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Donnerstag, 18. April 2019

{Geständnisse eines Serienjunkies} Die aktuellen Serien-Trends #2

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Im März habe ich euch in einem ausführlichen Beitrag schon einige Serien-Trends, wie Superhelden, Buchverfilmungen oder Hexen nähergebracht. Einiges davon sind Klassiker, die wohl immer unsere  Bildschirme dominieren werden, bei anderen Thematiken geht man hingegen neue Wege und versucht etwas mehr Individualität vorzuweisen. Auch im zweiten Teil meiner Beitragsreihe erwartet euch wieder eine bunte Mischung. Deutlich wird vor allem: Dass die Streaming-Anbieter immer mehr den Ton vorgeben. Überraschend ist das für mich nicht wirklich, denn Netflix bestellt mittlerweile fast täglich neue Produktionen, Amazon Prime versucht sein Profil zu stärken, um gegen die Konkurrenz zu bestehen, Hulu kann sich dank des 60% Anteils über einige neue Bestellungen freuen und all die neuen Streaming-Player versuchen natürlich ebenfalls mit interessanten eigenen Inhalten die Kunden zu ködern. Trotzdem versuche ich hier natürlich immer Streaming und Networks gleichsam zu betrachten, manche Trends beschränken sich jedoch aktuell noch auf den VoD-Bereich und könnten bald auch von den Networks übernommen werden. Diese Liste hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch mir gehen Serienbestellungen durch die Lappen, manche Serien laufen zudem auch ins Leere und werden plötzlich nicht mehr weiterentwickelt und so mancher Trend geht vielleicht auch an mir vorbei. Ich habe hier nur die Dinge zusammengetragen, die mir in den letzten Monaten aufgefallen sind. Ob es einen dritten Teil gibt, das weiß ich noch nicht, es kommt darauf an, welche Trends mir in der nächsten Zeit so begegnen und ob von eurer Seite Interesse besteht? Ich würde mich also über ein kleines Feedback in den Kommentaren freuen, wenn ihr findet, dass der Beitrag euch relevante Informationen liefert, denn hinter beiden Posts steckt ernorm viel Recherche und Arbeit. Zum Schluss noch ein kleiner Teaser was euch diesmal im Beitrag "Die aktuellen Serien-Trends" erwartet: Es geht unter anderem um Serien des Fantasy-Genres, Podcasts und ich verrate, wie viel so mancher Showrunner/in verdient.







Aktueller Serien-Trend #6: Neue Fantasy-Figuren ziehen ein bzw. Revival des Märchen-Trends:


Zwar erleben auch Vampire und Werwölfe in den kommenden Monaten wieder ein Revival (soviel zu der Aussage: "Superhelden sind die neuen Vampire". So schnell ist das Genre zum Glück nicht Tod zu kriegen), allerdings stehen nun andere übernatürliche Wesen im Mittelpunkt. Gut so, denn das Fantasy Genre hat immerhin so viel mehr zu bieten, da überrascht es mich doch etwas, dass erst jetzt Produzenten "Meerjungfrauen" bzw. "Siren" für sich entdeckt haben und sie bisher eher eine kleine Rolle spielten, wenn überhaupt. Natürlich kann man nun das passende Pendant zu "Aquaman" bieten, eine Comicverfilmung die sich ebenfalls der Unterwasserwelt zuwendet. Während "Siren" (hierzulande bei Amazon Prime zum leihen verfügbar) oder Netflix's "Tidelands" der Meereswelt eine Stimme geben, zeichnet sich nach dem Ende von "Grimm" oder "Once Upon A Time" ein schneller Revival des Märchen-Trends ab. Nicht nur wird aktuell an einem Reboot von "Grimm" gewerkelt, diesmal mit einer weiblichen Hauptfigur inklusive bekannter Figuren der Mutterserie, sondern mit "Tell me a Story" ging auch eine düstere Verfilmung bekannter Märchen an den Start. In der ersten Staffel werden Rotkäppchen, Hänsel und Gretel und Die drei kleinen Schweinchen ins heutige New York verlagert. Mit komplexen Figuren, der Verlagerung in die heutige Zeit und den Themen Drogen, Verlust, Rache oder Mord, konnte die Serie punkten und wurde erst vor Kurzem um eine 2. Staffel verlängert. In deren Fokus rücken dann aber neue Märchen. Dazu gesellen könnte sich bald noch "Fabled", bei dem ein feministischer Blickwinkel auf bekannte Märchen geworfen wird. Übrigens ist dies ein Trend über den ich mich persönlich freue, denn alle Serien gehen das Oberthema auf ihre ganz eigene Art und Weise an und könnten dem Genre etwas Neues hinzufügen.



