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Samstag, 8. April 2017

{Herzensfilme} Rezension: Ein ganzes halbes Jahr!

Endlich komme ich auch einmal dazu, meine Gedanken zu diesem Film niederzuschreiben, denn er hat mich wirklich sehr berührt. Ein ganzes halbes Jahr war für mich definitiv der beste Kinofilm des vergangenen Jahres und den Kauf der DVD habe ich zu keiner Sekunde bereut. Jedoch beziehe ich mich nachfolgend wirklich nur auf den Film, denn die literarische Vorlage habe ich nicht gelesen. 

Jojo Moyes - Ein ganzes halbes Jahr - Rezension - Film
Urheberecht:  Warner Bros. Deutschland: Warner Home Video

 Allgemeine Informationen:

Originaltitel: Me Before You
Erscheinungsjahr: 2016
Produktionsland: Amerika
Filmverleih: Warner Bros. Deutschland
Produzent: Alison Owen, Karen Rosenfelt
Genre: Liebesfilm, Drama
Länge: 110 Minuten
FSK: ab 12 Jahren freigegeben
Cast: Emilia Clarke als Louise Clark, Sam Claflin als William Traynor, Matthew Lewis als Patrick, Janet Mc Teer als Camillia Traynor, Charles Dance als Steven Traynor, Samantha Spiro als Josie Clark, Jenna Coleman als Katrina Clark und Brendan Coyle als Bernard Clark
Sonstiges: Basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jojo Moyes



Handlung:

Warner Bros. Deutschland

Lou arbeitet gerne als Kellnerin, doch als sie von ihrem Chef entlassen wird, empfiehlt ihr das Arbeitsamt eine Stelle als Pflegerin. Trotz fehlender Erfahrung kann sie die Traynors mit ihrer offenen und herzlichen Art von sich überzeugen und wird fortan Teil von Wills Leben, der nach einem Motorad Unfall querschnittsgelähmt ist. Zu Beginn ihrer Tätigkeit macht dieser ihr das Leben jedoch mit seiner unfreundlichen Art verdammt schwer, bis die beiden sich nach und nach annähren und Freunde werden. Was Lou jedoch nicht ahnt, sie wurde angeheuert um Will davon abzubringen sich das Leben zu nehmen. 


Rezension: Warum "Ein ganzes halbes Jahr" mich so berührt hat:

Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes - Rezension
 Urheberrecht: Warner Bros. Deutschland: Warner Home Video

Selten habe ich einen so wunderschönen, traurigen, aber irgendwie auch ungerechten Film gesehen, dessen Ende mich selbst jetzt noch nicht loslässt. Darüber hinweg bin ich bis heute nicht. "Ein ganzes halbes Jahr" folgt nicht dem typischen Schema F, welches wir von Liebesfilmen gewöhnt sind, sondern bestreitet einen ganz anderen Weg, den vielleicht nicht jeder Zuschauer nachvollziehen kann. Ich habe mir da auch schwergetan, aber das tut dem Charme des Filmes keinen Abbruch. Denn dieser ist nicht nur dem tollen Soundtrack, sondern auch den beiden Hauptdarstellern und ihrer Darstellung der Figuren geschuldet. Stereotypen und Klischees sucht man vor allem bei Lou vergeblich. Moyes hat hier einen erfrischenden Charakter erschaffen, der herrlich anders, verrückt und eigen ist. Lou überzeugt nicht nur durch ihre fröhliche und freundliche Art, sondern ist mir auch aufgrund ihres ausgefallenen Modestils in Erinnerung geblieben. Emilia Clarke war hier für mich die perfekte Besetzung, denn sie hat es geschafft diese Figur und ihre Art glaubhaft zum Leben zu erwecken, und uns als Zuschauer dazu noch eine ganz andere Seite von sich zu zeigen. Diese Frau hat im Schauspielgeschäft noch eine lange Zukunft vor sich.

Will entspricht zumindest zu Beginn noch etwas mehr den gängigen Klischees, aber schon bald erlauben die Produzenten uns einen Blick hinter die Fassade, der es einen ermöglicht auch mit seiner Figur warm zu werden. Am Ende hatte auch er sich in mein Herz geschlichen. Doch vor allem lebt "Ein ganzes halbes Jahr" von der Chemie seiner beiden Hauptdarsteller. Die war einfach auf dem Punkt, sodass man mit Lou und Will von der ersten Sekunde an mitgefiebert hat. Zu kurz kommen dabei nur die Nebenfiguren, was für mich aber nur ein kleines Manko ist. Zwar hätte ich mich gefreut, wenn die Produzenten sich noch intensiver mit den Gefühlen von Wills Eltern auseinandergesetzt hätten, aber das ist wirklich eher Meckern auf hohem Niveau bei einem Film, der mich komplett mitgerissen hat. 

