel verlängert wurde, unbedingt an. Für mich ist sie jetzt schon ein Jahreshighlight. 

 

 

 


Urheberrecht: Disney Deutschland


The Dropout (Mini-Serie // Disney+)

 

True Crime Serien sind derzeit im Trend und nach "Inventing Anna" steht nun eine weitere Frau im Zentrum, die es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nahm und damit vor allem ihr eigenes Ego streicheln wollte. Amanda Seyfried - phänomenal als Elizabeth Holmes - mimt eine Unternehmerin, die vorgibt die Gesundheitsindustrie revolutionieren zu können. Das Versprechen von Theranos: Mit nur einem Tropfen Blut kann ihr technisches Gerät eine Vielzahl von Krankheiten erkennen. Tatsächlich hatte ich von der technologischen Erfindung auch in den deutschen Nachrichten gehört, wo das ganze aber eher eine Randnotiz war. Die Serie führt nun den ganzen Betrug und die Auswirkungen auf weibliche CEOs und Wissenschaftlerinnen vor Augen. Ich bin gespannt, ob Amanda Seyfried, die das Verhalten der echten Elizabeth Holmes perfekt imitiert, sowohl was Stimme, Mimik und generelles Auftreten anbelangt, für diese Leistung einen Emmy erhält. Verdient hätte sie es. Seyfried trägt die Serie und überzeugt in jeder Episode. Was den Spannungsbogen anbelangt braucht "The Dropout" etwas bis es sich warm läuft, wird aber mit jeder Folge besser und übertrifft qualitativ definitiv auch den Genrekonkurrent "Inventing Anna", auch was die Darstellung des investigativen Journalismus anbelangt, die hier gut getroffen wird.


 

 

 

 

 

Moon-Knight (S1 // Disney+)

 

"Moon-Knight" hat gut angefangen und dann leider im Verlauf der Staffel immer mehr nachgelassen. Die ersten zwei Episoden sind vielversprechend, vor allem die Einbindung der ägyptischen Mythologie, hat mein Herz als Fan des alten Ägypten höher schlagen lassen. Jedoch kratzt man hier nur an der Oberfläche und nutzt das vorhandene Material nicht, zudem wird auch der düstere Ton nicht beibehalten. Gefühlt wissen die Produzenten nicht so recht, was die Serie nun sein soll. Brutal? Mysteriös? Eine düstere Charakterstudie? Oder doch Humorvoll? Für mich wollte die Mischung nicht wirklich passen und irgendwann rutscht die Serie dann bei der Darstellung der ägyptischen Götter zu sehr ins Lächerliche ab, als das ich sie noch ernst nehmen kann. Das kann auch ein Oscaar Isaac nicht retten, der schauspielerisch den einen oder anderen herausragenden Moment liefert sowie die Neuentdeckung May Calamawy, die zu überzeugen weiß. Doch egal wie Talentiert der Cast auch sei mag, das schlechte Script voller Logiklöchern in Bezug auf die Handlung von Charakteren können sie nicht kaschieren. Zu viel passiert Off-Camera und zu viele Probleme lösen sich in nur wenigen Minuten in Luft auf. Schade, denn mit dem Fokus auf Mental Health und der ägyptischen Mythologie hätte dies eine der interessantesten Marvel-Serien werden können, letzten Endes fehlte dazu aber scheinbar der Mut.

 

 

 

 

 

Monatsrückblick: Gebloggt im Mai:



Serien Talk: Streaming Neuheiten Mai

Monatsrückblick April: Erlebt, Gesehen, Gebloggt 

Life-Update #2: Berufseinstieg, die Zukunft des Blogs und die Suche nach der richtigen Serie 

Serien Talk: Streaming Neuheiten im Juni 

 

 

 

Anmerkung: Alle Youtube-Trailer wurden via "erweiterten Datenschutz" eingebunden, sobald ihr die Trailer abspielt werden natürlich Daten gesammelt. 

 

 

 

Was war bei euch im Mai los?
Was habt ihr erlebt?
Welche Filme/Serien habt ihr gesehen?

 

 

3 Kommentare :

  1. Wonder Woman 1984 war halt auch wirklich echt schwach... schade, der erste Teil gefiel mir ja noch ganz gut.

    Fehler gehören zu einem neuen Job einfach dazu. Manche Fehler muss man auch einfach selbst machen - dadurch lernt man ja schließlich!

    Mein Mai war sehr von meinem Umzug geprägt. Habe aber dafür mit Downton Abbey II und Everything Eveywhere All At Once zwei echt gute Filme im Kino gesehen.

    AntwortenLöschen
  2. Job gemacht, denn in den letzten paar Folgen hat sie mich SO AUFGEREGT, dass ich was gegen den Bildschirm werfen wollte :D

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

    AntwortenLöschen
  3. Ooooh wie schön. Heartstopper mochte ich auch sehr und warte derzeit, dass die Comics bei mir ankommen und ich lesen kann wie es weitergeht. Mir hat echt lange keine Slice of Life/Liebesgeschichte mehr so mitgerissen. :)

    Habe es noch nicht erwähnt denke ich, aber ich finds echt cool, dass du ein Volontariat im Journalismus machst. Bin gespannt mehr von deinen Erfahrungen und Erlebnissen zu lesen. Soweit du darüber schreiben kannst/willst jedenfalls. Als Kind habe ich immer gesagt, dass ich Journalistin werden möchte. Ist dann doch was anderes geworden ...

    AntwortenLöschen

Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Kommentar von euch und versuche auch immer auf euren Blogs zu antworten. Dankeschön <3

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt.
Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (https://www.smalltownadventure.net/p/datenschutz.html) und in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/privacy?hl=de).

Solltest du die Kommentare zu diesem Beitrag durch Setzen des Häkchens abonnieren, informiert dich Google jeweils durch eine Mail an die in deinem Googleprofil hinterlegte Mail-Adresse.

Sobald du den Haken entfernst, löscht du dein Abbonement wieder und es wird dir eine entsprechende Vollzugsnachricht angezeigt. Alternativ hast du aber auch die Möglichkeit dich in der Mail, die dich über einen neuen Kommentar informiert, über einen deutlichen Link wieder abzumelden.