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Urheberrecht: Freeform


Aktueller Serien-Trend #7: Weg von den 22 Folgen, hin zu mehr Flexiblität:


Immer öfter begegnen einen Serien, deren Staffeln aus 6, 10, 12 oder 16 Episoden bestehen. Viele Networks wollen weg vom 22-Folgen-Prinzip, das lange Zeit als Standard gesehen wurde. Warum? Die Erklärung ist einfach: Mit einer geringeren Folgenzahl kann in vielen Fälle für mehr Spannung gesorgt werde, da übergreifende Storyline auf weniger Folgen verteilt werden muss und so im Optimalfall keine Längen entstehen. Lästige Füller Episoden fallen weg. Doch es hat auch Vorteile für die beteiligten Darsteller/innen, die parallel an anderen Projekten arbeiten können und nicht nur an eine Serie gebunden sind. Man denke nur an die 6-Jahres-Standard Verträge von The CW, durch die Schauspieler/innen nicht nur stark an eine Rolle gebunden sind, sondern oft auch auf diese festgeschrieben werden und sich nach dem Ende einer Serie schwer tun eine neue Rollen zu finden. Man denke nur an Nina Dobrev, die für viele noch heute Elena Gilbert ist oder wer hat bei Leighton Meester nicht gleich Blair Waldorf vor Augen? Das Gleiche bei Kit Harrington, der auch nach "GoT" immer wieder in Verbindung mit Jon Snow gebracht werden wird. Dass es dann schwer ist Rolle nzu finden beweisen Adam Brody, um den es nach "The Oc" doch sehr still wurde oder Tom Felton, der nach dem Ende von "Harry Potter" ebenfalls eine kurze Durststrecke hatte, wobei es für Rupert Grint lange Zeit noch düsterer aussah. Erst jetzt ist der Rotschopf in neuen Serien zu sehen, deren Erfolg sich noch zeigen muss.

Für die Networks hat dieser Trend einen weiteren Vorteil: Eine neue Serie kann ganz entspannt angetestet werden, um herauszufinden ob der Stoff bei den Zuschauern positiv aufgenommen wird ohne sofort eine volle Staffel produzieren zu müssen, die dann vielleicht nicht komplett ausgestrahlt wird. Beispiele für diesen Trend lassen sich aufgrund der genannten Vorteile mittlerweile reichlich finden: Trotz Quoten-Erfolg bleibt man bei "This Is Us" bei 16 Episoden, anstatt auf 22 aufzustocken, auch "Legacies" darf sich über diese Episodenanzahl freuen, für "iZombie", American Horror Story" oder "The 100" geht das Konzept hingegen schon etwas länger auf. Am beliebtesten ist es aber sicherlich bei Historienserien, deren Produktion sehr aufwendig ist, sodass gerade diese weniger Folgen umfassen (siehe "Game of Thrones", "Die Tudors", "Vikings", "Versailles"). Der Trend wird jedoch auch durch den Siegeszug der Streaming-Anbieter befeuert, die noch flexiblere Staffelumfänge vorweisen können. So umfassen die meisten Netflix Serien zwar um die 10 Folgen, je nach Thema sind aber auch nur 6, 8 oder 9 möglich, bei Amazon haben Originale oftmals ebenfalls nur 6- 8 Folgen, es lassen sich aber auch die üblichen 10. Gerade hier bieten sich kürzere Staffeln an, denn diese Anbieter sind gezielt aufs Binge-Watching ausgelegt und müssen somit keine kompletten TV-Seasons füllen. Dann ist eine Folge halt einfach mal etwas länger, als eine andere, dafür der Umfang am Ende kleiner. Ich finde das diese Flexiblität dem Markt gut tut. Man muss nicht mehr auf Biegen und Brechen mindestens 22 Folgen produzieren, die meist mehrere unnötige Füller Episoden beinhalten und eine Staffel künstlich in die Länge ziehen. Manch einer CW-Superheldenserie wäre gut beraten dem Beispiel von "Black Lightning" zu folgen und kleinere Staffelumfänge anzupeilen, denn gerade hier wird für mich immer wieder deutlich, dass die Staffeln schlicht zu lange sind. Nur was die Episodenlänge anbelangt bevorzuge ich die klassischen 40 Minuten, einfach weil die sich viel leichter in meinen Tag integrieren lassen, aber auch hier lässt sich wie gesagt mehr Individualität vorfinden.



Aktueller Serien-Trend #8: Ab ins All!