Natürlich ist dies eine Produktion, bei der kein Auge trocken bleibt, es aber auch viele lustige, herzerwärmende Momente gibt, die die ernste Geschichte etwas auflockern. Der Genremix hat für mich einfach gepasst und dafür gesorgt, dass die 110 Minuten wie im Flug vergangen sind. Wie oben schon erwähnt, bleibt vor allem das Ende des Filmes in Erinnerung. Da ich das Buch nicht gelesen habe, wusste ich nicht, wie der Film nun enden würde. Ein paar Aussagen in Bezug darauf hatte ich zwar überflogen, aber versucht weitestgehend von Spoilern verschont zu bleiben. Der Schock war also groß, aber genau dadurch lässt einen dieser Film nicht los. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, aber "Ein ganzes halbes Jahr" bringen einen dazu, sich zu fragen, wie man wohl selbst in Wills Situation handeln würde. 

Für wen ist der Film geeignet? Für alle, die ein Fan von Liebesfilmen sind, gerne mal ein paar Tränchen vergissen möchten, aber auch Lust auf Figuen haben die nicht den typischen Stereotypen entsprechen, sondern erfrischend anders sind. 




Fazit: Für mich ist "Ein ganzes halbes Jahr" der beste Film, den ich im vergangenen Jahr gesehen habe. Er überzeugt nicht nur mit einer emotionalen Storyline, sondern vor allem mit ungewöhnlichen Figuren und zwei Hauptdarsteller die eine unglaubliche Chemie haben. Es sind wirklich Emilia Clarke und Sam Claflin die diesen Film tragen und zu etwas ganz Besonderem machen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!


Wer von euch hat den Film ebenfalls gesehen?
Wer hat das Buch gelesen?
Eure Meinung?

Kommentare :

  1. Ich habe das Buch gelesen und den Film gesehen und fande beides schön. Normalerweise bin ich bei Buchverfilmungen ehrlich gesagt immer sehr kritisch, aber in dem Fall hat mir der Film genauso gut gefallen wie die literatische Vorlage. Ich bin halt auch ein Fan der Schauspieler. Emilia Clarke ist so charmant und eigenwillig, ich bin dafür, dass sie bald noch viel mehr im Kino zu sehen ist!
    Liebe Grüße & dir ein schönes Wochenende,
    Pia
    vielleicht wird alles vielleichter

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    1. Das freut mich zu hören, auch das der Film super umgesetzt wurde. Jap die Darsteller fand ich auch super, war auch einer der Gründe wieso ich überhaupt so neugierig auf den Film gewesen bin. GoT neigt sich ja dem Ende entgegen und ich bin mir sicher, dass wir sie danach dann öfter mal in einer Filmproduktion sehen werden.

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  2. Ich habe weder das Buch noch den Film gelesen/geschaut. Aber er steht auch auf meiner Wunschliste ;-) Die Geschichte hört sich nämlich spannend an.
    Dir ein wunderbares Wochenende
    Liebe Grüße

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    1. Dann wünsche ich dir viel Spaß, wenn du ihn dir mal anschaust. Er ist wirklich richtig gut.

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  3. Da ich noch sooo viele Posts zu lesen habe, fange ich jetzt einfach mal mit diesem an... weil wenn ich deine Liebklicks lese, dann komme ich ja heute zu keinem anderen Post aus meinem Reader mehr, vermute ich ;)

    Diesen Film will ich ja unbedingt noch mal sehen... Das Buch war ja einfach nur wundervoll :) Und über den Film ist mir auch nur Lob zu Augen gekommen (habe natürlich nur gelesen auf Blogs und keine Bekannten, die ihn gesehen haben...)

    Die Geschichte selbst hat mich ja bis bis heute auch nicht losgelassen... ich weiß nicht, ob sie das jemals tun wird...

