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Dienstag, 8. November 2011

Die Borgias - Review

Gleich zwei Serien über Die Borgias sind nun im Tv zu sehen, einmal der deutsche Mehrteil auf ZDF und das amerikanische Gegenstück auf ProSieben. Beide Serien erzählen dass schillernde und skandalöse Leben der Borgias im Zeitalter der Italienischen Renaissance. Die Familie Borgia galt als reichste Familie Europas und erklang mit Rodrigo Borgia den Papst Stuhl, den dieser auch 11 Jahre für sich einnahm. Nachgesagt werden ihnen viele Skandale wie z.B. Giftmischerei oder Inzest. Neid, Liebe, Hass, Mordlust, Geiz und Exzesse bestimmten ihr Leben. Was davon jetzt nun stimmt oder nicht, ist in der heutigen Zeit natürlich schwer zu sagen. Zwar beruht der 6-Teiler vom  ZDF auf historischem Material des Zeremonienmeisters Johannes Burkard der alle Begebenheiten in einem Notizbuch aufschrieb. Ob natürlich alles stimmt was er geschrieben hat, ist fraglich, denn schon damals viele Gerüchte gesponnen und viel hinein interpretiert.

Vorausgesagt wurden Borgia von den Kritikern schlechte Quoten, doch das ZDF glaubte an sein „Mammut-Projekt“ und sendete es zur Primetime. Die Zuschauer bildeten ihre eigene Meinung und waren begeistert vom 6-Teiler. Er hat es geschafft sogar mehr Quoten als die Bundesliga zu bekommen.

Ich war erst kritisch als ich heraus fand, dass der  Film eine deutsche Co-Produktion ist, da ich meistens nicht ganz  so begeistert bin von den deutschen Filmen – doch Borgia hat mich sofort mit der ersten Folge überzeugt und gezeigt dass auch wir gute Filme machen können. Man hat sich beim 6-Teiler sehr an die historischen Fakten gehalten und keine Liebesgeschichten dazu erfunden oder Tatsachen verdreht, etwas was ich immer besonders wichtig finde bei Historischen Filmen. Doch wie baut man sich so ein Machtimperium auf, ganz einfach in dem man alle Machtposition mit der eigenen Familie besetzt. Doch was Rodrigo zum Aufstieg brachte, wird am Ende auch sein Untergang sein. Ein weiterer Pluspunkt gibt es dafür, dass nichts beschönigt wurde. Es ist nun mal so, dass Mittelalter war eine grausame Zeit und das hat man in Die Borgias auf jedenfall erlebt. Schade ist meiner Meinung nach, dass so viel geschnitten werden musst – was natürlich daran liegt das es um 20:15 Uhr ausgestrahlt wurde – wer also die Originalversion sehen möchte, dem rate ich sich unbedingt die DVD zuzulegen (werde ich auch tun), denn allein bei Folge 1 wurden schon 18 Minuten geschnitten.

Von den Schauspielern her finde ich hat man eine perfekte Wahl getroffen. Wichtig war den Produzenten, dass die Darsteller ihren Geschichtlichen Charakteren ähneln – und das tun sie aufjedenfall. Man kann natürlich nie sagen, ob ein Potrait aus dieser  Zeit, wirklich die Person ist, die sie angeblich darstellt – aber wenn es die Gemälde richtig sind, dann ähneln die Darsteller aufjedenfall ihren Charakteren. Vor allem hatte alle Darsteller eine Ausstrahlung die einfach nur klasse war und ich besonders in Historienfilmen sehr wichtig finde. Mit dem Darsteller für Cesare Borgia hat man wohl den besten Fang gemacht, meiner Meinung nach hat er diesen Größenwahnsinn und Wahn am besten dargestellt. Isolda Dychauk als Lucrezia war auch meiner Meinung nach perfekt gewählt – auf der einen Seite stellte sie dieses süße junge Mädchen dar, dass zum Spielball der großen wird, auf der anderen zeigten sie dann wie knallhart sie doch sein kann.

Wer nun genauso traurig ist, dass die Reihe schon zu Ende ist und wir bis jetzt noch nicht den Fall von Rodrigo Borgia als Papst gesehen hat (denn genauso schnell wie sie damals Macht bekamen, desto grausamer war dann am Ende der Fall), der darf sich freuen, denn aufgrund der guten Quoten wird schon an einer Fortsetzung geschrieben.

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