Ein weiterer Trend der mir in den letzten Wochen aufgefallen ist, sind Weltraum-Serien. Klar, durch Star Trek und Co. sind sie schon immer angesagt, aber aktuell werden unglaublich viele Produktionen in diese Richtung entwickelt und dabei handelt es sich nicht nur um Spin-Offs des erstgenannten. Da hätten wir das kürzlich gestartete "Origin" für Youtube Premium, das nicht nur eine Mini-Harry-Potter-Reunion in Form von Tom Felton und Natalia Tena beinhaltet, sondern einer Gruppe von Menschen folgt, die sich auf einem neuen Planeten ansiedeln sollen. Doch etwas geht schief und nun sind sie im Weltraumschiff gefangen und müssen um ihr überleben kämpfen. Netflix hat indes "Lost in Space" neu aufgelegt und arbeitet schon an der nächsten Event Sci-Fi Serie namens "Another Life", in der sich ebenfalls Astronauten auf den Weg ins All machen, die mit Jake Abel, Tyler Hoechlin und Selma Blair ebenfalls nicht schlecht besetzt ist. Hulu hat hingegen "The First" mit Sean Penn zu bieten (in Deutschland übrigens bei MagentaTV zu sehen), während Syfy George R. R. Martins "Nightflyers" als Serie verfilmt hat, die hierzulande bei Netflix zu sehen ist. Ihr ahnt es schon: Auch hier finden sich mehrere Menschen an Bord eines Weltraumschiffes wieder, die eigentlich auf der Suche nach Aliens sind, aber bald passieren mysteriöse Dinge und sie beginnen sich zu misstrauen. Klingt ähnlich wie eine der zuvor vorgestellten Serie? Genau, denn es geht in die gleiche Richtung wie "Origin". Inwieweit auch die klassischen Networks diesen Trend aufgreifen, wird sich zeigen. Bei den Streaming Anbietern und im Pay-TV sind Sci-Fi-Serien auf jeden Fall hoch im Kurs.



Aktueller Serien-Trend #9: Die Filmvorlage sollen es richten:


Dieser Trend dominierte, neben den Comicverfilmungen, die aktuelle Tv Season. Aktuell lassen sich viele Serien vorfinden, die auf einem Film basieren bzw. dessen Geschichte weiterführen sollen. Natürlich immer mit dem Ziel: die Fanbase der Filme zu ködern und so gleich eine breite Zuschauerschaft an Land zu ziehen. Dass dieses auf "Nummer Sicher gehen" aber nicht immer aufgeht, beweisen "The Minority Report", "Taken" und "Limitless", die sich alle recht flott nach ein, höchstens zwei Staffeln vom Zuschauer verabschieden durften. Gut schlägt sich hingegen "Lethal Weapon", das mit dem weiteren Ausstieg eines Hauptdarsteller aber ein Problem bekommen könnte und auch bei "Scream the TV Series" steht die Ausstrahlung der 3. Staffel aufgrund der Vergehen von Harvey Weinstein auf der Kippe, denn die Weinstein Company steht hinter dem Projekt. Nicht jede Serie in diesem Gerne kann ein solcher Erfolg wie "Bates Motel", "Fargo", "Westworld" oder das kürzlich gezeigte "The Purge" sein. Schwer wird es gerade dann, wenn ein Darsteller eine Rolle so stark geprägt hat, dass man sich keinen anderen Schauspieler darin vorstellen kann (siehe Liam Neeson in Bezug auf Taken). Eine abschreckende Wirkung hat dies allerdings auf die Networks nicht, denn mit dem Start von Disney+ werden dort massenweise Serien zu bekannten Film-Franchises an den Start gehen: Star Wars, High School Musical, Die Monster AG, Marvel-Serien (wo nun auch von Tom Hiddleston bestätigt wurde, dass er erneut in die Rolle von Loki schlüpfen wird, weitere Serien umfassen eine zu Scarlet Witch und den Winter Soldier) oder Nachts im Museum. Dazu hat  Disney erst kürzlich die Rechte an "Percy Jackson" erworben, womit es irgendwann einmal eine Serie dazu geben könnte. Offiziell wurde in die Richtung noch nichts verkündet, aber als Rechthalter kann Disney jeden Tag beschließen diese auch zu nutzen. Netflix plant hingegen ein komplettes Universum zu "Die Chroniken von Narnia" zu basteln, während Starz mit einer Actionserie zu "John Wick" plant, in der Keanu Reeves zumindest auftauchen wird, bei Amazon Prime ging kürzlich hingegen erst "Hanna" an den Start, die auf dem gleichnamigen Film von 2011 basiert und um eine 2. Staffel verlängert wurde. Hulu versucht hingegen mit der Wiederbelebung von "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" als Mini-Serie etwas vom Kuchen abzubekommen. 