    Was Lou angeht, kann ich dir nur recht geben: Sie ist etwas besonderes und ich liebe es, wie ihr Charakter und ihr Art im Buch beschrieben werden. Solche Protagonisten sollten einfach öfter zu finden sein!
    Also was die Gefühle der Nebenfiguren angeht, bin ich ganz froh, dass sie aus der Story raus bleiben. Ich finde einfach, dass sie nicht rein passen, zumindest im Buch stelle ich es mir schwierig vor. Wie will man die Geüfhle der Eltern darstellen, wenn Lou keine Beziehung zu diesen hat, aber das Buch aus ihrer Sicht verfasst wurde? Und Perspektivwechsel hätte ich hier auch nicht angemessen gefunden... aber vielleicht ist da im Film auch mehr Raum für sowas, den man hätte nutzen können?

    Punkt für die To-Do-Liste: Diesen Film schauen!

    Liebe Grüße

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    1. Also ich fand ihn wie gesagt richtig gut, habe jetzt auch schon von vielen Buchlesern gehört, dass er auch gut umgesetzt wurde. Fans des Genres werden mit dem Film aber auf jeden Fall glücklich werden.

      Im Buch ist das sicherlich Schwierig, da hätte man definitiv mit Perspektivwechseln arbeiten müssen, aber im Film wäre da schon Raum für gewesen. Da lernen wir die Eltern ja schon kennen, aber das wird alles nur oberflächlich behandelt.

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  4. Das Buch habe ich (noch) nicht gelesen, den Film habe ich aber vor einigen Wochen geschaut und ich muss dir Recht geben, er ist unglaublich schön, emotional und rührend. Außerdem mag ich Emilia Clarke als Schauspielerin total gern! :)
    Liebe Grüße,
    Svenja von svenjasparkling.blogspot.de

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    1. Das freut mich, dass er dir genauso gut gefallen hat :). Emilia Clarke ist schon klasse, bin gespannt was sie nach Game of Thrones so macht.

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  5. Ich war auch sehr begeistert von Emilia Clark als Lou, obwohl ich mir Lou vom Buch her anders vorgestellt hätte. Sie strahlt diese unglaublich quirlige Positivität einfach super aus und ich stimme dir zu, dass die Chemie zwischen ihr und Sam Claflin absolut stimmt (obwohl ich mir Will auch ganz anders vorgestellt hätte).

    Wenn dich die Gefühle der anderen Figuren interessieren, solltest du das Buch vielleicht doch noch lesen, denn da kommen die Nebenfiguren ab und an zu Wort, was ich auch sehr spannend fand. Da erfährt man auch nochmal mehr über Lous Vergangenheit, die den Grund für ihren Lebensstil und über ihre Beziehung zu ihrer Schwester.

    Mir hat auch sehr gut gefallen, dass man in dem Film sowohl herzhaft lachen als auch ein paar Tränen verdrücken kann.

    Ich wusste natürlich, wie es ausgeht, aber leicht zu verkraften ist das natürlich trotzdem nicht. Wobei allein Sätze wie dieser oder Beschreibungen wie "Schock" eigentlich schon zu viel verraten.
    Jedenfalls finde ich es auch toll, dass die Frage aufgeworfen wird, wie man selbst zu dem Thema steht - im Buch sogar noch etwas mehr.

    Liebe Grüße :)

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    1. Vielleicht lese ich das Buch dann doch irgenwann einmal. Ist halt in Buchform eigentlich nicht so Meines, aber vielleicht überrascht es mich auch und gefällt mir dann doch richtig gut.

      Ich habe zumindest versucht niemanden komplett zu spoilern, aber das Ende ganz weglassen wollte ich auch nicht, weil es in meinen Augen schon das Besondere am Film ist und auch einer der Grüne, wieso ich finde, dass man ihn mal anschauen sollte, selbst wenn man kein Fan des Genres ist.

      Auf jeden Fall machst du mich ziemlich neugierig auf das Buch, selbst wenn es nicht mein typisches Genre beim Lesen ist.

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  6. Hey :)
    Als ich "Sing Street" letzte Woche schauen wollte, war der bei Prime noch nicht verfügbar. Aber gestern hab ich ihn gesehen, deshalb kommt die Antwort erst jetzt. ;) Also ich fand ihn gut, vor allem, wenn man solche Musik/Band-Filme eh mag, ist der auf jeden Fall sehenswert. Und nicht so übertrieben wie manche amerikanische Filme. Manches wird aber nur sehr unterschwellig angedeutet - es hätte ruhig noch weitergehen können^^