Aktueller Serien-Trend #10: Podcasts als Serienvorlagen:


Bei all der Masse an Serien, verändern sich aber auch deren Vorlage. Nicht nur Bücher, Comics oder Filme dienen als Inspirationsquelle, sondern viele Networks wagen sich die Verfilmung bekannter Podcasts als Serien. Amazon hat dies mit seiner Mysteryserie "Lore" vorgemacht, die zu Beginn ein Mix aus Dokumentation und Serie war, mittlerweile aber komplett umgekrempelt wurde. Auch bei "Homecoming" (Amazon Prime) mit Julia Roberts der "Dirty John" (Netflix) setzt man auf einen Podcast als Grundlage. Letzteres habe ich schon gesehen und es kann es wärmstens weiterempfehlen, eine spannende, schockierende Umsetzung eines echten Falles, die wohl niemanden kalt lässt. NBC werkelt derweil an einer Verfilmung von "The Black Tapes". Der Podcast von Matthew Arnold dreht sich um einen fiktiven paranormalen Ermittler namens Richard Strand, der nicht an das Übernatürliche glaubt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, dies zu beweisen. Deshalb nimmt er sich gezielt ungeklärte Fälle vor. HBO versucht indes "Serial" in eine Serie zu verwandeln. Hierbei handelt es sich um einen Podcast, der sich um eine Schülerin dreht, die von ihrem Ex-Freund ermordet wurde. FX versucht "Crimetown" zum Leben zu erwecken, wo in jeder Folge Straftaten in unterschiedlichen amerikanischen Städten im Fokus stehen. Staffel Eins spielt in Providence und rückt Korruption ins Zentrum. Erst in den letzten Tagen ging die Meldung raus, dass Blumhouse an einer Serie zu "The Horror of Dolores Roach" arbeitet. Ob das Projekt einen Abnehmer findet, muss sich noch zeigen, aber mit Blumhouse dahinter dürfte das kein Problem sein. Das Studio kann immerhin Erfolge wie "The Purge", "Annabelle" oder "Get Out" vorweisen. Der Name verrät hier schon das Genre: Horror inspiriert von Sweeney Tod. Es soll sich um eine makabere urbane Legende handeln, in der die Themen Liebe, Verrat, Drogen, Kannibalismus und das Überleben des Stärksten aufgegriffen werden. Eine Liste, die auch Serien im frühen Entwicklungsstadium beinhaltet, sowie die von mir genannten, findet ihr hier. Ich bin mir aber sicher, dass Podcasts in den kommenden Jahren auch von traditionellen Networks mehr Aufmerksamkeit erhalten werden, immerhin nehmen diese täglich an Beliebtheit zu und können beachtliche Zuschauer vorweisen. 



Aktueller Serien-Trend #11: Alternative Realitäten:


The Man in the High Castle hat es vorgemacht und einen alternativen Realitätsentwurf entwickelt bei dem die Nazis den zweiten Weltkrieg nicht verloren haben. Optisch beeindruckend zeigt das Amazon Original die grauenvollen Konsequenzen dieser Entwicklung. Nun scheint es, als würden auch andere Streaming-Anbieter und Networks auf diesen Trend aufspringen, den ich unglaublich interessant finde. Schon immer spukte mir die Frage im Kopf herum, wie die Geschichte wohl aussehen würde, wenn manche Dinge anders abgelaufen wären. Ein kleines Gedankenexperiment, das sicherlich auch viele von euch schon durchgespielt haben. Für Serien kann das gut funktionieren, vorausgesetzt das notwendige Budget ist vorhanden, um eine solche Produktion zu stemmen. Gerade optisch müssen solche Serien einiges hergeben, da jedes Detail wichtig ist. Netflix verfügt über das Kapital und hat mit "1983" die erste Produktion an den Start geschickt, die aufzeigt was passiert wenn der "kalte Vorhang" nie gefallen wäre. Auch hier zeichnet man einen alternativen historischen Verlauf.  BBC nutzte eine solche Prämisse für die Mini-Serie "SS-GB", die kürzlich auf Arte zu sehen war, und in der die Nazis erfolgreich Großbritannien besetzen konnten. Auf etwas andere Art und Weise interpretiert NBC's "Timeless" (in Deutschland auf Netflix zu sehen) diesen Trend: Denn auch in der Zeitreise-Serie werden kleine Details in der Geschichte  verändert, die dann für eine veränderte Realität sorgen.



Aktueller Serien-Trend #12: Content-Deals in Millionenhöhe:


Je mehr Player auf dem Serienmarkt mitmischen, umso härter wird der Konkurrenzkampf um Talente. Davon profitieren vor allem Showrunner. Immer öfter gibt es Meldungen über exklusive Content-Deals, die Talente über einen langen Zeitraum (meist 5 Jahre) an bestimmte Plattformen binden, bei denen auch gerne mal Millionenbeträge fließen. Für Aufsehen sorgte dabei sicherlich der Wechsel von Shonda Rhimes von ABC zu Netflix, da diese für das erstgenannte Networks Quotenhits wie "Grey's Anatomy", "Scandal" oder "How to get away with Murder" kreiert hat, doch damit ist nun Schluss. Die aktuellen Serien gibt es natürlich weiterhin beim Sender zu sehen, sobald diese ausgelaufen sind, wird es keine weitere Shonda Serie dort geben. Alles was von Shondaland in den kommenden Jahren produziert wird, landet bei Netflix. Nicht überraschend gab es kürzlich auch schon die ersten Updates, so sind aktuell mehrere Serien der Showrunnerin in Entwicklung. Neben Shonda Rhimes hat es auch Ryan Murphy ("American Horror Story", "American Crime Story") zu Netflix verschlagen (gut 300 Mio. sind auch ein unschlagbares Argument), schon im September diesen Jahres geht mit "The Politican" die erste Serie des Deals dort online. Was deutsche Showrunner anbelangt dürfen sich Baran bo Oder und Jantje Friese, die mit "Dark" einen internationalen Erfolg landeten, freuen. Sie haben gleichzeitig auch den ersten deutschen Content-Deal ergattert und werkeln schon munter an einer neuen Mysteryserie namens "1899", die auf einen Schiff spielt, welches die Reisenden in die USA bringen soll, und äußert vielversprechend klingt. Grund sind übrigens immer mal wieder, dass einem bei Streaming-Plattformen mehr Freiheiten geboten werden, denn nicht selten kommt es vor, dass Last Minute von Networks Änderungen an Folgen gefordert werden, weil zu viel nackte Haut zu sehen ist, eine Storyline nicht gefällt usw. Netflix lässt da bekanntlich mehr Freiheiten.


Doch zurück zum Thema: Greg Berlanti darf sich hingegen über einen sage und schreibe 400 Millionen Dollar Content Deal mit Warner Bros. freuen, der ihn bis 2024 an das Studio bindet. Er steht hinter Serien wie "Riverdale", "Arrow","The Flash" oder Filmen wie "Love Simon", der Schritt kommt aufgrund seiner Erfolgsrate nicht überraschend. Bei Amazon Prime hat man hingegen einen umfangreichen Content-Deal mit Robert Krikman ("The Walking Dead", "Outcast"), Jonathan Nolan und Lisa Joy, die fortan wohl 30 Mio. pro Jahr verdienen könnten ("Westworld"), und nach der Absetzung von "Luke Cage" und "Daredevil", die dahinterstehenden Showrunner Cheo Hodari Coker und Erik Oleson verfplichtet. Apple hat sich hingegen eine langfristige Zusammenarbeit mit Jason Katims gesichert, der in der Vergangenheit Serien wie "Roswell", "Friday Night Lights" oder "Parenthood" produzierte. Über einen Mega-Deal bei ABC durfte sich "Lost"-Showrunner Carlon Cuse freuen, der dort fortan weitere Mysteryserien produzieren soll. Die Liste ließe sich noch weiter fortführen, macht aber deutlich: der Kampf um die besten Showrunner knallhart. Die genannten finanziellen Beträge unterstreichen dies zusätzlich. Ob das der Serienwelt auf Dauer gut tut? Auch hier lässt sich eine Blase beobachten, die bald platzen könnte. Wobei ich aktuell die ganze Serienwelt als Blase bezeichnen wurde, so viel Geld wie da im Umlauf ist, so viele Firmen die nun auf den Markt drängen und die alle irgendwie versuchen müssen, das ausgegebene Geld wieder reinzuholen. Das wird auf Dauer nicht funktionieren, da es schon unmöglich ist, alle Serien zu schauen und sich alle Dienste leisten zu können.



Über welche übernatürlichen Figuren wünscht ihr euch eine Serie?
Welchen Podcast würdet ihr verfilmen?
Und glaubt ihr auch, dass die Serienblase platzen könnte?