    Ja, auf jeden Fall gibt es viele Quereinsteiger in dem Bereich. Ist vielleicht sogar ganz gut, wenn man noch in einem anderen Bereich Experte ist. Über Gesellschaft und Politik Bescheid zu wissen, ist ja schonmal nicht verkehrt. Und Radio gehört ja auch mit zum Journalismus, ich hatte das auch an der Uni, aber nur relativ kurz angeschnitten, wie eigentlich alles, bei so einem breitgefächerten Studium. Da muss man sich eh in Eigenregie ein bisschen reinfuchsen und sein Gebiet finden.
    Dann wünsche ich Dir Erfolg dabei, dass sie Dein Thema absegnen. Aber das klingt doch echt gut und interessant. Mein Thema kam ja auch relativ unkompliziert durch, obwohl sich mein Prof im Kolloquium als nicht gerade LGBT-freundlich entpuppte, denn anhand dieser Zielgruppe hatte ich Diversity Marketing analysiert... Vor allem bei der BA finde ich es auch wichtig, etwas zu machen, das einen wirklich interessiert, sonst quält man sich da echt die drei Monate.

    Hab noch einen schönen Sonntagabend!
    Liebe Grüße,
    Lucia

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    1. Das habe ich auch gemerkt, dass der irgendwie erst später online kam, als angegeben. Bei mir ist er nun auch auf die Watchliste gewandert und ich bin sehr neugierig. Bin ja ein Fan des Genres und kenne auch einige der Bands, von denen dort Lieder interpretiert werden.

      Das mit dem breitgefächert ist bei uns auch der Fall. Man kann sich halt dann über die Seminare die Themen rauspicken die einem am meisten interessieren, aber bei manchem muss man sich dann halt selbst einarbeiten. Aber das ist ja auch später im Berufsleben der Fall. Da muss man sich auch immer wieder in neue Themen und Abläufe einarbeiten und somit ist ja auch nichts Schlimmes.

      Genau mir ist es da auch wichtig ein Thema zu haben wo ich wirklich Interesse dran habe, denn sonst stelle ihc mir das auch sehr zäh vor. Es läuft einfach besser, wenn man sich dafür interessiert. Aber ich denke jetzt auch nicht, das es da groß Einwände gibt. Werde schon jetzt in den letzten Tagen der Semesterferien meine Gliederung ausarbeiten und wenn die gut ist, denke ich nicht, dass da was dagegen spricht. Das ist ja ärgerlich, dass dein Prof damit Probleme hat, ich hoffe das hat sich dann nicht auf die Note ausgewirkt?

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  7. Den Film kenne ich (noch) nicht
    Das Buch schon, und das fand ich super! Das Fortsetzungsbuch habe ich auch gelesen (Rezension gibts altuell auf meinem Blog ��)
    Freue mich schon auf die DVD!
    Liebe Grüße!

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    1. Dann wünsche ich dir beim Film viel Spaß. Ich habe nun schon von einigen Buchlesern gehört, dass das erste Buch auch super verfilmt wurde.

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  8. Wenn du so begeistert bist, dann sollte ich den Film wohl auch mal schauen :)
    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Oh ja musst du unbedingt, ich war echt sehr berührt und kann dir nur raten: hab die Taschentücher greifbar ;).

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  9. Vor kurzem habe ich den Film auch endlich gesehen und fand ihn, genau wie das Buch, unglaublich gut! Ein paar Details haben mir zwar gefehlt, aber das war nicht weiter schlimm. :)

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    1. Freut mich aber, dass er dir auch als Buchleserin so gut gefallen hat :)

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  10. Vielen lieben Dank! Du bist ja wirklich eine meiner treuesten Leserinnen und ich kann dir sagen, dass es mir sehr viel bedeutet, mich immer wieder mit dir auszutauschen. :) Hoffentlich bleibt das auch die nächsten 6 Jahre noch so! Freut mich zudem, dass du an der Umfrage teilgenommen hast. Bisher haben sich schon einige beteiligt und die Ergebnisse sind recht positiv. Hätte ich so gar nicht erwartet. Wahrscheinlich werde ich in ein paar Wochen noch genauer darauf eingehen und ein Fazit schreiben. :)

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    1. Das kann ich nur zurückgeben, habe immer sehr viel Spaß bei unseren Gesprächen und auch Diskussionen ;).
      Einen Post dazu fände ich als Leserin definitiv sehr interessant, freut mich aber auch, dass die Rückmeldungen so positiv sind.

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Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Kommentar von euch und versuche auch immer auf euren Blogs zu antworten. Dankeschön <3