Kommentare :

  1. Huhu Nicole,

    ich lese deine Serienbeiträge wirklich unheimlich gerne. Gerade, was die Netflix-Neuerscheinungen angeht, bin ich sehr neugierig, weil es der einzige Streamingdienst ist, den ich (bislang) abonniert habe :o)

    In Tidelands habe ich reingeschaut. Leider konnte mich die Serie nicht richtig packen. Ich habe sie dann abgebrochen.

    Von This is us habe ich die erste Staffel angeschaut. Die Serie ist so verdammt gut! Gibt es davon noch eine zweite Staffel bzw. wird es davon noch eine zweite Staffel geben, weißt du das? Ich finde, sie sollte auf keinen Fall so bald eingestellt werden :o(

    Nightflyers habe ich gesehen. Die MiniSerie fand ich auch sehr gut umgesetzt. Ich muss sagen, dass ich sie mir ohne den Hinweis, dass sie von Martin ist, vermutlich nicht angeschaut hätte. Was wirklich schade gewesen wäre (jaaaa, dafür schäme ich mich gerade auch ein wenig ;o))

    Ein komplettes Universum zu Die Chroniken von Narnia?! Das ist ja genial. Ich hoffe, dass Netflix dieses Vorhaben bald umsetzen wird <3

    Mit HBO habe ich bislang gute Erfahrungen gemacht. Auf neue Serien aus dem Hause HBO bin ich daher auch schon sehr gespannt.

    American Horrorstory ist auch eine verdammt gute Serie. Ich finde die Ideen waren bislang alle sehr gut. Ich fand keine der Staffeln ansatzweise schlecht. Da hoffe ich natürlich auch auf weitere Staffeln .

    Ich glaube Serien bleiben auch weiterhin sehr beliebt. Der Vorteil ist, dass man sich über die Länge hinweg besser in die Geschichte und in die Figuren hineinversetzen kann. Auch hat es Vorteil, dass eine Staffel aus mehreren kurzen Folgen besteht. So kann man nach der Abend "mal eben" noch eine Folge anschauen. Ob dann letztlich doch mehr draus wird, steht auf einem anderen Blatt ;o) Aber es ist doch was anderes, als sich mal kurz einen Film anzuschauen. Da so mittendrin zu unterbrechen ist irgendwie nicht so einfach.

    Ich wünsche dir wunderschöne Ostertage.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Dankeschön für dein liebes Kompliment Tanja, das freut mich zu hören <3. Das "Tidelands" dir nicht gefallen hat, ist schade. Ich möchte da ja gerne noch reinschauen, mal schauen ob es mich packen kann. Eine 2. Staffel wurde da leider ja auch noch nicht bestellt, was mich etwas abschreckt.

      Da gibt es definitiv mehr als eine Staffel. Die 2. Staffel von "This Is Us" ist schon im Abo von Amazon Prime enthalten, die dritte läuft aktuell im Free-Tv auf Sixx (da verfolge ich sie auch). Die Serie wurde vor einiger Zeit gleich um mehrere Staffel verlängert, sodass auch die 4. Staffel sicher ist. Bei den Quoten mache ich mir auch keine Sorgen um eine fünfte Staffel, weil die Serie eine der erfolgreichsten im amerikanischen TV ist und da sie aktuell die Qualität hält, freue ich mich da echt auf eine hoffentlich längere Laufzeit.

      Endet "Nightflyers" denn geschlossen? Weil es gibt ja leider keine zweite Staffel und ist dann immer nervig, wenn man viel Zeit investiert und dann imt Cliffhangern zurückgelassen wird.

      Ich hänge bei "American Horror Story" ja hinterher. Hatte mal mit meiner cousin mit Staffel 4 angefangen, aber bin über die erste Folge nicht hinausgekommen, weil ich mir nicht sicher war, ob das Staffel Thema mir zusagt. Staffel 5 reizt mich hingegen schon etwas länger. Auch da muss ich irgendwann mal weitermachen.

      So geht es mir mit Serien auch. Ich liebe es, dass ich die Figuren viel intensiver kennenlerne und man auch eine Entwicklung miterlebt. Letzteres funktioniert bei einem zwei stündigen Film nicht wirklich, da muss es dann schon auch eine Filmreihe sein. Auch die kürzere Laufzeit empfinde ich als praktisch, weshalb ich ja gerne mit Serien stressige Tage ausklinge lasse. Anstatt einen Film, gucke ich halt dann ganz oft 2-3 Serienepisoden.

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  2. Wirklich gut zusammengefasst deine Serientrends! :)
    Ich finde die meisten sehr gut. Kürzere Episoden pro Staffel sorgen für viel mehr Spannung, mehr Plotdichte und weniger Füllerfolgen. Also ich bin ein großer Fan von 16 Folgen, vielleicht sogar 13, ganz im Gegensatz zu 22.
    Auch die Märchenadaptionen finde ich einen tollen Trend, auch wenn ich angst habe, das Tell me a story zu düster ist. Mal gucken. Siren fand ich jedenfalls nicht so prickelnd von den Promos her.
    Ich komme dann endlich auch mal dazu, dir auf meinen Kommentar zu antworten! :)
    Vielen lieben Dank für dein Kompliment zu meinen Bilder, das freut mich wirklich total, insbesondere wenn es erstmal „nur“ Handyaufnahmen sind!
    Danke dir. Ja, ich freue mich dann auf deinen Bericht bzw. wie du es fandest, Es ist wirklich mal was anderes und eine schöne Abwechslung. Und man kann Sachen essen, die es sonst nirgendswo gibt^^
    Ja, da stimme ich dir beim Fußballspiel voll und ganz zu.
    Ich gebe zu, ich war gerade echt am überlegen, wer Aida war :D Agents of shield Staffel 4, oder? Eine meiner absoluten Lieblingsstaffeln der Serie, wenn nicht sogar DIE beste der ganzen Serie. Ja, das war in der tat abzusehen, inwieweit es noch weitere Plot Twists geben kann, kann ich dir nicht sagen, da es zu lange her ist, dass ich sie gesehen habe.
    Ja, ich habe nach deinem Travelguide gesucht und mir den mal angeschaut und wow, wie lange hast du daran bitte gesessen, das ist ja irre! Gerade wenn ich an meiner Rohfassung sitze, fällt es mir schwer, die Worte in Blogbeiträge zu stecken, anstatt ins Manuskript. Denn wenn ich so 500-1000 Wörter schreiben pro Blogpost, denke ich nur „damit hättest du jetzt auch deine Geschichte weiterschreiben können.“ Da muss man sich dann halt entscheiden.
    Ich wünsche dir schöne Ostertage!

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    1. Dankeschön für das liebe Kompliment Nadine <3.
      Die 22 haben halt echt so langsam ausgedient und sind auch nicht für alle Serien geeignet. Gerade bei "Riverdale" finde ich, dass die Serie zu dem Zeitpunkt an Qualität verloren hat, als man von 13 auf 22 aufgestockt hat. Man hätte da lieber bei weniger Episoden bleiben sollen, einfach weil die Storyline da dichter und fokussierter war. Es gab einen klaren Roten Faden mit einer Haupthandlung.

      Ich hoffe ja, dass "Tell Me A Story" endlich mal den Weg nach Deutschland findet. Schon alleine wegen Paul Wesley und Danielle Campell, die ich in Vampire Diaries und The Originals mochte, will ich die Serie sehen. Somit hoffe ich da wirklich, dass da ein Streaming-Dienst (weil da würde sie echt gut hinpassen aufgrund der Thematik) Lizenzen erwerben kann. "Siren" ist aber echt super, also ich kann die Serie nur empfehlen, gerade wenn du Mysteryserien magst. Mal was ganz anderes, toll geschauspielert und auch nicht so klischeebeladen.

      RTL 2 hat die Serie jetzt einfach abgestzt. Mitten in der Staffel. Sprich: Über die zehn Folgen kommen ich erstmal nicht hinaus, weil mir der Staffelpass aktuell mit 20 € zu teuer ist. Ist dann doch ne Menge Geld, wenn man fast die Hälfte der Staffel schon kennt und von der nicht komplett begeistert war. Ich hoffe jetzt ,dass es die Serie wieder bei Prime ins Angebot schafft und ich sie dort weiterschauen kann, da hatte ich sie nämlich auch ursprünglich angefangen und durchgebingt. Gerade auf eine Folge in der vierten Staffel hatte ich mich schon so gefreut, da ich schon gespoilert bin was die kurzzeitige Rückkehr von Ward anbelangt.
      Puh das weiß ich gar nicht mehr. Aber ich war ja so begeistert von London, dass mir das auch ne Menge Spaß gemacht hat, dass nun in Blogbeiträgen zu verarbeiten. Aber so Travelguides sind ja nie ohne, schon alleine die Bildbearbeitung ist da ein großer Aufwand. Am Ende bin ich aber immer froh über solche Beiträge, weil ich mir die auch Jahre später noch gerne anschaue.

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  3. Ein informativer und interessanter Beitrag, dachte ja schon immer, dass Showrunner viel verdienen, aber so viel hat dann doch meine Vorstellung übersteigt.
    Ich denke, dass es in der nächsten Zeit weiter so mit einer Fülle an Serien geht, schließlich plant Disney + einige auf ihrer neuen Plattform (die ich mir nicht holen werde) und Amazon plant ja eine Serie zu Herr der Ringe und dann ist da noch auch eine weitere Serie zu der Vorgeschichte zu Game of Thrones geplant, auf die ich beide gespannt bin.

    Ich mag es, dass die meisten Serien mittlerweile zehn Folgen haben und kein 22 Folgen mehr. Manchen Serien wie Pll und Vampire Diaries hätte das ganz gut getan. 10 Folgen eignen sich auch wie du geschrieben hast, wunderbar zum Bingen. Das habe ich dieses Jahr sowohl bei Dark und You gemacht.
    Ansonsten hätte ich aber auch wieder mal Lust auf 40 Minuten Folgen, ich habe das Gefühl, dass der Trend doch zu 60 Minuten Folgen geht, zumindest ist das bei den Serien zu denen ich greife der Fall.

    Den Trend zu Sci-Fi Serien finde ich ja super. Zurzeit schaue ich ja The Expanse, wo ich seit Wochen nicht mehr geschafft habe weiter zu schauen, weshalb ich überlege, ob ich sie noch mal von vorne anfangen möchte und dieses mal ohne so lange Pausen zwischen den Folgen. Außerdem möchte ich auf Netflix noch Lost in Space und Nightflyers sehen. Nach so guten Sc-Fi Filmen wie Arrival, Blade Runner 2049 und Ex Machina aus den letzten Jahre, freue ich mich darüber, dass der Trend jetzt auch zu Serien übergegangen ist.

    Alles Liebe und schöne Ostertage wünscht dir Nadine :)

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar Nadine <3.
      Ja die Dimensionen sind da echt heftig und halt auch dem zunehmendem Konkurrenzkampf geschuldet. Je mehr Player da auf den Markt drängen, umso härter wird der Kampf um talentierte Autoren. Dass es weiterhin so viele Serien gibt, da bin ich mir auch ganz sicher, denn wie du schon schreibst: Disney+ startet in den kommenden Monaten, ich meine als deutsches Startdatum was von Mai 2020 gelesen zu haben und auch sie haben ja Eigenproduktionen geplant, wenn auch nicht in dem riesigen Umfang von Netflix und Prime. Dazu kommt noch Apple, die auch einiges in der Pipeline haben und nicht zu vergessen, dass Warner Bros. noch auf den Markt drängt, gerade das wird man bei Prime und Netflix spüren, weil die viele Warner Serien udn Filme im Programm haben, die dann wegfallen und die ich unfassbar gerne schaue :/. Somit: Wird die Anzahl der Serien definitiv erstmal weiter steigen, ich bin mir aber nicht sicher, ob das nicht zu Qualitätsverlusten führt. Am Ende wird vielleicht nur noch produziert, um so und so viele neue Inhalte bieten zu können, egal was es ist. Darunter gibt es dann einige Qualitätsserie, aber auch viel Beliebiges. Aber mal abwarten, vielleicht bewarheitet sich das ja auch nicht. Auf das Spin-Off zu "GoT" bin ich auch gespannt ,aber auch das wird wohl dann beim Streaming-Dienst von Warner vertrieben werden, denn ihnen gehört HBO und sie haben schon klar gemacht, dass die neuen Produktionen des Senders ihr Aushängeschild werden sollen.

      Dito gerade bei "Pretty Little Liars" bin ich da voll bei dir, da wären weniger Folgen vielleicht auch besser gewesen, gerade was den Plot anbelangt und vielleicht hätte man damit auch nicht so extrem den Überblick verloren. Am Ende machte die Auflösung da logisch gar keinen Sinn mehr und hatte unfassbar viele Plotlöcher. Bei Vampire Diaries ging es für mich noch, da fand ich eigentlich nur die 7. Staffel nicht der Knaller, den Rest schaue ich aber immer noch gerne. Bei der Folgenlänge bin ich wie gesagt komplett bei dir. Mir ist das auch zu lange.

      Das freut mich zu hören, dass du das Genre so magst. Bei mir stehen "The Expanse" und "Nightflyers" ja noch auf der Watchlist, hatte für die noch keine Zeit. "Lost in Space" reizt mich jetzt nicht so wirklich, dafür aber einige der geplanten Serien. Gerade im Filmbereich hatten mich einige Sci-Fi Filme auch überrascht. Ist ja sonst nicht mein Genre, aber gab einige der letzten Jahre, die ich echt mochte, wie auch Arrival. Kommt halt immer auf die Umsetzung an.


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